Sulzheim (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sulzheim
Sulzheim (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sulzheim hervorgehoben
49.9510.333333333333227Koordinaten: 49° 57′ N, 10° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gerolzhofen
Höhe: 227 m ü. NHN
Fläche: 26,77 km²
Einwohner: 2032 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97529
Vorwahl: 09382
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 183
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Brunnengasse 5
97447 Gerolzhofen
Webpräsenz: www.sulzheim.de
Bürgermeister: Jürgen Schwab
Lage der Gemeinde Sulzheim im Landkreis Schweinfurt
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Über dieses Bild

Sulzheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Sulzheim liegt in der Region Main-Steigerwald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Sulzheim gliedert sich in sechs Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Alitzheim, Mönchstockheim, Sulzheim und Vögnitz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Grettstadt, Donnersdorf, Dingolshausen, Gerolzhofen, Frankenwinheim und Kolitzheim.

Geschichte[Bearbeiten]

In einem Gipsbruch nördlich von Sulzheim wurde ein frühmittelalterliches Gräberfeld gefunden. Eine Grabung, die im Jahr 1964 durchgeführt wurde, legte mehrere recht ärmliche Gräber frei, die aus der Zeit um 600 stammen.[3] Als Teil des Hochstiftes Würzburg (mit einigen Rechten auch des Klosters Ebrach) wurde Sulzheim 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Am 30. Juni 2007 wurde im heute noch erhaltenen östlichen Teil der ehemals dreiteiligen Zehntscheune des Klosters Ebrach ein Gipsinformationszentrum eröffnet. Schwerpunkte bilden hierbei die Entstehung und die Geschichte des Abbaus der in Sulzheim anstehenden Grundgipsschichten des Mittleren Keupers. Neben Informationen zur Kristallausbildung dieses Salzes der Schwefelsäure, den Verkarstungserscheinungen der oberflächennahen Gipslager und den unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten dieses bedeutendsten Bodenschatzes des Steigerwaldvorlandes, erfährt man viel Wissenswertes über die Flora und Fauna des überregional bedeutsamen Naturschutzgebietes der Sulzheimer Gipshügel. Vom Gips-Informationszentrum (GIZ) aus startet ein sieben Kilometer langer Gipsparcours mit fünf Informationstafeln rund um den Gips: Archäologie, Gipswerk, Naturschutz, Abbau, Gipsmühle, Gipshügel, Gebäude aus Gipsstein sind Stichworte, die den Wanderer des Gipsrundweges in die interessante Thematik einführt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Alitzheim eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 kamen Mönchstockheim und Vögnitz hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Jürgen Schwab. Er wurde am 1. Mai 2014 Nachfolger von Michael Geck.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 633.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 15.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Sulzheim
Katholische Kirche St. Aegidius

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 120 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 35 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 704. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Es bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1328 Hektar, davon waren 1236 Hektar Ackerfläche und 78 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Sulzheim (Unterfr) liegt an der Bahnstrecke Kitzingen–Schweinfurt. Diese wird jedoch kaum befahren.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2007):

  • Zwei Kindergärten mit 100 Kindergartenplätzen und 93 Kindern
  • Zwei Schulen mit vier Grundschulklassen
  • Bücherei im Pfarrzentrum

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sulzheim (Unterfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111116/163322&attr=OBJ&val=1774
  3. Frank Siegmund:Alemannen und Franken. Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Band 23 (Herausgegeben von Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer). Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2000, S. 367
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 471.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 754.