Sam Brownback

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Sam Brownback

Samuel Dale „Sam“ Brownback (* 12. September 1956 in Garnett, Anderson County, Kansas) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei und seit dem 10. Januar 2011 Gouverneur von Kansas. Zuvor vertrat er diesen Bundesstaat in beiden Kammern des Kongresses.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Brownback wurde in Garnett geboren und wuchs in der benachbarten Gemeinde Parker auf. Er engagierte sich in seiner Highschool-Zeit für die Organisation Future Farmers of America. 1982 schloss er sein Jura-Studium an der University of Kansas ab. 1994 wurde er erstmals ins Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gewählt; nur zwei Jahre später gewann er die Wahl zum US-Senator für Kansas gegen die Demokratin Jill Docking. 2004 wurde er mit 69% der Stimmen gegen Lee Jones klar wiedergewählt. Brownbacks wichtigste Funktion im Senat war die als Mitglied des United States Senate Committee on the Judiciary.

Er trat 2010 nicht zur Wiederwahl an, weil er eine Begrenzung der Amtszeit für Kongressmitglieder unterstützt. Stattdessen bewarb er sich erfolgreich um das Amt des Gouverneurs von Kansas. Mit einem Stimmenanteil von 63,3 Prozent gewann er deutlich gegen den Demokraten Tom Holland, sodass er am 10. Januar 2011 die Nachfolge von Mark Parkinson antreten konnte. Brownbacks Vizegouverneur ist Jeff Colyer.

Er ist verheiratet mit Mary Stauffer und hat mit ihr fünf Kinder (drei Töchter und zwei Söhne; zwei der Kinder sind adoptiert).

[Bearbeiten] Politische Einstellungen

Brownback gilt als Favorit der religiösen Rechten, einem Großteil der republikanischen Wählerschicht. Seine politischen Einstellungen sind sehr konservativ. Er lehnt die gleichgeschlechtliche Ehe genauso ab wie Pornografie, ist für die Einführung der Intelligent-Design-Lehre an Schulen parallel zur Evolutionstheorie und lehnt Abtreibungen strikt ab. In Bezug auf die Menge der Abtreibungen in den USA bezeichnete er diese öffentlich als „Holocaust“. Er vertritt die Auffassung, dass die Verfassung der Vereinigten Staaten kein Recht auf Privatsphäre beinhaltet und sieht im Gegensatz zum ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush die Todesstrafe kritisch und fordert deren Eingrenzung. Im Oktober 2007 favorisierte er den Plan des rechtsextremen israelischen Politikers Benny Elon, der vorsah, die Palästinenser aus dem Gazastreifen, dem Westjordanland und Ostjerusalem zu vertreiben[1].

[Bearbeiten] US-Präsidentschaftswahl 2008

Es galt als wahrscheinlich, dass Brownback sich als republikanischer Präsidentschaftskandidat dem Votum der Parteimitglieder stellen würde. Ihm wurde vom bekannten Fernseh-Prediger Pat Robertson Unterstützung zugesagt. Am 5. Dezember 2006 gab Brownback auf seiner Homepage seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2008 bekannt, die er allerdings im Oktober 2007 wegen mangelnder Spendeneinnahmen aufgeben musste.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.forward.com/articles/11794/

[Bearbeiten] Weblinks

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