Ronja Räubertochter (Film)

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Ronja Räubertochter ist ein schwedischer Film aus dem Jahr 1984. Er basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Astrid Lindgren. Gelegentlich ist der Spielfilm im Fernsehen auch als dreiteilige Miniserie zu sehen, welche etwa 15 Minuten länger ist (135 Minuten) als die Spielfilmfassung (121 Minuten) und einige besondere Szenen enthält, die in der Kinofassung nicht vorhanden waren. Dies hat unter Fans des Filmes schon öfter für Verwirrung gesorgt, da man die auf VHS und DVD veröffentlichte Spielfilmfassung irrtümlicherweise als gekürzt ansah. Das Gegenteil ist der Fall: die TV-Version ist verlängert. Mittlerweile sind aber beide Fassungen als DVD erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Ronja ist die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis und seiner Frau Lovis. Sie wächst auf der Mattisburg im Mattiswald zusammen mit ihren Eltern und deren Räuberbande auf, bis sie eines Tages Birk Borkasohn, den Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka und dessen Frau Undis, kennenlernt. Deren Sippe (die Borkaräuber) hat sich in einem durch Blitzschlag vom Hauptbau getrennten Gebäudeteil der Mattisburg eingenistet. Dieser Teil wird seitdem als Borkafeste bezeichnet.

Indem sie sich gegenseitig in brenzligen Situationen helfen, werden Ronja und Birk rasch beste Freunde, sehr zum Ärger ihrer verfeindeten Eltern, die sich gegen die tiefe Freundschaft der Kinder stellen. Als Mattis Birk gefangen nimmt und Ronja sich deshalb in die Hände Borkas begibt, eskaliert der Konflikt zwischen den beiden Sippen. Ronja und Birk ziehen gemeinsam in eine Höhle im Wald. Mattis' Sehnsucht nach seiner Tochter bewegt ihn schließlich dazu, mit Borka in Dialog zu treten, um den Konflikt zu lösen.

[Bearbeiten] Kritik

„Das liebenswert optimistische, witzige und spannende Abenteuer-Märchen nach dem Roman von Astrid Lindgren besticht durch seine exzellenten Darsteller und seine große handwerkliche Sorgfalt. Ein Film für Kinder, der auch Erwachsenen Spaß macht.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Sicherlich eine der gelungensten Astrid-Lindgren-Verfilmungen, die eine poetische, romantische Geschichte einer Freundschaft erzählt und die Figuren des Romans Menschen aus Fleisch und Blut werden lässt. Die exzellente Kameraführung fängt Tier- und Naturbilder von atemberaubender Schönheit ein, Regisseur Tage Danielsson gelang ein mitreißender, spannender und humorvoller Kinderfilm, bei dem der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind und der Alt und Jung verzaubert.“

Rezension von Frank Brenner auf Digitalvd.de[2]

„Gewitzte, originelle Astrid-Lindgren-Verfilmung, in der die Kinder mal wieder weiser aussehen als die Erwachsenen.“

Cinema[3]

[Bearbeiten] Hintergrund

  • Ronja blieb Hanna Zetterberg Struwes einzige Rolle als Schauspielerin. Von 1994 bis 1998 saß sie für die Vänsterpartiet als Abgeordnete im schwedischen Reichstag.
  • Die Verfilmung von Ronja Räubertochter wurde von zwei Trauerfällen überschattet. Der Regisseur Olle Hellbom, welcher den Filmdreh vorbereitete, starb kurz vor den Dreharbeiten an Magenkrebs und wurde von Tage Danielsson ersetzt, der kurz nach Vollendung des Films an Hautkrebs starb.

[Bearbeiten] Drehorte

Die Kungsklyftan in der Kommune Fjällbacka

Der Film wurde hauptsächlich in Schweden gedreht[4]

  • Frühlingswiese und Sumpf: Nationalpark Dalby Söderskog, Kommune Dalby
  • Inneneinspielungen der Burg: Bekkestua, Bærum, Akershus Norwegen (Steinhalle mit Tisch Akerhus Castel)
  • Wolfsklamm: Südschweden Kungsklyftan, Kommune Fjällbacka, Westschweden
  • Graugnome: Laxaby, Dalsland
  • Burgszenen und Waldeinspielungen: Dalsland Berg Sörknatten (Naturreservat)
  • Flussszenen: Blubafall (Ristafallet)
  • Brattlandsströmmen bei Åreskutan
  • Sprung über die Schlucht: Stockholm Stants
  • Keller der Mattisburg: Tykarpsgrottan, Hässleholm, Skane
  • Kampfszene der Räuber: Kommune Solna (Stora Haga slottsruin)
  • Steinbruch beim Ort Stenhamra
  • Tiveden NationalPark-Olshammar
  • Abspann Ragnerudsjön-Dalsland.
  • Bärenhöhle-Ragnerudsjön-Dalsland.
  • Kungsklyftan beim Ort Fjällbacka
  • Skulleskogen-Slåttdal-Schluch

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ronja Räubertochter (Film) im Lexikon des Internationalen Films
  2. "Astrid Lindgren: Spielfilme für die Größeren" von Frank Brenner auf Digitalvd.de
  3. cinema.de
  4. http://www.ronja-rovardotter.npage.eu
  5. http://www.berlinale.de/de/archiv/jahresarchive/1985/03_preistr_ger_1985/03_Preistraeger_1985.html
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