Opeth

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Opeth
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Opeth im Juni 2006 auf dem Tuska Open Air Metal Festival.
Opeth im Juni 2006 auf dem Tuska Open Air Metal Festival.
Allgemeine Informationen
Genre(s) Progressive Death Metal,
Progressive Metal
Gründung 1990
Website http://www.opeth.com/
Gründungsmitglieder
David Isberg (1990–1992)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Mikael Åkerfeldt
Bass
Martin Mendez (seit 1997)
Schlagzeug
Martin „Axe“ Axenrot (seit 2006)
Fredrik Åkesson (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Anders Nordin (1990–1996)
Bass
Johan DeFarfalla (1991, 1994–1996)
Stefan Guteklint (1992–1993)
Bass
Nick Döring (1990–1991)
Gitarre
Andreas Dimeo (1991)
Bass
Mattias Ander (1992)
Gitarre
Kim Pettersson (1991)
Schlagzeug
Martin Lopez (1997–2006)
Gitarre
Peter Lindgren (1991–2007)
Keyboard
Per Wiberg (2005-2011)
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Opeth [ˈəʊpəθ] ist eine Metal-Band aus Stockholm, Schweden, die sich zwischen Death Metal, Progressive Metal und Progressive Rock bewegt und auf ihren späteren Alben vermehrt Einflüsse des Jazz aufnimmt.

Als Gründer David Isberg die Band leitete und Mikael Åkerfeldt noch nicht eingestiegen war, orientierte die Musik sich am Black Metal und klang wie Bathory.[1] Der Musikstil wechselt innerhalb der komplex strukturierten Stücke zwischen jazzigen, brachialen und ruhigen, melancholischen Passagen mit balladesken Anklängen. Dieser Gegensatz findet sich in der besonderen Gesangsweise von Åkerfeldt wieder, der zwischen seiner warmen, klaren Gesangsstimme und tiefem Growling variiert. Die Titel haben oftmals eine Länge von zehn Minuten und mehr.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Name

Den Namen Opeth hat die Band aus The Sunbird, einem Buch Wilbur Smiths aus dem Jahre 1972, in welchem eine Stadt in der Wüste Afrikas Opet hieß. Im Buch wird der Name mit ‚Stadt des Mondes‘ übersetzt. Die Bandgründer fügten lediglich den Buchstaben H hinzu, um ein scheinbar englisches Wort zu erhalten, das auch dementsprechend ausgesprochen wird. Nach einer anderen Theorie soll Opeth angeblich ein Kunstwort sein, das entweder aus den Einzelwörtern opera (‚Oper‘) und death (‚Tod‘) zusammengefügt wurde, oder sich von the Opus of Death (engl. für ‚das Werk des Todes‘) ableitet. Die Band selbst hat in diversen Interviews wie auch auf ihrer offiziellen Website immer wieder die erstgenannte Version der Herkunft ihres Bandnamens bestätigt.

[Bearbeiten] Bandgeschichte

[Bearbeiten] 1987–1996: Die Entstehung

Vor der Gründung von Opeth spielten Sänger Mikael Åkerfeldt und Schlagzeuger Anders Nordin mehrere Jahre in der Black-/Death-Metal-Band Eruption.[2] Obwohl die Band sich nach ihrer Gründung zunächst weigerte, Demoaufnahmen einzuspielen[2], entstanden im Zeitraum von 1991 bis 1994 mehrere Demo-, Proberaum- und Promotionsaufnahmen. Im Jahr 1991 spielte die Band ihr erstes Konzert mit Therion, Excruciate und Authorise, doch Nick und Anders verließen Opeth vorzeitig. Kim Pettersson und Johan DeFarfalla wurden angefragt, ob sie an diesem Auftritt die beiden anderen Musiker ersetzen würden. Sie sagten zu. Nach diesem Konzert verließ Johan Opeth schon wieder für einige Zeit, doch Kim blieb für ein weiteres Konzert. Ende 1991 hatten sie dann ihr drittes Konzert, wozu sie noch einen Bassisten brauchten, welchen sie in Peter Lindgren fanden. Nach diesem Auftritt verließ Kim die Band wieder und Peter spielte sein ursprüngliches Instrument, Gitarre. Nach einiger Zeit wurde in Stefan Guteklint ein neuer Bassist gefunden, welcher ungefähr ein Jahr bei Opeth blieb.

