Space Cowboys

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Filmdaten
Deutscher Titel Space Cowboys
Originaltitel Space Cowboys
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 126 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 6
Stab
Regie Clint Eastwood
Drehbuch Ken Kaufman,
Howard Klausner
Produktion Clint Eastwood,
Andrew Lazar
Musik Lennie Niehaus
Kamera Jack N. Green
Schnitt Joel Cox
Besetzung

Space Cowboys ist eine US-amerikanische Tragikomödie aus dem Jahre 2000. Die Hauptrolle spielt Clint Eastwood, der selbst auch Regie führte und als Produzent beteiligt war. Für vier ältere Herren (gespielt von Clint Eastwood, Donald Sutherland, Tommy Lee Jones und James Garner), Pioniere der Raumfahrttechnik, geht ein Traum in Erfüllung, als sie doch noch ins All fliegen dürfen.

Handlung[Bearbeiten]

Die vier besten Piloten der United States Air Force, Frank Corvin, William „Hawk“ Hawkins, Tank Sullivan und Jerry O'Neill werden im Jahr 1958 ausgewählt, als „Team Daedalus“ einen Raumflug zu absolvieren. Doch sie schrieben nicht Geschichte, denn die NASA ersetzte sie durch den weiblichen Schimpansen Mary-Ann.

40 Jahre später verlässt der russische Kommunikationssatellit Ikon seine Umlaufbahn und droht in die Erdatmosphäre einzutreten. Da sein Steuerungssystem seinerzeit auf der Grundlage von Bauplänen für die US-amerikanische Raumstation Skylab entwickelt worden war, wendet man sich an die NASA. Dort kennt sich niemand mehr mit der Steuerung aus, so dass keine andere Wahl bleibt, als den seinerzeitigen Konstrukteur Corvin um Hilfe zu bitten. Dieser erklärt sich dazu nur unter einer Bedingung bereit: Er und seine ehemaligen Kollegen des Team Daedalus sollen selbst ins All fliegen, um den Satelliten zu reparieren. Bob Gerson, der zuständige NASA-Projektmanager, muss diese Bedingung widerwillig akzeptieren. Er verbindet dies jedoch mit der Auflage, die von ihm damals ausgemusterten Astronautenanwärter hätten sämtliche Fitnesstests zu bestehen, die die NASA für Astronauten vorsieht. Gelingt ihnen dies nicht, soll eine Crew deutlich jüngerer Astronauten die Reparatur übernehmen.

In den folgenden Tagen und Wochen bereitet sich das wiedervereinte Team Daedalus auf seine Aufgabe vor. Dazu gehört auch, mit einer gehörigen Portion Schlitzohrigkeit sämtliche Tests der körperlichen Leistungsfähigkeit zu bestehen. Aufgrund der Testergebnisse wird bei Hawkins allerdings ein bösartiger Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert, der für ihn einen Start unmöglich erscheinen lässt. Die Mission scheint für die vier alten Haudegen daher zu scheitern. Letzten Endes wird Hawk allerdings erlaubt, trotz seiner tödlichen Krankheit an der Mission teilzunehmen.

Nach dem Start der Reparaturmission stellt sich heraus, dass die russische Raumfahrtbehörde wesentliche Details verschwiegen hat: Bei dem Satelliten handelt es sich um ein Relikt aus dem Kalten Krieg, das Atomraketen an Bord hat und für den Fall einer Kursabweichung darauf programmiert ist, diese Raketen auf die Erde abzufeuern. Nach dem Zusammenstoß ihres Space Shuttles infolge der falschen Massedaten mit dem russischen Flugkörper scheint zunächst alles verloren. Dann gelingt es Hawkins allerdings, den Satelliten per Handsteuerung mithilfe eines Flugmanövers in Richtung Mond zu schicken, worauf er dadurch aus der Erdumlaufbahn geschleudert und für die Erde kein Risiko mehr darstellen wird. Der Haken an der Sache ist aber, dass er selbst mit dem Satelliten zum Mond fliegen muss, da dieser ansonsten den Kurs nicht halten würde. Hawkins opfert sich bereitwillig für diesen Zweck, da er aufgrund seiner Krebs-Erkrankung auf der Erde ohnehin nicht mehr lange zu leben gehabt hätte.

Altersargument[Bearbeiten]

Der Film zitierte unter anderem den 1998 erfolgten neuerlichen Raumflug des Raumfahrpioniers John Glenn als öffentlich bekannten, lebenden Beweis der Möglichkeit, dass auch alte Menschen erfolgreich an Raumfahrten teilnehmen können.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde für den Filmpreis Oscar für die Besten Soundeffekte nominiert. Er erhielt drei Nominierungen für den Saturn Award: Clint Eastwood als Schauspieler wie auch als Regisseur sowie als Bester Science-Fiction-Film.

Kritiken[Bearbeiten]

„Amüsant und tatsächlich originell ist der Einfall, Rentnerheroen zu rekrutieren und sie physischen Belastungstests auszusetzen, die realiter für sie nicht zu bestehen wären. Das ist Situationskomik, die funktioniert. […] So witzig die Grundannahme des Drehbuchs ist, so mangelt es in der Ausarbeitung doch an Straffheit, dramaturgischen Spitzen und vor allem an Spannung.“

Flemming Schock: Filmspiegel.de[1]

„Ausgerechnet im All gerät die Story langatmig, was kaum an den Spezialeffekten von Industrial Light & Magic liegt. ‚Space Cowboys‘ ist eben nicht ‚Apollo 13‘. Dennoch: Im Jahr der abgestürzten All-Thriller wie ‚Mission to Mars‘ ist Clint Eastwoods Mission die gelungenste.“

TV Spielfilm[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik auf Filmspiegel.de
  2. Kritik TV Spielfilm

Weblinks[Bearbeiten]