Rottleberode
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | ||||
| Landkreis: | Mansfeld-Südharz | ||||
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Roßla-Südharz | ||||
| Höhe: | 202 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 6,99 km² | ||||
| Einwohner: | 1531 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 219 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 06548 | ||||
| Vorwahl: | 034653 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | MSH | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 87 360
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| Adresse der Verbandsverwaltung: | Wilhelmstraße 4 06536 Roßla |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Ralf Rettig (CDU) | ||||
Rottleberode ist eine Gemeinde, die zur Verwaltungsgemeinschaft Roßla-Südharz, Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt, Deutschland gehört.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografische Lage
Rottleberode liegt im Südharz an der Landstraße zwischen Stolberg (Harz) und Berga. Durch den Ort fließt die Thyra.
[Bearbeiten] Geschichte
Rottleberode entstand bereits im 10. Jahrhundert. Wilhelm, der Erzbischof zu Mainz besaß hier einen Hof, er starb im Jahre 968 in Rottleberode[1], was zur ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes führte. Rottleberode verfügte bereits 994 über das Markt-, Münz- und Zollrecht. Später gelangte der Ort in den Besitz der Grafen zu Stolberg, die den Ort in das Amt Stolberg der Grafschaft Stolberg-Stolberg integrierten. Bis 1815 stand Rottleberode unter der Oberhoheit des Königreichs Sachsen und gelangte dann an den Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. 1819 lebten in Rottleberode 662 Einwohner in 119 Häusern. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein Außenlager des KZ Buchenwald (das später dem KZ Dora-Mittelbau unterstellt war) eingerichtet sowie ein diesem unterstelltes Unterkommando in Stempeda, in denen etwa 1.300 KZ-Häftlinge in der V2-Produktion Zwangsarbeit verrichten mussten. Von 1952 bis 1990 gehörte Rottleberode zum DDR-Bezirk Halle.
Geprägt wurden der Ort und seine Umgebung durch einen Jahrhunderte alten Bergbau auf Eisen, Buntmetalle (Kupferschiefer), Flussspat und Gips. Zahlreiche kleinere und größere Halden in der näheren Umgebung sowie Pingen und überlieferte Namen, wie Kupferhütte und Hüttenhof sind Zeugen der Gewinnung und Verhüttung dieser Bodenschätze. Erwähnenswert ist der „Flußschacht“ bei Rottleberode im Krummschlachttal. Anfang des 20. Jh. war hier die damals größte Flussspatlagerstätte Mitteleuropas aufgeschlossen. Der Produktionsbetrieb wurde 1989 wegen Erschöpfung der Vorräte eingestellt.
[Bearbeiten] Gedenkstätten
- Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für 36 KZ-Häftlinge, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer von Zwangsarbeit wurden
[Bearbeiten] Verkehr
Der Ort liegt an der Eisenbahnstrecke Berga-Stolberg (Thyraliesel). Derzeit ist Rottleberode Bedarfshalt. Der Fahrbetrieb zwischen Berga/Kelbra und Stolberg über Rottleberode wurde unterhalb der Woche eingestellt. Am Wochenende und an Feiertagen fährt jedoch ein Sonderzug. Außerdem bestehen Busverbindungen in die umliegenden Orte.
Etwa 10 Kilometer südlich befindet sich die Bundesautobahn 38 und die Thyratalbrücke. Die Anfahrt über die BAB 38 ist möglich über die Anschlussstellen Heringen, Nordhausen oder Berga.
[Bearbeiten] Arbeit und Soziales
Der größte Arbeitgeber vor Ort ist das örtliche Gipswerk, welches nach 1989 von der Firma Knauf übernommen wurde.
Im Ort befindet sich außerdem eine Grundschule.
Die Ante-Holz-Gruppe (700 Beschäftigte) hat am 10. Mai 2007 für ihren vierten Produktionsstandort in Rottleberode Richtfest gefeiert. Insgesamt 50 Millionen Euro fließen nach Firmenangaben in das sachsen-anhaltische Sägewerk mit Produktionsstätte am Fuße des Südharzes. Es entstehen 100 neue Arbeitsplätze.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Westlich des Ortes im Waldgebiet des Alten Stolbergs die Ruine der Grasburg.
- Die evangelische St. Martinikirche wurde von 1758 bis 1761 als barocke Saalkirche erbaut.
- Ehemals Fürstliches Jagdschloss nebst Park (nicht öffentlich).
- Im Ort gibt es einen großen Schlossteich, später auch Dorfteich genannt (der ehemalige Hüttenteich der Josefshütte).
- Restauriertes Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude der ehemals Fürstlich Stolberg-Stolberg'schen Domäne.
- Es existiert ein touristischer Naturlehrpfad entlang des Dorfteiches und des sogenannten "faule Teich", welcher sich als artenreiches Feuchtbiotop präsentiert.
- Tierpark - Naturzentrum "Zunfthof"
- In etwa zwei Kilometern Entfernung die Schauhöhle und Gedenkstätte Heimkehle.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Traugott Böhme (1884–1954), Pädagoge und Archivar
- Robert Hausmann (1852–1909), Cellist des Joachim-Quartetts und Hochschullehrer
[Bearbeiten] Personen, die mit Rottleberode in Verbindung stehen
- Wilhelm von Mainz (929–968), Erzbischof von Mainz, starb hier
- Werner Reinowski (1908–1987), Schriftsteller, starb hier
[Bearbeiten] Quellenangaben
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