The Hooters

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The Hooters
The Hooters live in Hamm, 2007
The Hooters live in Hamm, 2007
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock
Gründung 1980
Auflösung 1995
Neugründung 2001
Website www.hootersmusic.com
Gründungsmitglieder
Eric Bazilian
Rob Hyman
David Uosikkinen
Gitarre
John Kuzma (bis 1983)
Bobby Woods (bis 1983)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre, Mandoline,
Saxofon, Flöte
Eric Bazilian
Gesang, Hammondorgel, Akkordeon, Keyboard,
Melodica
Rob Hyman
Schlagzeug, Percussion
David Uosikkinen
Gitarre, Mandoline, Gesang
John Lilley (seit 1983)
Bass, Gesang
Fran Smith, Jr. (seit 1988)
Ehemalige Mitglieder
Bass, Gesang
Rob Miller (1983–1984)
Bass, Gesang
Andy King (1984–1987)
Mindy Jostyn (1992–1993)

The Hooters sind eine US-amerikanische Rockband aus Philadelphia, Pennsylvania, die 1980 gegründet wurde. Internationale Bekanntheit erlangte die Band durch ihren Auftritt beim Live-Aid-Festival am 13. Juli 1985 in Philadelphia. Mit Liedern wie All You Zombies, Johnny B. und Satellite wurden einige Chartplatzierungen erzielt. Die Bandmitglieder Eric Bazilian und Rob Hyman sind auch als Songwriter, Produzenten und Musiker für andere Künstler aktiv.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge (1980–1984)[Bearbeiten]

Eric Bazilian und Rob Hyman, die sich an der University of Pennsylvania kennenlernten, hatten mit dem Studiomusiker, Produzenten und Songschreiber Rick Chertoff und mit dem Sänger David Kagan in den 1970er Jahren bereits in der Band Baby Grand musiziert und zwei LPs auf Arista Records veröffentlicht. Schlagzeuger David Uosikkinen, Gitarrist John Vincent Kuzma (* 1951; † 1. Juli 2011)[1] und Bassist Bobby Woods (* 1951; † 8. Dezember 2010)[2] waren in Levittown, Pennsylvania unter dem Namen Hot Property aktiv und gehörten gemeinsam mit Bazilian und Hyman 1980 zu den Gründungsmitgliedern von The Hooters (deutsch: Hupe, Sirene). Sie benannten sich nach ihrem Markenzeichen, der Hohner Melodica.

The Hooters spielten ihr erstes Konzert am 4. Juli 1980 im Club Mattie’s Place in Levittown und traten in der Folgezeit hauptsächlich in der Clubszene von Philadelphia auf.[3] Mit einer Mischung aus Folk-Rock und Rock sowie mit Einflüssen aus Reggae und Ska konnte die Band in ihrer Anfangszeit lokale Erfolge verbuchen. Zu ihrem Repertoire gehörten auch Coverversionen von Peter Tosh, Bob Marley und The Yardbirds. Am 25. September 1982 spielten sie als Vorgruppe von The Clash, Santana und The Who im John F. Kennedy Stadium von Philadelphia.

Kurz darauf trennte sich die Band, als Bazilian und Hyman gebeten wurden, am Debütalbum She’s So Unusual von Cyndi Lauper mitzuwirken. Hyman war als Co-Autor an dem Nummer-eins-Hit Time After Time beteiligt. Lauper bedankte sich später dafür, indem sie auf der 1993er Single Boys Will Be Boys den weiblichen Part sang.

Als es 1983 zu der Wiedervereinigung von The Hooters kam, waren Kuzma und Woods nicht mehr dabei. Sie wurden durch John Lilley and Rob Miller ersetzt, die vorher mit Robert Hazard in dessen Band Heroes gespielt hatten. Im selben Jahr veröffentlichten The Hooters ihr erstes Independent-Album Amore, das sich mehr als 100.000 Mal verkaufte. Dieses Album enthielt bereits Titel wie All You Zombies, Hanging on a Heartbeat und Fightin’ on the Same Side, die in weiteren Versionen auf den folgenden Alben wieder auftauchen sollten.

Im Jahre 1984 unterzeichneten The Hooters einen Plattenvertrag bei dem Major Label Columbia Records.

