Płońsk

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Płońsk
Wappen von Płońsk
Płońsk (Polen)
Płońsk
Płońsk
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Landkreis: Płońsk
Fläche: 11,60 km²
Geographische Lage: 52° 38′ N, 20° 22′ O52.63333333333320.366666666667Koordinaten: 52° 38′ 0″ N, 20° 22′ 0″ O
Einwohner: 22.435
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 09-100
Telefonvorwahl: (+48) 23
Kfz-Kennzeichen: WPN
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 77 WarschauDanzig
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Einwohner: 22.435
(30. Jun. 2014)[1]
Gemeindenummer (GUS): 1420011
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Andrzej Pietrasik
Adresse: ul. Płocka 39
09-100 Płońsk
Webpräsenz: www.plonsk.pl
Płońsk Grundherrschaft

Płońsk (1941 bis 1945 deutsch Plöhnen) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Masowien etwa 60 km nordwestlich von Warschau an der Płonka.

Geschichte[Bearbeiten]

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  • 1155 erste offizielle Erwähnung von Płońsk als Siedlung mit Privilegien, die durch den masowischen Fürsten Bolesław Kędzierzawy verliehen wurden.
  • 1348 - 1399 Płońsk steht unter der Verwaltung des Deutschritterordens (unter dem Namen "Plöhnen").
  • 1400 Erlangung der Stadtrechte durch den masowischen Fürsten Siemowit IV.[2]
  • 1417 Grundsteinlegung für eine Kirche und ein Kloster durch Siemowit IV. und seine Frau Aleksandra, eine Schwester von Władysław II. Jagiełło; Ansiedlung von Beschuhten Karmelitern.[3]
  • 1446 Erste Juden siedeln sich in Płońsk an.
  • 1495 Einbindung in den polnischen Staat.
  • 1527 König Zygmunt I. bestätigt die Stadtrechte sowie Wappen und Siegel von Płońsk.
  • 1545 König Zygmunt I. weist den Bürgern von Płońsk das Privileg zu, Brückenzoll zu erheben.
  • 1573 Stefan Batory bestätigt die Rechte und Privilegien von Płońsk.
  • 1612 Die Stadt erlangt das Recht für einen zweiten Markt.[4]
  • 1670 Michał Wiśniowiecki weist Płońsk ein Privileg zu, aufgrund dessen Juden in der Stadt Häuser und Synagogen bauen und Bier brauen dürfen. Bau der ersten Synagoge in Płońsk.[5]
  • 1677 König Jan III. Sobieski bestätigt die Rechte und Privilegien von Płońsk.
  • 1720 König August II. bestätigt die Rechte und Privilegien von Płońsk.
  • 1749 König August III. bestätigt die Rechte und Privilegien von Płońsk.
  • 1767 König Stanisław II. August Poniatowski bestätigt die Rechte und Privilegien von Płońsk.
  • 1789 Wojciech Majorkiewicz und Bonawentura Kierzkiewicz nehmen als Gesandte der Stadt Płońsk an der sog. Schwarzen Prozession teil.[6]
  • 1795 Płońsk kommt unter preußische Verwaltung (Dritte Teilung Polens).
  • 1807 Płońsk wird Teil des Herzogtums Warschau.
  • 1815 Płońsk wird Teil des Königreichs Polen.
  • 1826 Brand des Marktplatzes.
  • 1865 - 1866 Henryk Sienkiewicz arbeitet als Hauslehrer bei der Płońsker Familie Weyher.
  • 1867 Płońsk wird Kreisstadt.[7]

Juden in Płońsk[Bearbeiten]

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Mit der Einladung jüdischer Bürger im 15. Jahrhundert durch den Adel wurde eine örtliche jüdische Gemeinde gegründet, die viel zur lokalen Wirtschaft beigetragen hat. In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts fand ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung statt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Verein der vorzionistischen Organisation "Agudat Esra" gegründet, dessen 120 Mitglieder sich dazu entschieden, nur Hebräisch zu sprechen. Eines der Mitglieder war David Grün, später David Ben Gurion, der erste Ministerpräsident Israels.

Laut der Volkszählung der Stadt wohnten im Jahr 1908 in Płońsk 11.603 Einwohner, davon 7.551 Juden (65 %).

Mit der Besetzung Polens durch Nazi-Deutschland wurden alle jüdischen Bürger in ein Ghetto gesperrt und 1942 in den Vernichtungslagern Treblinka und Auschwitz-Birkenau ermordet. Die Płońsker Synagoge, drei jüdische Schulen und der jüdische Friedhof verfielen während der kommunistischen Zeit.

Mit dem Fall des kommunistischen Blocks und der Erneuerung der diplomatischen Beziehungen zwischen Polen und dem Staat Israel wurde die historische Bedeutung der Stadt als Geburtsort David Ben Gurions aus polnischer Initiative hervorgehoben. Das Grundstück, auf dem das Haus der Familie Grün stand, wurde mit Erklärungsschildern versehen und eine Partnerschaft zwischen der Stadt Płońsk und dem israelischen Keris Ramat Hanegev wurde geschlossen. 2004 wurde auf Initiative des Płońsker Bürgermeister entschieden, ein Ben-Gurion-Museum in der Stadt zu errichten.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Płońsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 20. Dezember 2014.
  2. Dzieje Miasta Płońska, red. Aleksander Kościszewski, Zakład Naukowy MOBN, Ciechanów 1938, S. 19 ff.
  3. Externer Link: Stadt Płońsk (Polnisch)
  4. Dzieje Miasta Płońska, red. Aleksander Kościszewski, Zakład Naukowy MOBN, Ciechanów 1938, S. 34 ff.
  5. Externer Link: Seite der Stadt Płońsk (auf Polnisch)
  6. [ Płońsk - wizytówki przeszłości, Liceum Ogólnokształcące im. H. Sienkiewicza w Płońsku, Zespół humanistycznej klasy autorskiej, Krzysztof Karulak. S. 110 ff.]
  7. Płońsk i ziemia płońska w XIX i XX w. red. Adam Koseski i Janusz Szczepański, Płońsk 1998, ISBN 83-910757-0-2. S. 24 ff