Sozialpsychologie

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Die Sozialpsychologie ist das Teilgebiet der Psychologie, das die Auswirkungen der tatsächlichen oder vorgestellten Gegenwart anderer Menschen auf das Erleben und Verhalten des Individuums erforscht (Gordon Allport 1968). Zwei fundamentale Axiome der Sozialpsychologie lauten: 1. Menschen konstruieren ihre eigene Realität; 2. Das gesamte Erleben und Verhalten wird von sozialen Beziehungen beeinflusst.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte der Sozialpsychologie

Es lassen sich zwei verschiedene Entwicklungsstränge in der Sozialpsychologie ausmachen:

  • die soziologische Sozialpsychologie, die v. a. in Europa als Teilgebiet der Soziologie entwickelt wurde und
  • die psychologische Sozialpsychologie, die in den USA entwickelt wurde und inzwischen auch in Europa vorherrscht.

Der Unterschied zwischen den beiden Ansätzen besteht darin, dass sich die Soziologie stärker auf Inter- und Intragruppenprozesse ausrichtet, während sich die Sozialpsychologie stärker auf das Individuum fokussiert.

In der soziologischen Sozialpsychologie finden sich (wie allgemein in der Soziologie) eher geisteswissenschaftliche Ansätze und Traditionen, sowie z. T. eine (damit einhergehende) Verbundenheit mit der Kritischen Theorie, welche auch psychoanalytische Ideen beinhaltet. Zu den sozialpsychologisch arbeitenden Psychoanalytikern zählen Sigmund Freud, Wilhelm Reich und Erich Fromm. Innerhalb der Frankfurter Schule sind insbesondere Theodor W. Adorno (Studien zum autoritären Charakter) und Herbert Marcuse (Triebstruktur und Gesellschaft) zu nennen. An die Psychoanalyse Lacan'scher Prägung schließen die Arbeiten von Slavoj Žižek und anderen an.

Die psychologische Sozialpsychologie erforscht im weitesten Sinne die Auswirkungen sozialer Interaktionen auf Gedanken, Gefühle und Verhalten des Individuums („an attempt to understand and explain how the thought, feeling and behavior of individuals are influenced by the actual, imagined, or implied presence of others“, Allport 1968). Neben Fragebogenuntersuchungen steht bei der Erkenntnisgewinnung und Theoriebildung vor allem das Experiment im Vordergrund. Als Gründer der modernen Sozialpsychologie gilt Kurt Lewin[2].

[Bearbeiten] Forschungsbereiche

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Gegenstandsbereiche der Sozialpsychologie sind u. a.

[Bearbeiten] Bekannte Sozialpsychologen

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[Bearbeiten] Literatur

  • E. Aronson, T. D. Wilson, R. M. Akert: Sozialpsychologie. Pearson Studium. 6. Auflage 2008. ISBN 978-3-8273-7359-5
  • Bierbrauer, G. (2005): Sozialpsychologie. ISBN 3-17-018213-7
  • Bless, H./Fiedler, K./Strack, F. (2004): Social cognition. How individuals construct social reality. Hove, UK: Psychology Press
  • Frey, D./Greif, S.: Sozialpsychologie - Ein Handbuch in Schlüsselbegriffen. Weinheim: Beltz, Psychologie Verlags Union, ISBN 3-621-27219-4
  • Lipowatz, Thanos: Die Politik der Psyche, Wien: Turia & Kant, 1998, ISBN 3-85132-156-1
  • Sader, Manfred: Psychologie der Gruppe, München, Juventa Verlag, 1996, ISBN 3-7799-0315-6
  • Stroebe, W./Jonas, K./Hewstone, M. (2003): Sozialpsychologie. Heidelberg: Springer.
  • Tesser, A./Schwarz, N. (Eds.) (2001): Blackwell handbook of social psychology: Intraindividual processes. London: Blackwell Publishers.
  • Stürmer, Stefan (2009): Sozialpsychologie. Stuttgart: UTB basics; ISBN 978-3-8252-3179-8

[Bearbeiten] Vereinigungen

[Bearbeiten] Fachzeitschriften im Bereich Sozialpsychologie

[Bearbeiten] Demonstrationen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. E. R. Smith, D. M. Mackie: Social Psychology. Psychology Press, 2. Auflage 2000, ISBN 0-86377-587-X, S. 14-16
  2. E. Aronson, T. D. Wilson, R. M. Akert: Sozialpsychologie. Pearson Studium. 4. Auflage 2004. ISBN 3-8273-7084-1, S. 17
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