Schweinfurt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schweinfurt (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schweinfurt
Schweinfurt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schweinfurt hervorgehoben
50.04555555555610.231666666667226Koordinaten: 50° 3′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Höhe: 226 m ü. NHN
Fläche: 35,71 km²
Einwohner: 52.098 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1459 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 97421–97424
Vorwahl: 09721
Kfz-Kennzeichen: SW
Gemeindeschlüssel: 09 6 62 000
Stadtgliederung: 15 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
97421 Schweinfurt
Webpräsenz: www.schweinfurt.de
Oberbürgermeister: Sebastian Remelé (CSU)
Lage der Stadt Schweinfurt in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Marktplatz mit Rückertdenkmal und Rathaus

Schweinfurt ist eine kreisfreie Stadt und eines von drei Oberzentren im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken. Die Stadt ist der Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises. Vom 12. Jahrhundert bis 1802 war die Stadt eine freie Reichsstadt. Seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts ist Schweinfurt eine Industriestadt und bis heute das Zentrum der europäischen Wälzlagerindustrie. Das Einzugsgebiet der am Maindreieck liegenden Stadt ist das östliche Unterfranken (Region Main-Rhön) und Südthüringen. Schweinfurt ist nach Würzburg und Aschaffenburg die drittgrößte Stadt Unterfrankens und wirbt für sich mit dem Motto Industrie und Kunst.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Schweinfurt liegt im östlichen Unterfranken, etwa 40 km nordöstlich der Bezirkshauptstadt Würzburg. Der Stadtkern und der überwiegende Teil des Stadtgebiets liegen nördlich des Mains (rechtsmainisch) auf etwa 225 m Höhe. Bei Schweinfurt biegt der Main von seiner allgemeinen Ost-West-Flussrichtung nach Süden ab. Hier beginnt das Maindreieck.

Geologie, Tektonik und Geomorphologie[Bearbeiten]

Die Geologie im Stadtgebiet reicht (von älter/unten nach jünger/oben) von den harten Kalk- und Mergelsteinen des Oberen Muschelkalks über den weicheren tonig-mergeligen, von einzelnen Sandsteinen und Kalkbänken unterbrochenen Unterkeuper (Lettenkeuper) bis zu den weichen Tonsteinen des Gipskeupers. Im Bereich zwischen Bergrheinfeld und Schweinfurt befindet sich das Zentrum eines tektonischen Senkungsgebiets (Schweinfurter Mulde). Der Gipskeuper kam in das heutige Niveau des Mains, der im Quartär ein weites Becken ausräumen konnte. Im Stadtgebiet befinden sich Sande und Schotter als Reste höherer Flussniveaus.
Nordöstlich der Innenstadt verläuft eine Störungszone (Kissingen-Hassfurter Störungszone) von NW nach SO, welche das Hebungsgebiet des Kissingen-Hassfurter Sattels von der Schweinfurter Mulde trennt. Im Bereich der Sattelzone wurden harte Kalksteine des Muschelkalks in das heutige Niveau des Mains und seiner Zuflüsse gehoben. Das Relief ist deutlich bergiger, die Flüsse konnten nur schmale Täler formen.
Der Großteil des Stadtgebiets liegt innerhalb des gering reliefierten Schweinfurter Beckens. Die östlichen und nördlichen Stadtteile Haardt, Steinberg, Hochfeld und Deutschhof liegen topographisch teils deutlich erhöht auf den südlichen Ausläufern des bergigen Hesselbacher Waldlands (Schweinfurter Rhön).

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag liegt bei 602 mm und ist damit vergleichsweise niedrig, da er in das untere Viertel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 21 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,8-mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren kaum und sind sehr gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 8 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Hauptwohngebiete befinden sich im Nordwesten (Bergl, Gartenstadt), Norden (Haardt, Hochfeld, Steinberg, Eselshöhe) und Nordosten (Deutschhof), die Industrie- und Gewerbegebiete der Stadt im Westen und (ab den 1960er Jahren) südlich des Mains, ursprünglich am neuen Hafen, ab den 1990er Jahren auch im Südwesten, dem Maintal.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Siedlungen[Bearbeiten]

Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Schweinfurt lassen sich für die vor- und frühgeschichtliche Zeit nachweisen. Erstes (bis heute erhaltenes) schriftliches Indiz für die Existenz einer Siedlung im 8. Jahrhundert ist die Nennung im Codex Edelini des Klosters Weißenburg.[2] Wahrscheinlich wurde in Suinuurde damals bereits Weinbau betrieben. Die erste sicher datierbare schriftliche Erwähnung erfolgte im Jahr 791 anlässlich einer Schenkung an das Kloster Fulda.[3] Um das Jahr 1000 hatten die Markgrafen von Schweinfurt, damals das mächtigste Adelsgeschlecht im Raum des heutigen Nordbayern, ihre Hauptburg auf der Peterstirn, östlich der heutigen Stadt. Nach der Niederlage des Grafen Heinrich von Schweinfurt, auch Hezilo genannt, in der Schweinfurter Fehde gegen König Heinrich II. im Jahr 1002/1003 verlor die Familie ihre dominierende Stellung. Anfang des 11. Jahrhunderts gründete Hezilos Mutter Eila ein Benediktinerkloster auf der Peterstirn. Mit Hezilos Sohn Otto starb das Geschlecht im Mannesstamm 1057 aus. Das Gut um Schweinfurt herum erbte Ottos Tochter Beatrix. Der Besitz bestand damals aus der Burg auf der Peterstirn und dem Dorf mit der Kilianskirche (1383 abgebrochen), das zwischen Höllental und Marienbach gelegen war. Bischof Eberhard von Eichstätt war der letzte männliche Nachkomme der Beatrix und vermachte 1112 seinen Besitz um Schweinfurt dem Hochstift Eichstätt. 1263/65 wurde das heruntergekommene Kloster auf Betreiben des Würzburger Bischofs Iring an den Deutschen Orden übergeben.

Aufstieg zur Reichsstadt[Bearbeiten]

Vermutlich Kaiser Friedrich I. Barbarossa ließ in Konkurrenz westlich zur eichstättischen villa, der unterhalb der Peterstirn gelegenen Alten Stätte (heute Altstadtstraße, Höllental), jenseits des Marienbaches unter Verwendung von vorhandenem Königsgut eine neue Civitas Imperii (Reichsstadt) anlegen (heutige Altstadt, Zürch). An dieser Stelle konnten die Furt und die Straßen vom Untermain zum Obermain und von Nürnberg nach Erfurt kontrolliert werden. Die alte Fischersiedlung am Fischerrain wurde frühzeitig in die Stadt eingegliedert. Innerhalb der Stadtmauern befand sich auch die Reichsburg (siehe Burggasse). Im Kampf um die Vorherrschaft in Mainfranken zwischen den Hennebergern und dem Bischof von Würzburg wurde die Stadt zwischen 1240 und 1250 zerstört (Erstes Stadtverderben). In einem Brief König Wilhelms von Holland vom 9. Januar 1254 heißt es, Schweinfurt sei früher Reichsstadt gewesen (... Swinforde, que olim imperii civitas fuerat). Es bleibt unklar, ob jemals der Stadt Rechte entzogen wurden oder ob hier nur auf die Stadtzerstörung Bezug genommen wird. Die Bemühungen der Henneberger und des Bischofs von Würzburg, die Stadt zu mediatisieren, blieben erfolglos. König Rudolf von Habsburg (1273–1308) weist in seinem Schiedsspruch vom 29. April 1282 den Anspruch des Deutschen Ordens und die Gericht- und Vogteirechte Schweinfurts zurück. Die Grenzen zwischen Altstadt und Hilpersdorf wurden neu festgelegt. Schweinfurt wurde als Reichsstadt bestätigt.

