Tubular Bells

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Dieser Artikel erläutert das Album von Mike Oldfield; für das gleichnamige Instrument siehe Röhrenglocken.
Tubular Bells
Studioalbum von Mike Oldfield
Veröffentlichung 1973
Label Virgin Records
Format CD, LP, MC, DCC, SACD
Genre Progressive Rock
Anzahl der Titel 2
Laufzeit 48 min 57 s

Besetzung

Produktion Tom Newman, Simon Heyworth, Mike Oldfield

Studios

Chronologie
Tubular Bells Hergest Ridge
(1974)

Tubular Bells ist ein Album des britischen Rockmusikers Mike Oldfield. Es ist Oldfields Debütalbum und wurde 1973 von dem damals 20-Jährigen veröffentlicht. Es gilt als stilprägendes Werk des Progressive Rock. Oldfield spielte fast alle Instrumente selbst ein. Das Album besteht aus zwei Teilen, welche jeweils eine LP-Seite ausfüllen. Tubular Bells war das erste Album, das unter dem Label Virgin Records veröffentlicht wurde.

Stil[Bearbeiten]

Der Stil des Albums geht über herkömmliche Rockmusik hinaus. Oldfield verband verschiedene musikalische Einflüsse aus Folk, klassischer Musik, Blues und Rock zu einem bis dahin unbekannten Klanggewebe. Das Album ist fast ausnahmslos instrumental gehalten und wurde im Overdub-Verfahren aufgenommen. Oldfield spielte unter anderem akustische und elektrische Gitarren, Farfisa, Hammond-Orgel, Flöte, Glockenspiel, Klavier, Mandoline, Perkussion und Violine und begründete damit seinen Ruf als Multi-Instrumentalist. Er wurde nur von wenigen Gastmusikern unterstützt.

Die namensgebenden Tubular Bells, zu deutsch Röhrenglocken, kommen im Finale des ersten Teils vor. Besonders bekannt ist das Klavier-Intro des ersten Teils, welches im Film Der Exorzist verwendet wurde. Auch bemerkenswert ist die Vorstellung der einzelnen Instrumente am Ende des ersten Teils, bei denen Oldfield darauf eine variierte Melodie spielt. Obwohl das Album weitestgehend instrumental ist, gibt Oldfield im Mittelteil des zweiten Teils undefinierbare, gutturale Laute von sich. Dieser Teil wurde später unter dem Namen Caveman bekannt. Weiterhin ist das Ende des zweiten Teils auffällig, da dort das Traditional The Sailor’s Hornpipe adaptiert wird.

Muster aus Mike Oldfields Tubular Bells

Tubular Bells gilt bis heute als Oldfields größtes Werk von einer Qualität, die er später nur noch auf den ähnlich produzierten Alben Hergest Ridge, Ommadawn und Amarok erreichte. In den 1990er Jahren führte Oldfield das Konzept von Tubular Bells mit den Alben Tubular Bells II (1992), Tubular Bells III (1998) und The Millennium Bell (1999) fort. 2003 schließlich veröffentlichte Oldfield unter dem Titel Tubular Bells 2003 eine Neuaufnahme seines Klassikers von 1973.

Als Instrument verwendet Oldfield die Röhrenglocken immer wieder, so auch in Amarok und seinem aktuellen Album Music of the Spheres.

Erfolg[Bearbeiten]

Tubular Bells hielt sich über fünf Jahre in den britischen Album-Charts. Mehr als ein Jahr nach der Erstveröffentlichung erreichte das Album sogar den ersten Platz der Charts. Insgesamt wurden mehr als 3,5 Millionen Kopien von Tubular Bells im Vereinigten Königreich verkauft, weltweit etwa 15 bis 17 Millionen. Damit ist Tubular Bells eines der erfolgreichsten Debütalben der Musikgeschichte.

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Tubular Bells – Part One – 25:30
  2. Tubular Bells – Part Two – 23:20

Gastmusiker[Bearbeiten]

Fortsetzungen und Neubearbeitungen[Bearbeiten]

  • von Phil Newell remixte quadrofonische Neuabmischung im Boxed-Set 1976
  • von Simon Heyworth remasterte Version zum 25. Jubiläum 1998
  • von Simon Heyworth im März/April 2000 remasterte Version für die HDCD-Veröffentlichungen aller bis dato erschienenen Virgin-Alben
  • von Simon Heyworth remasterte 5.1-Kanal-Raumklang Version der Boxed-Abmischung auf SACD 2002
  • Tubular Bells II
  • Tubular Bells III
  • The Millennium Bell
  • Tubular Bells 2003
  • von Mike Oldfield remixte neue Stereo- und Raumklang-Versionen in der Deluxe-Edition 2009

Weblinks[Bearbeiten]