The Crystal Method

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Crystal Method (2006)

The Crystal Method ist ein Produzenten- und DJ-Duo aus Las Vegas. Ihre Musik bewegt sich im Bereich Big Beat und Breakbeat. Oft werden sie als US-amerikanische Antwort auf The Chemical Brothers und The Prodigy bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Als eine der wenigen Big-Beat-Künstler aus den USA haben sich The Crystal Method einen durchaus großen Namen aufgebaut. Ken Jordan und Scott Kirkland lernten sich ursprünglich beim Schulradio kennen und kamen erst über ein paar Hürden zu dem Stil, für den sie heute weltberühmt sind. Stark beeinflusst von der Los-Angeles-Rave-Szene und Heavy Metal gründen sie 1993 The Crystal Method, was zuvor noch eine Witzphrase eines Freundes gewesen war, der sich damit über die Tatsache lustig machte, dass die beiden auf dieselbe Frau standen (namens Crystal). Des Weiteren sagten sie später auch, dass der Name im Bezug zur Droge Crystal Meth stehe, was auch damit belegt werden kann, dass das zweite Studioalbum Tweekend genannt wurde (engl. to tweek ist ein Ausdruck des Konsums von Crystal Meth). Der erste Release aus dem gemeinsam gegründeten Bomb Shelter Studio war Now Is The Time, der Folgerelease Keep Hope Alive sorgte dann binnen kürzester Zeit für Weltbekanntheit.

Albengeschichte[Bearbeiten]

Nachdem 1997 das Album Vegas veröffentlicht worden war, stand die Szene quasi Kopf. Da in den USA sämtlicher elektronischer Sound schlichtweg als Techno bezeichnet wird, war es anfänglich hart, Fuß zu fassen. Dennoch erreichten Scott und Ken mit dem Album bald auch Europa und Australien, wo ihre Produktionen mit offenen Armen empfangen wurden. Fast jeder Track von Vegas wurde mindestens einmal für eine Film- (The Replacement Killers, Romeo Must Die, Zoolander, Gone In 60 Seconds, Spawn, Blade: Trinity, Driven, Stigmata etc.), Videospiel- (Need for Speed, Splinter Cell, FIFA Soccer etc.), Trailer- (The Matrix, Verrückt/Schön) oder Fernsehproduktion (Third Watch, CSI: Den Tätern auf der Spur etc.) verwendet.

2002 sollte die kreative Pause und damit lange Wartezeit der Fans mit Tweekend belohnt werden. Kollaborationen mit Scott Weiland von den Stone Temple Pilots, DJ Swamp von Beck, Fiona Apple und Tom Morello von Rage Against the Machine sollten ebenso für Abwechslung sorgen. Das Album präsentierte sich in einem düsteren Gewand, groovig, funky, dreckig und gewohnt dick. Name of the Game bescherte ihnen sogar bei den MTV Music Awards 2002 eine Nominierung als Best Newcomer.

Das kommerziell am meisten anerkannte Album ist Legion of Boom, das 2004 in die Läden kam. Features mit Rahzel von The Roots, Ex-Kyuss-Sänger John Garcia und Wes Borland von Limp Bizkit machten zwar Schlagzeilen, dennoch kam das Album bei den Fans eher durchschnittlich an. Dem Pop-Standard der Zeit entsprechend ist das Werk stark mit Kompressoren bearbeitet worden, sodass kaum mehr Dynamik vorhanden ist und erinnert inhaltlich stark an frühere Werke.

Radioshow und DJing[Bearbeiten]

Auf dem Radiosender Indie 103.1 hatten Scott und Ken bis 2008 eine Show, die ganz dem Big Beat gewidmet war und vor allem versuchte, aufstrebenden Künstlern eine Plattform zu bieten, die auch wahrgenommen wird. 2004 spiegelte sich dies im veröffentlichten DJ-Mix-Album Community Service wider, das 2006 auch gleich einen Nachfolger fand und sich vor allem der britischen Big-Beat-Szene widmet.

Als DJs sind The Crystal Method weltweit begehrt und bei Shows meistens ausgebucht. Der von ihnen gespielte Sound wird vor allem für Clubbings, Fashion Shows oder Produktpräsentationen (und folgende Aftershow-Partys) verwendet.

Remixing[Bearbeiten]

Im Vergleich zu anderen Künstlern des Genres verhält sich The Crystal Method bezüglich Remixing überraschend zurückhaltend. Nur wenige Remixes sind bis jetzt veröffentlicht worden. Die bekanntesten hier sind sicherlich Points of Authority von Linkin Park (dieses Lied auf der iTunes Deluxe-Version von Hybrid Theory erhältlich), Renegades of Funk von Rage Against The Machine und Boom von P.O.D.. Obwohl Community Service und Community Service II auch stark von selbst hinzugefügten Elementen geprägt sind, finden sich ungewöhnlich wenige Remix-Releases auf dem öffentlichen Markt.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1997: Vegas
  • 2002: Tweekend
  • 2004: Legion of Boom
  • 2005: London (Soundtrack)
  • 2006: Drive
  • 2009: Divided By Night
  • 2014: The Crystal Method

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2004: Community Service
  • 2005: Community Service II

Computerspiele[Bearbeiten]

Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 1996: Keep Hope Alive (Maxi)
  • 1997: (Can’t You) Trip Like I Do (feat. Filter)
  • 2002: PHDream (feat. Bubba Sparxxx)
  • 2004: Weapons of Mad Distortion (für den Film Blade Trinity)
  • 2006: Drive: Nike+ Original Run (Soundtrack zum Laufen)
  • 2007: Vegas (Deluxe Edition) (Remixe von TRE, Koma & Bones, Deadmau5, etc.)
  • 2009: Slipstream (Slimmed Down Mix, feat. Jason Lytle)

Charts[Bearbeiten]

Jahr Titel Charts
D US US Independent UK A CH SV F NOR FIN NZ
1997 Vegas 92
2001 Tweekend 32
2002 Community Service 160 15
2004 Legion of Boom 36
2005 Community Service 2 31
2009 Divided By Night 38

Weblinks[Bearbeiten]