Verpfändungen und Auslösung[Bearbeiten]

Die deutschen Könige verpfändeten bei Geldnot häufig ihren Besitz oder bestimmte Privilegien. Eine Vielzahl der Reichsstädte verlor dadurch bis zum Ende des Alten Reiches ihre Selbständigkeit, wenn sie nicht in der Lage waren, das Pfand auszulösen. Bereits in den 1290er Jahren wurden bestimmte Rechte der Stadt verpfändet. Am 3. Juli 1304 verpfändete König Albrecht von Habsburg die Stadt an den Bischof von Würzburg für 2000 Pfund Heller. 1305 wurde die Summe auf 1000 Mark Silber und 100 Pfund Heller erhöht. Kaiser Heinrich VII. verpfändete am 28. Dezember 1309 die Stadt zu 1000 Mark Silber an Berthold IV. von Henneberg-Schleusingen. Kaum ein halbes Jahr später, am 31. Mai 1310, wurde diese Summe verdoppelt. Ludwig der Baier erhöhte die Pfandschaft am 21. März 1223 nochmals auf nunmehr 3000 und am 26. Mai 1330 schließlich auf 5000 Mark Silber. Nach dem Tod Bertholds wurde die Pfandschaft in zwei Teilen an seine Witwe Jutta und seinen Bruder Johann vererbt. Damit war unter anderem die Teilung der Vogteirechte verbunden. Der Bischof von Würzburg erwarb 1354 für 3000 Pfund Heller den einen Teil der Reichspfandschaft von der Tochter Juttas, Elisabeth von Henneberg. Falls der johannesische Teil ebenfalls an den Bischof von Würzburg verkauft worden wäre, hätte die dauerhafte Entfremdung vom Reich gedroht. 1361 löste die Stadt deshalb die eine Hälfte des Pfands zu 2500 Mark Silber von Johanns Witwe aus. Als Gegenleistung gewährte Kaiser Karl IV. am 29. April 1361 der Stadt die eigene Gerichtsbarkeit und erließ der Stadt für 20 Jahre die Reichssteuer. Am 28. Januar 1362 versprach Kaiser Karl IV. der Stadt, die Reichrechte in Zukunft nicht mehr zu verpfänden oder zu entfremden, was allerdings von späteren Kaisern nicht immer als bindend angesehen wurde und immer wieder von neuem erkämpft werden musste. Die Schweinfurter Bürger durften nun ihren Amtmann selbst bestimmen. Die Verhandlungen mit den Bischof von Würzburg zogen sich über Jahre hin. Schließlich bestätigte er am 28. Juli 1386 die Auslösung des Pfandes für 15.000 Gulden. [4]

Aufbau eines Territoriums[Bearbeiten]

Territorium der Reichsstadt Schweinfurt

Schweinfurt gelang es, die Pfandschaft über in der Reichsvogtei gelegene Reichsdörfer Forst, Sennfeld, Gochsheim und Rottershausen zu erwerben. Diese Verpfändungen gingen bis zum Ende des alten Reiches wieder verloren. 1397 wurde die Erlaubnis zum Bau von Mühlen, Landestegen, Wehren und einer Brücke über den Main erteilt. Im gleichen Jahr wurde auch ein wirtschaftlich wichtiges Privileg, die Zollfreiheit für alle in der Stadt verkauften und alle aus der Stadt exportierten Waren, erworben. Die Lösung aus der Pfandschaft und die damit verbundene Rückgewinnung der Reichsfreiheit kostete die Stadt 30.000 bis 40.000 Gulden und führte zu einer starken Verschuldung. König Ruprecht verminderte deshalb ab 1407 für zehn Jahre die Reichssteuer auf 100 Gulden. Das Recht eine jährliche Messe abzuhalten, die am 11. November beginnen und 17 Tage dauern sollte, erwarb die Stadt 1415 von König Sigismund.[5] Von den Brüdern Karl und Heinz von Thüngen erwarb die Stadt am 26. Februar 1436 den Ort Oberndorf für 5900 Gulden. 1436/37 erwarb der Rat der Stadt vom Deutschen Orden für 18000 Gulden die Burg auf der Peterstirn sowie das zugehörige Landgebiet mit den Dörfer Altstadt, Hilpersdorf, Zell und Weipoltshausen sowie den Höfen Deutschhof und Thomashof. Hinzu gehören noch die beiden Exklaven Ottenhausen und Weipoltsdorf. Das reichsstädtische Territorium wurde 1620 um Madenhausen ergänzt. Die Einwohner dieser Ortschaften waren Untertanen der Reichsstadt und besaßen in der Regel kein Bürgerrecht. In der Gebietsreform von 1972 wurde linksmainisch eine Teilfläche der Gemarkung Grafenrheinfeld der Stadt zugeschlagen – das heutige Industriegebiet Maintal.

Bauernkrieg[Bearbeiten]

Das Territorium des Hochstifts Würzburg befand sich seit April 1525 fast vollständig in der Hand aufrührerischer Bauern. Die Stadt Schweinfurt stellte sich auf die Seite der Bauern und unterstützte sie mit Mannschaften und Lebensmitteln. Am 17. Mai 1525 wurde durch Betreiben Schweinfurts das Schloss Mainberg des Grafen Wilhelm von Henneberg durch den Bildhäuser Haufen zerstört. Das Heer des Schwäbischen Bundes hatte Anfang Juni den Würzburger Raum von den Aufständischen zurückerobert und traf am 12. Juni 1525 mit 15.000 Mann in Schweinfurt ein. Die Stadt wurde zur Aufkündigung des Bündnisses mit den Aufständigen gezwungen und musste für den Wiederaufbau des Schlosses Mainberg 4566 Gulden und für allgemeine Brandschatzung pro Haus 10 rheinische Gulden leisten.[6]

Zweites Stadtverderben[Bearbeiten]

Am 22. Mai 1553 wurde Schweinfurt im so genannten Zweiten Markgrafenkrieg durch Markgraf Albrecht II. Alcibiades erstmals besetzt. Vom 1. bis 23. Juni 1553 wurde Schweinfurt von den Truppen Braunschweigs, Kursachsens und Würzburgs erstmals belagert und beschossen. Der große Angriff auf die Stadt erfolgte im darauffolgenden Jahr ab dem 27. März 1554. Die Bundestruppen schossen die Stadt innerhalb von 10 Wochen sturmreif und hungerten sie aus. Der Markgraf ließ am Abend des 12. Juni 1554 seine Truppen vor der Übermacht seiner Gegner abziehen. Dadurch war die Stadt ohne Schutz. Noch bevor der Rat mit den Bundestruppen Verhandlungen aufnehmen konnte, wurde die Stadt am Morgen des 13. Juni 1554 geplündert und in Brand gesetzt. Die bereits durch Hunger und Seuchen dezimierte Bevölkerung floh in Scharen ins Umland. Die auf Rache bedachte Landbevölkerung, die im Krieg viel zu leiden hatte und Schweinfurt die Schuld gab, drang nach dem Abzug der Bundestruppen am gleichen Tag in die Stadt ein und vollendete das Zerstörungswerk. Diese Zerstörung Schweinfurts wird als Zweites Stadtverderben bezeichnet. Der Wiederaufbau zog sich bis 1615 hin. Zeugnisse des Wiederaufbaus in dieser Zeit sind das unter der Leitung von Nikolaus Hofmann erbaute Renaissance-Rathaus, das Alte Gymnasium, der Ebracher Hof und das Zeughaus. Das damals angelegte Stadtbild änderte sich mit Ausnahme der Befestigungsanlagen bis ins frühe 19. Jahrhundert nur kaum.[6]

Blick auf die Südseite der Stadt Schweinfurt im Jahr 1648 gezeichnet von Reichsvogt Johann Hermann[7]
Stadtplan von Matthäus Merian erschienen 1656

Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Schweinfurt häufig von den Truppen der Kriegsparteien besetzt. In den 1640er Jahren wurde die Stadtbefestigung von den Schweden ausgebaut. Erhalten sind aus dieser Zeit die Schanzanlagen am Oberen Wall.

19. bis 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Durch den Reichsdeputationshauptschluss kam die Stadt 1802 an Bayern. Nach der zwischenzeitlichen Zugehörigkeit zum Großherzogtum Würzburg (1810-1814) fiel die Stadt 1814 erneut an das Königreich Bayern.

1854 erfolgte mit der Eröffnung der Ludwigs-Westbahn von Bamberg nach Würzburg der Anschluss ans Eisenbahnnetz. Mit dem Bau der Linien nach Bad Kissingen (1871) und Meiningen (1874) wurde Schweinfurt ein Eisenbahnknotenpunkt.

Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt ein kontinuierliches, im Vergleich mit anderen Städten zunächst jedoch nur durchschnittliches Bevölkerungswachstum. Der Agrarsektor spielte weiterhin eine wichtige Rolle (Viehmärkte), daneben entstanden erste Fabriken (vor allem der Farbenindustrie).

Seit den 1890er Jahren wurde die Entwicklung der Stadt maßgeblich von der Metallindustrie bestimmt. Durch die Industrialisierung hatte Schweinfurt zwischen 1840 (7.700 Einwohner) und 1939 (49.000 Einwohner) prozentual (635 %) nach Nürnberg das größte Bevölkerungswachstum aller Städte in Franken.[8]

In der Zwischenkriegszeit entstanden das St.-Josefs-Krankenhaus der katholischen Erlöser-Schwestern (1929), das Städtische Krankenhaus (1930), das Ernst-Sachs-Bad (1932) und das Willy-Sachs-Stadion (1936). Seit 1936 ist Schweinfurt Garnisonsstadt. Im Zuge der vom NS-Regime betriebenen Aufrüstung der Wehrmacht wurde an der Niederwerrner Straße eine große Kasernenanlage errichtet.

