Pieria

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Regionalbezirk Pieria
Περιφερειακή Ενότητα Πιερίας
(Πιερία)
Datei:PE Pierias in Greece.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Zentralmakedonien
Fläche: 1.516 km²
Einwohner: 126.698 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 83,6 Ew./km²
ISO 3166-2-Code-Nr.: GR-61
NUTS-3-Code-Nr.: EL525
Gliederung: 3 Gemeinden
Website: www.pieria.gr

Pieria (griechisch Periferiaki Enotita Pierias) ist einer der sieben Regionalbezirke der Region Zentralmakedonien um den Hauptort Katerini. Das Gebiet wurde 1949 durch Ausgliederung aus der Präfektur Thessaloniki als Präfektur gebildet und nach dem Piera-Gebirge mit dem Berg Pierus benannt. Mit der Verwaltungsreform von 2010 wurden die Kompetenzen der Präfektur an die Region Zentralmakedonien und die durch Zusammenlegung stark reduzierten Gemeinden übertragen. Der stattdessen eingerichtete Regionalbezirk entsendet fünf Abgeordnete in den zentralmakedonischen Regionalrat, hat darüber hinaus aber keine politische Bedeutung. Pieria umfasst die Gemeinden Dion-Olymbos, Katerini und Pydna-Kolindros.

Laut Strabon haben in Pieria nach den Pelasgern und vor den Mazedoniern die Pieria-Thraker oder Pieri gelebt[2], deren erster Führer war der Sage nach Pieros. In Pieria gibt es zahlreiche Stätten von archäologischen Interesse, wie z. B. Dion, das antike Pydna sowie Platamonas. Der Olymp, höchster Berg Griechenlands (Gipfel Mytikas 2917 m) und nach dem Mythos Sitz der griechischen Götter, bildet im Süden die Grenze zum Regionalbezirk Larisa.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Pieria führt die Autobahn A1, die allerdings im Tembi-Tal nur zweispurig verläuft. Ebenfalls führt die Hauptmagistrale der griechischen Eisenbahn, die Strecke Thessaloniki-Athen von Norden nach Süden durch das Gebiet.

Klima[Bearbeiten]

In der Küstenzone herrscht ein mildes Klima. In der Sommerzeit wird die Hitze durch einen leichten Wind vom Meer abgeschwächt. Im Hinterland, insbesondere im gebirgigen Teil ist das Klima rauer, vor allem im Winter.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Wesentlichen wird in Pieria Landwirtschaft betrieben. In der Region werden Tabak, Zuckerrüben, Baumwolle, Wein, Obst, Gemüse und Gartenprodukte angebaut. Auf den Bergen wird Milch, Fleisch und Käse produziert. Der industrielle Bereich ist insbesondere in und um Katerini entwickelt. Seit einiger Zeit ist auch der Tourismus ein Wirtschaftsfaktor.

Eine touristische Attraktion sind vor allem die langen Sandstrände am Thermaischen Golf. An einzelnen Orten (z. B. bei Platamonas) gibt es auch Steinstrand. Litochoro wird als Ausgangspunkt für Bergtouren zum Olymp genutzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pieria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Schwenck, Konrad: Etymologisch-mythologische Andeutungen 1823, S. 92 (Google eBook)