Pori
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Finnland |
| Landschaft: | Satakunta |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Pori |
| Geographische Lage | 61° 29′ N, 21° 48′ O61.48472222222221.79722222222220Koordinaten: 61° 29′ N, 21° 48′ O |
| Fläche: | 1.704,10 km²[1] |
| davon Landfläche: | 833,99 km² |
| davon Binnengewässerfläche: | 25,41 km² |
| davon Meeresfläche: | 844,70 km² |
| Einwohner: | 83.054 (31. Dez. 2010)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 99,6 Ew./km² |
| Gemeindenummer: | 609 |
| Sprache(n): | Finnisch |
| Website: | pori.fi |
Pori [ˈpɔri] (schwedisch: Björneborg [ˈbjœrnəˌbɔrj]) ist eine alte Hafen- und Industriestadt am Fluss Kokemäenjoki in Südwestfinnland mit einer Bevölkerung von 83.054 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Stadt liegt heute 20 Kilometer vom offenen Meer (Bottnischer Meerbusen) entfernt, da die Landmasse Nordeuropas sich im Zuge der Landhebung seit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Vergletscherung ständig aus der Ostsee emporhebt. Messungen haben ergeben, dass sich das Gebiet immer noch um einen Meter in 100 Jahren hebt. Meist nach Stadtbränden wurde Pori so im Laufe der Zeit mehrfach flussabwärts verlegt.
Pori hat eine Fläche von 859,4 km², 25,41 km² davon sind Wasserflächen.
[Bearbeiten] Geschichte
Pori wurde 1558 gegründet. 1895 wurde die Eisenbahn nach Tampere gebaut.
Entwicklung der Einwohnerzahl:
- 1987 – 77.395
- 1990 – 76.357
- 1997 – 76.566
- 2000 – 75.994
- 2002 – 75.895
- 2004 – 76.152
- 2005 – 76.191
- 2006 – 76.153
- 2007 – 76.211
- 2010 – 82.868
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die Architektur ist wie in vielen anderen finnischen Städten Schöpfung von Carl Ludwig Engel. Von ihm stammt auch das Rathaus aus den Jahren 1839 bis 1841. Sehr sehenswert ist das Juselius-Mausoleum, das Fresken des finnischen Malers Akseli Gallen-Kallela enthält. Es wurde 1903 im Auftrag des wohlhabenden Unternehmers F.A. Juselius für seine mit elf Jahren verstorbene Tochter erbaut.
In der Flussmündung vor der Stadt liegt die Insel Kirjurinluoto, auf der im Juli eines jeden Jahres ein internationales Jazzfestival stattfindet.
[Bearbeiten] Wirtschaft
In Pori sind Maschinen-, Holz- und andere Industrien angesiedelt. Unter anderem hat der Landmaschienenhersteller Sampo Rosenlew seinen Sitz in Pori.
Pori ist Standort eines Rundfunksenders für Kurz- und Mittelwelle des finnischen Rundfunks mit einem 185 Meter hohen Sendemast für Mittelwelle. Über die Sendeeinrichtungen in Pori wird überwiegend das Auslandsprogramm des finnischen Rundfunks abgestrahlt.
Der Flughafen Pori befindet sich 2 km südlich der Stadt.
[Bearbeiten] Kultur
Pori hat ein Theater und einen modernen Konzertsaal, in dem u. a. regelmäßig das Kammerorchester Pori Sinfonietta auftritt. Internationale Beachtung findet Pori bei dem seit 1966 jährlich im Juli stattfindenden Pori Jazz Festival, während dessen eine Vielzahl von Räumen und Parks zu Jazz-Locations umgewandelt werden. Musan Salama ist ein Fußballverein der Stadt.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Akseli Gallen-Kallela (1865–1931), finnischer Maler, Architekt und Designer
- Antti Aarne (1867–1925), finnischer Märchenforscher
- Selim Palmgren (1878–1951), finnischer Komponist und Pianist
- Kelpo Gröndahl (1920–1994), finnischer Ringer
- Rauno Mäkinen (1931–2010), finnischer Ringer
- Pekka Rautakallio (* 1953), finnischer Eishockeyspieler und -trainer
- Antero Kivelä (* 1955), finnischer Eishockeytorwart und -trainer, Politiker
- Kari Hotakainen (* 1957), finnischer Schriftsteller
- Arto Javanainen (1959–2011), finnischer Eishockeyspieler
- Samuli Edelmann (* 1968), finnischer Schauspieler und Sänger
- Hannu Salonen (* 1972), finnischer Regisseur
- Timo Furuholm (* 1987), finnischer Fußballspieler
- Jesse Joensuu (* 1987), finnischer Eishockeyspieler
- Joel Armia (* 1993), finnischer Eishockeyspieler
- Ingrid Linnea Ruin (* 1881), finnische Malerin
[Bearbeiten] Partnerstädte
Sundsvall (Schweden), seit 1940
Sønderborg (Dänemark), seit 1952
Porsgrunn (Norwegen), seit 1956
Riga (Lettland), seit 1964
Bremerhaven (Deutschland), seit 1967
Stralsund (Deutschland), seit 1968
Eger (Erlau) (Ungarn), seit 1973
Kołobrzeg (Polen), seit 1977
Mâcon (Frankreich), seit 1990
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑
- ↑ Väestörekisterikeskus (finnisches Bevölkerungsregister): Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 31. Dezember 2010