Im Zweiten Weltkrieg fügten in den Jahren 1943 bis 1945 15 größere Luftangriffe der Briten und US-Amerikaner der Stadt schwere Schäden zu, am 17. August 1943 im Rahmen der Operation Double Strike mit 376 und am 14. Oktober 1943 mit 291 Bombern; bei diesem Angriff verlor die 8. US-Luftflotte 77 B-17-Bomber. Der größte Angriff fand am 24. Februar 1944 im Rahmen der Big Week mit 1100 Bombern statt. Dabei wurden auch zahlreiche Dörfer im Umland fast völlig zerstört. Insgesamt warfen die Flugzeuge an diesem Tag 3.600 Sprengbomben und 32.500 Brand- und Phosphorbomben ab.[9][10][11][12]

Das SKF-Hochhaus: Ein weithin sichtbares Symbol für den Industrie-Standort Schweinfurt.

Wie viele andere westdeutsche Städte erlebte auch Schweinfurt nach den schweren Kriegszerstörungen in den 1950er und 1960er Jahren ein beispielloses Wirtschaftswunder. Die Großindustrie stieg zu neuer Blüte auf. Architektonisch ist der Wiederaufbau von einem nüchtern-modernen Stil gekennzeichnet. Neue Stadtteile entstanden (Bergl, Musikerviertel, Hochfeld/Steinberg, Haardt, Deutschhof). Die Bevölkerungszahl stieg auf 60.000 im Jahr 1970. Die Infrastruktur wurde ausgebaut (Neues Rathaus, Schulen und Kirchen, Stadttheater, Friedrich-Rückert-Bau mit Volkshochschule, Fachhochschule, Sommerbad, Leopoldina-Krankenhaus). Schweinfurt blieb auch nach 1945 Garnisonsstadt, die früheren Wehrmacht-Kasernen wurden von der US Army weitergenutzt. Seit den 1970er Jahren zogen viele Industriebeschäftigte in die Vororte, es bildete sich ein „Speckgürtel“ um die Stadt (siehe Gesellschaft und Soziales). Um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, wurden Südeuropäer und Türken als Gastarbeiter angeworben. Ab den 1980er Jahren begann die Altstadtsanierung und die Ausweisung der Fußgängerzone (Spitalstraße). Der schweren Krise der Großindustrie Anfang der 1990er Jahre suchte der Freistaat Bayern durch die Stärkung des Dienstleistungssektors zu begegnen (unter anderem Teilverlagerung des Landessozialgerichts und des Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung). Das neue Gewerbegebiet „Maintal“ wurde ausgewiesen. Ab Mitte der 1990er Jahre stabilisierte sich die Lage der Industrie; 2005–2008 erlebte sie eine neue Boomphase und die Gewerbesteuereinnahmen stiegen auf Rekordhöhe (siehe Wirtschaftliche Lage).

Wüstungen[Bearbeiten]

Im heutigen Stadtgebiet liegen mittlerweile verschwundene Dörfer. Linksmainisch auf Oberndorfer Gemarkung lag in der Nähe des Sennfelder Bahnhofs das im 13. Jahrhundert untergegangene Dorf Schmalfeld. Am südlichen Ende des Stadtgebiets Richtung Grafenrheinfeld befindet sich die Wüstung Schmachtenberg. An der Straße von Schweinfurt nach Niederwerrn, in der Nähe der Ansiedlung an der Schussermühle, die seit 1830 Bellevue genannt wird, lag einst das Dorf Hilpersdorf. Es wurde in der Urkunde vom 29. Juni 1282 erstmals in einem Streit zwischen dem Deutschen Orden und der Reichsstadt Schweinfurt erwähnt. Die Stadt Schweinfurt erwarb es vom Deutschen Orden 1437. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf zerstört. 1661 verschwand als letzter Rest die Kirchenruine.[13]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 1919 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberndorf eingegliedert.[14] Am 1. Mai 1978 kam ein kleines Gebiet von Grafenrheinfeld mit damals etwa 50 Einwohnern hinzu.[15]

Ortsname[Bearbeiten]

Seit 791 ist der Name Swinfurt bekannt. Er änderte sich über Suinuurde, Suinfurte, Swinvordi, Sweinvort und Sweinfurt schließlich zu Schweinfurt. Auch der lateinische Name Porcivadum entspricht einer für Schweine gangbaren Furt. Auch der aus der Stadt stammende Humanist Johannes Cuspinian führt den Namen auf Schweine zurück.[16]

Ein Heimatdichter reimte folgende Interpretation:

„Der Name Schweinfurt stammt genau
Der Chronik nach vonera Sau,
Un’ „furt“, dos stammt vom seicht’n Mee,
Da sen’ die Säu nü groß un’ klee.“

Friedrich Rückert kommentierte den Namen seiner Geburtsstadt:

„Hättest Mainfurt, hättest Weinfurt heißen können, weil du führest Wein, aber Schweinfurt, Schweinfurt sollt es sein.“

Diesen Kommentar erläuterte er wie folgend weiter:

„Vom Jean Paulschen Bayreuth
bis hinan zum Goetheschen Frankfurt
Ist er in der Mitte des Laufs, wo mich geboren der Main.
Mainfurt sollte deswegen genannt werden
meine Geburtsstadt
Weinfurt ist sie genannt ohne den Zischer davor“[16]

Die Ableitung des Namens vom Schwein blieb aber nicht unbestritten. So meinte Wilhelm Fuchs im Jahr 1957 in den Schweinfurter Heimatblättern, dass der Name aus der Frühzeit stamme und wohl die Furt beim/durch den Swin (von Quellen durchzogenes Sumpfgebiet) bedeute. Das Naturschutzgebiet um die ehemals einzige Brücke über den Main trägt den Namen ‚Saumain‘. Vor dem Ausbau und der Kanalisierung war der Main ziemlich flach, aber breit.

Wappen[Bearbeiten]

Das erste bekannte Wappen bestand aus einem einköpfigen schwarzen Adler auf einem gelben oder goldenen Schild, der heraldisch nach rechts, das heißt vom Betrachter gesehen aus nach links, blickte.[17] Im 15. Jahrhundert war der Adler auf dem Wappen der Stadt silberfarben auf schwarzem Hintergrund, im Jahre 1608 wurden die Farben Silber auf Violett erwähnt. Später war es wiederum ein schwarzer Adler auf goldenem Hintergrund. Seit 1771 sind die Farben Silber auf Blau.[18] Die bekannteste Darstellung des Wappens befand sich bis 1875 im Torbogen des Mühltores. Sie erlangte vor allem wegen ihrer schlichten Form der Spätgotik Berühmtheit, weil der Adler dem Betrachter den Kopf zuwandte. Wegen dieses ungewöhnlichen Anblicks hielten ihn viele Schweinfurter für eine Eule; ihm widmete Friedrich Rückert in seinem Gedicht Der Besuch in der Stadt einige Verse.[17]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus am Marktplatz

In der Arbeiterstadt war die SPD viele Jahrzehnte die stärkste politische Kraft auf lokaler Ebene. Lange Zeit verfügte sie über eine absolute Mehrheit im Stadtrat und stellte von 1920 bis 1933 sowie von 1946 bis 1992 den Oberbürgermeister.

Nach der schweren Wirtschaftskrise zu Beginn der 1990er Jahre und dem Gewinn der Oberbürgermeisterwahl durch Gudrun Grieser (CSU) im Jahr 1992 verschob sich das Machtzentrum im Stadtrat hin zur CSU. Seit 1990 zogen vermehrt Vertreter von kleineren Parteien und Wählerlisten in den Stadtrat ein. Die CSU wurde davon weniger betroffen als die ehemalige Mehrheitspartei SPD, die erhebliche Einbußen hinnehmen musste. Die Zahl der im Stadtrat vertretenen Gruppierungen stieg bis 2008 auf neun an.

