Oliv

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Oliv
(Farbcode: #808000)
Dunkelolivgrün
(Farbcode: #556B2F)
Olivgrau
(Farbcode: #6B8E23)

Die Farbe Oliv bezeichnet ein stark abgedunkeltes Grün oder Gelbgrün.

Etymologie[Bearbeiten]

Die Farbbezeichnung oliv ist mit dem Farbton der grünen Olive verwandt.

Farblehre[Bearbeiten]

Als Oliv wird farbmetrisch eine Körperfarbe wahrgenommen, wenn sie durch komplementäre Farbanteile ermischt wurde. Das Brechen von Grün mit dunklen Farben, aber auch das Abtönen von Gelb mit Violett oder mit Violett und Schwarz, auch die Kombination von Gelbgrün mit etwas Rot oder Rot und Schwarz führt zu oliven Farbtönen. Oliv ist eine getrübte Farbe. Oliv wird auch als Tertiärfarbe bezeichnet.

Die Farbgruppe der Olivtöne umfasst Farbtöne deren relative Helligkeiten unter 50 % liegen. Die Sättigung ist im HSV-Farbraum ebenfalls unter 50 %. Es ist unter den Webfarben definiert und gehört im RAL-Farbsystem zu den Grüntönen. Das RAL 6003 Olivgrün zeigt noch Buntheit, das RAL 6006 Olivgrau ist nur grünstichig. Benannt sind RAL 6015 als Schwarzoliv und RAL 6014 Gelboliv, letzteres wurde bei der Bundeswehr bis 1984 als Tarnfarbe für Fahrzeuge und Geräte eingesetzt.

In der Praxis lässt sich Oliv in seinen Nuancen durch subtraktive Farbmischung mit unterschiedlichen Farbmitteln erzielen – solange der Anteil der kalten Farben überwiegt.

NATO-oliv[Bearbeiten]

Die im allgemeinen Sprachgebrauch als „NATO-oliv“ oder „NATO-grün“ und offiziell von der Bundeswehr als „steingrauoliv“ bezeichnete Textilfarbe ist ähnlich dem RAL-Farbton 7013 mit der RAL-Bezeichnung „braungrau“.[1] In dieser Farbe war bis 2000 der Moleskin-Kampfanzug gehalten, heute wird sie noch für Fütterungen dr Kleidung, Dienstgradschlaufen und Taschen verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://daten.bwb.org/AG-Bund/TL/Daten/84550065.pdf S.4
Farb-Check-RGB.png

Die in diesem Artikel angezeigten Farben sind nicht farbverbindlich und können auf verschiedenen Monitoren unterschiedlich erscheinen.
Eine Möglichkeit, die Darstellung mit rein visuellen Mitteln näherungsweise zu kalibrieren, bietet das nebenstehende Testbild (nur wenn die Seite nicht gezoomt dargestellt wird): Tritt auf einer oder mehreren der drei grauen Flächen ein Buchstabe („R“ für Rot, „G“ für Grün oder „B“ für Blau) stark hervor, sollte die Gammakorrektur des korrespondierenden Monitor-Farbkanals korrigiert werden. Das Bild ist auf einen Gammawert von 2,2 eingestellt – den gebräuchlichen Wert für IBM-kompatible Computer. Apple-Macintosh-Rechner hingegen verwenden bis einschließlich System 10.5 („Leopard“) standardmäßig einen Gammawert von 1,8, seit dem System 10.6 („Snow Leopard“) kommt Gamma 2,2 zum Einsatz.