Suidakra
| Suidakra live auf dem Ragnarök-Festival 2010 | ||
| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | Melodic Death Metal, Folk Metal | |
|---|---|---|
| Gründung | 1994 als Gloryfication | |
| Website | http://www.suidakra.com | |
|
|
||
| Arkadius Antonik | ||
| Stefan Möller (bis 2001) | ||
|
|
||
|
Gitarre, (Gutturaler) Gesang
|
Arkadius Antonik | |
|
Schlagzeug
|
Lars Wehner (seit 2001) | |
| Marcus Riewaldt (seit 2002) | ||
|
|
||
|
Bass
|
Christoph Zacharowski (1994-1998) | |
|
Bass
|
Nils Broß (1998-1999) | |
|
Keyboard, Klarer Gesang
|
Daniela Voigt (1994-2001) | |
|
Gitarre, Klarer Gesang
|
Matthias Kupka (2004–2005) | |
|
Gitarre, Klarer Gesang
|
Marcel Schoenen (1997–2007) | |
|
Gitarre, Klarer Gesang
|
Sebastian Hintz (2009–2010) | |
|
|
||
|
Gitarre, Klarer Gesang
|
Marius "Jussi" Pesch (seit 2010) | |
Suidakra ist eine Melodic-Death-Metal- und Celtic/Folk-Metal-Band aus Monheim, Deutschland.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] 1994–1997: Gründung und erste Aufnahmen
Die Band wurde 1994 unter dem Namen „Gloryfication“ von Schlagzeuger Stefan Möller und Gitarrist und Sänger Arkadius Antonik gegründet. Nach zwei Demoaufnahmen und Besatzungswechseln bestand die Gruppe aus Daniela Voigt als Keyboarderin und Background-Sängerin, Marcel Schoenen als zusätzlichem Gitarristen und Sänger und Christoph Zacharowski am Bass. Der Name der Band wurde in Suidakra geändert (Ananym von „Arkadius“). Ihre Stilrichtung beschrieb Suidakra zu dieser Zeit als Mischung aus Black Metal, Folk-Elementen, Chören und mittelalterlichen Melodien.
[Bearbeiten] 1997–1999: Lupine Essence und Auld Lang Syne
Suidakras Debütalbum, Lupine Essence, wurde selbst produziert und erschien 1997. Von dem Album wurden 2.000 Stück verkauft und ein Vertrag mit dem Label Last Episode wurde unterzeichnet.
Im Jahr 1998 wurde das zweite Studioalbum Auld Lang Syne aufgenommen und veröffentlicht. Das Album beinhaltete Aspekte des Keltentums in den Liedtexten. Suidakra hatten einige Auftritte, auch als Vorband für Haggard und Tristania. In diesem Jahr wurde Christoph Zacharowski, der bisherige Bassist, durch Nils Broß ersetzt.
[Bearbeiten] 1999–2001: Lays from Afar und The Arcanum
Für das Album Lays from Afar, das 1999 erschien, wurde der Produzent Andy Classen, akquiriert. Dieses Album erhielt einige neue Elemente und eine kohärente Geschichte aus Mythologie und eigener Fiktion.
Die Band war zufrieden mit den Aufnahmen von Lays from Afar, sodass sie wieder das Stage One Studio und Andy Classen als Produzent wählten, um im Jahr 2000 The Arcanum aufzunehmen. Stilistisch änderte sich nicht viel zum Vorgänger, es wurden lediglich mehr Chöre und akustische Parts eingesetzt, um den Folklore-Anteil zu unterstreichen. Wieder handelten die Lieder vorrangig von keltischer Mythologie. Zum ersten Mal wurde Suidakras Musik weltweit veröffentlicht und fand damit auch international Anklang. Nach dem Erscheinen von The Arcanum gab Marcel Schoenen (Gitarre) bekannt, die Band verlassen zu wollen. Er entschied sich jedoch dafür, Arkadius weiterhin beim Songwriting zu unterstützen, da die beiden zuvor die meisten Lieder gemeinsam schrieben. Mitte 2001 verließen Daniela Voigt (Keyboard, Gesang) und Stefan Möller (Schlagzeug) die Band. Kurz darauf fand Arkadius Antonik mit Lars Wehner einen neuen Schlagzeuger.
[Bearbeiten] 2001–2004: Emprise to Avalon und Signs for the Fallen
Lars Wehner ergänzte Suidakra gut und Arkadius übernahm die Keyboard-Parts. Er hatte früher auch die Noten für das Keyboard geschrieben. Als Gitarrist stieg Germano Sanna bei Suidakra ein. Der Vertrag mit Last Episode war erfüllt und die Band wechselte zum Label Century Media Records, um im Dezember 2001 zum dritten Mal im Stage One Studio aufzunehmen. Auf Emprise to Avalon handeln die Texte von der Legende um König Artus und Avalon. Kurz nach den Aufnahmen verließ Nils Broß die Band wieder, und wurde von Marcus Riewaldt am Bass ersetzt. Im Sommer 2002 spielten Suidakra auf dem Summer Breeze-Festival und dem Wacken Open Air.