Zur OB-Wahl am 7. März 2010 traten sechs Kandidaten an. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, kam es zu einer Stichwahl. Dort standen sich Sebastian Remelé von der CSU (im ersten Wahlgang: 46,44 %) und Kathi Petersen von der SPD (19,21 %) gegenüber. Sebastian Remelé gewann mit 63,39 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von nur 42,34 %.[19] Am 16. März 2014 wurde Remelé mit 66,9 % der abgegebenen gültigen Stimmen im Amt bestätigt.[20]

Stadtrat[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2014[21]
Wahlbeteiligung: 42,65 %
 %
50
40
30
20
10
0
48,04 %
23,11 %
7,23 %
7,15 %
6,14 %
4,27 %
2,54 %
1,52 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Schweinfurter Liste – Freie Wähler
f proschweinfurt

Den Stadtrat von Schweinfurt bilden 44 gewählte Vertreter; seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 verteilen sie sich wie folgt auf die Parteien und Wählergemeinschaften:

Partei Sitze G/V1
CSU 21 + 3
SPD 10 + 1
Grüne 03 + 1
Linke 03 − 1
FDP 01 ± 0
REP 01 ± 0
Schweinfurter Liste 03 − 1
Pro Schweinfurt 02 − 1
1 G/V: Gewinn oder Verlust gegenüber der Wahl 2008

Der von den Wahlberechtigten in direkter Abstimmung gewählte Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) ist das 45. Mitglied des Stadtrats. Die vom Stadtrat aus seinen Mitgliedern gewählten Bürgermeister (Zweiter und Dritter BM) sind die Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Es sind dies 2. BM Sorya Lippert (CSU) und 3. BM Karl-Heinz Kauczok (SPD).

Gesellschaft und Soziales[Bearbeiten]

Schweinfurt ist bis heute eine Arbeiterstadt, auch wenn sich die Gewichte in den letzten Jahren zugunsten des Dienstleistungssektors verschoben haben. Seit den 1990er Jahren wird Schweinfurt von bürgerlichen Vertretern dominiert. Die Arbeitslosenquote sank in den letzten Jahren von fast 20 % in den Krisenjahren 1993/94 auf unter 8 % (Frühjahr 2008). Seit Herbst 2008 steigt sie im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise wieder an. Bei allen Aussagen über die soziale Lage muss berücksichtigt werden, dass junge, besser verdienende Familien überwiegend in den unmittelbar angrenzenden Gemeinden des Landkreises (zum Beispiel Sennfeld, Gochsheim, Schwebheim, Bergrheinfeld, Grafenrheinfeld, Niederwerrn, Dittelbrunn, Schonungen und Üchtelhausen) leben, während in der Stadt vor allem Ältere und Geringverdiener wohnen. Dies ist der Hauptgrund, weshalb die Stadt im Zukunftsatlas 2007 trotz aller wirtschaftlichen Dynamik im sozialen Bereich deutschlandweit nur auf einem hinteren Platz steht und die höchste Seniorenquote verzeichnet. Die Überalterung der Bevölkerung wird gerade für viele Vereine zunehmend zum Problem. In den 1990er Jahren konnte die Einwohnerzahl nur durch staatlich gelenkten massiven Zuzug aus Osteuropa annähernd stabil gehalten werden. Russlanddeutsche und ehemalige Gastarbeiter, vor allem aus der Türkei, stellen heute ein Viertel der Bevölkerung. Das relativ niedrige Einkommensniveau in der Arbeiterstadt und die damit einhergehende geringere Kaufkraft sorgen für vergleichsweise niedrige Lebenshaltungskosten.

In der Stadt befindet sich einer der letzten großen US-Standorte in Deutschland. Insgesamt leben im Raum Schweinfurt, wenn sie nicht gerade auf einem Auslandsaufenthalt (Irak, Afghanistan) sind, mehr als 11.000 US-Bürger. Im Rahmen einer Umstrukturierung wird es in den nächsten Jahren jedoch auch in Schweinfurt zu einem vollständigen Abbau der US-Truppen kommen.[22] Da US-amerikanische Soldaten nicht meldepflichtig sind, ist somit die eigentliche Einwohnerzahl Schweinfurts noch einmal um diese Zahl größer als die offiziellen Angaben, was immerhin einer Vergrößerung von fast 20 % entspricht. Die Stadt Schweinfurt nimmt seit der Hartz-IV-Reform als eine von 69 zugelassenen Trägern am Optionsmodell teil. Die Stadtverwaltung ist dabei seit 2005 für die Vermittlung und Leistungsbewilligung für Langzeitarbeitslose aus der Stadt zuständig. Hierzu wurde die Stabsstelle Beschäftigung und Grundsicherung gegründet.[23][24] Im Jahre 2011 wurde aufgrund der Bundesgesetzgebung diese Einrichtung dauerhaft und in „Jobcenter“ umbenannt.[25] Die vorher nur befristet eingestellten Mitarbeiter erhielten Dauerarbeitsverträge.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Religionen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Evangelisch-lutherisch[Bearbeiten]

Schweinfurt wurde 1542, und damit im Vergleich zu anderen Reichsstädten relativ spät, evangelisch.[27] Hierfür sind folgende Gründe anzuführen:

  • Die Stadt war als kleine Reichsstadt besonders auf das Wohlwollen des Kaisers bedacht, da die Reichsunmittelbarkeit das höchste Gut darstellte.
  • Schweinfurt zusammen mit dem benachbarten Reichsdörfern Sennfeld und Gochsheim und mit dem reichsritterschaftlichen Ort Niederwerrn waren vollständig vom katholischen Hochstift Würzburg umgeben. Bei einem Konfessionswechsel musste mit militärischen Übergriffen durch den Bischof von Würzburg gerechnet werden. Der Schutzherr der Stadt Graf Wilhelm von Henneberg bot dafür nicht genügend Rückhalt.

In St. Johannis wird mit dem Gemeinen Kasten eine eindeutig lutherische Einrichtung eingeführt. Im April 1525 wurde das erste Kind auf teutsch getauft. 1532 predigte der sächsische Hofprediger Spalatin anlässlich des Fürstentages in der Liebfrauenkirche (1729 umbenannt in St. Salvator). Vor Einführung der Reformation fanden die evangelischen Gottesdienste außerhalb des reichsstädtischen Gebiets auf Schloss Mainberg und in Sennfeld statt. Die Stadt erwarb 1542 das aufgelöste Karmeliterkloster. Die Ratsherren Nikolaus Sprenger und Ludwig Scheffer konnten mit Landgrafen Philipp I. von Hessen, den führenden Kopf des Schmalkaldischen Bundes und Vorkämpfer des Protestantismus, als Schutz- und Schirmherrn und Reichsvogt gewinnen. Der von Landgrafen gesandte Prediger Johann Sutel, genannt Sutellius, hielt in Schweinfurt am 19. Juni 1542 den ersten protestantischen Gottesdienst und erstellte in der Folgezeit eine Kirchenordnung. Der Rat, die Pfarrer, wie auch jeder, der das Bürgerrecht erwerben wollte, wurden fortan auf die evangelische Lehre vereidigt. Damit waren bis zum Ende der Reichsstadtzeit Katholiken vom Bürgerrecht ausgeschlossen. Stadtschreiber und Syndikus Adam Alberti († 1583) unterzeichnete 1579 für Bürgermeister und Rat der Stadt Schweinfurt die lutherische Konkordienformel von 1577.[28]

Zur Zeit der Gegenreformation (1587-1631) wanderten an die 700 Glaubensflüchtlinge aus Stadt und Hochstift Würzburg nach Schweinfurt aus. Der prominenteste unter ihnen war 1588 der Würzburger Ratsherr Balthasar Rüffer.

Römisch-katholisch[Bearbeiten]

Mit Einführung der Reformation waren alle Gotteshäuser evangelisch geworden. Das bayerische Religionsedikt von 1803 ermöglicht es, dass 1806 eine katholische Pfarrei wiedergegründet wurde. Die katholische Gemeinde erhielt von der Stadt die Spitalkirche zum Heiligen Geist für ihre Gottesdienste. Sie wurde mit dem stetigen Zuzug von Katholiken mit der Zeit zu klein. Im Jahr 1902 wurde der Nachfolgebau, die Heilig-Geist-Kirche, im neoromanischen Stil fertiggestellt und ist seitdem die Hauptkirche der Schweinfurter Katholiken.

