KZ Mittelbau-Dora

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eingangstafel zur Gedenkstätte
Übersichtsplan der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
KZ-Gedenkstätte Dora-Mittelbau, links hinter der Betonsäule der Appellplatz, rechts am Hang des Kohnsteins eine wieder errichtete Häftlingsbaracke
Stolleneingang B (links der verschüttete Originalzugang, in der Mitte der heutige Besucherzugang, der im Berg zum Stollen A führt)

Das Konzentrationslager Mittelbau-Dora wurde während des Zweiten Weltkrieges am 28. August 1943 als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald mit der Tarnbezeichnung Arbeitslager Dora am Südhang des Kohnsteins nördlich der Kreisstadt Nordhausen im heutigen Bundesland Thüringen errichtet. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden von der SS hauptsächlich im Stollenvortrieb und den untertage gelegenen Werksanlagen der Mittelwerk GmbH eingesetzt, wo vor allem die „Vergeltungswaffe 2” (V2) sowie die Flugbombe „Vergeltungswaffe 1“ (V1) produziert wurden. Ab Oktober 1944 wurde das Nebenlager unter der Bezeichnung Konzentrationslager Mittelbau (KZ Mittelbau) von dem SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (SS-WVHA) verwaltungsmäßig mit dem Status eines eigenständigen Konzentrationslagers geführt. Dem KZ Mittelbau wurden weitere Nebenlager oder Außenkommandos unterstellt. Der Lagerkomplex KZ Mittelbau umfasste schließlich fast 40 Nebenlager. Das Konzentrationslager wird auch als Dora-Mittelbau bezeichnet.

Während der 18 Monate, die das Lager existierte, durchliefen etwa 60.000 Häftlinge aus 21 Nationen den Komplex des Konzentrationslagers Mittelbau; 20.000 von ihnen verstarben aufgrund der inhumanen Arbeits- und Lebensbedingungen. Am 11. April 1945 wurde das Konzentrationslager durch die US-Armee befreit.

Heute befindet sich auf dem ehemaligen Lagergelände die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich lagen Forschung und anfängliche Produktion der Rakete, die zunächst Aggregat 4 hieß, auf Usedom bei der dortigen Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Nach deren Bombardierung („Operation Hydra”) durch britische Bomber in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1943 sollte die Produktion in Großserie der V2 unter die Erde verlegt werden, um sie vor weiteren Bombenangriffen zu schützen und möglichst geheim zu halten. Daraufhin erhielt das Konzentrationslager Buchenwald ein neues Außenlager: das „Arbeitslager Dora“.

Bau der Anlage[Bearbeiten]

Rostige Teile von Bomben und Raketen im Stollen (2012)

Als Produktionsort für die V2 wählte man den Kohnstein bei Nordhausen, wo bereits im Jahre 1936 eine unterirdische Anlage im Auftrag der Wifo (Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft) angelegt worden war; ursprünglich sollte hier ein unterirdisches Treibstofflager entstehen. Die bereits existierenden Stollen wurden dann ab 1943 zum Produktionsort für die V2 umgebaut. Während der gesamten Nutzungsdauer wurden Stollen von insgesamt etwa 20 Kilometern Länge in den Berg getrieben.

Der erste Häftlingstransport mit 107 Häftlingen erreichte den Kohnstein am 28. August 1943, zehn Tage nach der Zerstörung der Anlagen in Peenemünde. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine Unterkünfte für die Häftlinge. Es existierte lediglich der Stollen. Die Häftlinge wurden gezwungen, in den vier Seitenkammern „Schlafstollen“ für sich einzurichten. Es wurde nicht sofort mit der Produktion begonnen, sondern zunächst wurden die Böden in den Stollen betoniert, Straßen gebaut, Gleise verlegt, weitere Kammern angelegt und die großen Produktionsmaschinen eingebaut. Sämtliche Arbeiten wurden durch die Häftlinge ausgeführt, meist ohne besondere Transport- oder Hilfsmittel. Erst im Nachhinein am 24. September 1943 gründeten Heinz Schmid-Lossberg und Friedrich Schulte-Langforth von der Rüstungskontor GmbH offiziell als Gesellschafter das Unternehmen Mittelwerk GmbH.

Von Anfang an waren die Lebensbedingungen für Häftlinge extrem schlecht. In den ersten Monaten starben bereits Tausende von ihnen an Entkräftung, Unterernährung, wegen der katastrophalen sanitären Bedingungen sowie an Lungenkrankheiten, hervorgerufen durch den Staub der Sprengungen. Diese erfolgten tagsüber und nachts, so dass nicht einmal ein geregelter Schlaf in den Stollen möglich war. In dieser ersten Phase war auch die medizinische Versorgung der Häftlinge unzureichend. Eine Kammer war als Ambulanz eingerichtet worden, was jedoch nicht ausreichte, um die Kranken zu behandeln. Erst nach Anlaufen der V2-Produktion Anfang 1944 wurden die Häftlinge schrittweise in ein entstehendes oberirdisches Barackenlager verlegt. Die Letzten verließen die Schlafstollen Anfang Juni 1944 – falls sie bis dahin überlebt hatten. Auf dem Lagergelände befanden sich 70 Baracken für Zwangsarbeiter, der so genannte Häftlingskrankenbau sowie das lagereigene Krematorium. Auch die Unterkünfte für die SS-Wachmannschaften sowie die Wirtschafts- und Verwaltungseinrichtungen befanden sich im Lagerbereich. Das Lagergelände war mit einem elektrisch geladenen Zaun und Wachtürmen umgeben.