Die Band wollte den Stil von Emprise to Avalon fortführen und zum ersten Mal arbeiteten alle Bandmitglieder an dem neuen Material mit. Im April 2003 traf sich Suidakra zum vierten Mal im Stage One Studio um Signs for the Fallen aufzunehmen. Das Album war das zweite und letzte, das bei Century Media erschien. Vor dem Veröffentlichungsdatum am 28. Juli hatten Fans die Gelegenheit, Lieder des neuen Albums zu hören. Als Support für Soilwork und Children of Bodom im Mai bei fünf nahezu ausverkauften Konzerten in Österreich und Deutschland erntete Suidakra positive Kritik aus dem Publikum. Im November 2003 ging die Band mit Green Carnation und Mörk Gryning auf die „Darkness in Disguise“-Tour durch Deutschland, Österreich und Ungarn. Danach lag das Augenmerk der Band auf den Vorbereitungen für die Konzerte im Folgejahr. Live-Gitarrist Matthias Kupka, der Sanna ersetzte, musste entsprechend ausgebildet werden. Außerdem wurde mit dem Songwriting für das nächste Album begonnen.
[Bearbeiten] 2004–2006: Command to Charge und Caledonia
Während der Konzeption des neuen Albums gab es verschiedene Ansichten zwischen Band und Label bezüglich der Zukunft, sodass sich Suidakra von Century Media Records trennte und das Album auf eigene Kosten aufnahm. Um zu neuer Kreativität zu kommen, wandte sich die Band, trotz der guten Kooperation, von Andy Classen und dem Stage One Studio ab. Die Wahl fiel auf den Produzenten Martin Buchwalter und das Gernhart Records Studio. Das Schreiben der Liedtexte für Command to Charge, das als siebtes Album am 25. April 2005 beim Label Armageddon Music erschien, erwies sich als produktiv. Matthias Kupka fügte mit seiner Stimme eine neue Facette dem Stil Suidakras hinzu. Im Februar 2005 spielte Suidakra mit Bands wie Megadeth, Therion und Fear Factory auf dem „Atarfe Vega Rock“-Festival in Granada, Spanien. Nach der Veröffentlichung von Command to Charge spielte die Band elf Shows auf der „Wacken Road Show“ im Mai 2005 mit Holy Moses und Illdisposed. Im Sommer war Suidakra auf verschiedenen Sommerfestivals vertreten, wie z.B. auf dem Summer Breeze, Wacken Open Air, Bloodstock und dem Metalcamp in Slowenien, und spielte die ersten Konzerte in Frankreich, Belgien und Tschechien. Im Frühjahr 2006 spielte die Band erstmalig in Sankt Petersburg, Moskau und auf dem polnischen Metalmania Festival am 4. März.
Das achte Studioalbum Caledonia (lat. für Schottland) erschien am 17. November 2006. Das Album thematisiert die Geschichte Schottlands zur Zeit des Römischen Reiches. Aufgenommen wurde es von Martin Buchwalter im Gernhart Records Studio in Siegburg, gemischt von Michael Schwabe bei Monoposto Mastering in Düsseldorf. Musikalisch orientiert es sich wieder verstärkt an die alten Folk-Zeiten, nachdem man sich mit Signs for the Fallen und Command to Charge davon distanziert hatte.
[Bearbeiten] 2006–2008: 13 Years Of Celtic Wartunes
Im April 2008 wurde die erste DVD 13 Years Of Celtic Wartunes veröffentlicht, die neben 2 Live-Shows (auf dem Wacken Open-Air 2007 und einer Akustik Show in Kiel von 2006) auch eine Best of-CD enthält, auf der sich u.a. Songs von Lupine Essence befinden, die neu aufgenommen wurden. Dies ist der letzte Output mit Marcel Schoenen, der die Band nach dem Ultima Raio Festival 3 im November 2007 verlassen hat, um sich intensiver auf seinen Beruf zu konzentrieren. Als Live Gitarristen fand man mit Tim Siebrecht einen Ersatz für Schoenen.
