Derrick

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der deutschen Fernsehserie Derrick. Für weitere Bedeutungen siehe Derrick (Begriffsklärung).
Seriendaten
Originaltitel Derrick
Derrick logo.svg
Produktionsland Deutschland, Österreich, Schweiz
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) Juli 1973 – Dezember 1997
Produktions-
unternehmen
Telenova Film- und Fernsehproduktion GmbH
ZDF
Länge jeweils ca. 60
außer Ein Kongress in Berlin: 75 Minuten
Episoden 281
Genre Krimiserie
Musik Les Humphries
Frank Duval
Erstausstrahlung Sonntag, 20. Oktober 1974 auf ZDF
Besetzung

Derrick ist der Titel einer deutschen Fernsehkrimiserie mit Horst Tappert in der Titelrolle des Münchner Oberinspektors Stephan Derrick und Fritz Wepper in der Rolle seines Partners, Inspektor Harry Klein. Die Erstausstrahlung erfolgte zwischen Oktober 1974 und Oktober 1998 im deutschsprachigen Fernsehen. Herbert Reinecker war für die Drehbücher aller 281 Episoden verantwortlich und Helmut Ringelmann produzierte die Serie im Auftrag von ZDF, ORF und SF. Regie führten unter anderem Helmuth Ashley, Zbyněk Brynych und Alfred Weidenmann.

Derrick ist die meistverkaufte deutsche Serie der Fernsehgeschichte und wurde weltweit in über 100 Ländern ausgestrahlt.[1]

Die Drehorte waren – von wenigen Ausnahmen abgesehen – im Großraum München angesiedelt.

Handlung, Figuren und Besetzung[Bearbeiten]

Die Serie begleitet den Oberinspektor Stephan Derrick und seinen Assistenten, Inspektor Harry Klein, von der Mordkommission der Münchner Kriminalpolizei bei den Ermittlungen und der Lösung von Mordfällen im Großraum München.

Stephan Derrick[Bearbeiten]

Horst Tappert (1971) spielt die Rolle des Stephan Derrick

Horst Tappert spielt die Titelrolle des Münchner Oberinspektors Derrick. Die Figur des Stephan Derrick trägt Maßanzüge, Krawatte mit perfektem Krawattenknoten, einen hellen Trenchcoat, dunkle Lederschuhe und als Uhr entweder eine goldene Rolex Day Date, eine Rolex GMT-Master oder eine IWC Da Vinci. Ab den 1980ern trägt er zudem eine Pilotenbrille. Seine Waffe, eine Walther PPK 7,65 und, später, eine .38 Special Smith & Wesson, gebraucht er nur im äußersten Notfall.

In den frühen Episoden raucht Derrick noch, in späteren Folgen wird er hingegen als eingeschworener Nichtraucher dargestellt. In einem Restaurant nimmt er Mineralwasser oder Wein zu sich, seltener ein Glas Bier. In seinem Büro trinkt er meistens Kaffee.

Stephan Derrick ist nicht verheiratet und lebt in einer Eigentumswohnung. Zweimal wurde ihm eine Freundin zur Seite gestellt: die Psychologin Renate Konrad, gespielt von Johanna von Koczian, in Folge 11 („Pfandhaus“) und Folge 20 („Schock“) sowie die Innenarchitektin Ariane, gespielt von Margot Medicus, in Folge 115 („Ein Spiel mit dem Tod“) und Folge 117 („Angriff aus dem Dunkel“). In Folge 36 („Mord im TEE 91“) flirtet Derrick mit der Spionin Andrea (Alwy Becker), erhält am Ende jedoch einen „Korb“.

