The Elder Scrolls IV: Oblivion

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Die Einzigen belegten Inhalte sind Fanmods und inoffizielle Patches, Rezeption fehlt komplett
The Elder Scrolls IV: Oblivion
TES4 logo.png
Studio Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethesda Softworks
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 2K Games (PC, Xbox 360)
FrankreichFrankreich Ubisoft (PS3)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethesda Softworks
Leitende Entwickler Todd Howard (Executive Producer)
Ken Rolston (Lead Designer)
Erstveröffent-
lichung
Win, Xbox 360
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 20. März 2006
AustralienAustralien 23. März 2006
Europaische UnionEuropäische Union 24. März 2006
PlayStation 3
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 20. März 2007
AustralienAustralien 26. April 2007
Europaische UnionEuropäische Union 27. April 2007
Plattform Windows, Xbox 360 (nur PAL-60), PlayStation 3
Spiel-Engine Gamebryo
Genre Rollenspiel
Thematik Fantasy
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus & Tastatur, Gamepad
Systemvor-
aussetzungen
Pentium 4 2 GHz, 512 MB RAM, 3D-Grafikkarte mit 128 MB RAM, DirectX 9.0c
4,6 GB freier Speicherplatz, Windows XP oder neuer
Medium DVD-ROM, Blu-ray Disc, Download
Sprache Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch
Aktuelle Version 1.2.0416 (10. Mai 2007)
UOP 3.4.4 (30. Juni 2013, Community-Patch)[1]
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 16 Jahren empfohlen

The Elder Scrolls IV: Oblivion ist der vierte reguläre Teil der The Elder Scrolls-Serie. Veröffentlichungstermin war der 24. März 2006. Ort der Handlung ist die Provinz „Cyrodiil“ auf dem Kontinent „Tamriel“ in der Welt „Nirn“. Publisher ist das Take-2-Label 2K Games.

Das Spiel zeichnet sich durch eine, relativ zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, sehr detaillierte Grafik, hohe NPC- und Gegner-KI und physikalisch korrektes Verhalten von beweglichen Gegenständen aus. Außerdem ist die Spielwelt offen: Lineares Schritt-für-Schritt-Vorgehen ist (abgesehen von der Hauptquest) nicht oder nur teilweise notwendig. Der Held kann sich wie in einer „echten“ Welt frei bewegen. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde die Welt jedoch verkleinert und durch verschiedene Veränderungen wie der Einschränkung der Fertigkeitenanzahl und der Überarbeitung des Reisesystems, vereinfacht.

Bei der Dimension Oblivion handelt es sich um eine Art Paralleluniversum, das von den so genannten Daedra bewohnt wird. Daedra ist ein Sammelbegriff für verschiedene Spezies, darunter Götter (die Daedra-Fürsten und Prinzen) und Dämonen (z. B. Skamps, Daedroths und Dremora).

Handlung[Bearbeiten]

Schon lange ist Kaiser Uriel Septim VII. zu schwach, um seine Regierungsgeschäfte zu tätigen. Der Lordkanzler Ocato hat einen Großteil der Aufgaben übernommen und steht dem altersschwachen Kaiser mit Rat und Tat zur Seite. Doch Uriel Septim hat viele Feinde, die seinen Tod wünschen. Eine Gruppe Meuchelmörder versucht den Kaiser zu töten. Nachdem seine drei bekannten Söhne von den Meuchelmördern getötet worden sind, die dem Daedrakult Die mythische Morgenröte angehören, flieht er durch die Geheimgänge des Palastes. Ein Gardist nach dem anderen lässt sein Leben und der Kaiser ist gezwungen, einen Weg zu wählen, der direkt durch die Gefängniszelle eines Gefangenen führt. Dieser Gefangene ist der Spieler selbst; er schließt sich nach einer Weile unfreiwillig den Wachen an und erlebt wenig später einen tödlichen Angriff der mythischen Morgenröte auf den Kaiser. In seinen letzten Atemzügen überreicht Uriel Septim VII. das Amulett der Könige und bittet den Gefangenen, den unehelichen Sohn und damit letzten Thronerben zu finden, der die Tore zum Reich des Vergessens (Oblivion-Tore) mit Hilfe des Amuletts schließen kann. Das Amulett wird im Verlauf des Spiels vom Kult an sich gerissen, woraufhin der Spieler versuchen muss, mit Hilfe des unehelichen Kaisersohns Martin ein Portal herzustellen, mit dem das Amulett zurückgeholt werden kann. Außerdem beinhaltet das Spiel die Magier-, Diebes- und Kriegergilde sowie die dunkle Bruderschaft, zu deren Oberhaupt der Spieler aufsteigen kann. Auch kann man sich den Klingen – den Leibwächtern des Kaisers – anschließen sowie in den einzelnen Fürstentümern Titel erringen (beispielsweise Ritter des weißen Hengstes). Darüber hinaus bieten sich dem Spieler neben dem eigentlichen Handlungsstrang noch zahlreiche gildenbezogene Zusatzaufgaben sowie eine Unmenge Nebenquests, die er dazu nutzen kann, sich mit der Spielwelt vertraut zu machen und seinen Reichtum und Ruhm zu mehren.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Der Spieler legt in diesem Rollenspiel selbst fest, wie er es spielen möchte. Zu Beginn entscheidet er, welcher der fiktiven Rassen, wie dem menschlichen Kaiservolk oder den Elfen (darunter die Dunkelelfen, Waldelfen und Hochelfen) er angehören will. Das beeinflusst seine Fähigkeiten und Neigungen entscheidend. Die Wahl der Klasse (des Berufes), wie beispielsweise Meuchelmörder oder Ritter beeinflusst die Haupthandlung allerdings nicht. Der Spieler kann mehreren sogenannten „Gilden“ beitreten, als Gladiator kämpfen und frei die Spielwelt erkunden, auch zu Pferde. Hilfreich ist dabei die Karte. Sie zeigt dem Spieler alle Missionsziele und Orte an und bietet die Möglichkeit, an einen bestimmten Ort zu reisen (sofern er diesen zuvor schon einmal besucht hat) und bestimmte Orte mit einer Markierung zu versehen. Diese Markierungen werden auch auf dem Kompass angezeigt, den es vorher noch nicht gab, der aber die Orientierung extrem vereinfacht. Weiterhin gibt es viele Ausrüstungsgegenstände, die verzaubert werden können, z. B. an Altaren der Magiergilde oder mit einem Siegelstein (magischer Stein, der die Tore zwischen Tamriel und der Welt von Oblivion aufrechterhält).

