R. J. Umberger

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R. J. Umberger Eishockeyspieler
R. J. Umberger
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 3. Mai 1982
Geburtsort Pittsburgh, Pennsylvania, USA
Größe 188 cm
Gewicht 98 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Nummer #18
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2001, 1. Runde, 16. Position
Vancouver Canucks
Spielerkarriere
1998–2000 US National Team Development Program
2000–2003 Ohio State University
2004–2008 Philadelphia Flyers
seit 2008 Columbus Blue Jackets

Richard Allen „R. J.“ Umberger junior (* 3. Mai 1982 in Pittsburgh, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler. Zurzeit spielt er für die Columbus Blue Jackets in der National Hockey League auf der Position des Centers.

Karriere[Bearbeiten]

Umberger startete seine Eishockeykarriere an der Plum High School im US-Bundesstaat Pennsylvania. Nachdem er in seiner letzten Spielzeit im Jahr 1997/98 in nur 26 Partien 116 Punkte erzielt hatte, wechselte er im Sommer 1998 ins Nachwuchsförderungsprogramm des US-amerikanischen Eishockeyverbandes USA Hockey. In den Spielzeiten 1998/99 und 1999/2000 spielte er für die verschiedenen Nachwuchsteams. Zunächst in der North American Hockey League, später dann in der United States Hockey League. Im Alter von 18 Jahren verließ Umberger das Nachwuchsprogramm und ging an die Ohio State University, für deren Universitätsmannschaft er am Spielbetrieb der Central Collegiate Hockey Association, einer Liga im Spielbetrieb der National Collegiate Athletic Association, auflief. Insgesamt blieb er der Universität drei Jahre lang treu, in denen er das Jahr stets als Topscorer des Teams abschloss. Gleich in seiner Rookiespielzeit wurde er ins All-Rookie-Team der CCHA gewählt und als Rookie des Jahres ausgezeichnet. Im sich an das Spieljahr anschließenden NHL Entry Draft 2001 wurde er aufgrund seiner Leistungen bereits in der ersten Runde an 16. Position von den Vancouver Canucks ausgewählt. Nachdem er im Folgejahr ähnliche Offensivstatistiken in der CCHA abgeliefert hatte, steigerte er in seinem letzten Jahr in der Collegeliga seine Leistungen noch einmal deutlich. Dies resultierte in der Wahl ins CCHA First All-Star Team, NCAA West Second All-American Team und einer Nominierung für den Hobey Baker Memorial Award, den allerdings Peter Sejna vom Colorado College in diesem Jahr gewann.

Aufgrund eines Vertragsdisputs mit den Vancouver Canucks setzte Umberger die gesamte Saison 2003/04 aus. Gegen Ende der Spielzeit ließ er sich deshalb von den Canucks, gemeinsam mit Martin Grenier, zu den New York Rangers transferieren, die im Gegenzug Martin Ručínský abgaben. Die Rangers schafften es aber auch nicht den Stürmer zur Vertragsunterschrift zu bringen, woraufhin dieser als Free Agent galt und mit allen interessierten Teams in Kontakt treten konnte. Schließlich unterzeichnete er am 16. Juni 2004 einen Vertrag bei den Philadelphia Flyers. Da die NHL-Saison 2004/05 einem Lockout zum Opfer fiel, verbrachte der US-Amerikaner die gesamte Spielzeit im Farmteam der Flyers in der American Hockey League. Mit den Philadelphia Phantoms gewann er gleich in seiner ersten Profisaison den Calder Cup, die Meisterschaft der AHL. Im Saisonverlauf empfahl sich Umberger mit 65 Scorerpunkten in 80 Spielen der regulären Saison sowie zehn Punkten in 21 Playoff-Partien nachhaltig für ein Engagement in der NHL bei den Flyers. Dort gab er schließlich in der Saison 2005/06 sein Debüt und absolvierte 73 von 82 möglichen Spielen. Zudem kam er in acht AHL-Partien für die Phantoms zum Einsatz.