Judentum[Bearbeiten]

Mit dem 1212 genannten Abraham von Schweinfurt lässt sich ein jüdischer Bewohner der Stadt nachweisen.[29] Nach der Zerstörung im Markgrafenkrieg erhielt die Stadt 1555 vom Kaiser das Recht, den bisher in ihren Mauern lebenden Juden den erneuten Zuzug zu verweigern. Erst in bayerischer Zeit durften sich nach 1814 jüdische Familien in der Stadt erneut ansiedeln; sie bildeten eine Jüdische Gemeinde und errichteten sich in der Siebenbrückleinsgasse eine Synagoge. Beim Novemberpogrom 1938 wurde das Gotteshaus von SA-Männern verwüstet, danach anderweitig genutzt, im Zweiten Weltkrieg zerstört und schließlich abgerissen. Ein Gedenkstein am ehemaligen Standort, jetzt Parkplatz der Sparkasse, erinnert an die jüdischen Einwohner, die vertrieben oder Opfer der Shoa wurden.[30]

Islam[Bearbeiten]

Zurzeit gibt es in Schweinfurt drei Moscheen.

Kultur[Bearbeiten]

Alle drei Jahre wird der Friedrich-Rückert-Preis der Stadt Schweinfurt an herausragende Schriftsteller vergeben.

In der seinerzeitigen Reichsstadt Schweinfurt wurde 1652 die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina von vier Ärzten gegründet (benannt nach Kaiser Leopold I.), die heute ihren Sitz in Halle an der Saale hat. Das Leopoldina-Krankenhaus erinnert noch an diese Gründung. Die Akademie verleiht die Carus-Medaille für herausragende wissenschaftliche Tätigkeiten. Seit 1961 verleiht die Stadt Schweinfurt den Trägern der Carus-Medaille den Carus-Preis.

Theater[Bearbeiten]

  • Theater der Stadt Schweinfurt
  • Kulturwerkstatt Disharmonie
  • Hans-Sachs-Gruppe – Pflege des spätmittelalterlichen Fastnachtspiels, der Literatur im Allgemeinen und des Renaissancetanzes
  • Puppentheater ohne Namen

Museen[Bearbeiten]

Museum Georg Schäfer
Das Museum Georg Schäfer präsentiert die bedeutendste Privatsammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts.
Es enthält rund 1000 illustrierte Drucke, vornehmlich des 15. und 16. Jahrhunderts, darunter die nahezu vollständige Sammlung von Dürer-Stichen in hoher Qualität. Ein zweiter Sammlungsschwerpunkt sind die Erstausgaben deutscher Literatur von der Reformationszeit bis zum Realismus.

Die Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt betreuen folgende Einrichtungen:

Sammlung Joseph Hierling zum Expressiven Realismus, Sammlung für zeitgenössische Kunst der Stadt Schweinfurt, Wechselausstellungen
  • Museum Altes Gymnasium
Schwerpunkte der heimatgeschichtlichen Sammlung sind die Frühgeschichte seit dem 8. Jahrhundert, Darstellungen der Reichsstadtzeit, der Bürgerkultur, des Zunftlebens und des Beginns der Industrialisierung
  • Gunnar-Wester-Haus
Ikonensammlung Fritz Glöckle, Sammlung Graf Luxburg mit Gegenständen der Feuererzeugung und Beleuchtungskörper
Vogelsammlung der Brüder Schuler
  • Künstlerhof Oberndorf

Musik[Bearbeiten]

  • Kulturhaus Stattbahnhof (mit Jugendzentrum)
  • Tonquadrat (Musiker Vereinigung)

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet gibt es zwei Naturschutzgebiete. Zusammen nehmen sie eine Fläche von 37 Hektar ein.

Architektur[Bearbeiten]

Altstadt
Rathaus

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Schweinfurt

Weltliche Bauten[Bearbeiten]

  • Historische Stadtmauer mit Wehrtürmen, Bastionen und Spitaltorbrücke (15.-18. Jahrhundert)
  • Renaissance-Rathaus (1569–1572) von Nikolaus Hofmann, 1955 Erweiterungsbau von Fred Angerer
  • Ebracher Hof (1573–1578); 2004–2007 Umbau zur Stadtbücherei durch die Architekten Bruno – Fioretti – Marquez
  • Altes Gymnasium (1581–1582)
  • Zeughaus (1590)
  • Schrotturm (1611–1614, 1818)
  • Historische Altstadt (Wohnhaus Metzgergasse 16, Wohnhaus Apostelgasse 21)
  • Ernst-Sachs-Bad (1931–1933) von Roderich Fick, Brunnen von Joseph Wackerle, 2008–2009 Umbau zur Kunsthalle Schweinfurt
  • Verwaltungsgebäude Fichtel & Sachs AG (1931–1933) von Paul Bonatz
  • Willy-Sachs-Stadion (1934–1936) von Paul Bonatz und Kurt Dübbers, Adler von Ludwig Gies
  • Verwaltungsgebäude FAG Kugelfischer (1952–1953) von Erich Schelling
  • Verwaltungshochhaus SKF GmbH (1961–1963)
  • Theater der Stadt Schweinfurt (1964–1966) von Erich Schelling
  • Museum Georg Schäfer (1998–2000) von Volker Staab
  • Hauptzollamt (2005–2007) von der Architektengemeinschaft Bruno-Fioretti-Marquez

Kirchen[Bearbeiten]

Heilig-Geist-Kirche in der Schultesstraße
St.-Johannis-Kirche
St. Salvator-Kirche
  • St.-Johannis-Kirche (ev.), historische Stadtpfarrkirche verschiedener Bauphasen, Turm wohl 1175/1200, Querhaus 1225/1240
  • St.-Salvator-Kirche (ev.), 1717–1719, an der Stelle mehrerer Vorgängerbauten
  • Heilig-Geist-Kirche (kath.), kath. Hauptkirche, 1898–1902 im neoromanischen Stil erbaut (Portale von Georg Wrba), Innenausstattung und Turm 1910/1911
  • Gustav-Adolf-Kirche (ev.), 1929 erbaut
  • Kreuzkirche in Oberndorf (Schweinfurt) (ev.), 1938–1940 erbaut
  • St. Anton (kath.), 1950–1952 von Hans Schädel
  • Kilianskirche (kath.), 1952–1954 von Hans Schädel mit Glasfenstern von Georg Meistermann
  • St. Josef (kath.) in Oberndorf (Schweinfurt), 1953/1954 erbaut
  • Maria Hilf (kath.) im Stadtteil Gartenstadt 1955–1956 erbaut
  • Dreieinigkeitskirche (ev.) im Musikerviertel, 1958–1959 erbaut
  • Auferstehungskirche (ev.) am Bergl, 1958–1959 von Olaf Andreas Gulbransson
  • Christkönig (kath.) am Bergl, 1964–1965 von Heinz-Günther Mömken
  • Christuskirche (ev.) auf der Maibacher Höhe, 1964–1965 erbaut
  • St. Peter und Paul (kath.) am Hochfeld, 1965–1966 von Lothar Schlör
  • St. Michael (kath.) im Musikerviertel, 1966–1968 erbaut, mit Pop-Art-Kreuzweg von Walter Gaudnek
  • St.-Lukas-Kirche (ev.) am Hochfeld, 1966–1969 von Johannes Gerhard Weber erbaut mit einem Altarbild von Johannes Hewel (1947–2009)
  • St. Maximilian Kolbe (kath.) am Deutschhof, 1987–1988 von Dag Schröder

Parks[Bearbeiten]

  • Wildpark An den Eichen, Parkanlage mit Tiergehegen im Nordosten der Stadt am Rande des Stadtteils Steinberg
  • Wehranlagen, eine Parkanlage am Stauwehr zum Naturschutzgebiet Saumain, einem Seitenarm des Mains; früher Exerzierplatz des reichsstädtischen Militärs und bis zum Zweiten Weltkrieg Schweinfurter Zoo[31]
  • Nach den Partnerstädten benannte Parks
    • Châteaudun-Park, nordwestlich der Stadtmauer zwischen dem Theater und der Kunsthalle Schweinfurt
    • Motherwell-Park, östlich der Stadtmauer
    • Seinäjoki-Park im Stadtteil Deutschhof
  • Pfister-Park in Oberndorf
  • Fichtelsgarten nördlich der Altstadt und Schuttberg in der westlichen Innenstadt, beide errichtet auf Trümmern aus dem Zweiten Weltkrieg
  • Gutermann-Promenade, Promenade am Main mit Grünanlagen, Skulpturen und Industriedenkmälern[32]
  • Erholungsanlage Baggersee, südlich des Mains im Stadtteil Hafen-West mit Hochseilgarten und einer Gesamtfläche von 60 Hektar[33]

Vereine[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schweinfurt ist das industrielle Zentrum Unterfrankens, das über etwa 49.700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (2008)[34] und eine der höchsten Arbeitsplatzdichten in Deutschland verfügt.[35] Weiterhin zählt Schweinfurt zu den wirtschaftlichen stärksten Städten in Deutschland. 2013 war die Stadt gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, hinter Wolfsburg und Frankfurt am Main, drittstärkster Wirtschaftsstandort Deutschlands.[36] Die Stadt ist umgeben von einer weitgehend landwirtschaftlich geprägten Region. Hierher kommen täglich Pendler aus bis zu 40 km Entfernung. Nach einer schweren Krise am Beginn der 1990er Jahre mit dem Verlust von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen erlebte die örtliche Industrie bis Herbst 2008 einen neuen Boom. Das Schweizer Forschungsinstitut Prognos setzte Schweinfurt im Zukunftsatlas 2007 im Bereich Dynamik beim Vergleich von 439 deutschen Städten und Landkreisen auf Platz 1 (Zukunftsfähigkeit allgemein: Platz 19). Dank hoher Gewerbesteuereinnahmen konnten in den letzten Jahren große Investitionen getätigt werden (Konferenzzentrum, Kunsthalle, Altstadt-Sanierung, Silvana-Hallenbad, Stadtbücherei im Ebracher Hof). Ende 2008 war die Stadt schuldenfrei.