Harry Klein[Bearbeiten]

Fritz Wepper spielt die Rolle von Inspektor Harry Klein, Derricks Assistent bei der Mordkommission. Wepper spielte die Figur des Harry Klein bereits von 1969 bis 1974 in der Krimiserie Der Kommissar. Dort war Harry Klein noch Kriminalhauptmeister und fungierte als Assistent von Kommissar Keller, dargestellt von Erik Ode. Nach sechs Jahren verabschiedete sich Harry Klein in der 71. Folge von Der Kommissar bei Keller mit den Worten: „Ab morgen bin ich bei Oberinspektor Derrick.“ Mit dem Chef-Wechsel kam auch die Beförderung zum Inspektor. Seine Nachfolge bei Der Kommissar trat Harrys jüngerer Bruder Erwin Klein an, dargestellt von Elmar Wepper.

Derricks Kollegen[Bearbeiten]

In der vierten Folge („Mitternachtsbus“) sieht das Publikum zum ersten Mal Derricks Büro im Polizeipräsidium, und es treten fortan weitere Polizeikollegen in Erscheinung, die, mit Ausnahme von Berger, nur mit dem Nachnamen bekannt sind und im Abspann erst als „Herr …“, später als „Kriminalbeamter …“ und schließlich nur noch mit dem Nachnamen genannt werden.

  • Kriminalrat Harder (Hermann Lenschau) ist Derricks Vorgesetzter in vier Folgen, zuerst in Folge fünf, zuletzt in Folge 36 („Mord im TEE 91“). Die Folge 36 wurde erstmals am 10. Juli 1977 ausgestrahlt, Lenschau verstarb einen Monat später.
  • Schröder (Günther Stoll) spielte in 19 Folgen mit, zuerst in Folge fünf, zuletzt in Folge 35 („Das Kuckucksei“). Diese wurde am 12. Juni 1977 erstmals ausgestrahlt; Stoll war bereits im Januar 1977 überraschend im Alter von nur 52 Jahren verstorben.
  • Polizist Berger (Willy Schäfer) trat zum ersten Mal in Folge 8 („Zeichen der Gewalt“) in Erscheinung. In Folge 10 („Hoffmanns Höllenfahrt“) spielte Schäfer einen Zeugen, kehrte dann jedoch als Polizist auf den Fernsehbildschirm zurück: In Folge 36 wird für einen Undercover-Einsatz ein falscher Firmenausweis mit dem Namen Franz Berger ausgestellt. In Folge 81 („Kein Garten Eden“) wurde Berger von Harry mit Willy (dem richtigen Vornamen des Schauspielers) angeredet. In Folge 97 („Der Mann aus Kiel“) verabschieden sich Derrick und Harry mit den Worten „Willy, wir sind dann weg …“. In Folge 118 („Ende einer Sehnsucht“) kommt Derrick ins Büro, sieht Berger eine Zigarette rauchen und sagt „Willy, du sollst doch nicht so viel rauchen!“ Dies führte dazu, dass die Rolle auch als Willy Berger angegeben wird, obwohl der Vorname niemals im Abspann genannt wurde.
  • Echterding (Gerhard Borman) trat in 18 Folgen auf, zuerst in Folge 12 („Ein Koffer aus Salzburg“), zuletzt in Folge 38 („Inkasso“).
  • Lippert (Claus Richt) hatte seinen Auftritt in drei Folgen, zuerst in Folge 40 („Der Fotograf“), zuletzt in Folge 43 („Ein Hinterhalt“).

Gastauftritte[Bearbeiten]

