Ricky Hickman

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Basketballspieler
Ricky Hickman
Spielerinformationen
Voller Name Richard Marciano Hickman jr.
Spitzname Ricky
Geburtstag 1. September 1985
Geburtsort Winston-Salem (NC)[1], USA
Größe 189 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
College UNC Greensboro
Vereinsinformationen
Verein Maccabi Tel Aviv
Liga Ligat ha’Al
Trikotnummer 7
Vereine als Aktiver
2003–2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten UNCG Spartans (NCAA)
2007–2008 RumänienRumänien CS Otopeni
2008–2009 DeutschlandDeutschland LTi Gießen 46ers
2009–2010 FinnlandFinnland Namika Lahti
2010–2011 ItalienItalien FastWeb Casale Monferrato
2011–2012 ItalienItalien Scavolini Pesaro
Seit 0 2012 IsraelIsrael Maccabi Tel Aviv
Nationalmannschaft
Seit 0 2013 Georgien

Richard Marciano „Ricky“ Hickman jr. (* 1. September 1985 in Winston-Salem[1], North Carolina) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. Nach dem Studium in seinem Heimatland begann Hickman eine Karriere als Basketballprofi in Europa, wo er in Rumänien, bei Gießen 46ers in Deutschland, in Finnland und Italien spielte. Seit der Saison 2012/13 spielt Hickman für den israelischen Serienmeister Maccabi Tel Aviv, für den er auch im höchsten europäischen Vereinswettbewerb ULEB Euroleague antritt. 2013 nahm Hickman die georgische Staatsbürgerschaft an und nahm für seine neue Wahlheimat mit deren Nationalmannschaft an der EM-Endrunde 2013 teil,[2] in der man jedoch bereits in der ersten Gruppenphase nach fünf Spielen ausschied. Mit Maccabi gewann Hickman in der Saison 2013/14 eine Triple Crown aus nationalem Double und ULEB Euroleague 2013/14.

Karriere[Bearbeiten]

Nach dem High-School-Abschluss in Kernersville, wo er gemeinsam mit dem späteren Basketball-Bundesliga (BBL)-Spieler Chris Oliver zur Schule ging, wechselte Hickman 2003 zum Studium an die University of North Carolina at Greensboro im gleichen US-Bundesstaat, wo er für die Hochschulmannschaft Spartans in der Southern Conference der NCAA spielte. Zu seinen Mannschaftskameraden gehörten zeitweilig unter anderem die späteren BBL-Spieler Ronald Burrell und Kyle Hines. Zusammen mit diesen Spielern ist Hickman in den wichtigsten Kategorien für Karrierebestleistungen unter den ersten zehn Spielern der Spartans zu finden, zudem ist er der beste „Balldieb“ aller Zeiten der Spartans.[3] Trotzdem konnten sich die Spartans während Hickmans aktiver Zeit für keine Endrundenturnier der NCAA qualifizieren.

2007 begann Hickman eine Karriere als Profi in Europa, wo er zunächst für den ungarischen Verein aus Pécs vorspielte.[4] Anschließend unterschrieb er im November 2007 einen Vertrag beim rumänischen Verein aus Otopeni, wo er elf Spiele absolvierte.[4] In der folgenden Saison war er zu Saisonbeginn zunächst ohne Vertrag und hielt sich bei seinem Schulfreund Chris Oliver in Göttingen mit der Reservemannschaft der BG 74 Göttingen in der Regionalliga fit,[5] bevor er auf Empfehlung seines ehemaligen Trainers Keith Gatlin einen Probevertrag beim deutschen Erstligisten Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga 2008/09 bekam.[4] Hickmans Vertrag wurde zwar bis Saisonende verlängert, trotzdem beendeten die Gießener die Spielzeit als Tabellenvorletzter auf einem Abstiegsplatz. Während die Gießener den Klassenerhalt über den Erwerb einer Wild Card erreichten, bekam Hickman keinen neuen Vertrag.