R. J. Umberger im Trikot der Columbus Blue Jackets (2010)

Seine 38 Punkte für die Flyers, darunter 20 Tore, bescherten ihm einen Platz unter den zehn Punktbesten in der internen Scorerliste Philadelphias. Die folgenden Playoffs verliefen jedoch nicht so erfolgreich. Während der Erstrunden-Serie gegen die Buffalo Sabres, die Philadelphia in sechs Spielen verlor, wurde Umberger bei einem Angriffsversuch mit einem harten, aber fairen Bodycheck auf der offenen Eisfläche von Buffalos Verteidiger Brian Campbell zu Boden gebracht. Mit einer leichten Gehirnerschütterung verpasste der Stürmer eine Partie und konnte insgesamt nur ein Tor für Philadelphia beisteuern. Die folgende Spielzeit verlief für Umberger ähnlich wie die Playoffs der Vorsaison, was aber auch an der Gesamtleistung des Teams lag, das mit nur 56 Punkten das mit Abstand schlechteste des gesamten Spieljahres war. In der Saison 2007/08 entspannte sich die Situation wieder deutlich, was sich auch in den Statistiken des Centers widerspiegelte. Er stellte mit 50 Punkten und 37 Assists zwei neue persönliche Rekorde auf und war in den Playoffs Philadelphias gefährlichster Angreifer mit zehn Toren in 17 Spielen. In der Zweitrunden-Serie gegen die Montréal Canadiens war er mit acht Toren in fünf Partien fast im Alleingang für das Erreichen der nächsten Runde verantwortlich.

Am 20. Juni 2008 trennten sich die Wege von Umberger und den Philadelphia Flyers, da ihn diese gemeinsam mit einem Draft-Pick der vierten Runde im NHL Entry Draft 2008 im Austausch für zwei Wahlrechte in der ersten und dritten Runde des gleichen Jahres an die Columbus Blue Jackets abgaben. Dies war nötig geworden, da die Flyers versuchten ihren Stürmer Jeff Carter mit einem guten Vertragsangebot zu halten. Umberger war aufgrund von daraus resultierenden Problemen mit der Gehaltsobergrenze und seines auslaufenden Vertrages nicht mehr finanzierbar geworden. In Columbus traf der vielseitige Angreifer auf seinen Ex-Trainer Ken Hitchcock unter dem er 2005 sein NHL-Debüt gegeben hatte.

International[Bearbeiten]

Auf internationaler Ebene repräsentierte Umberger sein Heimatland insgesamt fünf Mal, davon vier Mal im Juniorenbereich. Dort stehen neben zwei Teilnahmen im U18-Bereich in den Jahren 2000 und 2001 auch zwei Teilnahmen im U20-Bereich in den Jahren 2001 und 2002 zu Buche. Zwar konnte er in insgesamt 26 Partien elf Scorerpunkte sammeln, jedoch gewann er mit der Mannschaft keine Medaille. Seine erste Senioren-Weltmeisterschaft absolvierte er im Jahr 2006 bei der Welttitelkämpfen in Lettland. Allerdings bestritt er nur eine einzige Partie.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1998–99 US National Team Development Program USHL 5 2 2 4 0
US National Team Development Program NAHL 50 21 21 42 32
1999–00 US National Team Development Program USHL 57 33 35 68 20
2000–01 Ohio State University NCAA 32 14 23 37 18
2001–02 Ohio State University NCAA 37 18 21 39 31
2002–03 Ohio State University NCAA 43 26 27 53 16
2003–04 vertragslos nicht gespielt wegen Vertragsdisput
2004–05 Philadelphia Phantoms AHL 80 21 44 65 36 21 3 7 10 12
2005–06 Philadelphia Phantoms AHL 8 3 7 10 8
Philadelphia Flyers NHL 73 20 18 38 18 5 1 0 1 2
2006–07 Philadelphia Flyers NHL 81 16 12 28 41
2007–08 Philadelphia Flyers NHL 74 13 37 50 19 17 10 5 15 10
2008–09 Columbus Blue Jackets NHL 82 26 20 46 53 4 3 0 3 0
2009–10 Columbus Blue Jackets NHL 82 23 32 55 40
2010–11 Columbus Blue Jackets NHL 82 25 32 57 38
2011–12 Columbus Blue Jackets NHL 77 20 20 40 27
2012–13 Columbus Blue Jackets NHL 48 8 10 18 16
2013–14 Columbus Blue Jackets NHL 74 18 16 34 26 4 0 1 1 2
USHL gesamt 62 35 37 72 20
NAHL gesamt 50 21 21 42 32
NCAA gesamt 112 58 71 129 69
AHL gesamt 88 24 51 75 44 21 3 7 10 12
NHL gesamt 673 169 197 366 278 30 14 6 20 14

International[Bearbeiten]

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
2000 USA U18-WM 6 1 0 1 2
2001 USA U18-WM 6 1 0 1 0
2001 USA U20-WM 7 2 2 4 2
2002 USA U20-WM 7 1 4 5 0
2006 USA WM 1 0 0 0 0
Junioren gesamt 26 5 6 11 4
Herren gesamt 1 0 0 0 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: R. J. Umberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien