Sun City (Südafrika)

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-25.34611111111127.098333333333Koordinaten: 25° 21′ S, 27° 6′ O

Sun City
Sun City (Südafrika)
Sun City
Sun City
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

Nordwest
Distrikt Bojanala Platinum
Gemeinde Moses Kotane
Gründung 7. Dezember 1979
Webauftritt www.suninternational. com (englisch)
Sun City
Sun City
Eingang zu einem Casino in Sun City
Künstlicher Strand in Sun City

Sun City ist ein Freizeit- und Vergnügungskomplex in der Nordwest-Provinz der Republik Südafrika. Das Resort ist umgeben von Bergen und der weiten Landschaft des Highvelds. In direkter Nachbarschaft liegt der etwa 55.000 Hektar umfassende Pilanesberg-Nationalpark, welcher eine beliebte Ausflugsmöglichkeit bietet, um die unberührte Naturlandschaft und eine große Artenvielfalt einheimischer Tiere zu entdecken. Sun City liegt etwa 150 Kilometer nordwestlich der Ballungszentren Johannesburg und Pretoria. Für die Anreise gibt es einen Shuttlebus vom OR Tambo International Airport zum Freizeitresort. Zu den zahlreichen Sport- und Freizeitanlagen zählen zwei Golfplätze, 41 Bars und Restaurants mit einem internationalen Angebot an Speisen und Getränken, der Lost-City-Wasserpark Valley of Waves sowie das Luxushotel The Palace of the Lost City, welches zu den Leading Hotels of the World gehört.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Sun City wurde als Teil der Sun-International-Hotelgruppe vom südafrikanischen Unternehmer Sol Kerzner entworfen und am 7. Dezember 1979 offiziell eröffnet. Bis zum Ende der Apartheid im Jahre 1994 gehörte das Resort zum damaligen Homeland Bophuthatswana. Da Glücksspiel von der Regierung Bophuthatswanas anders als von der des „weißen“ Südafrikas toleriert wurde, war dies der einzige Ort im Nordteil des Landes, an dem Glücksspiel nicht verboten war. Sun City galt daher als das Las Vegas Südafrikas, im Volksmund wurde das Resort auch als Sin City (dt. ‚Sündenstadt‘) bezeichnet.

In den Jahren nach der Eröffnung wurde das Ferienresort kontinuierlich erweitert. Die anfänglichen Einrichtungen, zu denen das Sun City Hotel, der Gary-Player-Golfplatz sowie das Extravaganza-Theater zählen, wurden durch weitere Hotels, Sportanlagen, Restaurants, Konferenzräume sowie Shows und Veranstaltungen ergänzt. Durch das umfangreiche Freizeitangebot sowie der Nähe zu der Metropole Johannesburg und dem Pilanesberg-Nationalpark entwickelte sich Sun City zu einem der beliebtesten Reiseziele Südafrikas mit jährlich steigenden Besucherzahlen. Das Resort beherbergte unter anderen Elton John, Frank Sinatra, Cher, Julio Iglesias, Rod Stewart, Tina Turner und Sarah Brightman. 2010 ließ die FIFA Planungsgespräche zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Sun City stattfinden.

Kritik an Sun City [Bearbeiten]

Zu Zeiten der Apartheid wurde Sun City heftig kritisiert. Zwar gehörte Sun City seit jeher zu einem der wenigen Orte, an dem keine Segregation zwischen Schwarzen und Weißen stattfand, jedoch war der Freizeitkomplex nach wie vor ein Produkt des Apartheid-Regimes. Aufgrund dieser Zwiespältigkeit wurde Sun City oft eine Form repressiver Toleranz vorgeworfen.

Artists United Against Apartheid [Bearbeiten]

Gab es 1985 als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Stars (darunter Bruce Springsteen, Bono, Bob Dylan, Miles Davis und Run DMC) unter dem Namen Artists United Against Apartheid das von Steven Van Zandt geschriebene Anti-Apartheid-Album Sun City, welches unter anderem den Song (I ain't gonna play) Sun City (dt. ‚Ich werde nicht in Sun City auftreten‘) beinhaltete sowie andere Stücke, die sich kritisch mit der Apartheid und dem Doppelcharakter Sun Citys auseinandersetzten.

Hotels [Bearbeiten]

The Palace of the Lost City [Bearbeiten]

Das Palace Hotel wurde 1992 erbaut und verfügt über insgesamt 338 Zimmer. Als eines der Leading Hotels of the World bietet es eine außergewöhnliche Architektur im afrikanischen Stil mit opulent eingerichteten Zimmern und Suiten. Neben den verschiedenen Restaurants mit internationalen Speisen verfügt das Hotel über drei Bars sowie über eine großzügige Poollandschaft. Gäste des Palace Hotel können ebenso kostenfrei die Poolanlagen der anderen Hotels sowie den Wasserpark Valley of Waves nutzen. Darüber hinaus bietet das 5-Sterne-Deluxe-Hotel Konferenzräume und ein Business Center mit moderner technologischer Ausstattung.