Die Häftlinge mussten zwei parallel laufende Stollen (genannt Tunnel A und B) in den Kohnstein treiben. In den Stollen waren Eisenbahnschienen verlegt, um die für die Produktion benötigten Teile in den Berg sowie die fertiggestellten Raketen hinauszutransportieren. Tunnel A und B waren jeweils etwa 1,8 Kilometer lang und hatten eine Höhe von etwa 30 Metern. Untereinander verbunden wurden sie von insgesamt 46 quer laufenden Tunneln. Die Gesamtlänge aller Tunnel betrug im Mai 1945 etwa 20 Kilometer, die Gesamtfläche lag bei über 250.000 m². Damit zählt der Dora-Mittelbau auch heute noch zu den größten unterirdischen Anlagen der Welt.

Produktion[Bearbeiten]

Hauptartikel: Mittelwerk GmbH
V1-Produktion

Die eigentliche Produktion der V2 begann erst ein halbes Jahr nach der Gründung des Lagers, im Januar 1944. Der Raketeningenieur Arthur Rudolph setzte die Zwangsarbeiter des KZ zum Bau der V2 im Mittelwerk ein. Das Mittelwerk im Kohnstein war die größte untertage gelegene Rüstungsfabrik des Zweiten Weltkrieges. Als Verwaltungsgebäude der Mittelwerk GmbH wurden von Sommer 1943 bis 1944 die Schulgebäude der Klosterschule Ilfeld, seit 1934 von der NAPOLA Ilfeld genutzt, sukzessive leergezogen und von der Mittelwerk GmbH übernommen.

Im Sommer 1944 kam zusätzlich noch die Produktion der Flügelbombe V1 hinzu. Des Weiteren produzierten die Firmen Heinkel und Junkers in den unterirdischen Stollen Flugzeuge bzw. Flugzeugmotoren.

Allein der Einsatz der V2-Waffe forderte insgesamt ca. 8.000 Opfer, hauptsächlich in der Zivilbevölkerung. Die V2 war somit die einzige Waffe, deren Produktion mehr Opfer forderte als ihr Einsatz. Von den ungefähr 60.000 Zwangsarbeitern in Mittelbau-Dora starben 20.000. „Das Hauptprodukt des Mittelbau-Projektes“, sagt Gedenkstättenleiter Mittelbau-Dora Wagner, „war der Tod.“[1]

Konzentrationslager Mittelbau[Bearbeiten]

Reste der Wäscherei
Die zwei Verbrennungsöfen im Krematorium
Hier wurde die Asche der verbrannten Leichen ausgekippt
SS-Unterstand am Eingangsbereich des Häftlingslagers

Ab dem Frühjahr 1944 bildete sich mit der Gründung neuer Außenlager allmählich der Lagerkomplex Mittelbau heraus, dessen Verwaltung in Etappen vom KZ Buchenwald verselbstständigt wurde. Ab dem 8. Juni 1944 wurde das Arbeitslager Dora offiziell als Arbeitslager Mittelbau I bezeichnet und die Außenlager Harzungen und Ellrich-Juliushütte zusammen als Mittelbau II. Bereits am 10. September 1944 erfolgte erneut eine Umstrukturierung des Mittelbauer Lagerkomplexes. Die Bezeichnung des Arbeitslagers Dora als Mittelbau I blieb bestehen, während Ellrich-Juliushütte nun als Mittelbau II und Harzungen als Mittelbau III fungierte. Am 28. Oktober 1944 wurde das Außenlager Dora organisatorisch schließlich vom Stammlager Buchenwald abgetrennt und gemeinsam mit diversen kleineren Lagern zum „Konzentrationslager Mittelbau” verselbständigt.[2]

Außenlager[Bearbeiten]

Bis zum April 1945 wurde in der umgebenden Region ein dichtes Netz von insgesamt etwa 40 Außenlagern[3] aufgebaut. Jedes dieser Lager hatte in dem Komplex seine Funktion, wobei Mittelbau als Zentrale funktionierte. Hierbei gab es drei verschiedene Arten von Lagern: Produktions-, Bau- und Sterbelager. Häftlinge, die in Produktionskommandos (z. B. Außenlager Rottleberode, Außenlager Kleinbodungen, usw.) „abgearbeitet” waren, wurden in die Baulager (z. B. Außenlager Ellrich-Juliushütte, Außenlager Harzungen, usw.) verlegt und mussten dort Schwerstarbeit auf den einzelnen Baustellen leisten, z. B. beim unvollendeten Bau der Helmetalbahn, mit der der überregionale Verkehr der Südharzstrecke um den Bereich des KZ herum geführt werden sollte. Aufgrund der schweren körperlichen Arbeit wurden die Häftlinge auch hier sehr schnell arbeitsunfähig und wurden anschließend in sogenannte Sterbelager (z. B. das KZ-Außenlager Boelcke-Kaserne) abgeschoben, wo sie zum größten Teil ohne medizinische Betreuung sich selbst überlassen wurden.