In der Serie kam es zu zahlreichen Gastauftritten berühmter und profilierter Schauspieler. Hier eine Auswahl: Karin Anselm, Robert Atzorn, Karin Baal, Hartmut Becker, Heinz Bennent, Martin Benrath, Iris Berben, Christian Berkel, Monica Bleibtreu, Rolf Boysen, Klaus-Maria Brandauer, Charles Brauer, Horst Buchholz, Michael Degen, Heinz Drache, Sky du Mont, Horst Frank, Thomas Fritsch, Cornelia Froboess, Götz George, Uschi Glas, Michael Gwisdek, Martin Held, Michael Heltau, Christiane Hörbiger, Hannelore Hoger, Brigitte Horney, Curd Jürgens, Harald Juhnke, Wolfgang Kieling, Sebastian Koch, Thomas Kretschmann, Ruth-Maria Kubitschek, Heiner Lauterbach, Ruth Leuwerik, Klaus Löwitsch, Helmut Lohner, Siegfried Lowitz, Michael Mendl, Inge Meysel, Brigitte Mira, Richy Müller, Armin Mueller-Stahl, Jan Niklas, Uwe Ochsenknecht, Lilli Palmer, Peter Pasetti, Rudolf Platte, Will Quadflieg, Carl Raddatz, Maria Schell, Ernst Schröder, Carl-Heinz Schroth, Günter Strack, Friedrich von Thun, Heidelinde Weis, Klausjürgen Wussow, Gisela Uhlen, Günther Ungeheuer, Christoph Waltz und Hanns Zischler.

Entstehungshintergrund[Bearbeiten]

Idee und Drehbücher[Bearbeiten]

Herbert Reinecker hatte sich im Krimi-Genre bereits mit dem Verfassen von Drehbüchern für Edgar-Wallace-Filme und „Straßenfeger“ wie Babeck oder 11 Uhr 20 einen Namen gemacht. Noch bevor sein zu jenem Zeitpunkt größter Publikumserfolg, Der Kommissar, Anfang 1976 nach 97 Folgen auslief, schrieb er parallel dazu Episoden für Derrick. Das künstlerische Vorbild für ihn war „Maigret“-Autor Georges Simenon, der die Psychologie der Figuren in den Vordergrund stellte. Den Namen Derrick hatte Reinecker bereits 1973 in der Folge „Rudek“ der Serie Der Kommissar verwendet: Sky du Mont spielte dort den Zuhälter Manuel Derrick.[2]

Regisseure[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Die Titelmelodie zu Beginn jeder Folge stammt von Les Humphries. Frank Duval steuerte einige Lieder (unter anderem Love, 1977, und Angel of Mine, 1980) bei, die zu Hits in den Charts aufstiegen. Die Musikuntermalung der ersten Folge („Waldweg“) stammt von „Krimi-Spezialist“ Peter Thomas, der auch noch sieben weitere Folgen vertonte und später für die Titelmusik zu Der Alte verantwortlich war. Martin Böttcher war mit neun Filmmusiken dabei. Eberhard Schoener, Hans-Martin Majewski, Erich Ferstl, Eugen Thomass, Rolf Kühn, Rolf Alexander Wilhelm, Klaus Weiss, Klaus Doldinger, Dieter Bohlen und Roland Kovac komponierten ebenfalls für Derrick.

Produktion[Bearbeiten]

Die Telenova Film- und Fernsehproduktion GmbH stellte die Serie im Auftrag des ZDF, des Österreichischen Rundfunks sowie des Schweizer Fernsehens und unter der Leitung von TV-Produzent Helmut Ringelmann her.

Die ersten Dreharbeiten fanden unter der Regie von Theodor Grädler im Sommer 1973 unter anderem im oberbayerischen Tittmoning statt. Zuerst gedreht wurde die Folge „Mitternachtsbus“, welche jedoch erst am 12. Januar 1975 ausgestrahlt wurde, nachdem bereits drei später gedrehte Derrick-Folgen gesendet waren.

Ausstrahlung[Bearbeiten]

Beginn[Bearbeiten]

„Waldweg“ war die erste Derrick-Folge, die ausgestrahlt wurde. Sie lief am 20. Oktober 1974 im ZDF und wie ihr Sendetermin fielen auch die der nächsten Folgen zunächst jeweils auf einen Sonntag. Erst 1978 rückte der Sendetermin auf den angestammten ZDF-Krimitermin am Freitag um 20:15 Uhr. 31 Millionen Zuschauer saßen bei der ersten Derrick-Folge vor den Fernsehgeräten.

