Fieberbrunn

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Fieberbrunn
Wappen von Fieberbrunn
Fieberbrunn (Österreich)
Fieberbrunn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kitzbühel
Kfz-Kennzeichen: KB
Fläche: 76,33 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 12° 33′ O47.46638888888912.55790Koordinaten: 47° 27′ 59″ N, 12° 33′ 0″ O
Höhe: 790 m ü. A.
Einwohner: 4.336 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 57 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6391
Vorwahl: 05354
Gemeindekennziffer: 7 04 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 1
6391 Fieberbrunn
Website: www.fieberbrunn.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Grander (Liste Fieberbrunn)
Gemeinderat: (2010)
(17 Mitglieder)
9 Liste Fieberbrunn,
3 Junge Fieberbrunner (JUFI),
2 Pfaffenschwendt-Dorf-Rosenegg,
2 Gemeinsam für Fieberbrunn-SPÖ,
1 ÖVP-Heimatliste
Lage der Marktgemeinde Fieberbrunn im Bezirk Kitzbühel
Aurach bei Kitzbühel Brixen im Thale Fieberbrunn Going am Wilden Kaiser Hochfilzen Hopfgarten im Brixental Itter Jochberg Kirchberg in Tirol Kirchdorf in Tirol Kitzbühel Kössen Oberndorf in Tirol Reith bei Kitzbühel Schwendt St. Jakob in Haus St. Johann in Tirol St. Ulrich am Pillersee Waidring Westendorf TirolLage der Gemeinde Fieberbrunn im Bezirk Kitzbühel (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortskern mit Pfarrkirche
Ortskern mit Pfarrkirche
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Fieberbrunn ist eine Marktgemeinde mit 4336 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in Tirol. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Geografie[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Fieberbrunn liegt in den Kitzbüheler Alpen und ist der größte Ort des Pillerseetals.

Fieberbrunn ist ein Fremdenverkehrsort mit Sommer- als auch Wintersaison.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Über den Zeitpunkt der ersten Besiedelung des Ortes ist nichts bekannt, es wird aber angenommen, dass bereits vor der Römerzeit Bergbau betrieben wurde. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1156 als „Pramau“ zurück.

Fieberbrunn gehörte einst zur Hofmark Pillersee des Benediktinerklosters Rott am Inn, welches in Tirol erhebliche Besitztümer hatte.

Im 16. Jahrhundert erlebte der Ort seine Blütezeit, als der Bergbau am Gebra (2057 Meter) und in den Rettenwandauen oberhalb des heutigen Lauchsees intensiviert wurde. Das gewonnene Eisen wurde bis 1908 zum damals weltbekannten Pillerseestahl verarbeitet, der einen Eisen-Feingehalt von mehr als 35 % aufwies und im Weiler Rosenegg verhüttet wurde.

1641 werden im Ortsgebiet fünf Gruben und elf Neuschürfe erwähnt. Einen Angelpunkt im Bergbau und Hüttenwesen stellte die Augsburger Familie Rosenberg von Rosenegg dar, welche sich in Fieberbrunn niedergelassen hatte. Sie ließen die Ansitze Altroseneck und Neuroseneck errichten. Nachdem der Bergbau und das Hüttenwesen 1908 ein Ende gefunden hatte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Industrie in Fieberbrunn angesiedelt.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Laut der Legende litt die Tiroler Landesfürstin Margarete Maultasch an Fieber und wurde geheilt, als sie vom Wasser der Schwefelquelle am Brunnen unterhalb der jetzigen Kirche trank. Seit dieser Zeit heißt dieser Brunnen „Fieberbrunnen“ und ist Namensgeber des Ortes, der früher Pramau hieß.

1632 wird Claudia von Medici der Legende nach ebenfalls durch den Genuss des Quellwassers geheilt.

Bilder[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Die letzte Gemeinderatswahl fand am 14. März 2010 statt. Stimmberechtigt waren 3.502 Personen. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,02% (vgl. 2004 75,17%).[1]

Partei Koppelung Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat
LISTE FIEBERBRUNN - Die Liste um Bürgermeister Herbert Grander A 44,69 % 1.074 9
ÖVP HEIMATLISTE - Fieberbrunn A 8,57 % 206 1
LISTE UNABHÄNGIGER FIEBERBRUNNER - LUF 2,66 % 64 0
PFAFFENSCHWENDT - DORF - ROSENEGG B 8,66 % 208 2
GRÜNE LISTE FIEBERBRUNN 4,79 % 115 0
JUFI - Junge Fieberbrunner A 14,48 % 348 3
FPÖ - Fieberbrunn, Unser Fieberbrunn unser Auftrag 4,62 % 111 0
GEMEINSAM FÜR FIEBERBRUNN - SPÖ B 11,53 % 277 2

Bürgermeister Herbert Grander (Liste Fieberbrunn) gewann die letzte Wahl eindeutig mit 80,74 % der Stimmen. Seine Gegenkandidaten Gerald Sturm von der FPÖ erreichte 3,90 % und Michael Eppensteiner von der SPÖ 15,37 % der Stimmen.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Fieberbrunn

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 1947 wurde von der Familie Broschek – darunter auch Otto Broschek, dem ehemaligen Leiter der Wiener Hafenverwaltung, die Firma Gebro Pharma gegründet und seitdem immer wieder erweitert.

Tourismus[Bearbeiten]

Fieberbrunn ist ein beliebter Wintersportort. Das gleichnamige Skigebiet umfasst 19 Pisten, die zusammen mehr als 30 Pistenkilometer ergeben und von insgesamt elf Skiliften verschiedener Art verbunden werden. Die Bergbahnen werben selbst mit dem Slogan, das bestversteckte Skigebiet zu sein, da es vom Tal aus kaum einzusehen ist.[3] An der Gondelbahn Doischberg fahren einige der achter Gondeln von der Expo 2000 in Hannover.

Seilbahn Art Inbetriebnahme Länge Beförderungs-

kapazität pro Stunde

Hersteller Ersetzter Lift
Lärchfilzkogel 15er Gruppenumlaufbahn 1991 1583 800 Doppelmayr
Streuböden 15er Gruppenumlaufbahn 1991 1411 1250 Doppelmayr
Reckmoos Nord 10er Gondelbahn mit Sitzheizung 2011 1860 2400 Doppelmayr 2er Sesselbahn, fixgeklemmt
Reckmoos Süd 8er Gondelbahn 2006 1730 2200 Doppelmayr
Doischberg 8er Gondelbahn 2001 1528 1900 Doppelmayr Schlepplift
Lärchfilzen 4er Hochgeschwindigkeitssesselbahn 1999 1449 1812 Leitner Schlepplift
Hochhörndl 4er Sesselbahn, fixgeklemmt 1996 1147 1400 Leitner

Für den Sommertourismus ist der Badesee Lauchsee von Bedeutung, an dem auch die Simon-Schwaiger-Schanze liegt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fieberbrunn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://wahlen.tirol.gv.at/gemeinderatswahl_2004/gemeinden/fieberbrunn.html
  2. http://wahlen.tirol.gv.at/gemeinderatswahl_2010/gemeinden/fieberbrunn.html
  3. Bergbahnen Fieberbrunn, abgerufen am 23. Dezember 2008