Häftlinge[Bearbeiten]

Herkunft der Häftlinge[Bearbeiten]

Aus fast allen Ländern Europas wurden Menschen aus unterschiedlichsten Gründen in das KZ Mittelbau-Dora deportiert. Mehr als 60.000 Häftlinge waren während des Lagerbestehens in Mittelbau-Dora inhaftiert, mindestens 20.000 überlebten die inhumanen Arbeits- und Lebensbedingungen im Lager nicht.[4] Allein im April 1945 verstarben 6000 Häftlinge des KZ Mittelbau-Lagerkomplexes. Zuvor waren noch zwischen Januar und März 1945 etwa 16.000 entkräftete Häftlinge aus dem KZ Auschwitz und dem KZ Groß-Rosen aufgrund der sich abzeichnenden Niederlage des Deutschen Reiches gegen Ende des Zweiten Weltkrieges ins KZ Mittelbau „evakuiert“ worden. In den Waggons der ankommenden Eisenbahntransporte befanden sich teils nur noch tote oder sterbende Häftlinge.[5]

Nach Kriegsende erstellte die Polnische Kommission zur Ermittlung von Kriegsverbrechen im Sommer 1945 eine Liste nach Anzahl und Nationalität der Häftlinge für das Stammlager des KZ Mittelbau sowie der größten Außenlager:[6]

Nationalität Stammlager Mittelbau
Stand 1. November 1944/
1. April 1945
Außenlager Ellrich-Juliushütte
Stand 1. November 1944/
1. April 1945
Außenlager Harzungen
Stand 1. November 1944/
1. April 1945
Außenlager Boelcke-Kaserne
Stand 1. November 1944/
1. April 1945
SS-Baubrigaden
Stand 1. November 1944/
1. April 1945
Sonstige Außenlager und -kommandos
Stand 1. November 1944/
1. April 1945
Insgesamt
Stand 1. November 1944/
1. April 1945
Sowjetische 4051/4192 2419/2135 956/1533 0/1067 1550/1273 505/734 9481/10934
Polen 3883/5387 1786/1495 796/1471 0/2168 1166/1254 716/1188 8347/12963
Franzosen 2373/2406 1389/676 558/440 0/816 503/340 291/412 5114/5092
Deutsche 1165/1180 203/294 129/215 0/463 419/544 178/531 2114/3227
Belgier 217/281 670/490 755/306 0/401 15/51 390/382 2047/1911
Sonstige[7] 2107/2287 1535/1462 807/742 0/796 674/378 241/405 5373/6070
Gesamt 13796/15733 8002/6552 4001/4707 0/5711 4327/3840 2321/3652 32475/40202

Häftlingskleidung[Bearbeiten]

„Im Konzentrationslager mussten die Häftlinge in der Regel eine gestreifte Häftlingskleidung mit einem farbigen Stoffdreieck, dem Winkel, sowie ihrer Häftlingsnummer tragen.“

Jens-Christian Wagner: Das KZ Mittelbau-Dora, Wallstein Verlag, Göttingen 2001, S. 40

Die Farben der Winkel waren: Rot – politisch Verfolgte, grün - „kriminelle“, schwarz - „asoziale“, rosa – Homosexuelle, violett - „Bibelforscher“ (Zeugen Jehovas) und gelb – Juden. Die KZ-Häftlingskleidung war auch in anderen Einzelheiten genauer festgelegt.

„Die SS vergab die Winkel mit ebenso großer Willkür, wie sie Menschen zu KZ-Häftlingen machte. Entscheidend war, dass die Kategorien dazu dienen sollten, die Häftlinge in verschiedene Gruppen zu spalten und eine Solidarisierung gegen die SS zu unterbinden.“

Jens-Christian Wagner: Das KZ Mittelbau-Dora, Wallstein Verlag, Göttingen 2001, S. 40

So gab es auch heftige Kämpfe um die Besetzung wichtiger Funktionen in der Hierarchie des Lagers. Deutsche und österreichische Häftlinge, deren Anzahl in Relation zu den Häftlingen anderer Nationalitäten eher unbedeutend war, erhielten bevorzugt Posten als Funktionshäftlinge.[8] Im Gegensatz zum Konzentrationslager Buchenwald waren die Kapo-Funktionen in Mittelbau-Dora in der Hand der „Grünen“.[9]

Reste der Baracke des Häftlingsbordells in der Gedenkstätte Dora-Mittelbau

Häftlingsbordell[Bearbeiten]

Wie in einigen anderen Konzentrationslagern gab es auch in Dora-Mittelbau ein Häftlingsbordell, von dem Reste erhalten sind (Lagerplan Nr. 29). Zu diesem Zweck wurden weibliche Häftlinge aus dem KZ Ravensbrück nach Buchenwald gebracht und zur Prostitution gezwungen. Bezahlt wurde mit Lagergeld. Diese Einrichtung galt als „Antriebsmittel für höhere Leistungen“, war aber bei manchen Häftlingen verpönt.