[Bearbeiten] 1996–2000: Erste Aufnahmen

Mikael Åkerfeldt

Nachdem die Band einen Plattenvertrag mit Candlelight Records bekam, verließ Stefan die Band wieder und Johan kam zurück für die Aufnahmen von Orchid, er blieb aber danach Mitglied von Opeth. Nach der Veröffentlichung des Debütalbums bekamen sie die Chance, einige Konzerte in Großbritannien zu spielen.

Im Frühling 1996 wurde das zweite Album, Morningrise, in den schwedischen Unisound Studios aufgenommen und vom Betreiber Dan Swanö produziert. Nach dem Erscheinen gingen sie auf ihre erste Europa-Tournee mit Cradle of Filth. Nach der Tour wurde Johan gefeuert. Anders beschloss nach einem Urlaub in Brasilien, dort zu leben, und verließ ebenfalls die Band. Die Arbeiten an dem Album wurden durch den Tod von Åkerfeldts Großvater überschattet. Mikael litt sehr darunter und schrieb daraufhin das Lied The Night and the Silent Water.

Die Zeit, als das Album My Arms, Your Hearse erschienen ist, war ein Tief der Band und Mikael überlegte sich, ob dies das Aus von Opeth bedeuten sollte. Doch er gab den Mut nicht auf und fand mit Martin Mendez und Martin Lopez, die beide aus Uruguay stammen, zwei neue Bandmitglieder. Lopez trommelte vor Opeth bereits bei Amon Amarth. So wurde im Herbst 1997 dieses dritte Album aufgenommen und anschließend wieder getourt. Es ist das erste von bisher zwei Konzeptalben und erzählt in neun Liedern die Geschichte eines verstorbenen Mannes, der als Geist auf die Erde zurückkehrt. Er schaut bei seiner Beerdigung zu und will versuchen seine Frau zu sich zu holen. Am Ende entscheidet sich aber doch alles gegen ihn. So bleibt er für immer allein.

Mit dem Album Still Life von 1999 zeigten sich Opeth eher von der ruhigen melancholischen Seite. Auch dieses Album hat wieder ein Konzept. Aus mehreren Interviews mit Åkerfeldt ist folgendes dazu zu lesen:

„Melinda ist einer der Hauptcharaktere des Konzepts von Still Life. Die andere Hauptperson ist ein als Christ geborener und erwachsen gewordener Kerl. Im Laufe der Jahre beginnt er diese Religion zu hinterfragen, da er keine Zeichen erfahren hat, dass sein Glauben wirklich eine Grundlage besitzt und sich in seinem Leben nichts geändert hat. Die anderen Leute beginnen ihn als Gotteslästerer und Ketzer zu beschimpfen und jagen ihn aus der Stadt. Die Handlung, die wir in Still Life beschreiben, beginnt, als er nach einigen Jahren wegen Melinda zurückkehrt. Sie ist seine Freundin, fast schon Frau, gewesen und er kommt zurück, um sie mitzunehmen. Face of Melinda ist das erste Zusammentreffen der beiden in der Geschichte. Sie stimmt zu, mit ihm zu kommen, aber vorher passieren natürlich noch eine Reihe ungewöhnlicher Dinge. Ich wollte eine Handlung über Gut und Böse schreiben, jedoch aus umgekehrter Sicht. Im Volksglauben sind die Christen immer die Guten und alle Nichtgläubigen die Bösen, in unserer Geschichte ist es genau andersherum. Das machte die Sache für mich interessanter.“

Mikael Åkerfeldt über Still Life

Im Jahr 2000 wechselte die Band das Label und unterschrieb einen Vertrag mit Music for Nations.

