Thomaskirche (Leipzig)

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Frontansicht der Thomaskirche, 2009
Die Thomaskirche in Leipzig, 2013

Die Thomaskirche in Leipzig ist eine der zwei Hauptkirchen der Stadt und als Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Thomanerchores weltweit bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Epitaph Ritter Hermanns von Harras.
Das Mendelssohn-Portal der Kirche.

Zwischen 1212 und 1222 wurde die ältere Marktkirche zur Stiftskirche des neuen Thomasklosters der Augustiner-Chorherren umgebaut. Der Minnesänger Heinrich von Morungen soll dem Thomaskloster anlässlich seines Eintritts eine Reliquie des Hl. Thomas geschenkt haben, die er aus Indien mitgebracht hatte. Reste des romanischen Baus kamen bei archäologischen Grabungen zu Tage.

Der Thomanerchor wurde bereits 1212 gegründet und ist somit einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands. Im Laufe der Geschichte bekleideten immer wieder bedeutende Komponisten und ausübende Musiker das angesehene Amt des Thomaskantors.

Nach einem fast vollständigen Neubau wurde die Kirche durch den Merseburger Bischof Thilo von Trotha am 10. April 1496 erneut geweiht. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Kirche einige Zusätze und Umbauten; am bedeutendsten ist dabei der achteckige Turm aus der Zeit der Renaissance.

Zu Pfingsten 1539 predigte hier der Reformator Martin Luther.

Die äußere Gestalt der Kirche ist vor allem von Renovierungen und Umbauten des 19. Jahrhunderts geprägt. Nachdem die Kirche 1869 vom Besitz des Rates in die Selbstverwaltung der Kirchengemeinde überlassen worden war, fanden rund 30 Jahre lang historisierende Umbauten an der Außenfassade statt. Die neogotische Schaufassade wurden nach Entwürfen von Constantin Lipsius ausgeführt, während gleichzeitig alle gotischen und renaissancezeitlichen Fassadenelemente entfernt wurden.

Beim Luftangriff auf Leipzig am 4. Dezember 1943 entstanden Schäden am gesamten Bauwerk. Der Luftangriff hat auch große Teile der die Kirche einst umgebenden Bebauung zerstört, so dass bei den Wiederherstellungen nach Kriegsende weitere Fassadenumgestaltungen notwendig wurden. Hierbei ist vor allem der einheitliche Putz zu nennen, während weite Teile der durch fehlende Anbauten freigewordenen Fassade nur aus unverputztem Backsteinmauerwerk bestanden hatten.

Anlässlich des Bachjahres 1950 wurden die Gebeine Bachs, der hier von 1723 bis zu seinem Tode 1750 Thomaskantor war, aus der zerstörten Johanniskirche überführt.

Architektur[Bearbeiten]

Die Gesamtlänge der Kirche beträgt 76 m, die Länge des Hauptschiffes 50 m, dessen Breite 25 m und dessen Höhe 18 m. Das Dach hat einen ungewöhnlich steilen Neigungswinkel von 63° und ist damit eines der steilsten Giebeldächer Deutschlands. Im Inneren verfügt es über sieben Ebenen (Firsthöhe 45 m). Der Turm hat eine Höhe von 68 m. Die Decke des Langhauses besteht aus einem farblich abgesetzten Kreuzrippengewölbe.

Innenraum und Ausstattung[Bearbeiten]

Das Innere der Thomaskirche

Pauliner-Altar (1993 – 2014)[Bearbeiten]

Der gotische Pauliner-Altar befand sich ursprünglich in der Universitätskirche St. Pauli. Diese wurde 1968 gesprengt. Der Altar konnte gerettet werden, wurde in der Thomaskirche 1993 als Hochaltar aufgestellt und befand sich dort bis zum 25. Oktöber 2014. Er soll durch den bis dahin in der Südsakristei gezeigten neogotischen Altar ersetzt werden, sobald dessen Restaurierung abgeschlossen ist. Bis dahin steht im Altarraum der Thomaskirche nur ein einfaches Kreuz.

Epitaphe[Bearbeiten]

In der Kirche befinden sich zahlreiche Epitaphe, darunter das spätgotische Epitaph des Ritters Hermann von Harras aus Lichtenwalde.

