Vence

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die französische Stadt im Département Alpes-Maritimes. Zum französischen Bischof siehe Charles de Villeneuve de Vence.
Vence
Wappen von Vence
Vence (Frankreich)
Vence
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-Maritimes
Arrondissement Grasse
Kanton Vence
Koordinaten 43° 43′ N, 7° 7′ O43.7227777777787.1136111111111320Koordinaten: 43° 43′ N, 7° 7′ O
Höhe 40–1.033 m
Fläche 39,23 km²
Einwohner 19.160 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 488 Einw./km²
Postleitzahl 06140
INSEE-Code
Website Stadt Vence

Blick auf Vence

Vence ([vɛ̃s], okzitan. Vença) ist eine französische Gemeinde mit 19.160 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Vence liegt im Arrondissement Grasse und ist der Verwaltungssitz des Kantons Vence. Der Ort bedeckt eine Fläche von 39,23 km². Die Einwohner von Vence sind die Vençois. Vence gehört zu den berühmten Reisezielen in der Provence. Es thront hoch oben auf einem Felsen, ist von der Küste schnell erreichbar und hat den Charakter eines kaum berührten Voralpenstädtchens.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon früh von ligurischen Kelten besiedelt, wurde die Gegend 16 v. Chr. von den Römern erobert und als Provinz Alpes Maritimae dem römischen Reich einverleibt. Vence wurde eine bedeutende römische Siedlung, von der noch viele Funde zeugen. Auch die Fundamente der Kathedrale sind römischen Ursprungs.

Mit der Verbreitung des Christentums wurde Vence Bistum. In der römischen Civitas Vintium gab es ab dem 4. Jahrhundert einen Bischof. Diese kleinste Diözese Frankreichs bestand bis zur Französischen Revolution (siehe auch: Liste der Bischöfe von Vence).

Nach Karl dem Großen gehörte Vence zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 1481 wurde die Provence Frankreich angegliedert und Vence damit französisch. Im 16. Jahrhundert ließ Franz I. die Stadt verschönern. Während der Religionskriege blieb Vence katholisch.

Das 20. Jahrhundert brachte Vence – angezogen vom angenehmen Klima und dem besonderen Licht – den Tourismus und die Künstler, wodurch die Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung erlebte.

Im Jahr 1933 kauft das Ehepaar Freinet ein Grundstück im Viertel Le Pioulier und errichtet dort die Ecole Moderne (heute: Ecole Freinet), um dort eigene reformpädagogische Ideen umzusetzen.[1]

Sehenswertes[Bearbeiten]

Die ganze Altstadt ist von einer Stadtmauer umschlossen, durch die zahlreiche Tore ins Innere der Stadt führen. Eines der bekanntesten ist wohl die Porte de Peyra. Der Weg in die Altstadt führt über die Place du Grand-Jardin und die Place du Frene, wo eine riesige Esche steht, die 1538 gepflanzt wurde.

  • Altstadt
  • Porte de Peyra mit Peyra-Brunnen
  • Die romanische Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert ist auf römischen Fundamenten errichtet.
  • Die "Vençoise" (Skulptur von Jim Ritchie) auf dem Clemenceau-Platz vor dem Rathaus
  • Die Klosterkapelle der Dominikanerinnen, die Chapelle du Rosaire (Rosenkranzkapelle), wurde von Henri Matisse gestaltet.
  • Ehem. Kapelle der Weißen Büßer (Chapelle des Pénitents Blancs)
  • Place du Grand Jardin (Markt)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Vence pflegt Partnerschaften zu den Städten

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Eine Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern wählte Vence zum Wohnort.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ecole Freinet

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vence – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien