The Beach

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Filmdaten
Deutscher Titel The Beach
Originaltitel The Beach
Produktionsland USA, UK
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
JMK 14
Stab
Regie Danny Boyle
Drehbuch John Hodge, Alex Garland
Produktion Andrew Macdonald
Musik Angelo Badalamenti
Kamera Darius Khondji
Schnitt Masahiro Hirakubo
Besetzung

The Beach (dt. Der Strand) ist ein Film von Danny Boyle aus dem Jahr 2000. Der Film beruht auf dem Roman Der Strand (Originaltitel: The Beach) des Engländers Alex Garland über eine abenteuerliche Rucksackreise in Thailand. Das Buch erschien 1996.

Inhaltsverzeichnis

Handlung [Bearbeiten]

Der amerikanische Student Richard Fischer macht Urlaub in Thailand. In einem alten Hotel in Bangkok trifft er einen verstörten Schotten, der sich Daffy Duck nennt. Dieser unterhält sich mit ihm und begeht tags darauf Selbstmord, wobei er Richard eine handgezeichnete Karte eines für normale Touristen unerreichbaren und versteckten Strandes hinterlässt. Zusammen mit dem französischen Paar Étienne und Françoise sucht Richard nun einen Weg zu dem das Paradies verheißenden Strand. Auf ihrem Weg gibt Richard zwei Amerikanern, Sammy und Zeph, die er auf Ko Samui trifft, eine Kopie der Karte.

Nachdem die Dreiergruppe zunächst mit einem gemieteten Boot auf eine Nachbarinsel im Ang-Thong-Nationalpark gefahren und dann einige Kilometer zur nächsten Insel geschwommen ist, den von einer Drogenorganisation genutzten Teil der Insel durchquert hat und einen Wasserfall hinabgesprungen ist, trifft sie schließlich auf eine Kommune, die den Strand in Besitz genommen hat und nur selten mit einem Boot Nahrungsmittel in der Zivilisation einkauft und Marihuana verkauft. Die Anführer der Kommune sind Sal, eine Amerikanerin mittleren Alters, und ihr Liebhaber Bugs, die fast diktatorisch herrschen. Neulinge sind zwar nicht willkommen auf der Insel, werden aber auch nicht wieder zurückgeschickt, um das Inselparadies nicht zu gefährden. Die Existenz des Orts soll geheim bleiben. Um in die Gruppe aufgenommen zu werden, müssen sich die drei Neuankömmlinge gegenseitig ein bestimmtes Brandzeichen auf den linken Oberarm einbrennen.

Ein paar Tage später wird Richard als Held der Gruppe gefeiert, nachdem er einen Hai mit einem Messer getötet hat, allein Bugs neidet ihm die Tat. Françoise und Richard werden ein Paar, worauf Étienne sich enttäuscht abwendet. Sal muss wegen Reismangel in die Zivilisation reisen. Dafür sucht sie einen Freiwilligen, der sie begleitet. Obwohl er sich nicht meldet, bestimmt Sal Richard zu ihrem Begleiter. Die beiden schreiben Einkaufswünsche der anderen auf, die sie erfüllen wollen. Bugs kommt als Letzter an die Reihe und quetscht Richard die Genitalien mit der Warnung, er soll sich ja nicht auf sexuelle Weise seiner Freundin nähern. Während der Reise bringt Sal Richard dennoch dazu, mit ihr zu schlafen. Es kommt zu einem Treffen mit den Touristen, denen Richard die Kopie der Karte hinterlassen hat. Er streitet dies vor Sal aber weiterhin ab.

Zurück auf der Insel tauchen Richards Bekannte nach ein paar Tagen am Strand der benachbarten Insel auf. Sal verurteilt ihn dazu, auf einem Felsen Wache zu halten, um die Karte zu vernichten, falls die Touristen zu landen versuchen. Sie erzählt im Camp von ihrer Affäre, woraufhin Françoise die Beziehung beendet. Richard entzieht sich immer mehr der Realität und bespitzelt die militanten Cannabisbauern. Er beobachtet, wie die ankommenden Touristen von den Cannabisbauern erschossen werden. Daraufhin versucht er, wieder Kontakt zu den Franzosen zu bekommen. Er, Étienne und Françoise erwägen, gemeinsam zu fliehen. Richard entscheidet sich mit beiden Franzosen zur Flucht. Er wusste, dass womöglich zeitnah die rebellierenden Cannabisbauern eintreffen werden. Richard bittet die beiden Europäer, sich am Boot zu treffen, er komme gleich nach. Heimlich in der Dunkelheit verhilft Richard in der darauffolgenden Szene einem bereits seit längerem nach einem Haifischbiss hilflosen, schwerverletzten Inselbewohner zum Tode. Da sich keiner außer Étienne um den Verletzten kümmerte, wurde dies in einer ausweglosen Situation als notwendige menschliche Warmherzigkeit in Betracht gezogen. Kurz darauf werden die Inselbewohner von den mit Schusswaffen ausgerüsteten Cannabisbauern überrascht, die die Gruppe unter Gewaltandrohung zum Verlassen der Insel auffordern. Sal weigert sich, woraufhin sie der Anführer der Cannabisbauern vor ein Ultimatum stellt: Falls die Gruppe auf der Insel bleiben will, soll Richard von Sal erschossen werden. Sal nimmt den Revolver und drückt ab, doch die entscheidende erste Patronenkammer des Revolver ist nicht geladen. Die Gruppe ist schockiert über Sal, da sie offenbar den Tod eines Menschen in Kauf genommen hätte. Bis auf Sal verlassen die Mitglieder der Gruppe daraufhin die Insel und kehren in ihr altes Leben zurück.

In der letzten Szene sieht man, wie Richard in einem Internetcafé eine E-Mail seiner Eltern erhält sowie eine E-Mail von Françoise, in der ein Gruppenfoto vom Strand zu sehen ist.

Hintergrund [Bearbeiten]

Der Drehort Maya Beach, Thailand

Ein Großteil des Filmes wurde auf der thailändischen Inselgruppe Phi Phi gedreht, unter anderen am Strand Maya Bay. Der Film unterscheidet sich sehr von der Vorlage, vor allem in Bezug auf die Beziehung zwischen Richard und Françoise.

Soundtrack [Bearbeiten]

  1. Snakeblood“ – Leftfield – 5:39
  2. Pure Shores“ – All Saints – 4:24 (war in den „UK Singles Charts“ auf Platz 1)
  3. Porcelain“ – Moby – 3:58
  4. Voices“ – Dario G featuring „Vanessa Quinones“ – 5:19
  5. 8 Ball“ – Underworld – 8:51
  6. Spinning Away“ – Sugar Ray – 4:24
  7. Return of Django“ – Asian Dub Foundation featuring Harry Beckett and „Simon De Souza“ – 4:17
  8. On Your Own (Crouch End Broadway Mix)“ – Blur – 3:32
  9. Yéké Yéké (Hardfloor Edit)“ – Mory Kante – 3:55
  10. Woozy“ – Faithless – 7:53
  11. Richard, It's Business As Usual“ – Barry Adamson – 4:17
  12. Brutal“ – New Order – 4:49
  13. Lonely Soul“ – UNKLE featuring Richard Ashcroft – 8:53
  14. Beached“ – Orbital (Band) and Angelo Badalamenti – 6:45


Die Songs „Touched“ von VAST und „Out of Control“ von The Chemical Brothers sind zwar im Film zu hören, auf der Soundtrack-CD aber nicht enthalten. Der Song "Spinning Away" von Sugar Ray ist in dem Film in einer anderen Version zu hören als der auf der Soundtrack-CD.

Score Soundtrack [Bearbeiten]

Man unterscheidet die komponierte Musik für einen Film („Score“ genannt) von weiteren Songs, die innerhalb eines Films verwendet werden, aber nicht eigens für ihn komponiert wurden.[1]

Der Score Soundtrack („The Beach – Motion Picture Score“) wurde von Angelo Badalamenti komponiert.

  1. Bizarre City
  2. Beach Theme (Swim to Island)
  3. Vision of Fantasy
  4. Mournful Myth
  5. Starnight
  6. Killing Fields
  7. Blue Sex
  8. Beach Theme (Mythical Waters)
  9. Grassmark
  10. Daffy's Done
  11. Mystery of Christo
  12. Pure Victims
  13. Pursuit of a Shark
  14. Waterfall Cascade
  15. Dreamburst

Nachwirkung [Bearbeiten]

Finanzieller Erfolg [Bearbeiten]

The Beach entstand mit einem Budget von ca. 50 Mio. US-Dollar.[2] Er spielte weltweit etwas mehr als 143 Mio. US-Dollar ein, fast 40 Mio. davon in den Vereinigten Staaten.[3]

Zeitgenössische Kritik [Bearbeiten]

Roger Ebert bewertete The Beach mit 2 von 4 Sternen und nannte ihn einen „verworrene[n] Film, der drei oder vier Versuche macht, ein besserer Film zu sein, aber keinen davon zu Ende bringt.“[4]

Nataly Bleuel urteilte auf Spiegel Online, „die kluge Geschichte“ des Films würde „dümmlich, platt und harmlos [...] verspielt.“ Das Hauptproblem des Films sah sie darin, dass die Hauptrolle von dem „charmanten amerikanischen Milchgesicht Leonardo DiCaprio“ gespielt werde. Dieser sei „zu glatt, um verrückt zu sein.“[5]

Sascha Westphal zeigte sich weniger kritisch und schrieb in der Welt, Danny Boyle habe mit The Beach „das "Apocalypse Now" unserer Zeit gedreht.“[6]

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Film score, englische Wikipedia
  2. Box office / business for The Beach. Abgerufen am 9. Mai 2013.
  3. WorldwideBoxoffice. Abgerufen am 9. Mai 2013.
  4. Roger Ebert: The Beach. rogerebert.com, 11. Februar 2000, abgerufen am 9. Mai 2013 (englisch): „"The Beach" is a seriously confused film that makes three or four passes at being a better one and doesn't complete any of them.“
  5. Nataly Bleuel: "The Beach": Teflonparadies statt Höllentrip. Spiegel Online, 12. Februar 2000, abgerufen am 9. Mai 2013.
  6. Sascha Westphal: Apocalypse Now im Club Med. Die Welt, 12. Februar 2000, abgerufen am 9. Mai 2013.

Weblinks [Bearbeiten]