Nationalpark Kerinchi-Seblat

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Nationalpark Kerinchi-Seblat
Vulkan Kerinci
Vulkan Kerinci
Nationalpark Kerinchi-Seblat (Indonesien)
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-1.6944444444444101.26888888889Koordinaten: 1° 41′ 40″ S, 101° 16′ 8″ O
Lage: Jambi, Sumatera Barat, Bengkulu, Sumatera Selatan, Indonesien
Fläche: 13680 km²
Gründung: 1999
Adresse: www.warsi.or.id
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Der Kerinchi-Seblat-Nationalpark liegt auf der Insel Sumatra, Indonesien. Mit einer Gesamtausdehnung von knapp 1,4 Mio. ha übergreift er vier Provinzen der Insel und ist dabei der größte Nationalpark Sumatras. Der Park liegt auf einer Höhe von 200 m bis 3805 m über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung stellt mit eben 3805 m der Gunung Kerinchi, ein bis heute aktiver Schichtvulkan, dar.[1]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die vier vom Nationalpark erfassten Provinzen, ihrer Größe nach absteigend, sind:

Der Park umfasst einen großen Teil des Barisangebirges (Bukit Barisan Bergkette), in welchem auch der Kerinchi liegt. Mit dem Seven Mountain Lake innerhalb des Gunung Tujuh liegt im Park der höchstgelegene Kratersee Südostasiens. Heiße Quellen, Höhlen und Wasserfälle prägen das Landschaftsbild des Parks. Weitere spektakuläre Ökosysteme sind etwa der Frischwassersumpf Rawa Bento oder der Torfsumpf Ladeh Panjang.

Heute gehört der Park zu den tropischen Regenwäldern von Sumatra, die 2004 als Naturdenkmal in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen wurden, neben den zeitgleich aufgenommenen Naturparks des Gunung Leuser und des Barisan Selatan.

Artenvielfalt[Bearbeiten]

Der Park weist eine hohe Artenvielfalt an Pflanzen auf. Über 4000 verschiedene Pflanzen konnten in dem Terrain identifiziert werden. Darunter der Titanenwurz, eine Pflanze, die den größten unverzweigten Blütenstand des gesamten Pflanzenreiches aufweist, sowie die Riesenrafflesie, die über den Superlativ verfügt, die größten und schwersten Blüten des Pflanzenreiches zu haben.

Auch die Tierwelt findet hohen Schutz im Park. So leben dort der seltene Sumatra-Tiger, das weitgehend ausgerottete Sumatra-Nashorn[2][3], der seit 2008 auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehende Sunda-Nebelparder, das Schabrackentapir, der Malaienbär und sumatrische Muntjaks. Mehr als 300 Vogelarten leben im Park, darunter etliche endemische.[4]

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kerinchi im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution (englisch)
  2. SOS Rhino : Rhino population at Indonesian reserve drops by 90 percent in 14 years, abgerufen 15. April 2012
  3. Save The Rhino : Sumatran rhino numbers revised downwards abgerufen 15. April 2012
  4. Antara News: Kerinci Seblat potential world birdwatching destination: observer