Stephen Pate

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Stephen Pate (* 25. Januar 1964 in Melbourne, Australien) ist ein ehemaliger australischer Radrennfahrer und Weltmeister.

Stephen Pate war ein Allrounder auf der Radrennbahn: 1988 in Gent wurde er Weltmeister im Bahn-Sprint. 1990 in Maebashi wurde er WM-Dritter im Sprint, 1992 Zweiter im Keirin in Valencia, 1993 in Hamar Zweiter im Tandem sowie 1996 in Manchester Zweiter im Madison (mit Scott McGrory).

1993 gewann Pate mit Tony Davis das Sechstagerennen von Nouméa. 1998 wurde er Australischer Meister im Madison (mit Matthew Allan). Er stellte Weltrekorde über 1000, 500 und 200 m auf.

Stephen Pate galt in seiner aktiven Zeit als „madman on the bike“. Er stach durch Kleidung und Haartracht hervor, trank Alkohol, nahm Drogen und wurde schließlich 1991 positiv auf Steroide getestet, woraufhin ihm die WM-Bronze-Medaille im Sprint aberkannt wurde.[1] In Japan allerdings, wo er mehrere Jahre an den Keirin-Serien teilnahm, war er wegen seiner unkonventionellen Art sehr populär. Seine Doping- und andere Verfehlungen führten dazu, dass er im Australischen Radsportverband nicht sonderlich beliebt war und niemals für die Olympischen Spiele nominiert wurde.[2]

Nachdem Pate 2000 als Australischer Meister auch nicht für die Olympischen Spiele in seinem Heimatland nominiert worden war, trat er vom Radsport zurück. In der Folge kam es mehrfach zu Anklagen gegen ihn wegen Trunkenheit und Gewalttätigkeit gegen seine Ehefrau, weshalb er auch einige Zeit im Gefängnis verbringen musste.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ralf Meutgens: Doping im Radsport, Bielefeld 2007, S. 264. ISBN 978-3-7688-5245-6
  2. Autobus.Cyclingnews.com: „Top Cycling Writer - Jeff Wells offers the following observations on Australian Sprinter Stephen Pate“ abgerufen am 24. Februar 2010 (englisch)
  3. Autobus.Cyclingnews.com: „Stephen Pate falls foul of the law“

Weblinks[Bearbeiten]