Bach-Grab[Bearbeiten]

Das Bach-Grab in der Thomaskirche

Nachdem Johann Sebastian Bach am 28. Juli 1750 verstorben war, wurde er auf dem Spitalfriedhof der Johanniskirche bestattet. Als sich im Zuge der im 19. Jahrhundert einsetzenden Bach-Renaissance eine breite Öffentlichkeit für die Gebeine und den genauen Ort der Grabstätte Bachs zu interessieren begann, beauftragte man 1894 den Anatomieprofessor Wilhelm His, aus exhumierten Knochen die Gebeine Bachs zu identifizieren. Er kam dabei zu dem Urteil, dass "die Annahme, daß die am 22. October 1894 an der Johannis-Kirche in einem eichenen Sarge aufgefundenen Gebeine eines älteren Mannes die Gebeine von Johann Sebastian Bach seien", in hohem Maße wahrscheinlich sei. Am 16. Juli 1900 wurden die Gebeine in einem Steinsarkophag unter der Johanniskirche wiederum beigesetzt.[1]

Im Zuge der Bombardierung Leipzigs wurde am 4. Dezember 1943 die Johanniskirche zerstört, wobei der Sarkophag mit den Gebeinen Bachs unversehrt blieb, jedoch durch die Trümmer der Kirche unzugänglich war. Nach Diskussionen über Ort und Gestaltung einer neuen Grabstätte entschloss man sich 1949, Bach "im Chorraum beizusetzen, wo sich räumlich größte Höhe der Kirche mit ihrem heiligsten Raum schneidet". Am 28. Juli 1949 wurden die Gebeine in die Thomaskirche überführt und zunächst notdürftig in der Nordsakristei aufgebahrt. Dort wurden sie bis zur Schließung des Sargdeckels am 13. August 1949 Tag und Nacht von Gemeindemitgliedern bewacht. Die Einweihung der neuen, nach Entwurf des Leipziger Architekten Kunz Nirade in den Stufen zum Chorraum gelegenen Grabstätte erfolgte am 28. Juli 1950, dem 200. Todestag Bachs. Sie wurde jedoch im Zuge der von 1961 bis 1964 dauernden Innenrenovierung der Thomaskirche unter Verwendung der Bronzeplatte von 1950 in den Chorraum verlegt.[1]

Orgeln[Bearbeiten]

Die Geschichte der Orgeln der Thomaskirche lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Im Jahre 1489 wird eine „Kleine Orgel“ schriftlich erwähnt. 1511 wurde auf der Westempore eine große Orgel gebaut, die 1601 durch ein dreimanualiges Instrument von Johann Lange (Kamenz) ersetzt wurde. Auf einer neuen Orgel aus dem Jahr 1773 spielte Mozart am 12. Mai 1789. Diese Orgel wurde 1889 durch ein Instrument von Sauer ersetzt. 1639 wurde eine Schwalbennestorgel auf einer neuen Empore über dem Triumphbogen gebaut, die 1740 abgetragen wurde. Auf der Nordempore errichtete Karl Schuke eine Orgel, die dem Neubau von Woehl weichen musste und für die 2005 geweihte Orgel im Dom St. Marien Fürstenwalde verwendet wurde.

Die Thomaskirche hat heute zwei große Orgeln.

Sauer-Orgel[Bearbeiten]

Sauer-Orgel in der Thomaskirche

Die ältere ist ein romantisches Instrument von Wilhelm Sauer aus den Jahren 1885 bis 1889. Ursprünglich verfügte diese Orgel über 63 Register. Im Jahre 1908 wurde das Instrument erweitert und hat seitdem 88 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind röhrenpneumatisch. Die Stimmung ist gleichstufig und liegt bei a1= 440 Hz. Die Sauer-Orgel gilt als ideal zur Darstellung der Orgelmusik Max Regers.

