Pippi Langstrumpf (1969)

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Filmdaten
Deutscher Titel Pippi Langstrumpf
Originaltitel Pippi Långstrump (Titel der Serie)
Produktionsland Schweden/Deutschland
Originalsprache Schwedisch
Erscheinungsjahr 1969
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Olle Hellbom
Drehbuch Astrid Lindgren
Produktion Ernst Liesenhoff
Olle Nordemar
Musik Konrad Elfers
Kamera Kalle Bergholm
Schnitt Jan Persson
Jutta Schweden
Besetzung

Pippi Langstrumpf ist ein Spielfilm mit Inger Nilsson als Pippi Langstrumpf aus dem Jahr 1969, eine Filmadaption von Astrid Lindgren nach ihrem Kinderbuch Pippi Langstrumpf. Regie führte Olle Hellbom. Der Film wurde allein für das deutschsprachige Publikum aus der gleichnamigen Fernsehserie zusammengeschnitten und synchronisiert. Er startete am 9. Mai 1969 in den Westdeutschen Kinos[1], während die komplette Serie erst im Jahr 1971 gesendet wurde. Die schwedisch-deutsche Koproduktion, gilt als die im deutschsprachigen Raum bekannteste Adaption der Vorlage. Einige Änderungen gegenüber dem Original wurden aufgrund des großen Bekanntheitsgrades des Films nachträglich in das Buch übernommen.

Die Hauptrollen spielen Inger Nilsson (Pippi), Pär Sundberg (Tommy) und Maria Persson (Annika).[2]

Handlung[Bearbeiten]

Villa Kunterbunt auf Gotland

Der 9-jährige Tommy Settergren und seine ein Jahr jüngere Schwester Annika leben in einem kleinen namenlosen Ort in Schweden. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft befindet sich die „Villa Kunterbunt“. Die Geschwister müssen jeden Morgen auf dem Schulweg an ihr vorbei und stellen sich vor, wie es wären, wenn dort eine Familie mit Kindern einziehen würde. Eines Tages, während die Geschwister in der Schule sind, kommt ein kleines Mädchen mit roten Haaren auf ihrem Pferd „Kleiner Onkel“ angeritten. Sie richtet sich mitsamt ihrem Affen „Herr Nilsson“ häuslich in der „Villa Kunterbunt“ ein.

Pippi schließt mit Tommy und Annika Freundschaft. Allerdings sehen die Erwachsenen es nicht gerne, dass Pippi alleine lebt. Die Erzieherin Fräulein Prysselius, von Pippi „Prusseliese“ genannt, organisiert Pippi einen Platz im Kinderheim und versucht mehrmals, sie dorthin zu bringen. Als ihr dies nicht gelingt, ruft sie die Polizei. Doch Pippi hat nicht nur viele Flausen im Kopf, sondern auch übernatürliche Kräfte – und so erweist es sich für die Polizisten als unmöglich, Pippi gewaltsam ins Kinderheim zu bringen.

Pippi hat von ihrem Vater einen großen Koffer mit Goldstücken bekommen. Davon kauft sie Unmengen Süßigkeiten für die Kinder aus der Stadt, und alle dürfen sich im Spielwarenladen auf ihre Kosten etwas aussuchen. Natürlich spricht sich herum, dass Pippi viele Goldstücke besitzt, und so bekommen auch die Landstreicher Blom und Donner-Karlsson davon Wind. Die beiden versuchen mehrmals, den Goldkoffer zu klauen, doch Pippi kommt ihnen jedes Mal zuvor.

Nach vielen Streichen und Abenteuern kehrt Pippis Vater Kapitän Langstrumpf zurück zu seiner Tochter. Pippi möchte mit ihm und seinem Schiff „Hoppetosse“ auf große Fahrt gehen. Doch das würde bedeuten, dass sie Tommy und Annika verlassen müsste. Und so entscheidet sie sich dafür, in der Villa Kunterbunt zu bleiben.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein munterer Kinderfilm ohne pädagogisch erhobenen Zeigefinger, der allerdings auch die Poesie und den Humor der Vorlage verfehlt.“

Lexikon des internationalen Films

„Pippis Abenteuer wurden episodenhaft aneinandergereiht und einfallslos abgefilmt. Ein bunter und dilettantischer Film, der keinerlei Anspruch erhebt, außer vielleicht dem, ein möglichst breites Publikum auf biedere und billige Weise zu unterhalten (besser: zu langweilen).“

Evangelischer Filmbeobachter, Kritik Nr. 213/1969

Unterschiede zur Buchvorlage[Bearbeiten]

  • Der im Buch verwendete Namensteil „Pfefferminza“ wurde in der Fernsehserie und in den Filmen durch „Schokominza“ ersetzt.
  • Pippis Pferd ist in den Büchern durchweg ohne Namen. Im Film Pippi außer Rand und Band ruft Pippi ihr Pferd einmal mit dem schwedischen Kosenamen „lilla gubben“, was übersetzt „kleiner Kerl“ bedeutet. In der deutschen Synchronfassung wurde daraus „Kleiner Onkel“, was seither im deutschen Sprachraum als Name des Pferdes gilt.
  • Frau Prysselius gibt es im Buch in der dargestellten Form nicht. Es gibt jedoch eine Lehrerin, die auf die Anrede Fräulein besteht.[3]
  • In den Filmen ist Herr Nilsson ein Totenkopfäffchen anstatt einer Meerkatze.

Unterschiede zur Fernsehserie[Bearbeiten]

Dieser Film wurde von Episoden der Fernsehserie Pippi Langstrumpf zusammengeschnitten. Die deutsche Synchronstimme Pippi Langstrumpfs in einigen Filmen mit Inger Nilsson ist Andrea L’Arronge, während Eva Mattes in der Serie Pippi synchronisiert hat.

DVD[Bearbeiten]

Pippi Langstrumpf, Edel Records, 2000, 96 min

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. filmportal.de Eintrag: Pippi Langstrumpf
  2. Pippi Langstrumpf in der Internet Movie Database (englisch)
  3. Astrid Lindgren: Pippi Långstrump. Stockholm, Rabén & Sjögren 2004; Kapitel Pippi börjar skolan