Bekannte Häftlinge[Bearbeiten]

SS-Personal[Bearbeiten]

Das Lagerpersonal bestand im Juni 1944 aus etwa 1.000 Personen. Nachdem das KZ Mittelbau im Oktober 1944 eigenständiges Konzentrationslager wurde, waren mit Gründung des SS-Totenkopfsturmbanns Mittelbau dort ab Ende 1944 etwa 3.300 SS-Männer im Einsatz.[11] Über die Hälfte der Wachmannschaften waren ursprünglich Angehörige der Luftwaffe und wurden erst am 1. September 1944, einige Wochen vor der Gründung des SS-Totenkopfsturmbanns zur Waffen-SS überstellt.[12]

Lagerkommandant des KZ Mittelbau-Dora war von September 1943 bis Anfang Februar 1945 Otto Förschner, dem der von Juli 1944 bis Anfang Februar 1945 eingesetzte Schutzhaftlagerführer Hans Möser unterstand. Wilhelm Simon übernahm den Posten des Arbeitseinsatzführers von Oktober 1943 bis zum Frühjahr 1945.[13]

Tote Häftlinge in den Häftlingsbaracken, aufgenommen am 11. April 1945 nach der Befreiung des Lagers durch Angehörige des United States Army Signal Corps

Nach der Evakuierung des KZ Auschwitz kamen mit Häftlingstransporten weitere SS-Männer ins KZ Mittelbau, was zu einem Anstieg des Lagerpersonals führte.[11] Als neuer Lagerkommandant wurde am 1. Februar 1945 Richard Baer eingesetzt, der zuvor Lagerkommandant des KZ Auschwitz war. Baer tauschte Anfang Februar 1945 fast alle Leiter der Standortabteilungen des KZ Mittelbau durch Angehörige des Personals der Auschwitzer Lager-SS aus. So wurde Franz Hößler Schutzhaftlagerführer, Max Sell Arbeitseinsatzführer, Eduard Wirths SS-Standortarzt und Hans Schurz Leiter der Politischen Abteilung.[14]

Befreiung des Lagers[Bearbeiten]

Die Befreier vor Mittelwerk

Das Lager wurde schließlich am 11. April 1945 durch die 1. US-Armee befreit. Allerdings kam für die Mehrheit der Häftlinge die Hilfe zu spät, da sie bereits auf Evakuierungstransporte und sogenannte Todesmärsche geschickt worden waren. Lediglich die Kranken und Sterbenden wurden zurückgelassen. Diese Todesmärsche führten zu den Konzentrationslagern Bergen-Belsen, Sachsenhausen und auch in die Lübecker Bucht (siehe Cap Arcona), wo zahlreiche Lagerinsassen bei der Versenkung der dortigen Schiffe durch alliierte Bombardierungen ums Leben kamen. 1.016 Häftlinge wurden in der Isenschnibber Feldscheune bei Gardelegen bei lebendigem Leib verbrannt.

Nutzung nach dem Krieg[Bearbeiten]

Die amerikanischen Truppen erbeuteten etwa 100 V1 und V2, die in die USA transportiert wurden. Unter sowjetischer Leitung wurden ein Jahr lang Flugkörper, Motoren und Turbinen vor Ort weiter gebaut. Dann erfolgte die Verlagerung der Anlagen in die UdSSR samt Abtransport der deutschen Spezialisten zur dortigen Weiterbeschäftigung.[15]

Nach der Räumung des Inventars durch US- und Sowjet-Kräfte und der kurzzeitigen Nutzung als Flüchtlingsunterkunft und Lazarett blieb Mittelbau-Dora lange Jahre unbeachtet.

