Oberndorf in Tirol
| Oberndorf in Tirol | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Tirol | |
| Politischer Bezirk: | Kitzbühel | |
| Kfz-Kennzeichen: | KB | |
| Fläche: | 17,7 km² | |
| Koordinaten: | 47° 30′ N, 12° 23′ O47.49861111111112.384722222222687Koordinaten: 47° 29′ 55″ N, 12° 23′ 5″ O | |
| Höhe: | 687 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.015 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 113,84 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6372 | |
| Vorwahl: | 05352 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 04 13 | |
| NUTS-Region | AT335 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Josef-Hager Straße 15 6372 Oberndorf in Tirol |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Johann Schweigkofler (Bürgermeisterliste) | |
| Gemeinderat: (2010) (13 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Oberndorf in Tirol im Bezirk Kitzbühel | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Oberndorf ist eine Gemeinde mit 2015 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Kitzbühel, Tirol (Österreich).
Oberndorf liegt im Leukental, an der Kitzbüheler Ache zwischen Kitzbühel und St. Johann. Das Gemeindegebiet setzt sich neben dem Hauptort aus mehreren Weilern zusammen und reicht bis zum Kitzbüheler Horn.
Wichtigste Wirtschaftszweige sind der Tourismus und ein Hartsteinwerk. Bis zum 18. Jahrhundert wurde am Rerobichl Kupferbergbau betrieben.
Oberndorf hat eine Haltestelle der Salzburg-Tiroler-Bahn.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte Oberndorfs reicht, wie auch in den anderen Orten in der Umgebung, weit zurück. Im Jahre 1422 wurde erstmals eine Pfarrkirche, geweiht dem Patrozinium der Apostel Philippus und Jakobus, erwähnt. Im 16. Jahrhundert wurde in Oberndorf vorwiegend Bergbau betrieben. Vor allem ist der größte Schacht am Rerobichl des Bezirkes Kitzbühel, der Heilig-Geist-Schacht, mit seinen beachtlichen 886 m Tiefe ein Meisterwerk des damaligen Bergbaus. In nur 55 Jahre erreichte man diese Tiefe. Es wurde hauptsächlich Silber abgebaut. Der Bergbau wurde 1774 eingestellt und wurde danach mehrmals wieder aufgenommen, jedoch ohne größere Erfolge. Im Jahre 1969 und 1970 wollte die südafrikanische Union Corporation Limited den Bergbau erneut beginnen, scheiterte jedoch an einer Bürgerinitiative, denn es sind immer noch Silber- und Kupfervorkommen in weitaus tieferen Gegenden am Rerobichl vorhanden.
1875 wurde die Giselabahn, die bekanntlich durch Oberndorf führt, eröffnet. 1881 eröffnete man die Haltestellte östlich der Gemeinde.
Im Jahre 1892 wollte man Oberndorf zu einer eigenständigen Gemeinde machen, jedoch waren alle Bemühungen umsonst.
Am 15. November 1898 eröffnete man das neue Schulhaus. Sieben Jahre später fand die Enthüllungsfeier des Hagerdenkmals statt.
Im Jahre 1909 wurde in Oberndorf eine eigener Feuerwehrverein gegründet, da ein Jahr zuvor zahlreiche Brände stattfanden. Sogar die Kirche wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.
1911 versuchte man sich erneut von der Gemeinde St. Johann in Tirol zu trennen. Diesmal meinte man, es funktioniere, denn der Gemeinderat von St. Johann strebte eine Aufteilung in drei selbständige Teile an. Diese drei Gemeinden sollten St. Johann-Dorf, St. Johann-Land und Oberndorf sein. Dieser Vorschlag kam jedoch nicht erfreulich bei der Landesregierung an und bekam daher keine Zustimmung.
1912 verursachten sintflutartige Regenfällen eine große Überschwemmung. Dabei wurde viel Ackerland zerstört.
Das Jahr 1927 war für Oberndorf wohl eines der Höhepunkt in seiner Geschichte. Die Gemeinde wurde endlich selbständig. Am 8. Februar 1927 kam folgender Gesetzesbeschluss zustande: „Mit 1. Juli 1927 ist Oberndorf eine selbstständige Gemeinde!“ Bei den ersten Gemeinderatswahlen im Jahre 1927 wurde Mathias Hager, Adlerbauer, zum ersten Bürgermeister gewählt.
1961 ging erstmals ein Skilift in Betrieb.
Am 1.1.1966 eröffnete die Raiffeisenkasse St. Johann in Tirol und Oberndorf ihre Pforten. Dabei wurde die alte Schmiede- und Wagnerwerkstätte verwendet.
Im Jahre 1984 wurde die Umfahrungsstraße durch den Landeshauptmann Ök. Rat Eduard Wallnöfer offiziell eröffnet. Somit wurden die täglichen Verkehrsprobleme im Ort behoben und die Lebensqualität erheblich verbessert.
Heute ist Oberndorf eher noch ein bäuerliches Dorf, hat aber jedoch in den letzten Jahren massiv an Einwohner gewonnen. So wurde im Jahre 2005 erstmals die 2.000-Einwohnergrenze überschritten. Des Weiteren siedeln sich immer mehr Industriebetriebe an. In den kommenden Jahren wird sich die Einwohnerzahl weiter erhöhen.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Going am Wilden Kaiser, Kitzbühel, Reith bei Kitzbühel, St. Johann in Tirol
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: Einen goldenen Berghäckel auf schwarzem Untergrund und einen tiefen Schacht in Rot.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Alfons Walde (1891-1958), Expressionistischer Maler
- David Kreiner (* 1981), Nordischer Kombinierer
- Markus Stöckl (* 1974), Extrem-Radfahrer
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Franz Beckenbauer (*1945), ehemaliger Profifußballer, ehemaliger Präsident und Ehrenpräsident des FC Bayern München und Vizepräsident des DFB, lebt seit 1982 in Oberndorf.
[Bearbeiten] Wirtschaft
In Oberndorf haben mehrere Industriebetriebe ihren Standort, besonders hervorzuheben ist die Firma Fritz Egger GmbH & Co, die zu den führenden Holzwerkstoff- und Spanplattenherstellern in Europa zählt. Sowie die Konzernzentrale der Klausner-Gruppe.
[Bearbeiten] Trivia
Im Jahre 1938 malte der aus Oberndorf stammender Maler Alfons Walde ein 43 X 61 cm großes Bild in Öl auf Malpappe mit dem Titel Dorfsommer (Oberndorf in Tirol).
Seit 2009 ist Oberndorf Station des FIS Skicross World Cup. Das Nachtrennen ist das am besten besuchte Rennen der Serie.
[Bearbeiten] Panorama
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
Aurach bei Kitzbühel | Brixen im Thale | Fieberbrunn | Going am Wilden Kaiser | Hochfilzen | Hopfgarten im Brixental | Itter | Jochberg | Kirchberg in Tirol | Kirchdorf in Tirol | Kitzbühel | Kössen | Oberndorf in Tirol | Reith bei Kitzbühel | Schwendt | St. Jakob in Haus | St. Johann in Tirol | St. Ulrich am Pillersee | Waidring | Westendorf
