Survivor (Band)

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Survivor
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock
Gründung 1977
Website www.survivormusic.com
Aktuelle Besetzung
Jimi Jamison (1984–1993; 2000–2006; seit 2011)
Dave Bickler (1977–1984; 1993–2000; seit 2011)
Gitarre, Gesang
Frankie Sullivan (seit 1977)
Keyboard, Gitarre
Chris Grove (seit 1997)
Billy Ozzello (200?-200?; seit 2006)
Marc Droubay (1980–1987; seit 1997)
Ehemalige Mitglieder
Keyboard, Gitarre, Gesang
Jim Peterik (1977–1996)
Schlagzeug
Gary Smith (1977–1980)
Bass
Stephen Ellis (1980–1987; 1997–200?)
Bass
Randy Riley (200?–2005)
Bass
Barry Dunaway (2005–2006)
Bass
Dennis Johnson (1977–1980)
Gesang
Robin McAuley (2006–2011)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[5]
Survivor
  US 169 29.03.1980 (7 Wo.)
Premonition
  US 82 24.10.1981 (25 Wo.)
Eye of the Tiger
  DE 31 13.09.1982 (23 Wo.) [1]
  AT 6 15.09.1982 (6 Wo.) [2]
  UK 12 21.08.1982 (10 Wo.) [3]
  US 2 26.06.1982 (41 Wo.)
Caught in the Game
  DE 63 26.09.1983 (3 Wo.) [1]
  US 82 22.10.1983 (9 Wo.)
Vital Signs
  CH 27 16.09.1984 (2 Wo.) [4]
  US 16 29.09.1984 (61 Wo.)
When Seconds Count
  US 49 08.11.1986 (24 Wo.)
Too Hot to Sleep
  DE 55 21.11.1988 (2 Wo.) [1]
  CH 23 13.11.1988 (3 Wo.) [4]
  US 187 05.11.1988 (2 Wo.)
Singles[6]
Somewhere in America
  US 70 23.02.1980 (12 Wo.)
Poor Man's Son
  US 33 17.10.1981 (14 Wo.)
Summer Nights
  US 62 20.02.1982 (8 Wo.)
American Heartbeat
  DE 55 13.12.1982 (9 Wo.) [1]
  US 17 25.09.1982 (16 Wo.)
Eye of the Tiger
  DE 13 13.09.1982 (29 Wo.) [1]
  AT 2 01.09.1982 (14 Wo.) [2]
  CH 6 29.08.1982 (31 Wo.) [4]
  UK 1 31.07.1982 (19 Wo.) [3]
  US 1 05.06.1982 (25 Wo.)
The One That Really Matters
  US 74 22.01.1983 (6 Wo.)
Caught in the Game
  US 77 22.10.1983 (5 Wo.)
The Moment of Truth
  US 63 16.06.1984 (7 Wo.)
I Can't Hold Back
  US 13 15.09.1984 (23 Wo.)
High On You
  US 8 26.01.1985 (17 Wo.)
The Search Is Over
  US 4 20.04.1985 (21 Wo.)
First Night
  US 53 17.08.1985 (9 Wo.)
Burning Heart
  DE 6 13.01.1986 (17 Wo.) [1]
  AT 6 15.02.1986 (14 Wo.) [2]
  CH 1 02.02.1986 (14 Wo.) [4]
  UK 5 01.02.1986 (11 Wo.) [3]
  US 2 02.11.1985 (22 Wo.)
Is This Love
  US 9 25.10.1986 (19 Wo.)
How Much Love
  US 51 21.02.1987 (9 Wo.)
Man Against the World
  US 86 09.05.1987 (5 Wo.)
Didn't Know It Was Love
  US 61 08.10.1988 (10 Wo.)
Across the Miles
  US 74 21.01.1989 (6 Wo.)
I'm Always Here
  DE 95 04.10.1999 (2 Wo.) [1]
[1]

[2] [4] [3]

[7]

Survivor ist eine US-amerikanische Rockband. Sie gehört zu den bekanntesten Vertretern des Genres der Rockmusik, den man heutzutage als AOR (häufig auch Melodic Rock oder Mainstream) bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und Durchbruch (1977–1982)[Bearbeiten]