Triebwerksteil einer V2 im Stollen

Nachdem die Sowjets die Demontage der Anlagen beendet hatten, versuchten sie, das komplette Stollensystem von Mittelbau-Dora mit 196 Waggonladungen Altmunition und Sprengstoff zu sprengen. Dies scheiterte zum Teil, da der Explosionsdruck durch die Lüftungsschächte entwich und nur die Stollenauskleidungen einstürzten, in denen die Sprengladungen gezündet wurden. Daraufhin wurden nur die vier Nord- und Südeingänge der Hauptstollen A und B sowie die Nordstollen C, C1, D und D1 gesprengt. Die C- und D-Bereiche wurden in den 1970er-Jahren wieder aufgefahren, die C-Stollen dienten als belüftetes, später drei Räume als zwangsgekühltes Gemüselager. Die Bergtemperatur: 8 °C, die rel. Luftfeuchte: 60 % erlaubte Getreidelagerung und Lagerung von Schrauben und ähnlichem für das Fernmeldewerk. Der Bereich des D-Stollens diente als Kartoffellager. Vom C-Bereich über den Lüftungsschacht waren der A- und der B-Bereich völlig trocken und begehbar. Die 160 Meter langen ehemaligen Produktionskammern waren teils eingestürzt (von neun Metern Firsthöhe war etliches herabgestürzt – die Schwärzung durch Pulverdampf war in großen Teilen durch helles Anhydritgestein beseitigt). Nach den Demontagen waren nur Luftkanäle, Werkbänke und z. B. ein Glühofen auffällig.

Denkmal von Jürgen von Woyski vor dem Krematorium des KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen, hier bei einer Gedenkveranstaltung
Wieder aufgebaute Baracke
Krematorium
Einer der Waggons, in denen die Häftlinge transportiert wurden
Betonpfeiler der Eisenbahnanbindung nach Niedersachswerfen über die Zorge

Nachkriegsprozesse[Bearbeiten]

Hauptartikel: Dachauer Dora-Prozess

Vom 7. August 1947 bis zum 30. Dezember 1947 wurde im Rahmen der Dachauer Prozesse vor einem amerikanischen Militärgericht beim Dachauer Dora-Prozess gegen 14 SS-Angehörige des KZ Mittelbau, vier Funktionshäftlinge und den Generaldirektor der Mittelwerk GmbH verhandelt. Neben dem Todesurteil gegen den ehemaligen Schutzhaftlagerführer Möser, ergingen vier Freisprüche sowie 13 Haftstrafen. Zuvor war bereits im Bergen-Belsen-Prozess unter anderem gegen zwölf SS-Angehörige und Funktionshäftlinge aus dem KZ Mittelbau verhandelt worden, die im Rahmen der Evakuierung des KZ Mittelbau ins KZ Bergen-Belsen gelangten. In diesem Prozess wurden drei ehemalige SS-Angehörige des KZ Mittelbau zum Tode verurteilt und hingerichtet, so auch der ehemalige Schutzhaftlagerführer Hößler.[16] Der ehemalige Lagerkommandant Förschner wurde im Dachau-Hauptprozess zum Tode verurteilt und Ende Mai 1946 hingerichtet, sein Nachfolger Baer tauchte bei Kriegsende unter und verstarb noch vor Beginn des ersten Frankfurter Auschwitzprozesses in der Untersuchungshaft.[17]

Weitere Einzelverfahren gegen ehemaliges Lagerpersonal des KZ Mittelbau wurden bis in die 1980er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR durchgeführt.[16] Das bekannteste Verfahren war der Essener Dora-Prozess, der am 17. November 1967 begann und am 8. Mai 1970 endete. Der ehemalige Kommandoführer Erwin Busta wurde im Essener Dora-Prozess gemeinsam mit Helmut Bischoff dem ehemaligen KDS des Sperrgebiets Mittelbau sowie dessen früheren Mitarbeiter Ernst Sander aufgrund von Verbrechen im KZ Mittelbau-Dora angeklagt.[18] Alle drei Angeklagten erhielten Haftstrafen, die sie jedoch nicht antreten mussten.[16]

Verschleierungen nach Kriegsende[Bearbeiten]

„Hier wird wie an kaum einem anderen Ort die Rechtfertigung von Zeitgenossen in Frage gestellt, sie hätten vom ausgedehnten Lagersystem nichts geahnt – die Nazis hätten Zwangsarbeit und Massensterben vor ihrem eigenen Volk geheim gehalten. Mittelbau-Dora war zwischen 1943 und 1945 für die Menschen in den umliegenden Dörfern und Städten das KZ von nebenan. Mit mehr als 40 Außenlagern erstreckte es sich über den gesamten Südharz. Fast jeder Ort hatte damals sein Außenlager. Häftlinge wurden an einheimische Firmen ausgeliehen, wo sie Werkbank an Werkbank mit deutschen Kollegen arbeiteten und nicht selten von diesen gedemütigt und misshandelt wurden. Zivilisten befehligten die Arbeitskolonnen, die Tag für Tag durch die Orte zogen – mitsamt Leichen von verstorbenen Häftlingen auf einem Karren.“

Jan Friedmann[19]

„Das KZ“, sagt Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner, „drang so stark in das Alltagsleben der deutschen Bevölkerung ein, dass von einer strikten Trennung von Außen- und Innenwelt der Lager nicht mehr gesprochen werden konnte“.[20]

Mahn- und Gedenkstätte Mittelbau-Dora[Bearbeiten]

Am 11. April 1946 wurde am Krematorium von der sowjetischen Besatzungsmacht ein Mahnmal errichtet sowie 1954 das Krematorium selbst als Ehrenmal eingeweiht.