Rezeption[Bearbeiten]

Die ersten Reaktionen waren niederschmetternd, Der Spiegel (49/1974) beispielsweise verriss Derrick in einem Artikel mit der Überschrift „Mieser Eindruck“.[3] Reinecker und Produzent Helmut Ringelmann hatten die Krimistories umgekehrt erzählt: Der Mörder ist bekannt, und das Publikum schaut den Kriminalisten zu, wie sie dem Täter auf die Schliche kommen. Das Schema, den Mord am Anfang des Filmes zu zeigen und danach erst die Aufklärung, war zuvor erfolgreich in der US-amerikanischen Serie Columbo mit Peter Falk (ab 1971). Der Zuschauer deutscher Serien war aber an das alte Schema („Wer ist der Täter?“) zu sehr gewöhnt. Das Konzept der Serie, deren einzelne Folgen ursprünglich auf neunzig Minuten angelegt waren, wurde nun Schritt für Schritt geändert und dem Geschmack der Zuschauer angepasst.

Die Beliebtheit der Serie bei den Zuschauern stieg in den nächsten Jahren stark an. Sie wurde im Laufe der Jahre in über 100 Länder exportiert.[1]

Nachdem im April 2013 bekannt wurde, dass Hauptdarsteller Horst Tappert während des Zweiten Weltkriegs Mitglied der Waffen-SS war, reagierten das ZDF sowie Fernsehsender in den Niederlanden, Belgien und Frankreich darauf mit der sofortigen Einstellung weiterer Wiederholungen der populären Serie.[4][5][6]

Ende[Bearbeiten]

In der letzten Episode „Das Abschiedsgeschenk“ vom 16. Oktober 1998 wurde Derrick zu Europol befördert und nahm Abschied von München. In der Verabschiedungsszene gratulierten ihm die Kollegen Leo Kress, Gerd Heymann, Axel Richter und Werner Riedmann aus der Serie Der Alte. Ebenfalls anwesend war TV-Produzent Ringelmann. Reinecker hätte die Erfolgsproduktion gerne weitergeführt, doch Tappert wollte nicht mehr. Ihm waren die Stoffe laut Interviews allmählich „zu philosophisch“ geworden.[7]

Parodien und Hommagen[Bearbeiten]

Den behäbigen Stil der Derrick-Folgen und die charakteristische Art der Dialoge in Reineckers Drehbüchern parodierten Harald Schmidt und Herbert Feuerstein Anfang 1992 in der TV-Sendung Schmidteinander.

Eine weitere Parodie brachte Jochen Busse 1995 in der Comedy-Show RTL Samstag Nacht. Dort fuhren Derrick und Assistent Klein zu einem „Brock“, um einen Mord aufzuklären. Der Fakt, dass sie zu Brock fahren, wird dabei ständig wiederholt, ebenso wie der folgende nachgestellte Dialog zwischen Derrick und einem Verdächtigen im Hause von Brock, der aus ständigen Fragen und Gegenfragen besteht: „Es ist ein Mord geschehen.“ – „Ein Mord?“ − „Ja, jemand ist ermordet worden.“ – „Ermordet?“ und so weiter. Später wurden die Derrick-Persiflagen ständiger Bestandteil der Show. Die Rolle des Derrick spielte dabei Stefan Jürgens, Tommy Krappweis parodierte Harry Klein.

In einer Szene in der Filmkomödie Stadtgespräch (1995) äußert Katja Riemanns Filmfigur, die aufgrund von Gewissensbissen wegen ihrer heimlichen Affäre mit dem Ehemann ihrer besten Freundin kaum noch schlafen kann: „Ich sehe schon aus wie Derrick.“

Im April 2004 erschien in den Kinos der Derrick-Zeichentrickfilm Derrick – Die Pflicht ruft mit den Originalstimmen von Tappert und Wepper.

Im Film Zugvögel … Einmal nach Inari wird der Hauptcharakter von einem Kommissar Stefan und seinem Assistenten Harry, die im Verlauf des Filmes eine immer engere Beziehung eingehen, bis nach Finnland verfolgt.

