Heinz Rudolf Kunze

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Heinz Rudolf Kunze als Gast in der NDR Talk Show. 2012
Heinz Rudolf Kunze (Berlin 2005)

Heinz Rudolf Erich Arthur Kunze (* 30. November 1956 in Espelkamp-Mittwald) ist ein deutscher Schriftsteller, Rocksänger, Liedermacher, Musicaltexter/-übersetzer und Dozent der Hochschule Osnabrück. Seinen größten Single-Erfolg hatte er 1985 mit Dein ist mein ganzes Herz.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft, Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]

Die Familie von Kunze stammte aus Guben (Niederlausitz). Kunzes Vater, der als Frontoffizier bei der Waffen-SS gedient hatte, war erst 1956 aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt.

Kunze besuchte das Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Osnabrück. Anschließend studierte er Germanistik und Philosophie. Heinz Rudolf Kunze war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes[1]. Das Studium beendete er mit dem Ersten und Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien.

In einem Interview gab Kunze an, sich im Alter von 13 Jahren an dem Musiker Pete Townshend orientiert zu haben.[2] Die erste Single, die er sich kaufte, war "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore" von den Walker Brothers.[3]

Mitte der 1970er Jahre gewann Heinz Rudolf Kunze den 1. Preis für Kurzprosa in einem Literaturwettbewerb.

1980 bis 1999[Bearbeiten]

Kunze begann seine künstlerische Laufbahn am 9. November 1980: Er nahm, musikalisch begleitet von Mick Franke, teil am Pop-Nachwuchs-Festival im Stadttheater Würzburg, das die Deutsche Phono-Akademie zum dritten Mal veranstaltete. Die Jury unter Leitung von Michael Kunze (der mit Heinz Rudolf Kunze weder verwandt noch verschwägert ist) kürte ihn zu den Preisträgern in der Sparte „Folk, Lied, Song“. Sein Titel „Bestandsaufnahme“ (Länge: 8:27 Minuten) schaffte es in voller Länge auf die gleichnamige Festival-LP (CBS 84845) und wurde damit zu Kunzes erster Schallplatten-Aufnahme. Produzent Siegfried Loch holte Kunze mit einem Fünfjahresvertrag zur Plattenfirma WEA.

Das Debütalbum Reine Nervensache (1981) wurde wohlwollend aufgenommen und schon das nachfolgende Album Eine Form von Gewalt 1982 mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. Kurz danach begann Kunze parallel erste journalistische Arbeiten: Für den Spiegel verfasste er ein Randy-Newman-Essay und moderierte für den NDR sowie den SFB eigene Radiosendungen. Im NDR wurde seine mehrteilige David-Bowie-Analyse "Der Favorit" ausgestrahlt. Das Phänomen Kunze wurde wohl auch durch den Aufwind für deutschsprachige Texte Anfang der 80er Jahre im Zuge der Neuen Deutschen Welle erklärbar. Kunze präsentierte sich zunächst als Liedermacher mit philosophischem Hintergrund in der Tradition von Bob Dylan; ab 1985 jedoch wurde er mehr und mehr zum angepassten Rock-Sänger. Diese Zäsur erfolgte auch durch den Abschied des kongenialen Partners Mick Franke, gerüchteweise endete die fruchtbare Zusammenarbeit nach einem handgreiflichen Streit bei Aufnahmen in einem norddeutschen Tonstudio.

Ein erster kommerzieller Erfolg gelang Kunze 1984 zuerst mit der Single Sicherheitsdienst und wenig später mit der deutschen Version des Kinks-Klassikers Lola. "Ausnahmezustand" (1984) markiert das letzte Album von Kunze als progressiver Liedermacher; es folgte eine, - Jahr für Jahr deutlichere, - Hinwendung zum Pop und zum Schlager. Nach Aufnahme des Komponisten und Gitarristen Heiner Lürig in seine Band 1985 konnte Kunze weitere Single-Erfolge feiern, darunter 1985 Dein ist mein ganzes Herz. Diese aus der gleichnamigen und bei Conny Plank aufgenommenen LP ausgekoppelte Single war sein Durchbruch als Popstar. 1986 kam sein Titel Mit Leib und Seele auf den Markt. In der Folge wurde der Musiker erstmals mit der goldenen Stimmgabel ausgezeichnet und tourte durch die DDR. Ende der 1980er Jahre begann auch seine Zusammenarbeit mit Herman van Veen, für dessen Alben er seitdem regelmäßig Songbeiträge leistet.

