Rymań

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Rymań
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Rymań (Polen)
Rymań
Rymań
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Kołobrzeg
Gmina: Rymań
Geographische Lage: 53° 57′ N, 15° 32′ O53.94583333333315.531111111111Koordinaten: 53° 56′ 45″ N, 15° 31′ 52″ O
Einwohner:

1214

Postleitzahl: 78-125
Telefonvorwahl: (+48) 94
Kfz-Kennzeichen: ZKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 6 (Europastraße 28): Kołbaskowo/Deutschland - StettinKoszalin - Słupsk - Gdynia
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 27 Ortschaften
9 Schulzenämter
Fläche: 146,1 km²
Einwohner:

4127
(31. Dez. 2010) [1]

Bevölkerungsdichte: 28 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3208052
Verwaltung
Gemeindevorsteher: Mirosław Terlecki
Adresse: ul. Szkolna 7
78-125 Rymań
Webpräsenz: ww.ryman.pl/

Rymań (deutsch Roman) ist ein Dorf mit Sitz einer Landgemeinde (gmina wiejska) in der polnischen Woiwodschaft Westpommern und gehört zum Powiat Kołobrzeski (Kolberg).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage und Verkehrsanbindung

Rymań liegt in Hinterpommern, an der polnischen Landesstraße 6 (ehemalige deutsche Reichsstraße 2, heute auch Europastraße 28), die vom deutsch-polnischen Grenzübergang Pomellen/Kołbaskowo (Kolbitzow) über Stettin bis nach Gdynia (Gdingen) verläuft. Ein Bahnanschluss besteht seit 1989 nicht mehr.

[Bearbeiten] Dorf Rymań (Roman)

[Bearbeiten] Geschichtliches

Eine ältere Schreibweise des Ortsnamens ist Romahn.[2] Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Roman findet sich im Jahre 1269. Das Dorf wurde ein Lehen der Familie von Manteuffel, 1743 war L. J. Seld, und 1851 A. Andrae Eigentümer.[3] Etwa zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde Roman Eigentum der Familie Hoffmann, ab 1914 war der Ort im Besitz der Familie Dewitz.

Vor 1818 hatte der Gutsbezirk Roman zum Kreis Greifenberg gehört. Danach gehörte das Dorf Roman bis 1945 zum Landkreis Kolberg-Körlin im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern. Roman bildete einen selbständigen Amts- und Standesamtsbezirk, in den die Gemeinden Hohenfier (heute polnisch Kamień Rymański), Mühlenbruch (Skrzydłowo), Reselkow (Rzesznikowo) und Sophienwalde (Myszyna) eingegliedert waren. Im Jahre 1905 lebten in der Landgemeinde und im Gutsbezirk zusammen 687 Einwohner. Ihre Zahl betrug 1933 bereits 741, sank aber bis 1939 auf 680 ab.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region 1945 zusammen mit ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt, und Roman wurde in Rymań umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Der Ort ist heute Teil des Powiat Kołobrzeski innerhalb der Woiwodschaft Westpommern (1975 bis 1998 Woiwodschaft Köslin). Rymań ist Ortsteil und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde. Hier leben jetzt 1214 Einwohner.

[Bearbeiten] Persönlichkeit des Ortes

  • Marie Andrae (*9. April 1854 in Roman), deutsche Schriftstellerin (Pseudonym: Marie Andrae-Romanek) († 1945)

[Bearbeiten] Gmina Rymań

[Bearbeiten] Allgemeines

Die Lage der Gmina Rymań im Powiat Kołobrzeski

Die Landgemeinde Rymań umfasst eine Fläche von 146 km², was 20,1% der Gesamtfläche des Powiat Kołobzreski entspricht, in dessen äußersten Südwesten die Gemeinde liegt. Flächenmäßig liegt die Gmina an 73. Stelle der Gemeinden in der Woiwodschaft Westpommern, und mit 4.168 Einwohnern zahlenmäßig an 93. Stelle. Für alle Ortschaften der Gemeinde gilt die einheitliche Postleitzahl 78-125

Durch den Westteil der Gmina zieht die Mołstowa (Molstow) auf ihrem 57 Kilometer langen Weg bis zur Mündung in die Rega.

Die Gmina Rymań hat sieben Nachbargemeinden, die vier verschiedenen Powiats angehören:

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zur Gmina Rymań gehören 27 Ortschaften, die neun Ortsteilen ("Schulzenämtern") zugeordnet sind:

  • Ortsteile:

Übrige Ortschaften: Bębnikąt (Kölpiner Mühle), Bukowo (Buchwald), Czartkowo (Brückenkrug), Drozdówko (Vorwerk Drosedow), Gołkowo (Birkenfelde), Jaglino (Jäglin), Kamień Rymański (Hohenfier), Leszczyn-Kolonia (Kolonie Lestin), Lędowa (Waldhof), Małobor (Waldhaus), Mechowo (Mönchgrund), Mirowo (Freienfelde), Petrykozy (Althof), Płonino (Karlshagen), Rębice (Birkhain), Rzesznikówko (Neu Reselkow), Skrzydłowo (Mühlenbruch), Starża (Starsberg) und Strzeblewo (Streblow).

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straßen

Mitten durch das Gemeindegebiet führt die für Pommern verkehrstechnisch so bedeutende Landesstraße 6 (ehemalige Reichsstraße 2, heute auch Europastraße 28, die von der deutsch-polnischen Grenze bei Stettin bis nach Gdynia (Gdingen) in der Dreistadt verläuft.

Im Südosten des Gemeindegebietes trifft die von Świerzno (Schwirsen, nahe Kamień Pomorski (Cammin)) und Gryfice (Greifenberg i. Pom.) kommende Woiwodschaftsstraße 105 auf die Landesstraße 6 und stellt die Verbindung zum Nordwesten der Woiwodschaft Westpommern her.

Die einzelnen Ortsteile der Gemeinde sind durch Nebenstraßen und Landwege gut miteinander vernetzt.

[Bearbeiten] Bahnnetz

Im Jahre 1895 wurde eine Kleinbahnlinie von Kolberg (heute polnisch: Kołobrzeg) über Groß Jestin (Gościno), Roman und Mühlenbruch (Skrzydłowo) bis nach Regenwalde (Resko) gebaut. Die Strecke wurde von der Kolberger Kleinbahn, nach 1945 von der Polnischen Staatsbahn (PKP) betrieben. An diese Bahnlinie war das heutige Gemeindegebiet mit sechs Stationen angeschlossen: Drosedow (Drozdowo), Waldhof (Lędowa), Reselkow (Rzesznikowo), Roman (Rymań), Brückenkrug (Czartkowo) und Mühlenbruch (Skrzydłowo) angeschlossen. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen wurde die Strecke 1989 stillgelegt.

In Mühlenbruch (Skrzydłlowo) traf seit 1899 eine von Dummadel (Tąpadły) kommende Bahnlinie der Greifenberger Kleinbahn in das heutige Gemeindegebiet. Auch diese Linie wird nicht mehr betrieben.

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Literatur

  • Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Husum 1999.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.
  2. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 1, Stettin 1784, S. 446, Nr. 73.
  3. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1, S. 420-421.
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