Survivor wurde im Winter 1977 in Chicago gegründet. Federführend waren von Anfang an die beiden Songschreiber der Gruppe, Jim Peterik (Keyboard) und Frankie Sullivan (Gitarre). Sänger der Band wurde Dave Bickler, Gary Smith und Dennis Johnson spielten Bass bzw. Schlagzeug. 1978 schlossen die fünf Gründungsmitglieder einen Plattenvertrag mit Scotti Brothers Records. Das Debütalbum Survivor erschien 1980. Für Smith und Johnson stiegen jetzt Stephen Ellis und Marc Droubay ein. In der Besetzung Bickler, Peterik, Sullivan, Ellis, Droubay wurde das zweite Album Premonition eingespielt.

Der große Durchbruch kam 1982 mit dem Titel Eye of the Tiger, den die Gruppe eigens als Titelsong für den Film Rocky 3 – Das Auge des Tigers komponiert hatte. Rocky-Darsteller Sylvester Stallone hatte auf Empfehlung eines der Betreiber von Scotti Bros. Records, des Schauspielers Tony Scotti, die Band beauftragt, ein zeitgemäßes, rockiges Thema mit einem starken Beat zu produzieren. Eye of the Tiger hielt sich insgesamt sieben Wochen an der Spitze der US-Charts, gewann einen Grammy und wurde für den Oscar nominiert. Später wurde der eingängige Song vielfach in der Werbung eingesetzt, so unter anderem 2004 in einem amerikanischen Starbucks-Werbespot für ein neues Kaffeegetränk, in dem Survivor mit einer speziellen Version des Songs zu sehen sind. Auch das Album Eye of the Tiger war sehr erfolgreich. Eine ausgedehnte Tournee folgte.

Gipfel des Erfolgs und Abstieg (1983–1992)[Bearbeiten]

Nach zahlreichen kräfteraubenden Konzerten und den Aufnahmen zum vierten Album Caught in the Game beschloss Sänger Dave Bickler aufgrund von Stimmproblemen, die Gruppe zu verlassen; er wurde ersetzt durch den aus Memphis stammenden Jimi Jamison. Dieser Wechsel tat dem stetig wachsenden Erfolg der Gruppe keinen Abbruch: Bereits der erste gemeinsam mit Jamison aufgenommene Titel The Moment of Truth, der in dem Streifen Karate Kid Verwendung fand, platzierte sich in den US-Charts. Mit dem ebenfalls 1984 veröffentlichten fünften Studioalbum Vital Signs konnten Survivor ihre Spitzenstellung als keyboardorientierte Hardrockband behaupten; zwei Singles daraus, High on you und The Search is over, gelangten in die Top Ten der amerikanischen Hitparade, I can't hold back erreichte immerhin Platz 13.

In der Folge steuerten Survivor einen dritten Titel zu Film-Soundtracks bei: 1985 erschien Burning Heart, das für Rocky IV geschrieben wurde und wie Eye of the Tiger zu einem großen internationalen Charterfolg avancierte. Erst 1986, nach einer weiteren langen Tournee, fand die Band Zeit, ein neues Album aufzunehmen, welches den Titel When Seconds count trug und mit Is this love? einen weiteren Top Ten-Hit enthielt.

Das 1988 erschienene, von den Kritikern gelobte, aber kommerziell nicht besonders erfolgreiche Album Too hot to sleep zeigte Survivor dann nur noch als Trio: Ellis und Droubay waren mittlerweile gegangen, ohne durch vollwertige Gruppenmitglieder ersetzt zu werden. Im Studio und bei Konzerten nahmen Bill Synair und Mickey Curry (Schlagzeuger von Bryan Adams) ihre Plätze ein. Peterik und Sullivan waren sich nach der schwachen Reaktion auf Too hot to sleep zunehmend unsicher, ob und wie sie die Band weiterführen sollten. Jamison indes veröffentlichte 1991 sein erstes Soloalbum When Love comes down, arbeitete aber zunächst auch noch parallel mit Survivor.