Heinz Rudolf Kunze, der seit 1984 eigene Bücher veröffentlicht, ging 1990 mit einem literarischen Programm auf Tour durch das wiedervereinigte Deutschland, konnte aber kommerziell zu Anfang der 1990er-Jahre nicht wieder an die früheren Erfolge anknüpfen. Im Jahr 1993 ereignete sich in Kunzes Garten ein schweres Unglück, als sein Hund während Kunzes Abwesenheit ein Kind tötete.[4] Nach dem Album Kunze: Macht Musik trennte er sich von fast allen Musikern seiner Band Verstärkung. 1996 beklagte Kunze in einem Interview des Spiegel als Sprecher von rund 600 deutschsprachigen Künstlern „die Flut von ausländischer Musik und eben auch ausländischem Schund“ und sprach sich für eine Mindestquote deutscher Rockmusik im Radio aus.[5] Diese Forderung stieß in vielen deutschen Medien auf Kritik.

1999 kehrte für Kunze mit der Lürig-Komposition Aller Herren Länder der Erfolg zurück, für die er erneut die goldene Stimmgabel erhielt und den Fred-Jay-Preis der GEMA. Ebenfalls 1999 folgte eine goldene CD für die Übersetzungsarbeit am Musical Miss Saigon. Kunze nutzte das Interesse der Öffentlichkeit an ihm, um nochmals für das Deutsche Rock Radio-Projekt zu werben.

2000 bis 2009[Bearbeiten]

Die nach der Jahrtausendwende veröffentlichten Alben Heinz Rudolf Kunzes konnten – mit Blick auf die Verkaufszahlen – nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen. Kunze setzte die Reihe seiner Buch-Veröffentlichungen fort und schrieb das Libretto für gleich zwei Shakespeare-Musicals nach der Musik von Heiner Lürig (Ein Sommernachtstraum, Kleider machen Liebe – oder: Was ihr wollt). Nach den Musical-Erfolgen durften sich beide Künstler 2003 in das Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen, womit eine Art Rückschau auf Kunzes künstlerisches Werk begann. In der Folge erhielt er den Praetorius Musikpreis und den Niedersächsischen Staatspreis für sein Lebenswerk. 2007 wurde ihm von Dieter Thomas Heck eine weitere Goldene Stimmgabel verliehen, ebenfalls für sein Lebenswerk.

Kunze mit „Räuberzivil“

Nachdem Heinz Rudolf Kunze 2003 wiederum fast alle Musiker seiner Verstärkung ausgewechselt hatte, trennte sich Dauerpartner Heiner Lürig von ihm, kehrte aber 2005 nochmals für zwei Studioalben zu ihm zurück. Am 25. Oktober 2004 unterschrieb Heinz Rudolf Kunze einen neuen Vertrag bei der Bertelsmann Music Group (BMG-Ariola). Kunze feierte 2005 sein 25-jähriges Bühnenjubiläum, das der WDR für den Rockpalast aufzeichnete.

Am 8. März 2007 nahm er an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest Wer singt für Deutschland? mit dem Lied Die Welt ist Pop teil und belegte den 3. Platz und somit letzten Platz. Die von der Plattenfirma forcierte und letztlich erfolglose Teilnahme Kunzes an der Vorentscheidung wurde in den Medien als „Comebackversuch“ (BILD) gewertet; die dort vorgestellte Single fand nicht den Weg in die Plattenläden. Da der erhoffte kommerzielle Erfolg ausblieb, gingen Lürig und Kunze seit Mitte 2008 getrennte Wege. Während Lürig mit „Hausboot“ (und der ehemaligen Kunze-„Verstärkung“: Martin Huch, Raul Walton, Marius Lürig) eine neue Band gründete, kündigte Kunze für 2009 mit „Protest“ ein weiteres Album an, das im Herbst 2008 von Leo Schmidthals produziert wurde.

Mit dem im Januar 2009 erschienenen Album gelang Kunze der Einstieg auf Position 15 der Verkaufscharts; von den ausgekoppelten Singles - die von der BMG nicht als Tonträger sondern nur als Musik-Download veröffentlicht wurden - konnte sich nur die Doppelveröffentlichung „Längere Tage / Astronaut in Bagdad“ auf Platz 93 der Deutschen Single-Verkaufscharts platzieren. Wie beim Abschluss der „Protest“-Tournee am 28. Juni 2009 in Kiel bekanntgegeben wurde, soll dieses Konzert das letzte HRK-Konzert mit Verstärkung bis zum Jahre 2011 sein, denn der Künstler werde sich nunmehr auf seine akustischen Liveauftritte im „Räuberzivil“-Trio mit Wolfgang Stute und Hajo Hoffmann konzentrieren und auch weiter zusammen mit Purple Schulz auftreten. Zudem erschien im Herbst 2009 mit „Saldo Mortale“ ein weiteres Buch mit bislang unveröffentlichten Texten.

