Kabinett Merkel II
Mit dem Begriff Kabinett Merkel II wird die seit dem 28. Oktober 2009, dem Tag ihrer Vereidigung, amtierende deutsche Bundesregierung in der 17. Legislaturperiode bezeichnet. Das gebildete Kabinett der schwarz-gelben Koalition aus CDU, CSU und FDP wurde am 23. beziehungsweise 24. Oktober 2009 öffentlich bekannt und stellt das 22. Kabinett der Bundesrepublik Deutschland dar.[1][2] Der Koalitionsvertrag trägt den Titel Wachstum. Bildung. Zusammenhalt.[3]
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Minister [Bearbeiten]
Veränderungen [Bearbeiten]
Die erste Kabinettsumbildung wurde am 30. November 2009 vollzogen. Franz Josef Jung, im Kabinett Merkel I noch Verteidigungsminister, erklärte am 27. November seinen Rücktritt als Konsequenz der Informationspolitik im Zusammenhang mit dem umstrittenen Luftangriff auf zwei Tanklastwagen nahe Kunduz vom 4. September 2009. Als neue Bundesministerin für Arbeit und Soziales schlug Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Bundespräsidenten Ursula von der Leyen vor, zuvor Familienministerin. Ihre Nachfolgerin im Ressort Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde Kristina Schröder (zur Zeit der Ernennung Köhler). Die Ernennung der neuen Ministerinnen durch den Bundespräsidenten erfolgte am 30. November 2009 – die Vereidigung vor dem Deutschen Bundestag fand am 2. Dezember statt.[10]
Am 1. März 2011 erklärte Karl-Theodor zu Guttenberg infolge der Plagiatsaffäre seinen Rücktritt als Bundesminister der Verteidigung, am 3. März 2011 erfolgte seine Entlassung und der bisherige Innenminister, Thomas de Maizière, wurde zum Verteidigungsminister ernannt. Hans-Peter Friedrich wurde neuer Bundesminister des Inneren.
Am 10. Mai 2011 gab Rainer Brüderle aufgrund der Wahl zum Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion sein Amt als Bundesminister für Wirtschaft und Technologie auf. Sein Amt übernahm Philipp Rösler, bisheriger Bundesminister der Gesundheit, dessen Nachfolger wiederum wurde Daniel Bahr, Vorsitzender der NRW-FDP und bisheriger Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium. Am 12. Mai 2011 wurden Philipp Rösler und Daniel Bahr vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff ernannt, Rainer Brüderle erhielt seine Entlassungsurkunde.
Mit der Übernahme des Parteivorsitzes der FDP ersetzte Rösler den bisherigen Vizekanzler Guido Westerwelle auch in dieser Funktion.
Am 16. Mai 2012 schlug die Bundeskanzlerin dem Bundespräsidenten die Entlassung des Bundesumweltministers Norbert Röttgen nach Artikel 64 des Grundgesetzes vor. Am 22. Mai 2012 erfolgte die Entlassung Röttgens und die Ernennung des bis dahin Ersten Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier, zum neuen Umweltminister.
Am 9. Februar 2013 erklärte Bildungsministerin Annette Schavan nach dem medialen und politischen Druck als Folge der Entscheidung der Universität Düsseldorf, ihren im Jahr 1980 dort erworbenen Doktorgrad wegen Plagiaten zu entziehen[11], den Rücktritt. Nachfolgerin im Amt wurde die Wissenschaftsministerin Niedersachsens, Johanna Wanka. Die Übergabe der Entlassungs- und Ernennungsurkunden fand am 14. Februar 2013 statt.[12]
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Merkels schwarz-gelbes Kabinett auf Spiegel online mit Bildern aller Kabinettsmitglieder
- Auflistung des Kabinett mit Bildern und Lebensläufen auf REGIERUNGonline
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Neues Kabinett Merkel setzt auf Routiniers und Debütanten, abgerufen am 23. Oktober 2009
- ↑ Neumann bleibt im Amt, abgerufen am 24. Oktober 2009
- ↑ Koalitionsvertrag (PDF; 643 kB), abgerufen am 30. Oktober 2009
- ↑ Philipp Rösler neuer Vizekanzler, Bundesregierung. 18. Mai 2011.
- ↑ Michael Link Staatsminister im Auswärtigen Amt. Auswärtiges Amt, 27. Januar 2012, abgerufen am 27. Januar 2012.
- ↑ Passauer Neue Presse:„Passaus MdB Max Stadler (63) ist tot“, 12. Mai 2013
- ↑ Peter Bleser ist neuer Parlamentarischer Staatssekretär, Pressemitteilung des BMELV vom 17. Februar 2011
- ↑ Ulrike Flach wird Staatssekretärin, rp-online
- ↑ FDP besetzt fünf Ministerposten und stellt acht Staatssekretäre
- ↑ Rücktritt von Bundesarbeitsminister Franz-Josef Jung, 27. November 2009
- ↑ http://www.uni-duesseldorf.de/home/startseite/news-detailansicht/article/aktuelle-sitzung-des-fakultaetsrats-der-philosophischen-fakultaet-und-presseerklaerung-vom-0502.html?cHash=f62502a63791e17b59921d072e912fdb
- ↑ http://www.spiegel.de/politik/deutschland/johanna-wanka-ist-neue-bildungsministerin-a-883327.html
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