Wandlung zum Mainstream (1985–1989)[Bearbeiten]

Mit Nervous Night (1985) verkauften The Hooters weltweit 2.000.000 Kopien und erreichten somit Platinstatus. Das Album beinhaltete Hits wie Day by Day (USA #18), And We Danced (USA #21) und Where Do the Children Go (USA #38). Das Rolling Stone Magazin gab ihnen den Titel „Best New Band of the Year“. Im selben Jahr waren sie der Opener des Live-Aid-Konzerts in Philadelphia und tourten sehr erfolgreich durch Australien. Am 22. November 1986 gewannen The Hooters bei der 8. Billboard Annual Video Music Conference gleich zwei Preise: „Best Concert Performance“ für den Titel Where Do the Children Go und „Best Longform Program“ für das Nervous-Night-Home-Video.

1987 feierten The Hooters ihren ersten kommerziellen Erfolg in Europa. Nachdem die Single Satellite aus dem Album One Way Home häufig im englischen Radio gespielt wurde, schaffte sie es bis auf Platz 22 der britischen Charts. Im Jahre 1989 erfolgte ihre letzte Veröffentlichung für Columbia Records: Zig Zag, ein Album mit politisch orientierten Themen, auf dem Peter, Paul and Mary als Backgroundsänger im 1960er-Jahre-Remake 500 Miles zu hören sind.

Internationaler Erfolg (1990–1995)[Bearbeiten]

Mit Beginn der 1990er Jahre begann der Erfolg von The Hooters in den Vereinigten Staaten langsam zu bröckeln, während ihre Popularität in Europa zunahm. Am 21. Juli 1990 trat die Band bei dem The-Wall-Konzert von Roger Waters in Berlin auf. Von 1992 bis 1993 wurden The Hooters an der Violine und dem Gesang durch Mindy Jostyn (1956–2005) verstärkt. Sie verließ die Band jedoch bald wieder, um mit anderen Künstlern bzw. an Soloalben zu arbeiten.

1993 veröffentlichten sie ihr Album Out of Body für MCA Records. Das Album war kein großer kommerzieller Erfolg in den USA, jedoch in Europa, speziell in Deutschland und Schweden. Die dritte Single aus diesem Album, Private Emotion, die später von Ricky Martin gecovert wurde, erschien auch auf Deutsch (Single Heimliche Sehnsucht), wobei der deutsche Text in Zusammenarbeit mit Heinz Rudolf Kunze entstand.

The Hooters Live, aufgenommen an zwei Abenden im Dezember 1993 in Bonn und Osnabrück, wurde in Europa und Asien 1994 veröffentlicht, aber nicht mehr in den Vereinigten Staaten.

Gegen Ende des Jahres 1995 trennte man sich, um vielfältige Soloprojekte – auch außerhalb der Musik – zu verwirklichen. Bemerkenswert ist besonders die Zusammenarbeit mit Joan Osborne (One of Us) und Robbie Williams (Old Before I Die). One of Us wird heute auch von den Hooters selbst live gesungen, wobei auch eine deutschsprachige Version zum Repertoire gehört, die mit Hilfe der Gruppe Erdmöbel aus Köln entstand.

Wiedervereinigung (2001–heute)[Bearbeiten]

Im November 2001 spielte die Band beim Jubiläumskonzert für den berühmten DJ Pierre Robert aus Philadelphia, der Anfang der 1980er Jahre als erster die Hooters im Radio spielte. Im Jahre 2003 tourten The Hooters mit großem Zuspruch durch 17 Städte Deutschlands. Durch diese Tour angespornt kamen sie in den beiden folgenden Jahren wieder und tourten auch durch die Schweiz und Schweden. Am 11. Mai 2004 bekamen The Hooters den Lifetime Achievement Award der Philadelphia Music Awards verliehen.[4]

Im Jahre 2007 veröffentlichten sie mit Time Stand Still ein neues Studioalbum. Auf diesem finden sich außer dem gewohnten Folkrock-Sound auch eine Coverversion des Don-Henley-Klassikers Boys of Summer. Die anschließende Tour führte sie dann durch Deutschland, Schweden, die Niederlande und die Schweiz. Im Mai, Juni und Juli 2008 fanden weitere Konzerte in Norwegen, Schweden, der Schweiz und vor allem in Deutschland u. a. dem 10. Schlossgrabenfest in Darmstadt statt.