[Bearbeiten] 2001–2004: Der Durchbruch

Mikael Åkerfeldt und Martin Axenrot mit Opeth am 22. Dezember 2005

Vor dem Erscheinen von Blackwater Park im Jahre 2001 tourten Opeth zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten. Da Mikael schon immer ein Fan progressiver Musik war, nahm er Kontakt zum Porcupine-Tree-Mastermind Steven Wilson auf. Wilson war sofort begeistert von der Musik und beschloss ihr nächstes Album zu produzieren, das schließlich den Bekanntheitsgrad der Band nach oben katapultierte.

Im Jahr 2002 nahmen Opeth, wieder unter der Regie Wilsons, die beiden Alben Deliverance und Damnation auf. Ersteres ist ein hartes Death/Black Metal Album, das andere sehr ruhig und instrumental ohne harten Gesang. Eigentlich wollte die Band ein Doppelalbum daraus machen, aber das Label hielt es für besser, zwei Alben zeitlich versetzt zu veröffentlichen. Trotz der zeitlich gleichen Aufnahme sind Deliverance und Damnation zwei eigenständige Alben. Deliverance erschien im November 2002 und Damnation im April 2003. Nach jedem Album folgte eine Tour. In den Vereinigten Staaten tourte die Band zusammen mit Porcupine Tree. Im Februar 2004 brachten Opeth die DVD Lamentations – Live at the Shepards Bush Empire heraus. Auf dieser ist das Konzert in London zu sehen, wie auch ein Making of der beiden letzten Alben Deliverance und Damnation.

[Bearbeiten] 2005–heute: Ghost Reveries, Watershed und Heritage

Am 29. August 2005 erschien das Album Ghost Reveries. Die Band wechselte zuvor das Label von Music For Nations zu Roadrunner Records. Zudem wurde der Keyboarder Per Wiberg, der auf vorherigen Live-Auftritten bereits zur Besetzung gehörte, nun fest in die Band integriert. Auf diesem Album kombinierten Opeth wieder Progressive-Rock- und Death-Metal-Elemente, wobei der Death-Metal-Anteil zugunsten experimenteller Parts, die an Tool oder Krautrock erinnern, zurückgeschraubt wurde. Im Vergleich zu den Vorgängeralben war Mikael Åkerfeldt auch nicht mehr ganz alleine für die Kompositionen verantwortlich, sondern hat Ideen der ganzen Band mit einfließen lassen.

Im Mai 2006 verließ Schlagzeuger Martin Lopez die Band aus gesundheitlichen Gründen. Seinen Platz als festes Mitglied übernahm kurz darauf Martin „Axe“ Axenroth, welcher zuvor bei Bloodbath spielte und bereits vorher bei Opeth-Konzerten am Schlagzeug ausgeholfen hatte. Im Mai 2007 veröffentlichte Peter Lindgren einen offenen Brief, in dem er bekannt gab, dass für ihn das Leben mit der Band zu schwer wird, unter anderem wegen der sehr langen Tourneen. Als Ersatz für ihn trat Fredrik Åkesson in seine Fußstapfen, der vorher bei Bands wie Arch Enemy und Krux gespielt hatte.

Im Mai 2008 wurde das neunte Studioalbum Watershed veröffentlicht.

Im April 2011 gab Opeth auf ihrer offiziellen Webseite bekannt, dass Keyboarder Per Wiberg die Band im beiderseitigem Einvernehmen verlassen hat. Dieser wurde später durch Joakim Svalberg, welcher zuerst nur live als Ersatz spielte, ersetzt. Die Keyboard-Parts auf dem im September 2011 erschienenen Album Heritage wurden jedoch noch ausschließlich von Per Wiberg gespielt. [3]

[Bearbeiten] Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Damnation
  US 192 10.05.2003 (1 Wo.) [4]
Ghost Reveries
  DE 39 12.09.2005 (4 Wo.) [5]
  UK 62 10.09.2005 (1 Wo.) [6]
  US 64 17.09.2005 (2 Wo.) [4]
  SE 9 08.09.2005 (4 Wo.) [7]
Watershed
  DE 23 13.06.2008 (3 Wo.) [5]
  AT 53 13.06.2008 (3 Wo.) [8]
  CH 24 15.06.2008 (1 Wo.) [9]
  UK 34 14.06.2008 (1 Wo.) [6]
  US 23 21.06.2008 (3 Wo.) [4]
  SE 7 12.06.2008 (4 Wo.) [7]
In Live Concert at the Royal Albert Hall
  DE 59 01.10.2010 (1 Wo.) [5]
  SE 60 08.10.2010 (1 Wo.) [7]
Heritage
  DE 9 30.09.2011 (… Wo.) [5]
  AT 16 30.09.2011 (… Wo.) [8]
  CH 13 02.10.2011 (… Wo.) [9]
  UK 22 01.10.2011 (… Wo.) [6]
  US 19 08.10.2011 (… Wo.) [4]
  SE 4 30.09.2011 (… Wo.) [7]