Erst 1966 wurde die „Mahn- und Gedenkstätte Mittelbau-Dora” eröffnet. Die Ausstellungen im zum Museum umgebauten Krematorium fokussierten sich jedoch auf das Thema des 'antifaschistischen Widerstand' und überdeckten damit andere, nicht-politische Schicksale. Zum 50. Jahrestag 1995 wurde die Gedenkstätte mit einem neuen Konzept, das allerdings bewusst auch weiter Elemente aus der DDR-Zeit enthält, wieder eröffnet. Durch einen neu angelegten Zugang, mit dessen Bau bereits 1988 begonnen worden war, ist seitdem auch ein sehr kleiner Teil des Stollensystems mit Schlaf- und Produktionsräumen wieder für die Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen zugänglich.

Im Frühjahr 2005 wurde das neue Hauptgebäude eingeweiht, in dem im September 2006 eine neue Dauerausstellung eröffnet wurde.

Von den oberirdischen Gebäuden sind mit Ausnahme des Krematoriums, eines Feuerwehrhauses und einer Baracke nichts oder nur noch die Grundmauern zu sehen. Die Stollenanlage selbst ist in weiten Bereichen vom Grundwasser geflutet und möglicherweise infolge des industriellen Bergbaus der näheren Umgebung eingestürzt.

Die heute sichtbare Baracke wurde aus Teilen mehrerer Originalgebäude wiedererrichtet. In den 1950er-Jahren wurden zwei Baracken auf dem ehemaligen KZ-Gelände abgebaut und auf dem Gelände einer nahegelegenen Zigarettenfabrik wieder aufgebaut, wo sie lange Zeit als Betriebskindergarten bzw. Kegelbahn dienten. Erst Anfang der 1990er-Jahre wurden die Baracken wieder an ihren Ursprungsort zurückgebracht, wo dann aus beiden eine möglichst originalgetreue Baracke zusammengebaut wurde.

Das Tunnel-System war nach der Wiedervereinigung Deutschlands Schauplatz zahlreicher Plünderungen durch Schatzsucher und Trophäensammler, die sich Einlass über den ungesicherten Zugang des Bergwerkes im nördlichen Teil des Kohnstein verschafften. Willi Kramer, ein deutscher Archäologe, der 1992 und 1998 Tauchgänge im Tunnelsystem absolvierte, schätzt, dass bisher etwa 70 Tonnen Material gestohlen wurden. Erst 2004, als der Betreiber des Bergwerkes Konkurs anmeldete, konnte auch der Hintereingang versperrt werden.[21]

Das Dora-Komitee[Bearbeiten]

Im Sommer 1990 gründeten ehemalige Dora-Häftlinge aus Frankreich, Belgien und Tschechien auf Initiative von Jacques Brun (* 20. November 1921 in Paris, † 8. Juli 2007 ebenda) das europäische Komitee Dora, Ellrich, Harzungen et Kommandos „Pour la Mémoire“ als Häftlingsvereinigung. Bis 1996 stand Brun als Generalsekretär an der Spitze des Komitees, das gegründet wurde, um die Erinnerung an die im KZ Mittelbau-Dora begangenen Verbrechen international wach zu halten. 1995 initiierte Jacques Brun die Gründung des Vereins „Jugend für Dora“ und rief die Jugendlichen dazu auf, die Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen fortzusetzen. Jacques Brun war als junger Mann von den Nationalsozialisten festgenommen und im August 1944 in das KZ Buchenwald eingeliefert worden. Von dort hatte ihn die SS im September 1944 in das KZ Mittelbau-Dora überstellt. Später war er in das KZ-Außenlager Ellrich verlegt worden, von wo ihn die SS Anfang April 1945 auf einen Todesmarsch schickte, den er überlebte.[22]

Rezeption[Bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Eberhard Görner: KZ Mittelbau-Dora – Erinnerung an die Hölle (Doku)
  • 2006: The Good German – In den Ruinen von Berlin. Der US-amerikanische Film thematisiert u. a. die Kenntnisse über die unmenschlichen Zustände im Dora-Mittelbau seitens der beteiligten Wissenschaftler des Raketenprojekts.
  • National Geographic: Hitlers Raketentunnel, Dokumentation, 42 Min. (Bilder aus der KZ-Zeit, Bilder eines Tauchgangs in die überfluteten unteren Produktions-Stollen, Bilder von V-Raketen, Bilder von Wernher von Braun und Bilder von US-Weltraumraketen)

Sonstiges[Bearbeiten]