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

The Elder Scrolls IV: Oblivion wurde als vierter Teil der The Elder Scrolls-Serie von Bethesda Softworks entwickelt. Die Musik komponierte Jeremy Soule, der bereits den Vorgänger Morrowind musikalisch untermalte.

Das Spiel ist am 24. März 2006 für die Xbox 360 und den PC durch 2K Games erschienen. Am 26. April 2007 wurde es auch auf der PlayStation 3 von Ubisoft veröffentlicht.

Deutsche Übersetzung[Bearbeiten]

Aufgrund der Entscheidung von Bethesda, das Spiel durch eigene Mitarbeiter in kurzer Zeit ins Deutsche zu übersetzen, kam es zu einigen sprachlichen und grammatikalischen Ungenauigkeiten: So bezeichnet beispielsweise „Schw.Tr.d.Le.En.W.“ den „Schwachen Trank der Lebensenergie-Wiederherstellung“ oder der Zauber „Feuerball“ fälschlicherweise einen Heilzauber. Des Weiteren wurden einige Formulierungen sowie Missionstexte nur zum Teil (oder gar nicht) aus dem Englischen übersetzt. Manchmal fehlt die Übersetzung ganz, wie z. B. gate to Oblivion. Außerdem fehlt zum Teil auch die Synchronisation der gesprochenen Texte der NPCs und auch die Untertitel stimmen nicht immer mit dem Gesprochenen überein. Häufig kann es aber auch sein, dass die Sprachausgabe nicht funktioniert und man Untertitel lesen muss.[2] Im Gegensatz zum Hauptspiel enthalten die Add-ons Knights of the Nine und Shivering Isles nur noch wenige Übersetzungsfehler.

Bis 2007 veröffentlichte Bethesda mehrere Patches, mit denen man die teilweise gravierenden Gameplay- und Übersetzungsfehler zu beheben versuchte.

Erweiterungen[Bearbeiten]

Im Add-on Knights of the Nine werden die gleichnamige Fraktion und mittels Download die offiziellen Plug-ins hinzugefügt. In Knights of the Nine ist Umaril der Ungefiederte (das Kind eines Daedra-Prinzen und eines Elfen) zu bekämpfen, nachdem dieser ein Massaker in einer Kapelle anrichtet und ein Prophet auftaucht, der verkündet, dass Umaril Unheil bringen wird. Im Laufe der Questreihe sammelt der Spieler Artefakte der Neun Göttlichen, die ihn im Kampf gegen den „Ungefiederten“ stärken. In der in den Läden erhältlich gewesenen Version waren zudem andere kleinere DLCs enthalten, die kleinere Quests hinzufügten oder es beispielsweise ermöglichten Rüstungen für Pferde zu kaufen.[3]

Im Add-on Shivering Isles befindet sich der Spieler im Reich des Daedra-Prinzen des Wahnsinns, Sheogorath. Sheogorath bittet ihn, ihm zu helfen, den Grauen Marsch aufzuhalten, bei dem der Daedra-Prinz der Ordnung, Jyggalag, über die Shivering Isles herfällt und diese zerstört. Dieses passiert, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt, am Ende jeder Ära (also bisher dreimal). Anschließend wurden die Shivering Isles immer wieder von Sheogorath aufgebaut. Am Ende wird man sogar selbst zum Prinz des Wahnsinns, Sheogorath.

Im September 2007 bekam Oblivion schließlich seine „Game of the Year Edition“, die neben dem „Mini“-Add-on Knights of the Nine auch die größere Erweiterung Shivering Isles enthält.