Heinz Rudolf Kunze ist in zweiter Ehe mit einer Konflikttrainerin verheiratet; einen Tag vor der Eheschließung im September 2009 erschien sein Doppelalbum Räuberzivil. Das 2009er Cover von „Dein ist mein ganzes Herz“, Mi Corazon (von Jay Del Alma ins Spanische übertragen), wurde auch in einer zweisprachigen Fassung, in der Kunze selbst die deutschsprachigen Parts seines größten Hits übernimmt, veröffentlicht.

Seit 2010[Bearbeiten]

2010 veröffentlichte Heinz Rudolf Kunze eine DVD-Box unter dem Titel In alter Frische mit seinen wichtigsten Rockpalast-Auftritten inkl. einer Bonus-CD mit dem Livemitschnitt eines Auftritts in der damaligen DDR.

Im Sommer 2010 hat Heinz Rudolf Kunze ein neues Studio-Album aufgenommen, das im Januar 2011 unter dem Titel Die Gunst der Stunde zu seinem 30. Bühnenjubiläum erschienen ist. Produziert wurde es erstmals von Kunze selbst; als Co-Produzent fungierte Leo Schmidthals. Auf die Veröffentlichung folgte 2011 eine Heinz Rudolf Kunze & Verstärkung-Tour durch Deutschland, für die Kunze nach fast zwei Jahrzehnten den Konzertveranstalter gewechselt hat. Im Jahr 2012 war Heinz Rudolf Kunze live in kleiner Besetzung mit dem Projekt Räuberzivil unterwegs. Anfang 2013 entschlossen sich Kunze und Die Prinzen-Sänger Tobias Künzel, als KuK – Kunze und Künzel mit eigenen Songs auf eine Livetour durch deutsche Städte zu gehen. Beide Projekte erschienen auch auf CD.

Im Sommer 2013 wurde bekannt, dass sich HRK und sein langjähriges Management getrennt haben und Kunze zudem die Haupt-Plattenfirma wechselt von Ariola zur RCA. Im Spätherbst desselben Jahres war das in Irland produzierte Studioalbum „Stein vom Herzen“ seine erste Veröffentlichung unter dem neuen Label. Gleichzeitig wurde eine weitere Deutschland-Tour angekündigt; das HRK-Management übernahm hierzu die MAWI Concert GmbH aus Leipzig.

Weiteres Engagement[Bearbeiten]

Heinz Rudolf Kunzes Aktivitäten sind vielseitig. 2003 bekannte sich der Künstler im selben Jahr auf einem Konzert in Hamburg als Gegner des Irak-Krieges (siehe auch DVD Dabei sein ist alles). Neben seiner Rockmusik schrieb Kunze den Text für die Hymne des 30. Evangelischen Kirchentages 2005 in Hannover (Mehr als dies/Wenn dein Kind dich morgen fragt), schrieb den Text für den Titelsong der Zeichentrickserie Little Amadeus, war dreieinhalb Jahre Sachverständiger in der Enquête-Kommission „Kultur in Deutschland“[6] des Deutschen Bundestages, agiert in den ARD-Fernsehserien In aller Freundschaft und Großstadtrevier als Schauspieler, in letzterer in der 289. Folge („Bretter, die die Welt bedeuten“) in einem Cameo-Auftritt. Daneben hält er Lesungen in Gasthöfen und Kirchen, nimmt an Fernsehshows wie Das perfekte Promi-Dinner und Das große Einseifen teil, war Juror des Gospel-Awards 2005 und 2006[7], lehrt als Dozent der Hochschule Osnabrück im Studiengang Popularmusik das Songschreiben und ging mit Purple Schulz auf Tournee. Am 13. November 2009 übernahm er die Schirmherrschaft des Gemeinnützigen Projektes Der Straßenchor in Berlin, dieser wurde vom ZDF in einer achteiligen Doku-Reihe begleitet.[8]

Privates[Bearbeiten]

