S-Bahn Léman

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Die S-Bahn Léman ist die geplante S-Bahn um den Genfersee, französisch Lac Léman, unter Einschluss der Grossräume von Lausanne und Genf. Im Französischen wird sie als RER Léman bezeichnet. Im Raum Lausanne sind seit Dezember 2004 schon sieben Linien im Einsatz. Rückgrat der Erweiterung der S-Bahn bis 2013 wird die Strecke Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse sein, die zwischen La Praille und dem Hauptbahnhof Genf-Cornavin die bereits bestehende Strecke benutzt. Deren Kosten belaufen sich auf rund 950 Millionen Schweizer Franken[1], wozu der Bund 550 Millionen Franken aus dem Infrastrukturfonds beisteuern wird.[2]

Mit der neuen Linie wird die Fahrzeit von Genf nach Annemasse von 33 Minuten auf 17 Minuten gekürzt. Die S-Bahn-Züge sollen bis nach Nyon und Évian weitergeführt werden. Im April 2008 soll entschieden werden, welches Rollmaterial für den S-Bahn-Verkehr beschafft wird.[1]

RER Vaud[Bearbeiten]

SBB RBDe 560 114 mit REV-Signet in Vevey, 20. Mai 2007

Folgende Linien gibt es schon im Grossraum Lausanne. Das Kürzel RER Vaud steht hierbei für Réseau Express Régional Vaudois. Die Linien verkehren im Stundentakt, da sich die Linien jedoch überlagern, ergibt sich ein Halbstundentakt zwischen Allaman, Yverdon-les-Bains, Palézieux, Villeneuve und Lausanne.

RER Genève[Bearbeiten]

SBB Bem 550 000 mit dem RER-Signet am Kopfgleis im Genfer Hauptbahnhof Cornavin, 19. September 2006

Die Linie von Genf nach La Plaine (Gemeinde Dardagny) und seit 3. September 2001[3] grenzüberschreitend bis Bellegarde-sur-Valserine in Frankreich wird seit 1994[4] als RER bezeichnet, was hier mit Rhône Express Régional [5] gedeutet wird, um sich vom Réseau Express Régional in Paris zu differenzieren. Die RER Genève bedient die Zwischenhalte Cointrin, Vernier-Meyrin, Zimeysa, Satigny, Russin, La Plaine und Pougny-Chancy und ist im Fahrplanfeld 151 des Schweiz Kursbuchs aufgeführt.

Für diese Linie auf der einzigen mit Gleichstrom betriebenen Strecke der SBB wurden fünf Tram-Train-Fahrzeuge der Reihe Bem 550 beschafft, die von den auf der Stadtbahnlinie m1 (Tramway du sud-ouest lausannois) der Metro Lausanne eingesetzten Zügen abgeleitet sind.

Die Verkehrszunahme, die Fahrplanverdichtung und die Verlängerung bis Bellegarde haben dazu geführt, dass Fahrzeuge von der SNCF hinzugemietet werden müssen. Mit der Eröffnung der Verbindungsbahn CEVA soll die Strecke Genf–Bellegarde auf Wechselstrom 25 kV 50 Hz umgestellt werden, was dann ohnehin neue Fahrzeuge erfordert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b nzz.ch: Der Grossraum Genf erhält eine S-Bahn (Zugriff am 24. März 2008)
  2. BBl 2007 8553 (PDF; 484 kB)
  3. Schweizer Eisenbahn-Revue 11/2001: Im "Tram" über die französische Grenze
  4. Jean-Philippe Coppex, Die Geschichte des Rhône Express Régional RER, zweisprachig deutsch/französisch, in: Tram Nr. 94, 2008, ISSN 1422-5344
  5. Fahrplanfeld 151 des offiziellen Schweizer Kursbuchs

Weblinks[Bearbeiten]