Nachdem 2000 in den Niederlanden eine Telefonnummer eingeführt wurde, unter der sich Bürger in nicht dringenden Fällen an die Polizei wenden sollen, zeigte ein Infospot, wie Tappert bei der Zubereitung von Bratwurst und Sauerkraut ständig von Anrufern gestört wurde, die etwas bei der Polizei melden wollen.

Im Januar 2009 wurde bekannt, dass Peter Jung (Oberbürgermeister von Wuppertal) Horst Tappert den Platz vor dem Schauspielhaus widmen möchte.[8]

Im Jahr 2012 wurden unter dem Titel Immortal Cops – Derrick und Harry ermitteln wieder auf ZDFneo eine 20-teilige Comedyserie gesendet, wobei die Folgen jeweils unter drei Minuten lang sind. Dabei wurden Szenen aus Derrick-Folgen neu zusammengeschnitten und komödiantisch mit Bezug zu aktuellen Themen neu synchronisiert.[9]

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

Zwischen 2008 und 2013 wurden alle 281 Folgen mit Bonusmaterial von MORE Music and Media auf 19 Sammlerboxen veröffentlicht.

Computerspiele[Bearbeiten]

Im Dezember 2010 veröffentlichte die Firma Prime-Games das Spiel Derrick – Mord im Blumenbeet, das in Point-and-Click-Manier gespielt wird und bei dem der Spieler gemeinsam mit Derrick und Harry einen Mordfall lösen kann.[10]

Sonstiges[Bearbeiten]

Durch Derrick populär wurde dieser BMW der 5er-Reihe

Einige Derrick-Folgen stießen aufgrund ihrer von vielen als zu grausam empfundenen Handlung auf Kritik. Die Mordszene in der Premierenfolge „Waldweg“ (Regie: Dietrich Haugk) wird im deutschsprachigen Raum seit geraumer Zeit nur in einer gekürzten, deutlich entschärften Version ausgestrahlt, welche ebenfalls in der Sammlerbox 1 enthalten ist. Die ungekürzte Szene wird jedoch beispielsweise in Frankreich weiterhin original gesendet, zuletzt am 2. März 2010 auf France 3.[11] In Folge 19 („Tote Vögel singen nicht“) kam es zu fünf Todesfällen: Drei Opfer wurden erschossen, davon eine Person zusätzlich mit Säure verätzt, eine Person erstochen und eine Person im Moorbad ertränkt. Es kam zu Kritik sowohl von Seiten der Zuschauer als auch von den Verantwortlichen selbst. Fortan blieb es bei maximal drei Opfern pro Sendung. Folge 20 („Schock“) wurde aus ähnlichen Gründen zunächst nicht wiederholt: Ein Kind wurde getötet.

Der viel zitierte Satz „Harry, hol schon mal den Wagen!“ kommt so in der Serie nicht vor. Ein ähnlicher Satz fiel allerdings in der Vorgängerserie Der Kommissar (Folge „Ende eines Tanzvergnügens“); in der 2. Derrick-Folge („Johanna“) sagt Derrick zu Klein: „Harry, wir brauchen den Wagen, sofort!“, worauf Klein aus dem Zimmer stürzt und den Wagen holt.[12] Ähnlich ist es in Folge 73 ("Auf einem Gutshof"). Derrick zu Harry: „Harry, ich brauch den Wagen!“[13] Auch fiel ein ähnlicher Satz schon weit vor Derrick. 1971 befahl Rolf Schimpf, der spätere „Alte“, in der Serie Percy Stuart (Folge „Die Weltregierung“) als Hamburger Kommissar seinem Assistenten: „Quatsch nicht rum, besorg einen Wagen!“

Populär war auch die Nutzung von BMW-Modellen der 5er-Reihe ab Beginn der Serie. Später fuhr Derrick einen 7er BMW, später das Nachfolgemodell des 7er - was nicht realistisch ist.

