Tarazona

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Dieser Artikel behandelt eine spanische Gemeinde. Zum peruanischen Geistlichen siehe José Eduardo Velásquez Tarazona.
Tarazona
Blick auf Tarazona
Blick auf Tarazona
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Tarazona
Tarazona (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Saragossa
Koordinaten 41° 54′ N, 1° 43′ W41.904444444444-1.7225480Koordinaten: 41° 54′ N, 1° 43′ W
Höhe: 480 msnm
Fläche: 244,01 km²
Einwohner: 10.863 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 44,52 Einw./km²
Postleitzahl: 50500
Gemeindenummer (INE): 50251 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Offizielle Webpräsenz

Tarazona ist eine Stadt mit 10.863 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) in der spanischen Provinz Saragossa der Autonomen Gemeinschaft Aragonien. Die Stadt ist der Sitz der römisch-katholischen Diözese von Tarazona und Hauptort der Comarca Tarazona y el Moncayo.

Geschichte[Bearbeiten]

Während der römischen Kaiserzeit war das damalige Turiaso eine prosperierende Stadt, deren Einwohner volle römische Bürger waren. Die Stadt verfiel nach dem Untergang des römischen Reiches und wurde später maurisch. Im Jahre 1119 wurde die Stadt vom christlichen König Alfons I. und zum Sitz des neuen Bistums Tarazona ernannt. Der Bau der Kathedrale von Tarazona begann im 12. Jahrhundert im französischen gotischen Stil. Sie wurde 1232 geweiht. Im weiteren Verlauf des Mittelalters behielt Tarazona durch seine Lage an der Grenze von Kastilien, Navarra und Aragonien strategische Bedeutung. Im 14. Jahrhundert war die Stadt neun Jahre lang von kastilischen Truppen besetzt und die Kathedrale, insbesondere ihr ursprünglich romanischer Kreuzgang, wurde während dieser Zeit beschädigt.

Während des Mittelalters bestand die Stadtbevölkerung aus Christen, Juden und Muslimen. Die muslimische Präsenz war kann in der lokalen Architektur erlebt werden, die Kathedrale wurde später im Mudéjar-Stil umgebaut. Die Stadt erlitt eine schreckliche Krise, als zwischen 1610 und 1616 die „Moriscos“ (aufgrund eines königlichen Erlasses von 1502 getaufte Mauren) aus Aragonien vertrieben wurden. Im 20. Jahrhundert wurde Tarazona zu einem wichtigen Hersteller von Streichhölzern und Textilien, die jedoch Opfer eines seit den 1980er Jahren andauernden Strukturwandels wurden.

Der Cipotegato 2007

Die Stadt ist heute ein wichtiges touristisches Ziel mit verschiedenen Restaurants und Hotels.

Bevölkerungsentwicklung
1981 1991 1996 2001 2004 2006 2008 2010 2012
11.195 10.638 10.365 10.564 10.774 11.027 11.095 11.131 11.050

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1993 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Tarazona und der französischen Stadt Orthez in Aquitanien.[2]

In Tarazona geboren[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tarazona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. a.f.c.c.r.e – Annuaire des villes jumelees