„Der Tunnel“ ist ein künstlerisches Zeugnis von Edmund Polak aus dem Jahr 1944 zur Zeit seiner Inhaftierung, welches die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den unterirdischen Anlagen des KZ Mittelbau-Dora darstellt. Durch ein Digitalisierungsprojekt der TU Darmstadt wurde das gefaltete Papierkunstwerk zu einer virtuellen Rekonstruktion des Grauens in den Stollen und der Situation der Häftlinge.[25] Anlass für das Projekt: „Wir wissen von über 90 TH-Mitarbeitern aus Darmstadt, die ab 1940 für die V-Raketenforschung tätig waren“, sagte Christof Dipper, der die Projektgruppe leitet, die untersucht, wie die Hochschule in die NS-Rüstung verstrickt war.[26]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bruno Arich-Gerz: Mittelbau-Dora. American and German Representations of a Nazi Concentration Camp. Literature, Visual Media and the Culture of Memory from 1945 to the Present. Transcript, Bielefeld 2009. ISBN 978-3-8376-1357-5.
  • Frank Baranowski: Die verdrängte Vergangenheit. Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit in Nordthüringen, Mecke, Duderstadt 2000. ISBN 978-3-932752-67-4.
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. 9 Bände. Beck, München 2005 bis 2009. ISBN 978-3-406-52960-3 (Verlagsangaben mit Inhaltsübersicht).
    • davon: Band 7: Wewelsburg, Majdanek, Arbeitsdorf, Herzogenbusch (Vught), Bergen-Belsen, Mittelbau-Dora. Beck, München 2008. ISBN 978-3-406-52967-2.
  • Yves Béon: Planet Dora. Als Gefangener im Schatten der V2-Rakete. (Französischer Originaltitel La planète Dora, übersetzt von Karl-Udo Bigott), Bleicher, Gerlingen 1999. ISBN 3-88350-045-3.
  • Manfred Bornemann: Geheimprojekt Mittelbau. Vom zentralen Öllager des Deutschen Reiches zur größten Raketenfabrik im Zweiten Weltkrieg. In: Dörfler Zeitgeschichte. Edition Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim [2004?]. ISBN 978-3-89555-127-7 (Lizenz Bernard und Graefe, München 1994 – 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage – ISBN 3-7637-5927-1. Erstausgabe bei: J. F. Lehmann, München 1971. ISBN 3-469-00307-6 / ISBN 3-469-00308-4).
  • Udo Breger: Der Raketenberg. Kohnstein, Dora und die V2, Peter Engstler, Oberwaldbehrungen im Ostheim vor der Rhön, 1992. ISBN 3-9801770-7-6.
  • Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2000. ISBN 3-498-01660-1.
  • Götz Dieckmann: Existenzbedingungen und Widerstand im Konzentrationslager Dora-Mittelbau unter dem Aspekt der funktionellen Einbeziehung der SS in das System der faschistischen Kriegswirtschaft, Dissertation an der Humboldt-Universität zu Berlin [Ost] 1968 (keine ISBN).
  • Angela Fiedermann, Torsten Hess, Markus Jäger: Das Konzentrationslager Mittelbau Dora. Ein historischer Abriss. Westkreuz, Bad Münstereifel 1993. ISBN 3-922131-94-8.
  • Hans Frankenthal: Verweigerte Rückkehr. Erfahrungen nach dem Judenmord. Fischer Taschenbuch 14493, Frankfurt am Main 1999. ISBN 978-3-596-14493-8.
  • Alvin Gilens: Discovery and Despair: Dimensions of Dora / Aufbruch und Verzweiflung: Dimensionen von Dora. [Deutsch von Gerd Burger und Albrecht Tiemann]. Westkreuz, Bad Münstereifel 1995. ISBN 3-929592-10-X (englisch und deutsch).
  • Joachim Neander: „Hat in Europa kein annäherndes Beispiel.” Mittelbau-Dora – ein KZ für Hitlers Krieg. Metropol, Berlin 2000. ISBN 3-932482-31-X.
  • Thomas Pynchon: Die Enden der Parabel. [Roman] (Originaltitel: Gravity's Rainbow übersetzt von Elfriede Jelinek und Thomas Piltz). In: Das neue Buch Band 112. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1981, ISBN 3-499-25112-4 (Der amerikanische Protagonist besucht auf den Spuren der V2-Rakete das befreite Lager Dora-Mittelbau. Obwohl Fiktion, findet man hier eine beklemmend realistisch anmutende Schilderung der Anlage.).
  • André Sellier: Zwangsarbeit im Raketentunnel. Geschichte des Lagers Dora Zu Klampen, Lüneburg 2000 ISBN 3-924245-95-9 (Sellier war selbst Häftling in D-M.) Aus dem Franz.(1998)- Engl. A History of the Dora Camp Dee, Chicago 2003, ISBN 1-56663-511-X
  • André Sellier, Yves le Maner: Bilder aus Dora: Zwangsarbeit im Raketentunnel 1943–1945 Hrsg. Deutsches Museum, München, Übers. Waltraud Gros; Bad Münstereifel: Westkreuz, 2001 (Images de Dora, dt.) ISBN 3-929592-59-2