Community-Patches[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Supports des Hauptspiels im Mai 2007 mit dem Patch 1.2.0416 begann die Spiel-Community selbst verbliebene Bugs und Unzulänglichkeiten im Spiel zu beheben. Die letzte Iteration v3.4.4 des Unofficial Oblivion Patch genannten Community-Patches aus dem Jahre 2013 behebt über 2500 verbliebene Fehler im Spiel.[1]

Auch für die in der originalen Version gehäuft vorkommenden Übersetzungsfehler existieren Korrekturen aus der Fangemeinde.[4][5] Da die Konsolenversionen nicht durch das Constructionset erweitert werden können, fehlt hier aber diese Möglichkeit.

Fan-Erweiterungen[Bearbeiten]

Aufgrund eines bereitgestellten Modding-SDKs existieren zahlreiche Fan-Mods für Oblivion, die es ermöglichen neben neuen Spielobjekten (Waffen, Kleidungsstücken und Gebäuden) auch ganze Questreihen hinzufügen.

Seit Juli 2010 existiert außerdem die erste kostenlose deutschsprachige Total Conversion („Komplettumwandlung“, eine Modifikation, die das gesamte Spiel verändert und durch neue Inhalte ersetzt) von Oblivion. „Nehrim – Am Rande des Schicksals“[6][7] spielt auf dem gleichnamigen Kontinent und ist größer als die Welt in Oblivion. Neben einer eigens für das Spiel aufgenommenen neuen Vertonung der Charaktere bietet Nehrim außerdem bessere Texturenpakete, neue Soundeffekte und natürlich eine neue Haupthandlung nebst diverser Nebenaufgaben. Entwickelt wurde das Spiel von dem nicht-kommerziellen Spielestudio „SureAI“.[8]

Rezeption[Bearbeiten]

Oblivion wurde überwiegend positiv von der Presse besprochen, erhielt mehrere Auszeichnungen und war auch ein kommerzieller Erfolg. Jedoch wurde teilweise die technische Umsetzung kritisiert da das Spiel zum Veröffentlichungszeitpunkt erheblich fehlerbehaftet war. Mit späteren Patch Veröffentlichungen konnte Bethesda die meisten Probleme beheben, wodurch sich das Spiel erst weit nach dem eigentlichen Release ungestört spielen lässt.

Kritik an der deutschen Übersetzung[Bearbeiten]

Die deutsche Version von Oblivion erhielt viel Kritik in der deutschsprachigen Presse aufgrund der bereits erwähnten Entscheidung von Bethesda, das Spiel durch eigene Mitarbeiter in kurzer Zeit ins Deutsche zu übersetzen. Die vielen sprachlichen und grammatikalischen Ungenauigkeiten und Fehler hatten zur Folge, dass das Spiel sowohl von den Käufern, als auch von Spielemagazinen kritisiert bzw. abgewertet wurde.

DLC-Kritik[Bearbeiten]

Kritik erfuhr Oblivion auch für die angebotenen DLC-Inhalte. Ganz speziell die „Pferderüstungs-DLC“ auf dem Xbox Live Marktplatz erlangte Bekanntheit als berüchtigtes Negativbeispiel für überteuerte und nutzlose DLC-Inhalte.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Quarn & Kivan: Unofficial Oblivion Patch 3.4.4 (englisch) tesnexus.com. 30. Juni 2013. Abgerufen am 22. September 2013: „Unofficial Oblivion Patch by Quarn & Kivan. […] This mod is a joint effort to fix the vast amount of bugs currently existing in Oblivion v1.2.0.416, fixing over 2,500 bugs so far!
  2. pcgames.de: pcgames.de zu den Übersetzungsfehlern. Abgerufen am 12. November 2012.
  3. Gamestar.de: publizierte Kritik mit Fazit und Fakten zum Add-on Knights of the Nine (PC)
  4. Bretone & havok2: Oblivion Deutsch 5.1. pagan-tes-mods.com. 24. Januar 2012. Abgerufen am 22. September 2013: „Das Projekt Oblivion Deutsch versteht sich seit Anbeginn der Arbeiten im Jahre 2006 als inoffizieller Sprachfix für The Elder Scrolls IV: Oblivion.
  5. PelzR: (Mod-Übersetzung) Unofficial Oblivion Patch & Unofficial SI Patch & Unofficial KotN Patch. scharesoft.de. 21. Juli 2013. Abgerufen am 22. September 2013: „hatte ich mich vor kurzem entschlossen die aktuelle Version 3.4.2 nochmals zu übersetzen
  6. nehrim.de: Homepage des Mod-Projektes. Abgerufen am 25. Februar 2011.
  7. Kevin Stich: Test zu Nehrim bei Gamers Global. In: gamersglobal.de. Abgerufen am 25. Februar 2011.
  8. sureai.net: Homepage von SureAI. Abgerufen am 25. Februar 2011.
  9. Jim Sterling: Oblivion’s Horse Armor DLC still selling! (englisch) Destructoid. 13. März 2011. Abgerufen am 18. Juni 2013: „The „Horse Armor“ downloadable content for The Elder Scrolls IV: Oblivion has become notorious as the premier example of bad DLC. It’s a pointless waste of money that gives something totally useful to a non-character you’ll barely use.