Ursula Heinen-Esser

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Ursula Heinen-Esser

Ursula Heinen-Esser (* 7. Oktober 1965 in Köln) ist eine deutsche Politikerin (CDU).

Sie war von 2007 bis 2009 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und von 2009 bis 2013 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1984 an der Liebfrauenschule Köln absolvierte Ursula Heinen-Esser ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln, welches sie 1990 als Diplom-Volkswirtin beendete. Nachdem sie bereits während ihres Studiums von 1987 bis 1990 als freie Mitarbeiterin für die Wirtschaftsredaktion der Kölnischen Rundschau gearbeitet hatte, begann sie nach Abschluss ihres Studiums als Redakteurin bei der Wirtschaftszeitung AKTIV. Von 1994 bis 1998 leitete sie schließlich die Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik der CDU-Bundesgeschäftsstelle.

Ursula Heinen-Esser ist katholisch, verheiratet und Mutter einer Tochter.[1]

Partei[Bearbeiten]

Sie trat als Schülerin 1983 in die CDU und die Junge Union ein. Während ihres Studiums engagierte sie sich im Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und war dessen Vorsitzende an der Universität Köln.

Ursula Heinen-Esser war von 1998 bis 2003 stellvertretende Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Köln und wurde 2003 zur stellvertretenden CDU-Landesvorsitzenden von Nordrhein-Westfalen gewählt. Sie gehört außerdem seit 1998 dem Vorstand der Europäischen Volkspartei (EVP) und seit November 2006 auch dem CDU-Bundesvorstand an.

Abgeordnete[Bearbeiten]

Ursula Heinen-Esser ist seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war sie bis 2002 Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie gehört seit 2002 dem Fraktionsvorstand an und war von 2002 bis 2005 Beauftragte der Fraktion für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie stellvertretende Vorsitzende der Gruppe der Frauen. Von Dezember 2005 bis zu ihrer Ernennung zur Parlamentarischen Staatssekretärin im September 2007 war sie Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der CDU/CSU-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende der Fraktionsarbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ursula Heinen-Esser ist stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag eingezogen.

Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai 2012 errang sie ein Mandat im Mitglied des Nordrhein-Westfälischen Landtages. Sie kandidierte erfolglos im Wahlkreis Köln VI, zog aber über den Listenplatz 3 in den Landtag ein. Am 21. Mai gab sie bekannt, ihr Landtagsmandat nicht anzunehmen, da sie Bundestagsabgeordnete bleiben und ihre bisherigen Aufgaben weiter ausführen möchte.[2]

Am 1. Oktober 2012 gab Heinen bekannt, dass sie aus familiären Gründen nicht mehr für den Bundestag 2013 kandidieren werde.[3]

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Ursula Heinen-Esser bei einer Rede auf der HannoverMesse 2011

Am 7. September 2007 wurde sie als parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in das Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel berufen. Im Kabinett Merkel II war sie vom 29. Oktober 2009 bis 22. Oktober 2013 parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Anschließend blieb sie geschäftsführend im Amt und leitete die deutsche Delegation bei der UN-Klimakonferenz in Warschau vom 11. bis 22 November 2013.[4] Im April 2014 wurde sie neben Michael Müller als eine der beiden Vorsitzenden der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe berufen.[5]

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten]

Heinen-Esser ist Vorsitzende des Aufsichtsrates der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH und des von dieser gegründeten Instituts für Sicherheitstechnologie (IsTec) GmbH. Ferner ist sie Mitglied des Mittelstandsrates bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Mitglied des Kuratoriums am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung und des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ursula Heinen-Esser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ursula-heinen.de/index.php?mode=person
  2. Ursula Heinen-Esser: Die Pressemitteilung im Wortlaut auf der Seite des Kölner Stadt-Anzeigers vom 21. Mai 2012
  3. Heinen-Esser tritt nicht mehr an. rundschau-online.de, 1. Oktober 2012, abgerufen am 8. Oktober 2012.
  4. 19. UN-Klimakonferenz geht zu Ende. tagesschau.de, 22. November 2013, abgerufen am 22. November 2013.
  5. Kommission „Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe". Abgerufen am 15. September 2014.
  6. http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/H/heinen_ursula.html