I Hauptwerk C-a3
1. Principal 16′
2. Bordun 16′
3. Principal 8′
4. Geigenprincipal 8′
5. Doppelflöte 8′
6. Flûte harmonique 8′
7. Flauto dolce 8′
8. Gemshorn 8′
9. Gedackt 8′
10. Quintatön 8′
11. Viola di Gamba 8′
12. Dulciana 8′
13. Quinte 51/3
14. Octave 4′
15. Rohrflöte 4′
16. Gemshorn 4′
17. Violini 4′
18. Octave 2′
19. Rausquinte II
20. Mixtur III
21. Cornett II–IV
22. Scharf V
23. Groß-Cymbel IV
24. Bombarde 16′
25. Trompete 8′
II Manual C-a3
26. Salicional 16′
27. Gedackt 16′
28. Principal 8′
29. Flûte harmonique 8′
30. Konzertflöte 8′
31. Rohrflöte 8′
32. Gedackt 8′
33. Schalmei 8′
34. Salicional 8′
35. Harmonica 8′
36. Dolce 8′
37. Octave 4′
38. Flaute dolce 4′
39. Salicional 4′
40. Quinte 22/3
41. Piccolo 2′
42. Cornett III
43. Mixtur IV
44. Cymbel III
45. Tuba 8′
46. Clarinette 8′
III Schwellwerk C-a3
47. Lieblich Gedackt 16′
48. Gamba 16′
49. Principal 8′
50. Spitzflöte 8′
51. Flûte d’amour 8′
52. Gemshorn 8′
53. Gedackt 8′
54. Quintatön 8′
55. Viola 8′
56. Aeoline 8′
57. Voix céleste 8′
58. Praestant 4′
59. Traversflöte 4′
60. Fugara 4′
61. Quinte 22/3
62. Flautino 2′
63. Harmonia aetheria III
64. Trompette harmonique 8′
65. Oboe 8′
Pedal C–f1
66. Majorbass 32′
67. Untersatz 32′
68. Principal 16′
69. Contrabass 16′
70. Subbass 16′
71. Lieblich Gedackt 16′
72. Gemshorn 16′
73. Violon 16′
74. Salicetbass 16′
75. Quintbass 102/3
76. Octave 8′
77. Offenbass 8′
78. Bassflöte 8′
79. Gemshorn 8′
80. Cello 8′
81. Dulciana 8′
82. Octave 4′
83. Flauto dolce 4′
84. Contraposaune 32′
85. Posaune 16′
86. Fagott 16′
87. Trompete 8′
88. Clarine 4′
Die Woehl-Orgel
  • Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P.
  • Spielhilfen: Mezzoforte, Forte, Tutti, Rohrwerke, Piano-, Mezzoforte-, Forte- und Tuttipedal mit Absteller, Handregister ab drei frei einstellbare Kombinationen, Rollschweller mit Absteller.

Woehl-Orgel[Bearbeiten]

Im Bachjahr 2000 errichtete der Orgelbauer Gerald Woehl (Marburg) an der Nordwand auf der Nordempore gegenüber dem Bach-Fenster eine weitere Orgel, die sog. Bach-Orgel. Dieses Instrument dient maßgeblich der Wiedergabe der Orgelwerke Johann Sebastian Bachs, die sich auf der Sauer-Orgel nur bedingt darbieten lassen.

Die Bach-Orgel hat 61 Register (ca. 5000 Pfeifen) auf vier Manualwerken und Pedal, und orientiert sich klanglich an Orgeln des mitteldeutschen Orgelbaus des 18. Jahrhunderts. Das Instrument verfügt als Effektregister über zwei Zimbelsterne, ein Glockenspiel und zweierlei Arten von „Vogelgeschrei“. Der Prospekt und das Orgelgehäuse wurden in Anlehnung an die Orgel der im Jahre 1968 gesprengten Universitätskirche St. Pauli gestaltet.

Einzigartig an dieser Orgel ist die Möglichkeit, mittels eines Hebels von Chorton auf Kammerton umzustellen. Die Windversorgung erfolgt über vier Keilbälge. Die Stimmung ist ungleichstufig (nach Neidhardt) und liegt bei a1= 465 Hz (Chorton) oder a1= 415 Hz (Kammerton). Das Instrument ist mit einer Kammerkoppel für das ganze Werk ausgestattet (Tonumfang Chorton: Manuale C–f3, Pedal C–f1; Tonumfang Kammerton: Manuale CD–f3, Pedal CD–f1).[2]