Zweimal Survivor (1993–1999)[Bearbeiten]

1993 stieg Jimi Jamison endgültig aus, um sich ganz auf seine Solokarriere zu konzentrieren, wollte aber weiter unter dem Namen Survivor auftreten. Das führte zu langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen mit den anderen Bandmitgliedern. Letztendlich ergab der Gerichtsstreit, dass beide Parteien den Namen Survivor verwenden durften, wobei Jamisons neue Formation, zu der vor allem Christina Adamson (Gitarre/Gesang), Hal Butler (Keyboard/Gesang), Klay Shroedel (Schlagzeug/Keyboard) bzw. Pete Mendillo (Schlagzeug/Gesang) gehörten, nun unter der Bezeichnung Jimi Jamison’s Survivor firmierte. Erster und einziger Hit dieser Band wurde der von Jamison mitgeschriebene Song I’m always here, das bekannte musikalische Thema der amerikanischen Serie Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu.

Peterik und Sullivan hatten sich derweil (1993) im Zuge der Produktion einer Survivor-Greatest-Hits-Kompilation wieder mit dem alten Sänger Dave Bickler zusammengetan, der prompt für die nächsten Jahre seine angestammte Position einnahm. Es entstanden zahlreiche neue Songs, die jedoch nie das Tageslicht erblicken sollten, da kein neuer Plattenvertrag zustande kam. Bis zur Rückkehr Jamisons zu seinen alten Mitstreitern (2000) existierten jedoch fortan mehrere Jahre lang zwei Survivor-Formationen parallel.

1996 ging der langjährige Keyboarder Jim Peterik, um sich eigenen Projekten zu widmen, insbesondere seiner alten Band The Ides of March und der gemeinsam mit dem Sänger Toby Hitchcock neu formierten Gruppe Pride of Lions, die mittlerweile schon drei Studio-CDs, eine Live-CD & DVD herausgebracht hat. Außerdem wurde er als Songschreiber für andere aktiv, so etwa für 38 Special, die Band von Donnie Van Zant. Gitarrist Frankie Sullivan und Dave Bickler holten daraufhin 1997 Marc Droubay und Stephen Ellis zurück und verpflichteten mit Chris Grove einen neuen Keyboarder.

1999 veröffentlichten Jimi Jamison’s Survivor ihr einziges Album mit dem Titel Empires, welches neben neuem Material und einigen Live-Aufnahmen alter Survivor-Titel auch I’m always here in einer neuen Version enthielt. 2003 sollte diese CD nochmals unter dem Namen Jimi Jamison erscheinen.

Neuanfang und Zukunftspläne (ab 2000)[Bearbeiten]

2000 stieg Sänger Dave Bickler zum zweiten Mal aus; überraschend – wenn man die Querelen früherer Jahre bedenkt – kehrte nun Jimi Jamison zu Survivor zurück. Auch Bassist Stephen Ellis war mittlerweile zum zweiten Mal ausgeschieden; für ihn kam zunächst Billy Ozzello, dann Randy Riley und später an dessen Stelle Barry Dunaway.

Im April 2006 veröffentlichten Survivor in der Besetzung Jamison, Sullivan, Grove, Dunaway, Droubay mit Reach nach langer Zeit wieder ein Album, das komplett mit neuen Songs bestückt war und fast durchweg positiv rezensiert wurde. Im Juli desselben Jahres aber verließ Jamison nach Differenzen mit Sullivan erneut die Gruppe und wurde jetzt durch Robin McAuley ersetzt, der in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern zusammen mit Michael Schenker die McAuley Schenker Group gebildet hatte. Frankie Sullivan und Robin McAuley hatten sich 2002 bei den Aufnahmen zu McAuleys Soloalbum Business as usual kennengelernt. Aktueller Survivor-Bassist ist als Nachfolger von Barry Dunaway wiederum Billy Ozzello.

Momentan arbeitet die Band an einem neuen Album. Die Deutschland-Konzerte der letzten Tour im September 2007 wurden aus bisher unbekannten Gründen abgesagt. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, hat es niemals Verträge zwischen dem Veranstalter der Deutschland-Tour und der Band gegeben. Obwohl dem Veranstalter Werbung und Kartenvorverkauf durch die Band untersagt wurden, lief der Vorverkauf ungebremst weiter.[8] Anschließend behauptete der Veranstalter, dass die Absage angeblich aufgrund von Terminkollisionen einzelner Bandmitglieder verursacht sei.

