Paul Muldoon

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Paul Muldoon (* 20. Juni 1951 in Portadown) ist ein nordirischer Dichter. Er war von 1999 bis 2004 Oxford Professor of Poetry und gewann 2003 den Pulitzer-Preis für Poesie.

Leben und Schaffen[Bearbeiten]

Er studierte an der Queen’s University of Belfast, unter anderem bei Seamus Heaney, und war dort anschließend auch Lektor. Dann arbeitete er bis 1986 bei der British Broadcasting Corporation in Belfast.

Im Jahr 1987 siedelte er in die Vereinigten Staaten über und lehrte an der Columbia University und der Princeton University, wo er heute Professor für Humanities und Kreatives Schreiben ist. Seit 2007 ist er auch Leiter des Lyrik-Ressorts des New Yorker. Muldoon ist Fellow der Royal Society of Literature, der American Academy of Arts and Letters und der American Academy of Arts and Sciences.[1] Er schrieb und schreibt außerdem Liedtexte für Warren Zevon, The Handsome Family und die Rockband Rackett, bei der er auch Gitarrist ist.[2]

Seit den Siebzigerjahren veröffentlicht er regelmäßig Gedichtbände, für die er mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Neben Heaney gilt er als wichtigster zeitgenössischer nordirischer Dichter. Er schreibt sowohl kurze als auch längere erzählende Gedichte und verwendet neben traditionellen Formen wie Ballade oder Sonett auch experimentelle. Seine Lyrik kann sowohl spielerisch als auch ernsthaft sein und umfängt eine Vielfalt von Themen, von persönlichen über politische bis zu historischen. Sie ist bekannt für ihren Reichtum an Wortspielen, Anspielungen und Concetti.[3]

Muldoon ist mit der Schriftstellerin Jean Hanff Korelitz verheiratet und hat zwei Kinder.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1973: New Weather
  • 1977: Mules
  • 1980: Immram
  • 1982: Out of Siberia
  • 1983: Quoof
  • 1984: The Wishbone
  • 1987: Meeting the British
  • 1990: Madoc: A Mystery
  • 1993: Shining Brow
  • 1994: The Annals of Chile
  • 1998: Hay
  • 2000: To Ireland, I
  • 2002: Moy Sand and Gravel
  • 2004: Selected Poems: 1963-2003 (ausgezeichnet mit dem Griffin Poetry Prize)
  • 2006: Horse Latitudes
  • 2009: Plan B
in deutscher Sprache

Literatur[Bearbeiten]

  • Tim Kendall, Peter McDonald (Hrsg.): Paul Muldoon. Critical Essays, Liverpool 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie auf Muldoons Homepage
  2. Seite zu Muldoon bei poetryfoundation.org
  3. Seite zu Muldoon bei contemporarywriters.com