Kunze war von 1981 bis zur Scheidung 2009 mit seiner ersten Ehefrau verheiratet, mit der er zwei Kinder hat (ein Sohn und eine Tochter) und von der er sich 2006 trennte. Er heiratete 2009 seine zweite Ehefrau, die einen Stiefsohn mit in die Ehe brachte.[9][10][11][12]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel CP [13] Anmerkungen
DE
1981 Reine Nervensache Erstveröffentlichung: 1981
1982 Eine Form von Gewalt Erstveröffentlichung: Januar 1982
1983 Der schwere Mut Erstveröffentlichung: 1983
1984 Ausnahmezustand Erstveröffentlichung: 1984
1985 Dein ist mein ganzes Herz 8
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Januar 1986
Verkäufe: + 250.000
1986 Wunderkinder 18
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 1986
Verkäufe: + 250.000
1988 Einer für alle 13
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. August 1988
1989 Gute Unterhaltung 31
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 1989
1991 Brille 4
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Januar 1991
1992 Draufgänger 22
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. August 1992
1994 Kunze: Macht Musik 10
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Februar 1994
1996 Richter-Skala 46
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Februar 1996
1997 Alter Ego 33
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Februar 1997
1999 Korrekt 12
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. März 1999
2001 Halt! 10
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Januar 2001
2002 Wasser bis zum Hals steht mir 65
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Februar 2002
2003 Rückenwind 26
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. März 2003
2005 Das Original 28
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2005
2007 Klare Verhältnisse 21
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Januar 2007
2009 Protest 15
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Januar 2009
2011 Die Gunst der Stunde 8
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Januar 2011
2012 Ich bin – Im Duett mit 12
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Februar 2012
Hier rein da raus 23
(1 Wo.)
mit Räuberzivil
Erstveröffentlichung: 7. September 2012
2013 Stein vom Herzen 18
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 2013

Musicals[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • 1984 – Deutsche Wertarbeit – Lieder und Texte 1980–1982
  • 1986 – Papierkrieg – Lieder und Texte 1983–1985
  • 1992 – Mücken und Elefanten – Lieder und Texte 1986–1991
  • 1995 – Nicht daß ich wüßte – Lieder und Texte 1992–1995
  • 1997 – Heimatfront – Lieder und Texte 1995–1997
  • 1999 – heinz rudolf kunze: agent provocateur (mit beiliegender Live-CD)
  • 2001 – Klärwerk – Lieder und Texte 1998–2000
  • 2003 – Vorschuß statt Lorbeeren – Lieder und Texte 2000–2002 (mit Lese-CD)
  • 2004 – Ein Sommernachtstraum – Das Musical nach William Shakespeare
  • 2004 – A Cure for Gravity – Ein Mittel gegen die Schwerkraft – Joe Jackson & Heinz Rudolf Kunze live (Lese-CD)
  • 2005 – Artgerechte Haltung – Lieder und Texte 2003–2005 (mit Lese-CD)
  • 2007 – Ein Mann sagt mehr als tausend Worte – Lieder und Texte 2006–2007 (mit Lese-CD)
  • 2009 – Saldo Mortale – Texte 2007–2009
  • 2011 – Vor Gebrauch schütteln. Kein Roman
  • 2014 - Manteuffels Murmeln

Außerdem sind frühe Text-Werke von Heinz Rudolf Kunze in folgenden Anthologien erschienen:

  • 1975 – Osnabrücker Autoren. Lyrik + Prosa. Bünde 1975: 8 Texte.[14]
  • 1979 – Schreibfreiheit. Lyrik und Prosa. Osnabrück 1979: 9 Texte.[15]

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1986 – Der Favorit oder: Die vielen Gesichter im leeren Spiegel – Biographie über David Bowie von Heinz Rudolf Kunze in Idole 8, Rock & Schock, Verlag Ullstein, Hrsg. Siegfried Schmidt-Joos, ISBN 3-548-36529-9. Der gleichnamige Text erschien auch als 9-teilige Hörspielreihe im NDR mit Heinz Rudolf Kunze als Sprecher.
  • 2006 – Vorwort „Ich war Stevie Winwood – Heinz Rudolf Kunze über das Jahr 1971“ in 1971 – Ein Jahr und seine 20 Songs – aus der Reihe Süddeutsche Zeitung Diskothek 1955–2004 (pro Jahr ein Buch mit beiliegender CD, dokumentiert werden jeweils 20 Lieder aus dem Erscheinungsjahr). ISBN 978-3-86615-073-7, München 2006.

