Thomas von Heesen

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Thomas von Heesen

(2008)

Spielerinformationen
Geburtstag 1. Oktober 1961
Geburtsort HöxterDeutschland
Größe 178 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1967–1976
1976–1978
1978–1980
DJK Albaxen
VfL Höxter
1. FC Paderborn
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1980–1994
1994–1997
Hamburger SV
Arminia Bielefeld
368 (99)
64 (15)
Nationalmannschaft
1981–1985 Deutschland U-21 6 0(2)
Stationen als Trainer
1997–1998
1998–1999
1999
2000–2001
2001–2005
2005–2007
2008
2008–2010
2011–2012
Arminia Bielefeld (Team-Manager)
Arminia Bielefeld
Hannover 96 (Sportdirektor)
1. FC Saarbrücken
Arminia Bielefeld (Sportdirektor)
Arminia Bielefeld
1. FC Nürnberg
Apollon Limassol
Kapfenberger SV
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Thomas von Heesen (* 1. Oktober 1961 in Höxter) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Er ist derzeit Aufsichtsratsmitglied der HSV Fußball AG.

Laufbahn[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Als Jugendspieler spielte von Heesen zunächst im Fußballverein DJK seines Heimatortes Albaxen, wechselte dann zum VfL Höxter und ging mit 17 Jahren zum 1. FC Paderborn. 1980 wurde er vom HSV verpflichtet und machte sein Abitur wie viele andere HSV-Nachwuchsspieler am Gymnasium Heidberg in Hamburg-Langenhorn. In seiner aktiven Fußballerkarriere wurde der Mittelfeldspieler mit dem Hamburger SV, für den er 368 seiner insgesamt 378 Bundesliga-Spiele bestritt, zweimal Deutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger. Den größten Erfolg feierte er mit dem HSV 1983 mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister.

Im Sommer 1994 kehrte von Heesen in die ostwestfälische Heimat zurück und unterschrieb bei Arminia Bielefeld. Der Verein spielte seinerzeit in der neueingeführten Regionalliga West/Südwest, der dritthöchsten Spielklasse im deutschen Fußball. Arminia Bielefeld schaffte als Tabellenerster in der Saison 1994/95 den Aufstieg in die 2. Fußballbundesliga und der Mittelfeldspieler lieferte dazu mit sieben Toren in 26 Einsätzen einen wichtigen Beitrag.[1] Hier gelang von Heesen mit Arminia Bielefeld der sofortige Aufstieg („direkter Durchmarsch“) in die Fußballbundesliga. Dort erzielte er noch sein 100. Bundesliga-Tor und beendete am 31. Mai 1997 seine aktive Spielerkarriere.

Trainer und Sportdirektor[Bearbeiten]

In der Saison 1997/98 war von Heesen Teammanager bei Arminia Bielefeld. Während der Saison 1998/99 übernahm er als Cheftrainer die Nachfolge von Ernst Middendorp und führte den zwischenzeitlich abgestiegenen Klub zurück in die Bundesliga. Nach dem Aufstieg der Arminia wechselte er als Sportdirektor zu Hannover 96. Dieses Amt hatte er nur bis zum Dezember 1999 inne. Am 5. Dezember 2000 wurde er Nachfolger von Klaus Toppmöller beim Zweitligisten 1. FC Saarbrücken. Die Saarländer trainierte er bis zum 21. August 2001. Ab 17. September 2001 stand er wieder bei der Bielefelder Arminia unter Vertrag, dieses Mal als Sportdirektor. Dieses Amt hatte er bis 2005 inne, zwischenzeitlich fungierte er vom 17. Februar bis 1. März 2004 auch als Interimstrainer der Arminia. Am 12. Mai 2005 übernahm er schließlich das Traineramt bei den Bielefeldern und sicherte an den letzten beiden Spieltagen der Saison 2004/05 den Klassenerhalt. Im Februar 2007 trat er von dieser Position zurück, nachdem die Arminia neun Spiele in Folge sieglos blieb. Bereits wenige Wochen zuvor gab er bekannt, die „Alm“ am Saisonende verlassen zu wollen. Nach der Entlassung des Trainers Hans Meyer wurde von Heesen am 12. Februar 2008 offiziell Trainer des 1. FC Nürnberg, konnte den Abstieg des FCN in die 2. Bundesliga jedoch nicht verhindern. Nach einem mäßigen Start in die 2. Fußball-Bundesliga 2008/09 war er in Nürnberg in die Kritik geraten, speziell bei Präsident Michael A. Roth, der ihm mangelnde Identifikation mit dem Verein vorwarf.[2] Am 28. August 2008 gab von Heesen seinen Rücktritt bekannt.[3] Anschließend übernahm er im September 2008 den zyprischen Verein Apollon Limassol, wo er im Januar 2010 nach 16 Monaten allerdings wegen anhaltender Erfolglosigkeit entlassen wurde.[4]

Seit Dezember 2006 hat von Heesen die DFB-Lizenz als Fußballlehrer.

Am 29. November 2011 wurde Thomas von Heesen Trainer der Kapfenberger SV in der österreichischen Bundesliga und damit Nachfolger von Werner Gregoritsch. Der Verein stand zur Winterpause mit vier Punkten Rückstand auf dem Abstiegsplatz. Als der Abstand drei Spieltage vor Saisonschluss auf neun Punkte angewachsen war und der Abstieg praktisch feststand, wurde der Vertrag mit dem Trainer bis 2015 verlängert, um mit ihm den Neuaufbau und den Wiederaufstieg in der zweithöchsten Spielklasse anzugehen[5] Doch der Erfolg mit Kapfenberg blieb aus. Nach 16 Runden in der Ersten Liga in der Saison 2012/2013 hatte Kapfenberg nur zwei Siege bei jeweils sieben Niederlagen und Unentschieden verbucht. Kapfenberg drohte der Abstieg in die Regionalliga. Als Konsequenz wurde Thomas von Heesen am 10. November 2012 als Trainer entlassen.[6]

Erfolge[Bearbeiten]

Als Spieler
Saison Mannschaft Ereignis
1980/81 Hamburger SV Deutscher Vizemeister
1981/82 Hamburger SV UEFA-Pokal-Finalist
1981/82 Hamburger SV Deutscher Meister
1982 U-21-Nationalmannschaft Vize-Europameister
1982/83 Hamburger SV Europapokal der Landesmeister
1982/83 Hamburger SV Deutscher Meister
1983/84 Hamburger SV Deutscher Vizemeister
1986/87 Hamburger SV Deutscher Vizemeister
1986/87 Hamburger SV DFB-Pokal-Sieger
1995/96 Arminia Bielefeld Bundesligaaufstieg
Als Trainer
Saison Mannschaft Ereignis
1998/99 Arminia Bielefeld Aufstieg in die 1. Bundesliga

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Thomas von Heesen - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 29. Februar 2012. Abgerufen am 13. März 2012.
  2. „Was wird mit von Heesen?“, kicker Sportmagazin vom 28. August 2008
  3. Homepage des FCN
  4. Zyprischer Erstligist entlässt Trainer von Heesen
  5. transfermarkt.at: "Kapfenberg verlängert mit von Heesen bis 2015", Marco Mitterböck, 9. Mai 2012
  6. Von Heesen nicht mehr Kapfenberg-Trainer