Jimi Jamison hat unterdessen gemeinsam mit Dave Smith (Bass/Gesang), Jack Holder (Gitarre/Gesang), Tony Black (Keyboard), Kevin Stewart (Gitarre/Keyboard/Gesang) und seinem Mitstreiter Pete Mendillo (Schlagzeug/Gesang) – allesamt Musiker aus Memphis – The Jimi Jamison Band gegründet, die neben Survivor-Klassikern auch Coverversionen von Titeln der Gruppen ZZ Top (Jamison arbeitete mit ihnen zusammen), Cobra (eine ehemalige Band von Jamison) und Target spielt.

Anfang 2008 fanden sich Jimi Jamison und Jim Peterik wieder zusammen und unterschrieben für eine Platte bei Frontiers Records. Das Album, wurde zwischen Februar und Juli 2008 in Peteriks World Stage Studios in der Nähe von Chicago produziert und erschien am 7. November unter dem Namen Crossroad Moments.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • Survivor (1979)
  • Premonition (1981)
  • Eye of the Tiger (1982)
  • Caught In The Game (1983)
  • Vital Signs (1984)
  • When Seconds Count (1986)
  • Too Hot To Sleep (1988)
  • When Love comes down (Jimi Jamison) (1991)
  • Empires (Jimi Jamison's Survivor) (1999); (später unter Jimi Jamison neu veröffentlicht) (2003)
  • Reach (2006)
  • Crossroad Moments (Jimi Jamison) (2008)

Compilations/Soundtracks[Bearbeiten]

  • The Karate Kid Soundtrack (inkl. Moment of Truth) (1984)
  • Rocky IV Soundtrack (inkl. Burning Heart) (1985)
  • The Encore Collection - Extended Versions (1985)
  • Greatest Hits 1 (1990)
  • Greatest Hits 2 (1993)
  • Prime Cuts (1998)
  • Fire In Your Eyes – Greatest Hits (2001)
  • Ultimate Survivor (Best Of) (2005)

Singles[Bearbeiten]

  • Somewhere In America/Freelance (1980)
  • Rebel Girl/Freelance (1980)
  • Summer Nights/Summer Nights (extended) (1981)
  • Summer Nights/Love Is On My Side (1981)
  • Poor Man's Son/Love Is On My Side (1981)
  • Eye of the Tiger/Take You on a Saturday (1982)
  • Summer Nights/Take You On A Saturday (1982)
  • American Heartbeat/Silver Girl (1982)
  • Caught in the Game/Santa Ana Winds (1983)
  • I Never Stopped Loving You/Ready for the Real Thing (1983)
  • Slander/I Never Stopped Loving You (1983)
  • The One That Really Matters/Hesitation Dance (1983)
  • Everlasting/High on You (1984)
  • I Can't Hold Back/I See You in Everyone (1984)
  • The Moment of Truth/It Doesn't Have to Be This Way (1984)
  • High on You/Broken Promises (1984)
  • Burning Heart/Eye of the Tiger (1985)
  • The Search Is Over/It's The Singer Not The Song (1985)
  • First Night/Feels Like Love (1985)
  • Burning Heart/Feels Like Love (1985)
  • Backstreet Love Affair/How Much Love (1986)
  • Is This Love/Can't Let You Go (1986)
  • How Much Love/Backstreet Love Affair (1987)
  • Man Against the World/Oceans (1987)
  • Didn't Know It Was Love/Rhythm Of the City (1988)
  • Across the Miles/Burning Bridges (1989)

VHS[Bearbeiten]

  • Greatest Hits – The Video Collection (1993)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h DE-Singles: Hitbilanz Deutsche Chart Singles 1981-1990, Günter Ehnert (Hrsg.), Taurus Press 1991, ISBN 3-922542-44-1 / DE-Alben: Hitbilanz Deutsche Chart LP's 1962-1986, Günter Ehnert (Hrsg.), Taurus Press, ISBN 3-922542-29-8; Hitbilanz LP 1987-1990, Günter Ehnert (Hrsg.), Taurus Press, ISBN 3-922542-48-4
  2. a b c d Chartdiskografie Österreich
  3. a b c d British Hit Singles & Albums, 18th Edition, Guinness World Records Limited 2005, ISBN 978-1-904994-00-8
  4. a b c d e Chartdiskografie Schweiz
  5. US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  6. US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955-2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1
  7. Weitere Chartquellen: DE AT CH UK US
  8. Uhini.de