Darüber hinaus haben andere Autoren folgende Bücher (bzw. Publikationen) über Heinz Rudolf Kunze veröffentlicht:

  • 1988 – Ein partiell genialer Barbar – Notizen zu Heinz Rudolf Kunze und seiner neuen Platte Einer für alle von Tom R. Schulz. 16-seitige Begleit-Broschüre (Format A4) zur gleichnamigen Tournee 1988–1989. Eine Publikation der WEA-Presseabteilung Hamburg.
  • 1999 – heinz rudolf kunze – agent provocateur Peter Badge (limitierte Auflage – 2000 nummerierte Exemplare, 100 römisch nummerierte Exemplare gelangten nicht in den Handel)
  • 2005 – Silbermond samt Stirnenfuß – Texte und Musik von Heinz Rudolf Kunze zwischen 1980 und 2005 von Holger Zürch. ISBN 3-938873-31-0
  • 2006 – Wurzeln schlagen – Heinz Rudolf Kunze zum 30. November 2006; Das Buch zum Baum und zum 50er Jubiläum. Limitierte, einmalige Auflage (vergriffen); herausgegeben von Holger Zürch
  • 2007 – Heinz Rudolf Kunze – Meine eigenen Wege. Die Biographie von Karl-Heinz Barthelmes (pdf-Download barrierefrei)
  • 2008 – Woran man mit mir war – Heinz Rudolf Kunze: 2005 bis 2008 von Holger Zürch. Erschienen als ISBN 978-3-86901-008-3 sowie – mit teilweise verändertem Text- und Bild-Inhalt – als Fan-Edition (limitierte, einmalige Auflage – vergriffen).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Goldene Stimmgabel
    • 1986, 1999, 2007
  • RSH-Gold
    • 2000: in der Kategorie „Erfolgreichster Künstler National“[16]
  • Im Frühjahr 2000 bekam Kunze den Fred-Jay-Preis der GEMA-Stiftung. Der Preis wird Personen verliehen, die sich um die Schaffung und Förderung deutscher Texte im Bereich der populären Musik verdient gemacht haben.[17]
  • Am 7. Juli 2003 durften sich Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig in das Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen. Damit wurden ihr musikalischer Werdegang und der Erfolg ihres Musicals Sommernachtstraum gewürdigt.[18]
  • Heinz Rudolf Kunze erhielt 2006 den Praetorius-Musikpreis des Landes Niedersachsen für sein Lebenswerk.[19]
  • Am 20. November 2007 erhielt Heinz Rudolf Kunze den Niedersächsischen Staatspreis. Dieser Preis würdigt Verdienste in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Publizistik und wurde von Ministerpräsident Christian Wulff überreicht.[20]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Liste_ehemaliger_Stipendiaten_der_Studienstiftung_des_deutschen_Volkes#Musiker_und_Komponisten
  2. Tagesspiegel: Heinz Rudolf Kunze im Gespräch: „Meine Musik soll man beim Sex hören“, 22. Januar 2001
  3. http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast3000/AU-20131112-1511-2542.mp3
  4. Peter E. Müller: Der „alte Grantler“ schlägt wieder zu. In: Berliner Morgenpost, März 1994, Gespräch mit Heinz Rudolf Kunze
  5.  Austritt aus der Nato. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1996, S. 188 (Interview mit Kunze über Rundfunk-Quoten für deutschen Rock, online).
  6. Abschluss-Bericht als pdf, siehe besonders S. 230–234 Abgerufen am 1. September 2012
  7. Epd: Gospel-Award: Drei Finalisten aus Berlin nominiert, Welt, 27. Juli 2005
  8. Heinz Rudolf Kunze übernimmt Schirmherrschaft des Projekts „Der Straßenchor“ (Zugriff 26. November 2009)
  9. [1]
  10. [2]
  11. [3]
  12. [4]
  13. Chartquellen: DE
  14. Herausgegeben von Gudula Budke im Namen der Literarischen Gruppe Osnabrück. Verlag Wilfried Th. Sieber, ISBN 3-87968-012-4, S. 73–82
  15. Herausgegeben von Gudula Budke im Namen der Literarischen Gruppe Osnabrück e. V., Edition Literatur Osnabrück, ohne ISBN. S. 108–117
  16. RSH-Gold Verleihung 2000
  17. http://werkzeug.heinzrudolfkunze.de/aktuell/archiv/
  18. http://werkzeug.heinzrudolfkunze.de/aktuell/archiv/
  19. http://werkzeug.heinzrudolfkunze.de/aktuell/archiv/
  20. http://werkzeug.heinzrudolfkunze.de/aktuell/archiv/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinz Rudolf Kunze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien