Skoczów

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Skoczów
Wappen von Skoczów
Skoczów (Polen)
Skoczów
Skoczów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Cieszyn
Fläche: 9,79 km²
Geographische Lage: 49° 49′ N, 18° 48′ O49.81666666666718.8Koordinaten: 49° 49′ 0″ N, 18° 48′ 0″ O
Einwohner: 14.807
(30. Jun. 2013)[1]
Postleitzahl: 43-430
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: SCI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: CzęstochowaWisła
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Fläche: 63,27 km²
Einwohner: 26.711
(30. Jun. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 422 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2403103
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeisterin: Janina Żagan
Adresse: Rynek 1
43-430 Skoczów
Webpräsenz: www.skoczow.pl

Skoczów (deutsch Skotschau, tschechisch: Skočov) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Skoczów liegt nördlich der Schlesischen Beskiden an der Weichsel und gehört dem Powiat Cieszyński an.

Geschichte[Bearbeiten]

Skotschau ist die älteste Stadt an der oberen Weichsel und wurde einer Legende nach bereits 917 gegründet. 1470 wurde Skotschau durch einen Brand vollständig vernichtet. Im selben Jahr baute Herzog Kasimir II. von Teschen die Stadt wieder auf und vergrößerte es. Es gab zwei weitere Brände in den Jahren 1713 und 1756.

1853 installierte man in der Innenstadt fünf Öllampen, die immer bis Mitternacht leuchten. 1910 wütete erneut ein Brand in der Stadt, der eine Schule, ein Gerichtsgebäude und 21 Häuser in der Innenstadt vernichtete. Skotschau war eine sprachlich, wie konfessionell gemischte Stadt. Bei der Volkszählung 1910 hatte Skotschau 3744 Einwohner, davon gebrauchten 1863 Deutsch und 1784 Polnisch als Umgangssprache. 2443 Einwohner waren katholisch, 1042 evangelisch und weitere 247 jüdischen Glaubens.[3]

1995 besuchte Papst Johannes Paul II. die Stadt Skoczów und sprach dort den aus Skoczów kommenden Jan Sarkander heilig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1990 2000 2001 2002 2003 2004
14 894 15 171 15 170 14 994 14 909 14 809

Kultur[Bearbeiten]

Das Rokoko-Rathaus in Skoczów
  • Museum des heiligen Jan Sarkander (pl. Muzeum Św. Jana Sarkandra)
Der Kult des heiligen Jan Sarkander hat sich in Schlesien seit seinem Märtyrertod im Jahre 1620 verbreitet. Quellen aus dem 17. Jahrhundert geben an, dass Jan Sarkander in einem Bürgerhaus neben dem Rathaus geboren wurde.

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Skoczów gliedert sich in den namensgebenden Hauptort sowie folgende Ortsteile:

  • Bładnice (Bladnitz)
  • Harbutowice (Harbutowitz)
  • Kiczyce (Kitschitz)
  • Kowale (Kowali)
  • Międzyświeć (Miendziswiec)
  • Ochaby (Ochab)
  • Pierściec (Perstetz)
  • Pogórze (Pogorsch)
  • Wilamowice (Willamowitz)
  • Wiślica (Wislitz)

Partnerstädte[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Skoczów – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Dezember 2013.
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Dezember 2013.
  3. Ludwig Patryn (Hg.): Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in Schlesien. Troppau, 1912