Sigfrit Steiner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sigfrit Steiner (* 31. Oktober 1906 in Basel, BS; † 21. März 1988 in München) war ein Schweizer Schauspieler und Regisseur.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines Zahnarztes und einer Schauspielerin absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin unter Max Reinhardt und debütierte als Bühnendarsteller 1928 in Gera. Zahlreiche Theaterengagements sollten folgen, unter anderem in Berlin, Luzern, Bern, Zürich und München. Von 1972 bis 1974 war Steiner Mitglied des Wiener Burgtheaters.

Sein Filmdebüt gab er 1938 mit der Schweizer Filmproduktion Füsilier Wipf (Regie: Leopold Lindtberg). Es folgten über 200 Rollen in Film- und Fernsehen, wie z. B. 1958 in Es geschah am hellichten Tag und Der Schinderhannes, 1962 in Georg Kreislers Parodie Sodom und Andorra, 1966 in Ohne festen Wohnsitz mit Hans Pössenbacher oder im selben Jahr als Dr. Stass in einer Folge der Kultserie Raumpatrouille. Sigfrit Steiner hat außerdem in einigen amerikanischen Produktionen mitgewirkt, wie zum Beispiel: Brass Target (1978) (mit John Cassavetes, George Kennedy, Sophia Loren), Wagner (1983) (mit Richard Burton, Vanessa Redgrave, Laurence Olivier) oder Duet For One (1986) (mit Julie Andrews, Max von Sydow, Liam Neeson). Daneben arbeitete Steiner auch als Regisseur und Autor, so zum Beispiel im Drama von 1942 Steibruch.

Für seine darstellerischen Leistungen erhielt er 1964 und 1981 das Filmband in Gold sowie 1976 den Preis der internationalen evangelischen Filmjury der Berlinale.

Sigfrit Steiner war bis zu seinem Tod in zweiter Ehe mit der Journalistin und Autorin Anne Rose Katz verheiratet.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1969: Der Kommissar – Auf dem Stundenplan: Mord
  • 1972: Der Fall
  • 1972: Der Schrei der schwarzen Wölfe
  • 1973: Der Fußgänger
  • 1975: Die Magd
  • 1975: Tatort – Das zweite Geständnis
  • 1976: Die plötzliche Einsamkeit des Konrad Steiner
  • 1977: Waldrausch
  • 1977: Heinrich
  • 1978: Verstecktes Ziel (Brass Target)
  • 1978: Geschlossene Gesellschaft
  • 1979: Brot und Steine
  • 1979: Die Leidenschaftlichen
  • 1979: Das gefrorene Herz
  • 1979: Die Buddenbrooks
  • 1980: Tatort: Spiel mit Karten
  • 1981: Der Mond is nur a nackerte Kugel
  • 1981: Derrick – Tod eines Italieners
  • 1982: Imperativ
  • 1983: Die schwarze Spinne
  • 1983: Eine Liebe in Deutschland
  • 1984: Glut
  • 1986: Lisa und die Riesen
  • 1986: Vaterland (Fatherland)
  • 1987: Wenn ich die Antwort wüßte
  • 1989: Die Nacht des Schleusenwarts (La nuit de l'eclusier)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sigfrit Steiner bei steffi-line.de abgerufen am 7. Februar 2011