The Cascades [Bearbeiten]

Das 5-Sterne-Hotel The Cascades wurde im Dezember 1984 eröffnet und verfügt über 248 Zimmer und Suiten. Die Hotelanlage zeichnet sich vor allem durch die großflächig angelegten tropischen Gärten mit exotischen Vögeln aus, in der sich die Gäste entspannen können. Die Poollandschaft ist vor allem für Familien mit Kindern geeignet und bietet neben einem Sonnendeck einen künstlich angelegten Sandstrand.

The Sun City Hotel [Bearbeiten]

Das Sun City Hotel war das erste der vier Hotels, welches bereits mit Entstehung des Resorts seine Pforten öffnete. Das Hotel verfügt über 340 Zimmer und Suiten, verschiedene Themenrestaurants, das Sun City Theater sowie über ein hauseigenes Casino. Neben einer Vielzahl an Bars bietet das 4-Sterne-Hotel verschiedene Sportanlagen und Einkaufsmöglichkeiten.

The Cabanas [Bearbeiten]

Das 3-Sterne-Hotel wurde 1980 eröffnet und verfügt über 380 Zimmer. Als familienfreundliches Hotel bietet das Cabanas neben verschiedenen Restaurants und Bars ein großes Freizeitangebot mit vielseitigen Wassersportmöglichkeiten. Für Kinder gibt es eine Minigolf-Anlage, ein Streichelgehege sowie den Abenteuerspielplatz Kamp Kwena.

Einrichtungen [Bearbeiten]

Sun City zeichnet sich vor allem durch sein großes Freizeit- und Unterhaltungsangebot aus. Seit seiner Eröffnung 1979 hat das Resort kontinuierlich expandiert und beherbergt unter anderem folgende Einrichtungen:

  • The Valley of Waves
  • The Lost City Golf Course
  • The Gary Player Country Club Golf Course
  • The Entertainment Centre mit der Superbowl
  • Kamp Kwena
  • Cultural Village
  • Waterworld
  • Kwena-Krokodilfarm
  • Animal world
  • Stimela Mini-train
  • Sun-City-Klinik
  • Welcome Center
  • Tennis- und Squashplätze
  • Minigolfplatz
  • Jogging- und Biking-Pfade
  • Botanische Gärten
  • Restaurants und Bars
  • Wellnesseinrichtungen
  • Boutiquen
  • Kasinos
  • Business Center
  • Konferenzräume

Ein weiterer Touristenmagnet von Sun City ist Lost City, eine künstliche versunkene Stadt, die an untergegangene afrikanische Kulturen erinnern soll, mit in Stein gemeißelten Figuren und anderen Attraktionen. Unter anderem befindet sich dort das Hotel Palace of the Lost City.

Freizeitaktivitäten [Bearbeiten]

Das breite Spektrum an Freizeitangeboten umfasst folgende Aktivitäten:

  • Safaris im Pilanesberg-Nationalpark (Elefanten-Safari, Jeep-Safari)
  • Heißluftballonfahrten
  • Hubschrauberrundflüge
  • Golf
  • Spa und Wellness
  • Reiten
  • Squash, Tennis, Volleyball
  • Wandern
  • Parasailing
  • Quad Biking
  • Jetski
  • Windsurfen und Wakeboarden
  • Wasserski
  • Konferenzen und Tagungen
  • Hochzeitsfeiern
  • Afrikanische Abende

Auszeichnungen [Bearbeiten]

  • 2000
    • World Travel Awards in the African Category: Africa’s Leading Hotel Group – Sun International Africa’s Leading Resort – Sun City Resort
  • 2001
    • Africa’s Leading Conference Hotel
      Sun City Resort, North West Province
    • Africa’s Leading Hotel
      Palace of the Lost City at Sun City Resort, North West Province
    • Africa’s Leading Hotel Group
      Sun International
    • Africa’s Leading Resort
      Sun City Resort, North West Province
  • 2002
    • Africa’s Leading Conference Hotel
      Palace of the Lost City at Sun City Resort, North West Province
    • Africa’s Leading Hotel Group
      Sun International
    • Africa’s Leading Resort
      Sun City Resort, North West Province
    • Conde Nast 2002 Readers Choice Awards
      Palace of the Lost City – Sun City – Nummer 11 der Top African Resorts
  • 2004
    • Fedhasa – Imvelo Tourism Awards
      Best Social Involvement Programme – Winner
  • 2007
    • Imvelo Award – Environmental Awards – Responsible Tourism

Literatur [Bearbeiten]

  • Tracey Hawthorne, Herman Potgieter u. a.: Sun City. Africa's kingdom of pleasure. Struik, Cape Town 1996, ISBN 1-86825-850-5.
  • Aljoscha Weskott, Maria Kesting (Hrsg.): Sun Tropes. Sun City and (Post-)Apartheid Culture in South Africa. August-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-941360-04-4. (Der begleitende Film Sunny Land erschien 2010.)
  • Spex. Nr. 327 (Juli/August 2010), S. 105f.

Weblinks [Bearbeiten]