Der Industriestandort Schweinfurt[Bearbeiten]

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Schweinfurt ein Zentrum der deutschen Farbenindustrie. Wilhelm Sattler produzierte und exportierte das (hochgiftige) Schweinfurter Grün in alle Erdteile. Mit dem Aufkommen der Anilin-Farben (BASF, Hoechst AG) verlor es jedoch ab 1860 an Bedeutung. Eine Farbenfabrik (Deifel) produziert bis heute in Schweinfurt.

Geprägt wird die Stadt seit etwa 1890 von der metallverarbeitenden Industrie.[37] Größte Arbeitgeber sind der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG (ehemals ZF Sachs oder Fichtel & Sachs), die beiden Wälzlagerhersteller Schaeffler AG (ehemals FAG Kugelfischer) und SKF (Svenska Kullagerfabriken) (vormals Vereinigte Kugellagerfabriken AG (VKF), Fries & Höpflinger) sowie die Bosch Rexroth AG (ehemals Deutsche Star) und Fresenius Medical Care.

Weitere Unternehmen mit Hauptsitz in Schweinfurt sind beispielsweise der Fahrradhersteller Winora, der Fahrradkomponentenhersteller SRAM (Europa-Hauptsitz), der Kunststoffproduzent MAINCOR und das Mineralölunternehmen Erik Walther.

Ausgangspunkt der großindustriellen Entwicklung der Stadt war die Konstruktion einer Kugelschleifmaschine durch Friedrich Fischer im Jahr 1883. In der Folge entstanden aus kleinsten Anfängen die drei Firmen FAG Kugelfischer, Fries & Höpflinger (1890) und Fichtel & Sachs (1895), die Schweinfurt zum Zentrum der europäischen Wälzlagerindustrie machten. Nach einer ersten Boomphase in den Jahren 1896/97 sank die Beschäftigtenzahl in der darauffolgenden Krise noch einmal auf wenige hundert Arbeiter um 1900. Der industrielle Aufschwung vollzog sich ab 1903. Sowohl der Erste Weltkrieg wie auch der Zweite Weltkrieg brachten der Schweinfurter Industrie einen erheblichen Entwicklungsschub. Im Herbst 1918 zählten die drei Großbetriebe etwa 12.000 Beschäftigte (davon knapp 8.000 bei Fichtel & Sachs). Am Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise waren es Ende 1932 nur noch 7.100. Die 1929 maßgeblich von SKF, Ernst Sachs und Georg Schäfer (II) gestaltete Neuordnung der deutschen Wälzlagerindustrie hatte zunächst viele Arbeitsplätze gekostet, erwies sich mittel- und langfristig für den Standort jedoch als Weichenstellung von kaum zu überschätzender Bedeutung. Auf die Depression folgte ab 1934 ein von massiven staatlichen Investitionen (Arbeitsbeschaffungsprogramme, Kriegsrüstung) getragener Wirtschaftsaufschwung. Ab Mitte der 1930er Jahre bis etwa 1970 war Schweinfurt nach Nürnberg, Augsburg und München der viertgrößte Industriestandort in Bayern. Das Wälzlager ist für alle Fortbewegungsmittel, egal ob Fahrrad, Auto, Flugzeug, Panzer oder Schiff, ein unentbehrliches Bauteil, wodurch die Unternehmen von der rasant ansteigenden Motorisierung und der Kriegsrüstung profitierten:[38]

  1928 1932/33 1938/39 1944/45
Fichtel & Sachs 6.800 2.300 6.700 7.100
Fries & Höpflinger 1.900 - - -
FAG Kugelfischer 2.200 2.800 8.000 11.700
VKF (SKF) - 2.000 6.000 8.000
Rauchschwaden über dem Industriegebiet
BW

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch die Konzentration der kriegswichtigen Wälzlagerproduktion (über 60 % der Gesamtproduktion des Deutschen Reiches) wiederholt das Ziel alliierter Bomberangriffe. Unter großen Anstrengungen wurde die Produktion aufrechterhalten und wurden die Fabriken teilweise bunkerartig gegen Bomben geschützt. Teile der Produktion wurden an andere Standorte, unter anderem nach Eltmann, Ebern, Elfershausen oder in den Baubetrieb Neustadt verlegt. Die Zahl der Zwangsarbeiter erreichte Ende 1943 mit 4400 ihren Höchststand, Kriegsgefangene wurden insgesamt 4500 eingesetzt.[39] Seit September 2011 erinnert eine Gedenkstätte an das Schicksal der Zwangsarbeiter.[40]

Mit Kriegsende kam die Produktion im Mai 1945 zum Erliegen, die Fabrikanlagen waren größtenteils zerstört. Der ab 1949 einsetzende Wirtschaftsaufschwung führte in den 1950er und 1960er Jahren zu ständig steigenden Beschäftigtenzahlen. Um 1965 erreichte die Schweinfurter Industrie mit über 30.000 Mitarbeitern bei insgesamt 57.000 Arbeitsplätzen ihren historischen Höchststand. FAG Kugelfischer, Fichtel & Sachs und SKF zählten in dieser Zeit zu den 100 größten Industrieunternehmen in Deutschland. Der bereits zu Beginn der 1970er Jahre einsetzende Rückgang der Beschäftigung erreichte 1993/94 mit dem Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen seinen dramatischen Höhepunkt. In den folgenden Jahren gewannen die bereits seit 1909 hier ansässige Deutsche Star (seit 1987 Mannesmann bzw. Bosch Rexroth mit 2.200 Beschäftigten im Jahr 2008) und Fresenius Medical Care (2008: 1.100 Mitarbeiter) größere Bedeutung für den Industriestandort Schweinfurt. Nach einem Tiefststand im Jahr 1997 mit nur noch 17.000 Arbeitnehmern waren Ende 2008 wieder etwa 21.000 Personen in der hiesigen Industrie beschäftigt.

Mit der feindlichen Übernahme von FAG Kugelfischer durch INA-Schaeffler (2001) verlor auch das letzte der drei Traditionsunternehmen seine Selbständigkeit. Die Sachs-Erben hatten 1976 die Mehrheit am Unternehmen verkauft, die Familie Schäfer verlor 1993 die Macht bei FAG und schied aus der Geschäftsführung aus. In der dritten Generation verkauften beide Familien 1987 (Sachs) bzw. 2001 (Schäfer) die letzten Firmenanteile. Die in der Wirtschaftswunderzeit als „Die großen Drei aus Schweinfurt“ bezeichneten Unternehmen werden heute von Friedrichshafen (ZF Friedrichshafen AG), Herzogenaurach (Schaeffler AG) und Göteborg (SKF) aus geführt, gleichwohl hängt die Entwicklung der Stadt nach wie vor entscheidend von ihnen ab.

Einzelhandel[Bearbeiten]

Die meisten Geschäfte und Warenhäuser liegen in der innerstädtischen Fußgängerzone, die sich vom Jägersbrunnen im Westen über den Roßmarkt, Keßlergasse, Spitalstraße, Markt und Rückerstraße bis zum Centrum im Osten erstreckt. Anfang 2009 eröffnete westlich der Innenstadt ein 22.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum mit etwa hundert Geschäften (Stadtgalerie Schweinfurt), das zu den größten seiner Art in Franken zählt. Wegen der befürchteten negativen Auswirkungen für den etablierten Handel in der Innenstadt war 2005 ein Bürgerentscheid durchgeführt worden. Eine knappe Mehrheit entschied sich für das Projekt des Hamburger ECE-Konzerns, das zwischen Schrammstraße und Gunnar-Wester-Straße auf dem Gelände des früheren Werkes I von SKF verwirklicht wurde.