[4]

[5] [7] [8] [9] [6]

[Bearbeiten] Alben

  • 1995: Orchid (Neuauflage 2000, 2002)
  • 1996: Morningrise (Neuauflage 2000)
  • 1998: My Arms, Your Hearse (Neuauflage 2000, 2002)
  • 1999: Still Life (Neuauflage 2003)
  • 2001: Blackwater Park (Neuauflage 2006)
  • 2002: Deliverance (Neuauflage 2006)
  • 2003: Damnation (Neuauflage 2006)
  • 2005: Ghost Reveries (Auflage einer Special Ltd. Edition 2006)
  • 2007: The Roundhouse Tapes (Live-CD 2007)
  • 2008: Watershed
  • 2010: In Live Concert at the Royal Albert Hall (Live-CD inkl. DVD)
  • 2011: Heritage

[Bearbeiten] Demos

  • 1991: Demo '91
  • 1993: Apostle in Triumph
  • 1993: Rehearsal
  • 1994: Promo

[Bearbeiten] Singles

  • 2001: The Drapery Falls
  • 2003: Still Day Beneath the Sun
  • 2005: The Grand Conjuration
  • 2008: Porcelain Heart
  • 2008: Burden
  • 2011: The Devil’s Orchard

[Bearbeiten] DVD-Veröffentlichungen

  • 2004: Lamentations (Live at Shepherd’s Bush Empire 2003)
  • 2008: The Roundhouse Tapes
  • 2010: In Live Concert at the Royal Albert Hall

[Bearbeiten] Kompilationen

  • 2006: Collecter’s Edition Slipcase (Wiederveröffentlichung von Blackwater Park, Deliverance und Damnation, sowie einer Audio-Version der Live-DVD Lamentations (Live at Shepherd’s Bush Empire 2003) als Box-Set
  • 2008: The Candlelight Years (Japanische limitierte Edition der ersten drei Alben)
  • 2009: The Wooden Box (Die ersten drei Alben jeweils als Doppel-LP zusammen mit einer Logo-Schablone in einem Holzkasten)[10]
  • 2011: The Devil’s Orchard – Live at Rock Hard Festival 2009 (Live-CD + Promo-Titel, Beilage zum Rock Hard 09/2011)

[Bearbeiten] Gastmusiker

[Bearbeiten] Quellen

  1. Jon Kristiansen: Metalion: The Slayer Mag Diaries. Brooklyn, NY: Bazillion Points Books 2011, S. 268f.
  2. a b OPETH. In: Jon Kristiansen: Metalion: The Slayer Mag Diaries. Brooklyn, NY: Bazillion Points Books 2011, S. 300.
  3. Joakim Svalberg. Abgerufen am 7. Oktober 2011.
  4. a b c d e billboard.com: Album Chart History Opeth, zugegriffen am 16. Oktober 2008
  5. a b c d e musicline.de: Chartverfolgung Opeth, zugegriffen am 16. Oktober 2008
  6. a b c d chartstats.com: Watershed in den englischen Charts
  7. a b c d e swedishcharts.com: Opeth in den schwedischen Charts, zugegriffen am 16. Oktober 2008
  8. a b c austriancharts.at: Watershed in der österreichischen Hitparade, zugegriffen am 16. Oktober 2008
  9. a b c hitparade.ch: Watershed in der schweizer Hitparade, zugegriffen am 16. Oktober 2008
  10. Opeth – The Wooden Box out now!!! some remaining ltd.200 copies. Album release. Viva Hate Records (3. April 2009). Abgerufen am 21. September 2009.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Opeth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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