  • Adam Tooze, Yvonne Badal (Übers.): Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im NS Siedler, München 2007 (zuerst engl. 2006), ISBN 978-3-88680-857-1, passim, insbes. S. 634ff. im Kap. Speer (siehe dieser im Namensverz.) Neuaufl. Bundeszentrale für politische Bildung BpB (Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung Bd. 663) ISBN 978-3-89331-822-3. Neuaufl. Pantheon, München 2008, ISBN 3-570-55056-7 (Bild: V2-Raketen, im Bildteil S. XVI)
  • Jens-Christian Wagner (Leiter der Gedenkstätte): Produktion des Todes. Das KZ Mittelbau-Dora. Wallstein, Göttingen 2001. ISBN 978-3-89244-439-8.[27] 2. Aufl. 2004, ISBN 978-3892444398.
  • Jens-Christian Wagner (Hrsg.): Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945 Begleitband zur ständigen Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Wallstein, Göttingen 2007.[28] ISBN 978-3-8353-0118-4
  • Jens-Christian Wagner (Hrsg.): Vernichtung und Arbeit. Jüdische Häftlinge im KZ Mittelbau-Dora. 2014 [29]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: KZ Mittelbau-Dora – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,436300,00.html
  2. Jens Christian Wagner: Mittelbau-Dora Stammlager, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 7, München 2008, 248
  3. Karte der Außenlager des KZ Dora-Mittelbau
  4. Jens-Christian Wagner (Hg.): Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945, Göttingen 2007, S. 7
  5. Jens-Christian Wagner (Hg.): Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945, Göttingen 2007, S. 127f.
  6. Angaben nach Jens-Christian Wagner (Hg.): Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945, Göttingen 2007, S. 68 – Die jüdischen Häftlinge werden nicht gesondert aufgeführt, sondern sind unter den einzelnen Nationalitäten subsumiert. Die österreichischen Häftlinge sind gemeinsam mit den deutschen Häftlingen unter der Nationalität Deutsche zusammengefasst.
  7. hauptsächlich Roma, Sinti, Ungarn, Tschechen, Italiener, Jugoslawen, Niederländer, Quelle: Jens-Christian Wagner (Hg.): Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945, Göttingen 2007, S. 68
  8. Jens-Christian Wagner (Hg.): Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945, Göttingen 2007, S. 67f.
  9. Stéphane Hessel: Wie ich Buchenwald und andere Lager überlebte. In: FAZ Nr. 17 vom 21. Januar 2011, S. 35
  10. Otto Rosenberg: Das Brennglas. Autobiografie, aufgezeichnet von Ulrich Enzensberger, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2012, S. 93f
  11. a b Jens-Christian Wagner (Hg.): Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945, Göttingen 2007, S. 103f
  12. Jens-Christian Wagner: Produktion des Todes: Das KZ Mittelbau-Dora, Göttingen 2001, S. 329f
  13. Jens-Christian Wagner: Produktion des Todes: Das KZ Mittelbau-Dora, Göttingen 2001, S. 651f
  14. Jens-Christian Wagner: "Inferno und Befreiung – Auschwitz im Harz, in: Die Zeit, Nr. 4, 2005
  15. NTV am 26. April 2009 um 19.10 Uhr: „Hitlers Raketentunnel“. Zit. n. Eberhard Baage:Sächsisches Uran und Stalins Kernwaffen. Selbstpublikation. Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2009. ISBN 978-3-86901-523-1. Seite 319
  16. a b c Jens-Christian Wagner (Hg.): Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945, Göttingen 2007, S. 155
  17. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945., Frankfurt am Main 2007, S. 24, S. 158
  18. Andrè Sellier: Zwangsarbeit im Raketentunnel – Geschichte des Lagers Dora, Lüneburg 2000, S. 518
  19. Mittelbau-Dora – Das KZ von nebenan. In: Spiegel Online Kultur vom 11. September 2006
  20. Jan Friedmann: Mittelbau-Dora Das KZ von nebenan. In: Der Spiegel online Kultur vom 11. September 2006
  21. Sebastian Christ: Überreste eines Mordregimes Spiegel Special, 03/2006
  22. Trauer um Jacques Brun. Gründer des europäischen Dora-Komittees ist tot. Pressemitteilung der Gedenkstätte Mittelbau-Dora vom 8. Juli 2007
  23. Blanka Weber: Szenen aus dem KZ-Alltag – 140 wieder entdeckte Zeichnungen ...: dradio.de, Kultur Heute, 1. Dezember 2012(1. Dezember 2012)
  24. Wiederentdeckt. Zeugnisse aus dem Konzentrationslager Holzen. (1. Dezember 2012)
  25. "Der Tunnel". Sonderausstellung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt
  26. Ein Kunstwerk, das einen schaudern lässt. Geschichte – Technische Universität stellt „Tunnel“-Kopie eines Konzentrationslagers aus
  27. www.wallstein-verlag.de. Zugl. Dissertation, Uni Göttingen 1999.
  28. Bernhard M. Hoppe: Rezension der Ausstellung bei hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
  29. buchenwald.de/veröffentlichungen

51.53527777777810.748611111111Koordinaten: 51° 32′ 7″ N, 10° 44′ 55″ O