Verkehr[Bearbeiten]

Schweinfurt ist mit einem Binnenhafen südlich des Mains, drei Autobahnen (A7, A70 und A71) und drei Bahnhöfen (Schweinfurt Hauptbahnhof, Schweinfurt Mitte und Schweinfurt Stadt) der Deutschen Bahn AG ins Verkehrsnetz eingebunden. Knapp außerhalb der Stadtgrenze liegt das von der Stadt an den Aero-Club verpachtete Gelände des Sportflugplatzes Schwebheim. Am Verkehrslandeplatz Hassfurt ist die Stadt an der Flughafen-Gesellschaft beteiligt. Die Stadt war von 1911 bis 1912 Endpunkt der von Mainz herauf kommenden Kettenschifffahrt auf dem Main (ab 1912 Bamberg). 1936 wurde sie wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Drei Nahverkehrsstrecken, die teils an das Fernverkehrsnetz anbinden, verlaufen durch Schweinfurt:

Darüber hinaus gibt es zwei weitere Bahnstrecken:

  • Auf der Bahnstrecke Schweinfurt–Kitzingen findet, abgesehen von Güterverkehr in den Schweinfurter Hafen und zu einem Gleisanschluss in Sennfeld, kein regelmäßiger Betrieb mehr statt. Gelegentlich fahren hier noch Sonderzüge.
  • Die Bahnstrecke WaigolshausenGemünden: Die elektrifizierte eingleisige Bahnstrecke zweigt in Waigolshausen von der Kursbuchstrecke 810 ab. In Gemünden trifft sie auf die Hauptstrecken Würzburg–Fulda und Würzburg–Aschaffenburg und ist damit eine wichtige Umgehung des Bahnknotens Würzburg. Sie wird ausschließlich für den Güterverkehr genutzt (siehe Werntalbahn).

Schweinfurt hat einen Hauptbahnhof und zwei Haltepunkte (Schweinfurt Mitte und Schweinfurt Stadtbahnhof) sowie ein Containerterminal.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)[Bearbeiten]

Der innerstädtische ÖPNV-Verkehr wird vor allem auf 20 Omnibuslinien der Stadtwerke Schweinfurt abgewickelt. Von 1895 bis 1922 verkehrte die Städtische Straßenbahn Schweinfurt mit Pferdeantrieb zwischen dem Rathaus und dem Hauptbahnhof. Außerdem gibt es eine Taxi-Genossenschaft. Die Regionalbusgesellschaft Omnibusverkehr Franken (OVF) benutzt mit ihren Frankenbus-Linien die Stadt als Knotenpunkt (ZOB Hauptbahnhof) in ihrem Regionalbusnetz. Außerdem verbindet der Regionalzug Unterfranken-Shuttle den Schweinfurter Hauptbahnhof mit den zwei Haltepunkten Schweinfurt Mitte und Schweinfurt Stadtbahnhof.

Fahrradverkehr[Bearbeiten]

Ein überörtlich ausgeschildertes Radwegenetz ist weitgehend angelegt. In der Schweinfurter Innenstadt selbst ist das Fahrradfahren auf Grund der relativ flachen Topographie ohne größere Probleme möglich und begünstigt das Fahrrad als alltägliches Transportmittel. Durch die unmittelbare Lage am 600 Kilometer langen Main-Radweg ist Schweinfurt auch Anfahrtsziel für viele touristische Radreiserouten.

Autobahnen[Bearbeiten]

Bundesstraßen[Bearbeiten]

Schweinfurt liegt an folgenden Bundesstraßen:

Flugplätze[Bearbeiten]

Energieversorgung[Bearbeiten]

Zentrale Struktur: Die 100 %-Tochter Stadtwerke Schweinfurt GmbH betreibt in der Stadt und in einigen Randgemeinden ein Stromnetz, ein Methangasnetz, ein Fernwärmenetz und ein Kabelnetz. Der Strom wird an der Börse in Leipzig gekauft, allerdings sind die Stadtwerke auch Miteigentümer des Wasserkraftwerkes an der Schweinfurter Main-Staustufe und an einer mittelgroßen Photovoltaikanlage auf dem Dach ihres Busdepots beteiligt. Das Gas wird vollständig zugekauft. Die Fernwärme wird von der Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH (GKS) bezogen, die an der (linksmainischen) Hafenmole ein kombiniertes Kohle- und Müllheizkraftwerk (GKS) sowie verschiedene Spitzenlastheizwerke im Stadtgebiet betreibt. Neben den Stadtwerken werden damit die größeren Industriebetriebe (FAG, SKF, Sachs, Bosch) mit Heißdampf versorgt. In der Industrie wird der Dampf teilweise direkt genutzt, der andere Teil wird – wie bei den Stadtwerken – in Heißwasser von bis zu 130 °C umgewandelt. Dieses wird über Rohre in Haubenkanälen oder erdverlegt zu den Nutzern transportiert und dort für Raumheizung und -kühlung sowie die Warmwasserbereitung verwendet.

Dezentrale Struktur: Außerdem gibt es im Stadtgebiet eine große Anzahl von mit Heizöl betriebenen Kesseln für Raumheizung und Warmwasser, teilweise durch thermische Solaranlagen ergänzt. Die Möglichkeit zur Einspeisung von photovoltaisch produziertem Strom (EEG) in das öffentliche Stromnetz wird auch in Schweinfurt von vielen privaten Betreibern genutzt. Die größte Anlage gehört der Firma SKF (ca. 700 kWp) und steht auf dem Dach ihrer Logistikhalle. Außerdem sind in den Heizräumen von Schweinfurt einige Blockheizkraftwerke und Mini-Blockheizkraftwerke (ca. 17 kW Nutzleistung pro Stück) – genannt Dachs – der Schweinfurter Firma Senertec aufgestellt. Die Betreiber können damit ihren Strom und ihre Wärme mittels Methangas, Heizöl oder Rapsöl selbst produzieren. Auf der Stromseite sind diese Generatoren mit dem Stromnetz parallel geschaltet, wodurch überschüssiger Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Medien[Bearbeiten]

Die Würzburger Mediengruppe Main-Post verfügt im Bereich der Printmedien über eine Monopolstellung. Sie besitzt die beiden Tageszeitungen Schweinfurter Tagblatt und Volkszeitung.
Der Lokalteil beider Zeitungen ist weitgehend identisch, vereinzelt zeigen Kommentare unterschiedliche Positionen auf. Wöchentlich werden kostenlos der Schweinfurter markt und main Sonntag verteilt. Auch diese Zeitungen gehören zur Mediengruppe Main-Post.

Mittwochs und sonntags erscheinen zusätzlich die Anzeigenblätter Schweinfurter Anzeiger und Sonntagsanzeiger von dem Schweinfurter SAZ-Verlag.

Monatlich erscheint das kostenlose groschenheft. Es informiert über die Veranstaltungen der Stadt und des Landkreises Schweinfurt. Das groschenheft hat eine IVW-geprüfte Auflage und ist Mitglied im Bewegungsmelderverbund.

Zweimal pro Jahr (Mai und November) erscheint für die Studenten der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt die hochschuleigene Zeitschrift BLICK, die vor allem über Themen aus der Forschung informiert.

Das kommerzielle Hörfunkprogramm Radio Primaton (100,5 MHz) mit 0,5 kW Leistungsstärke vom SKF-Hochhaus sendet seit 1991 regionale Berichte für die Region Main-Rhön. Betreiber ist die Schweinfurter Rundfunk GmbH & Co. Studiobetriebs-KG.

In Schweinfurt unterhält der Bayerische Rundfunk (BR) ein Korrespondentenbüro (Norbert Steiche), das für die BR-Hörfunkprogramme Beiträge mit Informationen aus der Region Main-Rhön produziert.

Der Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte American Forces Network (AFN) sendet von einer Antenne im Stadtteil Oberndorf (Schweinfurt) auf der UKW-Frequenz 87,7 MHz mit 0,1 kW Leistungsstärke. Von diesem Sender ist auch analog AFN-TV zu empfangen.