Derricks ausgeprägte Tränensäcke inspirierten den Redakteur einer Automobilzeitschrift, den 3er-BMW des Modelljahres 1998 wegen seiner Scheinwerferform als „Modell Derrick“ zu bezeichnen, was schnell von Kollegen und der Leserschaft aufgenommen und kopiert wurde, so dass sogar BMW-Mitarbeiter intern den 3er der Modellreihe E46 zeitweise so bezeichneten.

Die Figuren Derrick und Klein führen die Amtsbezeichnungen „Kriminaloberinspektor“ bzw. „Kriminalinspektor“, obwohl es diese Dienstgrade im bayerischen Polizeivollzugsdienst seit 1972/75 gar nicht mehr gibt. In späteren Folgen wird die Nennung des Titels meist vermieden.

Episodenliste[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Derrick-Episoden

Literatur[Bearbeiten]

  • Umberto Eco: Derrick oder die Leidenschaft für das Mittelmaß. Hanser, München 2000, ISBN 3-446-19906-3.
  • Katrin Hampel: Das Derrick-Buch. Alles über die erfolgreichste deutsche Krimiserie. Henschel, Berlin 1998, ISBN 3-89487-313-2.
  • Ulrike Kabyl: Derrick. Eine Erfolgsgeschichte des deutschen Fernsehens. Teiresias, Köln 2001 (= Fernsehwissenschaft; 3), ISBN 3-934305-29-6.
  • Claus Legal, Hans-Wilhelm Saure: Derrick. „Harry, hol schon mal den Wagen“. Ullstein, Berlin 1998, ISBN 3-548-35830-6.
  • Laura Morretti: Die Derrick Story. Fotos, Fakten, Fans. Der offizielle Bildband. Burgschmiet, Nürnberg 1998, ISBN 3-932234-63-4.
  • Thomas Sandoz: Derrick. L’ordre des choses. Grolley, Éditions de l'Hèbe, 1999.
  • Klaus Schmeh: Der Kultfaktor – Vom Marketing zum Mythos: 42 Erfolgsstorys von Rolex bis Jägermeister. Redline Wirtschaft, Frankfurt 2004 (enthält ein ausführliches Kapitel über Derrick und den dazugehörenden Kult).
  • Franz Stummel, Georg F. W. Tempel: Derrick – Wer ist eigentlich Harry? Ehapa, Stuttgart 1999, ISBN 3-7704-1413-6.
  • Horst Tappert: Derrick und ich. Meine zwei Leben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Derrick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Sein Name war Derrick Artikel von Susanne Beyer in Der Spiegel 50/1997, abgerufen am 7. Oktober 2012.
  2. imdb
  3. Mieser Eindruck. Rolf Becker. In: Der Spiegel (49/1974), Seite 164. Auf Spiegel Online abgerufen am 26. August 2011
  4. „Derrick“-Darsteller Tappert war Mitglied der Waffen-SS, in: Funkkorrespondenz vom 10. Mai 2013
  5. La RTBF va à son tour arrêter la diffusion de Derrick, Meldung vom 3. Mai 2013 auf der Webseite des Senders RTBF, abgerufen am 16. Mai 2013 (französisch)
  6. SS-Vorwürfe: ZDF strahlt "Derrick" nicht mehr aus, in: Kurier vom 2. Mai 2013, abgerufen am 16. Mai 2013
  7. Wiener Zeitung: Der gute Onkel geht, 16. Oktober 1998 (abgerufen am 6. November 2013)
  8. Artikel Redaktion DerWesten vom 15. Januar 2009
  9. ZDF Mashups
  10. Derrick – Mord im Blumenbeet, Dezember 2010
  11. Vergleich cut/uncut-Version
  12. Ausschnitt aus Folge 2: „Wir brauchen den Wagen, sofort!“
  13. http://www.youtube.com/watch?v=I7ELaj13h9w