Seit Ende November 2008 ist das Doppel-Livealbum Both Sides Live im Store der Bandwebsite erhältlich. Die erste CD wurde bei zwei Konzerten im November 2007 in Philadelphias Electric Factory aufgenommen. Auf der zweiten CD befinden sich Akustikversionen von zwölf Hooters-Songs, die die Band am 28. Februar 2008 und 1. März 2008 vor kleinem Publikum in Rob Hymans Elmstreet Studios einspielte. Begleitet wurden sie hierbei auf der Geige von Gastmusikerin Ann-Marie Calhoun.[5] Am 24. April 2009 wurde das Album von Neo/Sony in Europa veröffentlicht[6] und im Sommer 2009 auf einer Deutschland-Tournee promotet.

Am 9. Juli 2010 kam die EP Five by Five mit fünf neuen Songs auf den Markt. Darunter auch das Stück Pissing in the Rhine, welches bis auf die Titel-Zeile komplett auf Deutsch gesungen wird. Membran / Sony Music brachte am 29. Oktober 2010 unter dem Namen The 30th Anniversary Fan Collection eine 4-CD-Box heraus, welche die Veröffentlichungen der Band von 2007 bis 2010 enthielt.[7] Zwischen 2010 und 2013 folgten jährlich weitere Europa-Tourneen mit Auftritten in Deutschland, der Schweiz und Norwegen.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[8][9] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1985 Nervous Night 41
(12 Wo.)
12 Gold2-fach Platin
(74 Wo.)
1987 One Way Home 17
(22 Wo.)
14
(7 Wo.)
27 Gold
(26 Wo.)
1989 Zig Zag 115
(16 Wo.)
1993 Out of Body 59
(10 Wo.)
33
(3 Wo.)
1994 Live 40
(9 Wo.)
46
(3 Wo.)
weitere Alben
  • 1983: Amore
  • 1988: Hooter Mania (Mini-Album mit 5 Tracks)
  • 2007: Time Stand Still
  • 2008: Both Sides Live (2 CDs)
  • 2010: Five by Five

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[8][9] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1993 Greatest Hits 21 Gold
(48 Wo.)
1994 Greatest Hits II 47
(9 Wo.)
35
(6 Wo.)
weitere Kompilationen
  • 1995: Definitive Collection
  • 1995: We Came to Play
  • 1996: Hooterization: A Retrospective
  • 1997: Johnny B.
  • 1997: All You Zombies
  • 1998: Simply the Best
  • 2000: The Best of the Hooters
  • 2001: Super Hits
  • 2003: 500 Miles
  • 2010: The 30th Anniversary Fan Collection (Box mit 4 CDs)
  • 2010: 30 Years: More Than 500 Miles…
  • 2010: 500 Miles Best of the Hooters

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[8] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1985 All You Zombies 17
(14 Wo.)
58
(11 Wo.)
1985 And We Danced 72
(4 Wo.)
21
(20 Wo.)
1985 Day by Day 18
(18 Wo.)
1986 Where Do the Children Go 38
(12 Wo.)
1987 Johnny B 7
(15 Wo.)
61
(11 Wo.)
1987 Satellite 34
(12 Wo.)
22
(9 Wo.)
61
(8 Wo.)
1989 500 Miles 97
(5 Wo.)
1993 Twenty Five Hours a Day 74
(8 Wo.)
1993 Boys Will Be Boys 53
(10 Wo.)
weitere Singles
  • 1981: Fightin’ on the Same Side
  • 1982: All You Zombies (Live)
  • 1983: Amore
  • 1984: Hanging on a Heartbeat
  • 1987: Karla with a K
  • 1987: Engine 999
  • 1989: Brother, Don’t You Walk Away
  • 1990: Don’t Knock It ’til You Try It
  • 1990: Heaven Laughs
  • 1990: Give the Music Back
  • 1990: Silent Night
  • 1993: Private Emotion
  • 1993: Boys Will Be Boys
  • 1994: Heimliche Sehnsucht
  • 2008: Time Stand Still
  • 2010: Five by Five (EP)

Videos[Bearbeiten]

  • 1986: Nervous Night
  • 2003: The Ultimate Clip Collection

Quellen[Bearbeiten]

  1. John Kuzma: 1951-2011, abgerufen am 29. September 2013 (englisch)
  2. Robert Woods, original bass player for The Hooters, dies at 59, abgerufen am 29. September 2013 (englisch)
  3. Hooters drummer looks back at band's Bucks County roots, abgerufen am 28. September 2013 (englisch)
  4. philadelphiaweekly.com
  5. home.comcast.net
  6. neo-entertainment.de
  7. The Hooters – 30th Anniversary Box
  8. a b c Chartquellen: Singles Alben Billboard 200
  9. a b Gold-/Platin-Datenbanken: DE US

Weblinks[Bearbeiten]