I Brustwerk C–f3
1. Grob Gedackt 8′
2. Klein Gedackt 4′
3. Principal 2′
4. Super Gemßhörnlein 2′
5. Quint-Sexta II
6. Sieflit 1′
II Hauptwerk C–f3
7. Bordun 16′
8. Principal 8′
9. Violdagamba 8′
10. Rohrflöth 8′
11. Quinta 6′
12. Octav 4′
13. Nassatquint 3′
14. Superoctav 2′
15. Queerflöth 2′
16. Sesquialtera III
17. Mixtur VI
18. Cimbel III
19. Fagott 16′
20. Trombetta 8′
III Oberwerk C–f3
21. Quintaden 16′
22. Prinzipal 8′
23. Gedackt 8′
24. Gemßhorn 8′
25. Flauta doux 8′
26. Octav 4′
27. Hohlflöth 4′
28. Hohlquint 3′
29. Superoctav 2′
30. Plickflöth 2′
31. Sesquialtera III
32. Scharff IV
33. Vox Humana 8′
34. Hautbois 8′
Tremulant
IV Echo C–f3
35. Barem 16′
36. Still Gedackt 8′
37. Quintaden 8′
38. Principal 8′
39. Nachthorn 4′
40. Spitzflöth 4′
41. Spitzquint 4′
42. Octav 2′
43. Schweitzerflöth 2′
44. Rauschquint 11/2
45. Superoctävlein 1′
46. Cimbel III
47. Regal 8′
Pedal C–f1
48. Großer Untersatz 32′
49. Prinzipal 16′
50. Violon 16′
51. Sub Bass 16′
52. Octav 8′
53. Gedackt 8′
54. Quintaden 8′
55. Superoctav 4′
56. Bauerflöth 1′
57. Mixtur VI
58. Posaun Bass 32′
59. Posaun Bass 16′
60. Trombet 8′
61. Cornet 2′
Glockenspiel 2′

Seit 2006 wird die Kirche durch eine Truhenorgel für das Continuo-Spiel bereichert, die ebenfalls aus der Werkstatt Gerald Woehl stammt.

Glocken[Bearbeiten]

Vier Glocken hängen im Turm der Thomaskirche. Die größte Glocke ist die Gloriosa und läutet nur an hohen Festtagen. Theodericus Reinhard goss sie im Jahre 1477 mit einem Gewicht von 5.200 kg bei einem Durchmesser von 204 cm. Ihr Schlagton ist a0. Die zweitgrößte Glocke ertönt im Schlagton c1 und wurde 1574 von Wolf Hilliger gegossen. Die Mönchs- oder Beichtglocke ist die drittgrößte Glocke im Schlagton d1. Jakob König hat sie im Jahre 1634 gegossen; sie dient auch als Stundenglocke. Die vierte Glocke läutet zum Gebet. Sie wurde 1585 von Christophorus Gros gegossen und erklingt auf d2. Die Singfreudigkeit des Geläuts wird durch die Aufhängung an verkröpften Stahljochen stark beeinträchtigt. Separat in der Turmlaterne hängt eine Schlagglocke für die Viertelstunden, die von der Glockengießerei Schilling in Apolda nach dem Vorbild der Vorgängerin von 1539 gegossen wurde.

Glocken-Ritzzeichnungen[Bearbeiten]

Die Gloriosa weist eine kunsthistorische Besonderheit auf, die hohen Seltenheitswert hat: Sie ist mit Glocken-Ritzzeichnungen verziert, die Cornelius Gurlitt eindeutig Nikolaus Eisenberg zugeordnet hat (ebenso wie Glocken-Ritzzeichnungen auf einer Glocke der Kirche Panitzsch).[3]

Bach-Denkmal vor der Kirche

Kirchenfenster[Bearbeiten]

Die Thomaskirche hatte ursprünglich eine einfache Ornamentverglasung. Erst nach 1889 wurden im Chorraum und an der Südseite farbige Fenster eingesetzt. Die fünf Chorfenster schuf Professor Alexander Linnemann aus Frankfurt am Main. Das einzige im Zweiten Weltkrieg zerstörte Chorraumfenster wurde im Jahr 2000 durch das Thomas-Fenster nach einem Entwurf von Hans Gottfried von Stockhausen ersetzt.

Die Fenster auf der Südseite zeigen die folgenden Motive: Gedächtnis-Fenster für die Gefallenen des 1. Weltkrieges; König Gustav II. Adolf von Schweden; Johann Sebastian Bach; Martin Luther mit Kurfürst Friedrich dem Weisen von Sachsen (links) und Philipp Melanchthon (rechts); Felix Mendelssohn Bartholdy (seit 1997); Kaiser Wilhelm I. Im Oktober 2009 wurde diese Reihe ergänzt durch das Friedens-Fenster im Entwurf von David Schnell, das an 20 Jahre friedliche Revolution erinnert.[4]

Außenbereich[Bearbeiten]

Vor dem Seiteneingang der Thomaskirche steht ein Denkmal für Johann Sebastian Bach des Bildhauers Carl Seffner aus dem Jahre 1908. Ein weiteres Bach-Denkmal, das mit Unterstützung Felix Mendelssohn Bartholdys 1843 geschaffen wurde, befindet sich in den Grünanlagen vor dem Haupteingang, ebenso ein Denkmal für Mendelssohn.