Für die Saison 2009/10 wechselte Hickman zusammen mit Corey Rouse in die finnische Korisliiga zu Namika aus Lahti. Zwar wurde Hickman Topscorer der finnischen Liga, doch die Mannschaft erreichte mit nahezu ausgeglichener Saisonbilanz nur einen neunten Platz unter zwölf Vereinen.[6] Anschließend wurde Hickman Ende April 2010 noch für die Aufstiegs-Play-offs in der zweiten italienischen Liga LegADue vom Verein aus Casale Monferrato verpflichtet.[7] In der Halbfinalserie verlor man jedoch die letzten beiden Spiele, nachdem man zuvor mit zwei Siegen nach drei Spielen in Führung gelegen hatte, gegen den späteren Play-off-Sieger und Aufsteiger Dinamo Basket Sassari. In der folgenden Spielzeit gewann Hickman zusammen mit unter anderem Oluoma Nnamaka und Folarin Campbell als Hauptrundenerster auch die Play-offs um den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Als „Most Valuable Player“ (MVP) der Legadue 2010/11 wechselte Hickman jedoch vom Aufsteiger zum neuen Ligakonkurrenten aus Pesaro in der Lega Basket Serie A.[8] In den Play-offs um die Meisterschaft 2012 konnte man nach zwei Auftaktniederlagen in der ersten Runde noch den bisherigen Vizemeister Bennet Cantù niederhalten, bevor man in der Halbfinalserie gegen EA7 Armani Mailand ausschied.

Für die Spielzeit 2012/13 unterschrieb Hickman dann einen Vertrag beim israelischen Serienmeister Maccabi aus Tel Aviv, mit dem er auch im höchsten europäischen Vereinswettbewerb ULEB Euroleague 2012/13 antrat. Maccabi schied in der zweiten Gruppenphase der 16 besten Mannschaften und verlor ziemlich überraschend als Titelverteidiger das nationale Meisterschaftsfinale gegen Maccabi Haifa. Auch mit der georgischen Nationalmannschaft lief es für Hickman nicht wie gewünscht und nach nur einem Sieg in fünf Gruppenspielen schied man bei der EM-Endrunde 2013 frühzeitig aus.

Die Spielzeit 2013/14 verlief dagegen deutlich besser für Hickmann. Er gewann mit Maccabi durch einen 96:88-Sieg im Finale gegen Real Madrid die ULEB Euroleague. Nach der Titelverteidigung im nationalen Pokalwettbewerb holte man sich zum Saisonabschluss gegen Titelverteidiger Maccabi Haifa auch den Titel in der nationalen Meisterschaft zurück und gewann damit eine Triple Crown.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b In anderen Quellen wie realgm.com ist als Hickmans Geburtsort das benachbarte Kernersville angegeben, wo Hickman zur Schule ging.
  2. GEO - Hickman a key to Georgian expectations. FIBA, 2. September 2013, abgerufen am 24. Oktober 2013 (englisch).
  3. 2012–13 UNCG Men’s Basketball – Record Book. UNC Greensboro, 12. März 2013, S. 3ff., abgerufen am 16. März 2013 (PDF (536 KB), englisch).
  4. a b c Worthy und Hickman spielen vor. Gießener Allgemeine, 21. November 2008, abgerufen am 16. März 2013.
  5. 46ers – das Sprungbrett vieler Trainer und Spieler. Gießener Allgemeine, 22. Dezember 2012, abgerufen am 16. März 2013.
  6. Korisliiga: Season 2009–2010. Eurobasket.com, abgerufen am 16. März 2013 (englisch, Zusammenfassung Saison 2009/10).
  7. Legaduebasket: Richard Marciano Hickman JR. Legadue, abgerufen am 16. März 2013 (italienisch, Profil mit Statistiken).
  8. Legabasket: Richard Hickman. Lega Basket Serie A, abgerufen am 16. März 2013 (italienisch, Profil auf Statistikseiten).