Zudem senden zwei regionale Fernsehanbieter ein Programm für Schweinfurt und die Region Planungsregion Main-Rhön: TV touring ist im regionalen Kabelnetz sowie über den digitalen Satellitentransponder (Franken-SAT) auf ASTRA (19,2° Ost) zu empfangen, TV1 sendet donnerstags auf den Frequenzen von TV touring.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Sport- und Freizeitbad Silvana
  • Stadtbücherei im Ebracher Hof
  • Musikschule
  • Willy-Sachs-Stadion (15.000 Zuschauer)
  • Kunsteisbahn Icedome (3.000 Zuschauer)
  • Erholungsanlage Wehranlagen
  • Badesee am Schweinfurter Kreuz
  • Wildpark an den Eichen

Bildung[Bearbeiten]

Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt (Niederlassung Schweinfurt)

An der Schweinfurter Zweigstelle der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt studieren über 3000 Studenten. Die Fachhochschule entstand 1971 durch den Zusammenschluss des Schweinfurter Balthasar-Neumann-Polytechnikums mit der Würzburger Höheren Wirtschaftsschule und Werkkunstschule.[41]

In Schweinfurt besuchen derzeit rund 19.000 Schüler 50 Schulen.[42] Diese Schulen untergliedern sich in acht Grundschulen, von denen drei auch eine Hauptschule beherbergen. Des Weiteren gibt es eine private Grund- und Hauptschule, auf welcher nach der Montessoripädagogik unterrichtet wird. Außerdem existieren zwei private Wirtschaftsschulen, vier Berufsschulen und eine Fachakademie für Sozialpädagogik. In Schweinfurt gibt es fünf Gymnasien und zwei Realschulen sowie die Privaten Schulen Schwarz, in der die Erste private Realschule Schweinfurt und die Private Wirtschaftsschule Müller zusammengefasst sind. Dazu gehörte von 2011 bis 2013 auch die Erste Private Fachoberschule Schweinfurt, die bereits zum Schuljahr 2013/2014 ihren Betrieb auf Grund eines Eklats im Rahmen der Abiturprüfungen 2013 wieder einstellen musste.

Das Walther-Rathenau-Gymnasium beherbergt eine Realschule (Walther-Rathenau-Realschule), das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium gilt als eines der größten Gymnasien Bayerns,[43] das Celtis-Gymnasium wird als einziges Schweinfurter Gymnasium vom Landkreis Schweinfurt finanziert. Das Olympia-Morata-Gymnasium erlangte im Schuljahr 2006/2007 kurzzeitig bundesweit Bekanntheit, als ein Lehrer den erstmals vom Ki.Ka veranstalteten Wettbewerb um den Titel des coolsten Lehrers Deutschlands gewinnen konnte. Neben diesen Schulen fällt das private Lyzeum der Republik Griechenland dadurch auf, dass der Schulträger das Bildungsministerium Griechenlands ist und der Schulaufwandsträger die Republik Griechenland.[44] Das Bayernkolleg Schweinfurt bietet die Möglichkeit, das Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg zu erwerben. Die Friedrich-Fischer-Schule besteht aus einer Fachoberschule und einer Berufsoberschule. Neben diesen Schulen gibt es auch eine Musikschule. Sie wurde im Jahr 1872 gegründet und zählt mittlerweile zu den größten Musikschulen Bayerns.[45]

Gymnasien:

  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
  • Celtis-Gymnasium
  • Olympia-Morata-Gymnasium
  • Walther Rathenau-Gymnasium
  • Privates Lyzeum der Republik Griechenland

Realschulen:

  • Walther-Rathenau-Realschule
  • Wilhelm-Sattler-Realschule

Haupt-/Mittelschulen:

  • Friedenschule
  • Auenschule
  • Albert-Schweitzer-Schule

Berufsschulen:

  • Dr.-Georg-Schäfer-Schule Schweinfurt, Staatl. Berufsschule I
  • Ludwig-Erhard-Schule, Staatl. Berufsschule II Schweinfurt
  • Staatl. Berufsschule III Schweinfurt

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Schweinfurt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schweinfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Schweinfurt – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Schweinfurt – Reiseführer

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Heinrich Wagner, Zur Gründung der Klöster Weißenburg und Echternach und ihrem Wirken in Mainfranken, in: Archiv für mittelrheinisch Kirchengeschichte 55 (2003), S. 103-146, hier S. 123f., 127
  3. Grundlegend zur Entwicklung bis 1300 und als Nachweis für alle Angaben: Achim Fuchs, Schweinfurt. Die Entwicklung einer fränkischen Villula zur Reichsstadt (Mainfränkische Studien 2), Würzburg 1972
  4. Unterfränkische Geschichte, Band 2. Echter Verlag Würzburg 1992.
  5. http://www.gda.bayern.de/findmittel/pdf/stawu_rst-schweinfurt-u_001_2008.pdf Übersicht der Akten im Staatsarchiv Würzburg mit Inhaltsangaben.
  6. a b Unterfränkische Geschichte, Band 3. Echter Verlag Würzburg 1995.
  7. Alt-Schweinfurt von Hubert Gutermann (9. Auflage) (Seite 2/3)
  8. Werner Bätzing, Die Bevölkerungsentwicklung in den Regierungsbezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken im Zeitraum 1840–1999, in: Jahrbuch für fränkische Landesforschung 61 (2001), S. 196.
  9. Schweinfurter Tagblatt vom 23. Februar 1984
  10. Sonderbeilage des Schweinfurter Tagblatts vom 16. März 1985
  11. Operation Double Strike
  12. Big Week
  13. Heimatbuch Oberwerrn, Teil 1, Niederwerrn, 2006
  14.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 602.
  15.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 734.
  16. a b Karl Treutwein, Unterfranken, S. 141.
  17. a b Alt-Schweinfurt von Hubert Gutermann (9. Auflage) (Seite 1)
  18. http://www.ngw.nl/int/dld/s/schweinf.htm
  19. Ergebnis der Stichwahl auf mainpost.de
  20. Stadt Schweinfurt, Bekanntmachung zur OB-Wahl
  21. http://wahlen.schweinfurt.de/662000_000048/
  22. Webseite der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu Schweinfurt
  23. Homepage der Stadt Schweinfurt
  24. Homepage Projekt FünfzigPLUSArbeit
  25. [1]
  26. a b c Partnerstädte. Stadt Schweinfurt, abgerufen am 25. Mai 2011 (deutsch).
  27. Streiflichter auf die Kirchengeschichte in Schweinfurt. Kirchengemeinde St. Johannis, Schweinfurt 1992
  28. Vgl. BSLK, S. 765; vgl. S. 17.
  29. Uwe Müller: Dokumente jüdischen Lebens in Schweinfurt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schweinfurt 4, 1990
  30. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 192
  31. http://www.schweinfurtfuehrer.de/freizeit-und-sport/die-wehranlagen/
  32. http://www.schweinfurtfuehrer.de/freizeit-und-sport/gutermann-promenade/
  33. http://www.schweinfurtfuehrer.de/freizeit-und-sport/erholungsanlage-baggersee/
  34. Schweinfurter Tagblatt vom 23. Dezember 2008
  35. http://www.unterfranken-in-zahlen.de/uiz-aktuell/03/T030101-04.htm
  36. http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/wolfsburg-ist-deutschlands-wirtschaftlich-staerkste-stadt-a-913700.html
  37. Vgl. Thomas Horling, Die „Kugellagerstadt“ – Ein Überblick über 100 Jahre Schweinfurter Industrie- und Stadtgeschichte, in: Frankenland 2009/2, S. 98-109.
  38. Schweinfurter Tagblatt vom 11. Februar 1984
  39. Die Zahl von 4.500 Kriegsgefangenen bezieht sich auf den Zeitraum Aug. 1941 bis Okt. 1944. Wie bei den Zwangsarbeitern war auch bei den Kriegsgefangenen eine Fluktuation zu verzeichnen. Der Zahl der gleichzeitig in der Schweinfurter Industrie beschäftigten Kriegsgefangenen läßt sich aufgrund fehlender Daten nicht exakt bestimmen. Wie bei den Zwangsarbeitern dürfte auch hier der Höchststand Ende 1943 erreicht worden sein. Vgl. Uwe Müller, Der Arbeitseinsatz ausländischer Zivilarbeiter und Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg in Schweinfurt. Zahlen aus dem Stadtarchiv, in: „Dem Menschen zugewandt“. Ökumenisches und Geschichtliches nicht nur aus Schweinfurt. Zum 70. Geburtstag von Dekan i.R. Johannes Strauß, hg. von Ernst Petersen, Schweinfurt 2001, S. 119.
  40. zwangsarbeit-schweinfurt.de: Unser Schwerpunkt, Zugriff am 12. November 2011.
  41. Zur Hochschulgeschichte. Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Abgerufen am 24. Oktober 2012.
  42. Informationen über das Bildungssystem Schweinfurts
  43. Offizielle Internetpräsenz des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums
  44. Übersicht über die Schweinfurter Gymnasien (PDF)
  45. Präsentation der Musikschule (PDF)