Ort der Musik[Bearbeiten]

In der Thomaskirche treten regelmäßig der Thomanerchor und das Gewandhausorchester auf. Freitags um 18.00 Uhr, samstags um 15.00 Uhr in der Motette und sonntags im Gottesdienst um 9.30 Uhr. Zu besonderen Anlässen und Festtagen werden Thomaskonzerte vorwiegend mit Werken von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy aufgeführt.

In der Kirche wurden viele Werke Johann Sebastian Bachs uraufgeführt. Nachdem Bachs Werke in Leipzig weitgehend in Vergessenheit geraten waren, begann Mendelssohn damit, sie wieder aufzuführen, und begründete damit die Tradition der Leipziger Bachpflege.

Auch einige Werke anderer Komponisten wurden in der Thomaskirche uraufgeführt, beispielsweise die Sinfoniekantate Lobgesang von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Förderverein[Bearbeiten]

Der Verein Thomaskirche-Bach 2000 e.V. wurde 1997 auf Initiative von Sup. Johannes Richter gegründet. Seitdem hat er die Ev.- Luth. Kirchgemeinde St. Thomas mit 5,5 Mio. € unterstützt. Der Förderverein zählt mittlerweile über 300 Mitglieder weltweit.

Die Ziele des Vereines sind die Förderung der Erhaltung der Thomaskirche, des Thomashauses (Nachfolgegebäude der alten Thomasschule) und die Pflege der Kirchenmusik, insbesondere des Werkes Johann Sebastian Bachs.

Als weiteres Standbein wurde der Thomasshop bzw. die Thomaskirche-Bach 2000 Marketing GmbH gegründet. Der Erlös aus dem Verkauf des Thomasshops kommt der Thomaskirche zugute.

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Thomaskirche. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 17. Heft: Stadt Leipzig (I. Theil). C. C. Meinhold, Dresden 1895, S. 40.
  •  Carl Niedner: Das Patrozinium der Augustiner-Chorherren-Stiftskirche St. Thomae zu Leipzig. Untersuchungen zur Frühgeschichte der Bach-Kirche und der Leipziger Altstadt. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1952.
  •  Gunter Hempel: Episoden um die Thomaskirche und die Thomaner. Tauchaer Verlag, Taucha 1997, ISBN 3-910074-67-7.
  •  Stefan Altner: Thomanerchor und Thomaskirche. Historisches und Gegenwärtiges in Bildern. Tauchaer Verlag, Taucha 1998, ISBN 3-910074-84-7.
  •  Martin Petzoldt: St. Thomas zu Leipzig. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2000, ISBN 3-374-01842-4.
  •  Christian Wolff: Die Thomaskanzel. Orientierung zwischen Zweifel und Gewissheit. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, ISBN 3-374-02122-0.
  •  Christian Wolff (Hrsg.): St. Thomas Church in Leipzig. A Place of Faith, Spirit and Music. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, ISBN 3-374-02190-5.
  •  Christian Wolff (Hrsg.): Die Thomaskirche zu Leipzig. Ort des Glaubens, des Geistes, der Musik. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, ISBN 3-374-02169-7.
  •  Christian Wolff (Hrsg.): Die Orgeln der Thomaskirche zu Leipzig. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005, ISBN 3-374-02300-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomaskirche (Leipzig) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiversity: Thomaskirche Leipzig (1749) – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch

51.33929166666712.372586111111Koordinaten: 51° 20′ 21″ N, 12° 22′ 21″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bildtafel "Das Bachgrab in der Thomaskirche", ausgestellt in der Thomaskirche zu Leipzig. Lokalaugenschein am 9. August 2011.
  2. Informationen zur Bach-Orgel
  3. Cornelius Gurlitt: Thomaskirche. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 17. Heft: Stadt Leipzig (I. Theil). C. C. Meinhold, Dresden 1895, S. 58.
  4. Kirchenführer: Thomaskirche: Ort des Glaubens, des Geistes, der Musik