Pale Rider – Der namenlose Reiter

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Filmdaten
Deutscher Titel Pale Rider – Der namenlose Reiter
Originaltitel Pale Rider
Pale rider de.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 113 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Clint Eastwood
Drehbuch Michael Butler
Dennis Shryack
Produktion Clint Eastwood
Musik Lennie Niehaus
Kamera Bruce Surtees
Schnitt Joel Cox
Besetzung

Pale Rider – Der namenlose Reiter ist ein US-amerikanischer Western aus dem Jahre 1985. Regisseur und Hauptdarsteller ist Clint Eastwood. Der Film beschreibt den Kampf einer kleinen Gruppe von Goldschürfern gegen einen übermächtigen Minenbesitzer. Der Film startete am 24. Oktober 1985 in den bundesdeutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Eine kleine Gruppe traditionell arbeitender Goldschürfer, die in einem kleinen Tal in Kalifornien ihrer Arbeit nachgehen, werden von Handlangern des Minenbesitzers Coy LaHood überfallen, um sie davon zu überzeugen, das Tal zu verlassen. LaHood, dem die ganze Gegend gehört und nach dem das nahe gelegene Städtchen benannt ist, möchte auch diesen kleinen Canyon übernehmen, um das ganze Gebiet mit industriellen Methoden abzugraben. Megan, die Tochter der Verlobten von Hull Barret, einem der Arbeiter, verliert bei dem Überfall ihren Hund. Als sie ihn begräbt, schickt sie ein Stoßgebet zum Himmel, dass ein Wunder geschehen möge, und zitiert aus der Offenbarung des Johannes die Stelle über die Apokalyptischen Reiter: Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt „der Tod“.

Das Wunder erscheint in Form eines namenlosen Fremden, der auf einem fahlen (engl. pale; siehe Titel) Pferd sitzt. Dieser kommt Hull Barret zu Hilfe, als der in der Stadt von LaHoods Schlägern verprügelt wird. Barret nimmt ihn mit in sein kleines Haus, wo er vernarbte Schusswunden auf dem Rücken des Mannes bemerkt. Der Fremde gibt sich schließlich als Prediger zu erkennen. Er hilft den Leuten bei ihrer harten Arbeit und kann sie davon überzeugen, nicht aufzugeben und sich stattdessen LaHood entgegenzustellen.

Als LaHood von dem neuen Unterstützer hört, redet er mit diesem, um ihn mit Geld davon zu überzeugen, von seinem Tun abzulassen. Als das nichts bringt, will er den Leuten ihre Claims abkaufen, allerdings unter Wert. Für den Fall, dass sie nicht einverstanden sein sollten, droht LaHood Gewalt in Form eines berüchtigten Killers an, der sich Marshal nennt und mit sechs Deputys unterwegs ist.

Der Fremde kennt anscheinend den Marshal und fühlt sich an seine Vergangenheit erinnert. Nachdem sich die kleine Gruppe von Goldschürfern entschlossen hat, das Angebot abzulehnen, trifft der Prediger im Wald auf Megan, die ihm ihre Liebe gesteht. Als er sie wegen ihres jugendlichen Alters zurückweist, läuft sie enttäuscht und wütend davon.

Am nächsten Tag ist der Prediger weg. Hull gerät darüber mit seiner Verlobten in Streit. Megan jedoch gibt sich die Schuld. LaHood hat inzwischen den Marshal verständigt und lässt den Fluss stauen, aus dem die Goldschürfer bisher ihre Funde ausgewaschen hatten. Die Gruppe beschließt jedoch, trotzdem weiterzumachen.

Der Prediger ist in eine andere Stadt geritten und tauscht dort in einer Bank seinen Kollar gegen seine Vergangenheit als Revolverheld in Gestalt eines Revolvers und Patronengürtel aus, die er in einem Schließfach deponiert hatte. Spider, einer der Goldschürfer, hat inzwischen einen fußballgroßen Nugget gefunden und will das in der Stadt feiern. Dort besäuft er sich und will LaHood provozieren. Er wird kaltblütig von dem inzwischen eingetroffenen Marshal Stockburn und seinen Deputys erschossen. Auch der Marshal kennt den Fremden, von dem er durch LaHood erfährt, ist sich aber sicher, ihn in der Vergangenheit erschossen zu haben. Er will sich ihm am nächsten Morgen stellen.

In der Zwischenzeit ist Megan zur LaHoodschen Goldmine geritten, um auf andere Gedanken zu kommen. Dort versucht jedoch der Sohn des Minenbesitzers, sie zu vergewaltigen, was in letzter Sekunde vom auftauchenden Fremden vereitelt wird. Sarah, die Mutter von Megan, gesteht ihm ihre Liebe, gleichzeitig aber ihre Entscheidung, Hull zu heiraten. Sie verbringt eine Nacht mit dem Fremden.

Am nächsten Morgen reiten der Revolverheld und Hull zur Mine, um sie zu sprengen. Der Fremde jagt Hulls Pferd davon, um sich dem Marshal allein zu stellen. In der Stadt kommt es schließlich zum Showdown, bei dem er zunächst LaHoods Männer erschießt und anschließend Stockburns Männer in einem raffinierten Versteckspiel narrt, um einen nach dem anderen zu töten. Schließlich bleiben nur der Marshal und der Mann, der mal ein Prediger war, übrig. Der Fremde erschießt Stockburn, dessen Leiche anschließend fast genau die Schusswunden des Predigers aufweist.

LaHood, der den Fremden aus dem Hinterhalt erschießen will, wird in letzter Sekunde vom zu Fuß herbeigeeilten Hull Barret niedergestreckt. Der namenlose Revolverheld reitet am Ende davon, ohne große Worte zu machen. Auch die zu spät eingetroffene Megan kann sich nicht von ihm verabschieden.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

„Melancholischer Spätwestern, der klassische Genre-Motive für eine ‚ökologische‘ Kritik an der Zerstörung der Umwelt nutzt. Außergewöhnlich in seinen politischen und metaphysischen Aspekten, seinem Plädoyer gegen Gewalt, seiner von Realismus und Ritualisierung bestimmten Inszenierung und in seiner hervorragenden Kameraarbeit.“

film-dienst[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pale Rider – Der namenlose Reiter im Lexikon des Internationalen Films