Oudenburg

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Oudenburg
Oudenburg.jpg Flag of None.svg
Oudenburg (Provinz Westflandern)
Oudenburg
Oudenburg
Staat Belgien
Region Flandern
Provinz Westflandern
Bezirk Ostende
Koordinaten 51° 11′ N, 3° 0′ O51.1844444444443.0047222222222Koordinaten: 51° 11′ N, 3° 0′ O
Fläche 35,38 km²
Einwohner (Stand) 9094 Einw. (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 257 Einw./km²
Postleitzahl 8460
Vorwahl 059
Bürgermeister Ignace Dereeper (CD&V)
Adresse der
Kommunalverwaltung
Stadhuis Oudenburg
Weststraat 24
8460 Oudenburg
Webseite www.oudenburg.be
lflblelslh

Oudenburg ist eine flämische Stadt in Belgien, etwa 5 km südöstlich der Stadt Ostende.

Allgemeines[Bearbeiten]

Oudenburg ist eine Flächengemeinde und überwiegend landwirtschaftlich strukturiert.

Die Sprache ist Niederländisch und Zweitsprache Französisch.

Seit 1970 ist die Stadt Oudenburg mit dem deutschen Limburg an der Lahn verschwistert. Die ersten Kontakte kamen über die ehemals selbständige Gemeinde Dietkirchen, heute ein Stadtteil von Limburg, zustande. 1972 wurde die Partnerschaftsurkunde im Rathaus von Limburg unterzeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie Tongeren entwickelte sich auch Oudenburg aus einer römischen Siedlung. Zwischen 180 und 250 n.Chr. entstand hier ein Kastell und die Zivilsiedlung verwandelte sich in einen Militärstützpunkt. Das Lager stand auf einer Landzunge in der sumpfigen Küstenregion. Das Kastell war Bestandteil einer Festungkette entlang der Nordsee- und Kanalküste in Belgien, Frankreich und England, der sog. Sachsenküste (Litus saxonicum). Sie diente zur Abwehr von sächsischen und friesischen Piraten. Im frühen 5. Jahrhundert verlor es seine militärische Bedeutung, die Garnison wurde nach Italien zurückgezogen um das Kernland des weströmischen Reiches gegen germanische Invasionen zu verteidigen. Die Festung verfiel in den nachfolgenden Jahrhunderten. Es ist unklar, ob sie bei der Abwehr gegen Raubzüge der Wikinger noch eine Rolle gespielt hat. Später diente das Kastell als Steinbruch für Neubauten in der Region. Graf Balduin V. von Flandern verhandelte die Steine bis nach Brügge. Sie wurden dort u.a. für den Bau der dortigen Burg eingesetzt. Die Steine aus den Kastellmauern wurden auch in der Kirche von St. Peter (1056-1070) verbaut. Das Kloster wurde während der Französischen Revolution zerstört.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wahrzeichen der Stadt sind die weithin sichtbare Liebfrauenkirche und ein alter Abteihof aus dem Jahre 1671.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oudenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Rathaus von Oudenburg