[Bearbeiten] 2008–2010: Crógacht
Das neunte Studioalbum, Crógacht, wurde vom 10. - 30. November 2008 im Gernhart Records Studio von Martin Buchwalter aufgenommen und gemixt. Die Band legt in diesem Album eine höhere Aggressivität an den Tag als beim Vorgänger. Unterstützung erhielten Suidakra unter anderem vom Luisen-Vocalensemble Berlin und diversen Gastmusikern. [1]
“Crógacht” (ir. Mut oder Tapferkeit), wurde am 20. Februar 2009 veröffentlicht, und ist durch einer der dramatischsten Sagen der irischen Mythologie inspiriert, bekannt als “Aided Óenfhir Aoífe”, oder “The Death of Aoife’s only son”. Es erzählt die Geschichte des legendären Helden Cúchulainn und seiner epischen Reise zur "Isle Of Skye" wo er die Kunst zu Kämpfen durch die Kriegerin Scáthach erlernen möchte. Die Entscheidungen die er bald darauf zu fällen hat, lässt die Geschichte ins Rollen geraten die letztendlich das tragische Schicksal seines Sohnes Conlaoch bestimmt... [2]
Im Juni fand nach der eigentlichen Promo-Tour zu Crógacht eine fünftägige Mini-Tour durch China statt. Dies stellten die ersten Konzerte Suidakras auf dem asiatischen Kontinent dar. Mit Sebastian Hintz fand man wieder einen festen Gitarristen. Im Oktober 2009 unterzeichneten die beiden Gitarristen Antonik und Hintz einen Endorsementvertrag mit dem amerikanischen Gitarrenhersteller Gibson.[3]
Im Frühjahr, Sommer und Herbst 2010 fanden zahlreiche Konzerte, Touren und Festivalauftritte in Spanien, Portugal, Nordamerika, Frankreich, der Schweiz und in der Türkei statt. Dazu gehörten auch einige gemeinsame Auftritte mit Orphaned Land und eine Show auf dem Ragnarök-Festival.[4] Im Juli 2010 kündigte die Band das neue Album Book of Dowth an.[5]
[Bearbeiten] 2010- : Book of Dowth
Die Aufnahmen zu Book of Dowth, dem nunmehr zehnten Studioalbum SuidAkrAs begannen am 30. November 2010 im Gernhart Studio in Siegburg.[6] Nach gut 1,5 Jahren verließ Gitarrist Sebastian Hintz Suidakra wieder, da er aufgrund seiner beruflichen Situation nicht mehr genügend Zeit für die Band aufbringen konnte. Für 2011 kündigte die Band an, nur als Trio weitermachen zu wollen, wobei man mit Marius "Jussi" Pesch einen Live-Gitarristen gefunden hatte.[6] Nach nur rund drei Wochen im Studio waren die Aufnahmen bis Weihnachten 2010 zu Book of Dowth bereits abgeschlossen.[7]
Am 25. Januar 2011 verkündete Suidakra den Wechsel zum neuen Plattenlabel AFM Records.[8] Veröffentlicht wurde Book of Dowth am 25. März 2011.[8] Für den Sommer sind mehrere Konzerte und Festivalauftritte geplant.
[Bearbeiten] Diskografie
[Bearbeiten] Studioalben
- 1997: Lupine Essence (Eigenproduktion)
- 1998: Auld Lang Syne (Last Episode)
- 1999: Lays From Afar (Last Episode)
- 2000: The Arcanum (Last Episode)
- 2002: Emprise To Avalon (Century Media)
- 2003: Signs For The Fallen (Century Media)
- 2005: Command To Charge (Armageddon Music)
- 2006: Caledonia (Armageddon Music)
- 2009: Crógacht (SPV)
- 2011: Book of Dowth (AFM Records)
[Bearbeiten] Demos
- 1995: Dawn
[Bearbeiten] DVDs
- 2008: 13 Years Of Celtic Wartunes (SPV)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ The-Pit.de Suidakra: Crógacht, abgerufen am 18. Februar 2009
- ↑ www.suidakra.com Suidakra: Crógacht, stand 17. Oktober 2009
- ↑ Gibson Endorsement für Suidakra (vom 1. November 2009), suidakra.com, abgerufen am 9. Februar 2011
- ↑ Suidakra Tourdaten 2010, suidakra.com, abgerufen am 9. Februar 2011
- ↑ Ankündigung: Neues Album - Book of Dowth (vom 13. Juli 2010), suidakra.com, abgerufen am 9. Februar 2011
- ↑ a b Ankündigungen zu Book of Dowth, Line-up Wechsel, etc. (vom 10. November 2010), suidakra.com, abgerufen am 9. Februar 2011
- ↑ Book of Dowth Studiobericht (vom 24. Dezember 2010), suidakra.com, abgerufen am 9. Februar 2011
- ↑ a b Wechsel zu AFM Records! (vom 25. Januar 2011), suidakra.com, abgerufen am 9. Februar 2011
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website
- Suidakra bei Allmusic (englisch)
- Suidakra bei MusicBrainz (englisch)