Landtagswahlen in Sachsen

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Landtagswahl 2009
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Gewinne und Verluste
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In diesem Artikel finden sich alle Wahlergebnisse und Landesregierungen in Sachsen von 1919 bis heute.

In der Weimarer Republik war bis 1930 stets die SPD die erfolgreichste Partei in Sachsen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es nur eine halbfreie Landtagswahl 1946.

Nach der Eingliederung Sachsens in die Bundesrepublik Deutschland finden ab 1990 wieder regelmäßig (derzeit im Fünf-Jahre-Abstand) Landtagswahlen statt. Die Wahl zum 6. sächsischen Landtag findet voraussichtlich am 31. August 2014 statt.

Landtagswahlergebnisse[Bearbeiten]

1919 bis 1933[Bearbeiten]

Jahr SPD DDP USPD DNVP DVP CVP "rechte" USPD "linke" USPD Zentrum KPD WP VRP ASPS NSFB SLV NSDAP CSVD VNRV
1919 41,6 % - 42 Sitze 22,9 % - 22 Sitze 16,3 % - 15 Sitze 14,4 % - 13 Sitze 3,9 % - 4 Sitze 1,0 % - 1 Sitz - - - - - - - - - - -
1920 28,3 % - 27 Sitze 7,7 % - 8 Sitze - 21,0 % - 20 Sitze 18,6 % - 18 Sitze - 13,9 % - 13 Sitze 2,9 % - 3 Sitze 1,1 % - 1 Sitz 5,7 % - 6 Sitze - - - - - - -
1922 41,8 % - 40 Sitze 8,4 % - 8 Sitze - 9,0 % - 19 Sitze 18,7 % - 19 Sitze - - - - 10,5 % - 10 Sitze - - - - - - -
1926 32,1 % - 31 Sitze 4,7 % - 5 Sitze - 14,5 % - 14 Sitze 12,8 % - 12 Sitze - - - - 14,5 % - 14 Sitze 10,0 % - 10 Sitze 4,2 % - 4 Sitze 4,2 % - 4 Sitze 1,6 % - 2 Sitze - - -
1929 34,3 % - 33 Sitze 4,3 % - 4 Sitze - 8,1 % - 8 Sitze 13,5 % - 13 Sitze - - - - 12,8 % - 12 Sitze 11,3 % - 11 Sitze 2,6 % - 3 Sitze 1,5 % - 2 Sitze - 5,2 % - 5 Sitze 5,0 % - 5 Sitze - -
1930 33,4 % - 32 Sitze 3,3 % - 3 Sitze - 4,8 % - 5 Sitze 8,7 % - 8 Sitze - - - - 13,6 % - 13 Sitze 10,6 % - 10 Sitze 1,7 % - 2 Sitze - - 4,6 % - 5 Sitze 14,4 % - 14 Sitze 2,2 % - 2 Sitze 1,5 % - 2 Sitze

An 100 % Fehlende = Nicht im Landtag vertretene Wahlvorschläge.

1933 bis 1945[Bearbeiten]

Mit dem „Vorläufigen Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich“ vom 31. März 1933 wurde die Souveränität der Länder beendet.

1945 bis 1990[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Land Sachsen aus dem ehemaligen Freistaat Sachsen und den westlich der Neiße gelegenen Teilen der ehemaligen preußischen Provinz Niederschlesien neu gebildet. Die Landtagswahl am 20. Oktober 1946 führte zu einem Sieg der von der sowjetischen Besatzungsmacht begünstigten SED.

Bei der Landtagswahl am 15. Oktober 1950 wurde – wie die gleichzeitig stattfindende Scheinwahl der Volkskammer nach dem Einheitslistenverfahren gewählt. Laut den offiziellen Ergebnissen erhielten bei einer Wahlbeteiligung von 98,1 % die „Kandidaten der Nationalen Front“ 99,8 % Zustimmung.

1952 wurde das Land Sachsen im Zuge der Bildung der Bezirke aufgelöst.

20. Okt. 1946 SED LDP CDU VdgB Kulturbund
Anteile 49,1 % 24,7 % 23,3 % 1,7 % 0,6 %
Sitze 59 30 28 2 1
15. Okt. 1950 SED CDU LDP DBD NDPD FDGB (*) DFD (*) FDJ (*) Kulturbund (*) VVN (*) Konsumgenossenschaften (*) VdgB (*)
Sitze 27 18 17 9 9 12 7 7 5 5 2 2

(*) Massenorganisationen: Insgesamt 40

Seit 1990[Bearbeiten]

Seit 1990 haben in Sachsen fünf Wahlen zum Sächsischen Landtag mit folgenden Ergebnissen stattgefunden:

CDU SPD PDS/ seit 2007 Die Linke FDP GRÜNE Forum NPD Andere Sonstige
14.10.1990 Anteile 53,8 % 19,1 % 10,2 % 5,3 % 5,6 % 0,7 % DSU 3,6 % 2,4 %
Sitze 92 32 17 9 10
11.09.1994 Anteile 58,1 % 16,6 % 16,5 % 1,7 % 4,1 % 0,7 % REP 1,3 % 1,0 %
Sitze 77 22 21
19.09.1999 Anteile 56,9 % 10,7 % 22,2 % 1,1 % 2,6 % 0,2 % 1,4 % Pro DM 2,1 %; REP 1,5 % 1,4  %
Sitze 76 14 30
19.09.2004 Anteile 41,1 % 09,8 % 23,6 % 5,9 % 5,1 % 9,2 % Tierschutz 1,6 % 3,7 %
Sitze 55 13 31 7 6 12
30.08.2009 Anteile 40,2 % 10,4 % 20,6 % 10,0 % 6,4 % 5,6 % Tierschutz 2,1; Piraten 1,9 2,8 %
Sitze 58 14 29 14 9 8

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen/Wahlergebnisse

Landesregierungen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sächsische Staatsregierung

1990 bildete Kurt Biedenkopf die erste sächsische Landesregierung. Er stützte sich dabei allein auf die absolute Mehrheit der CDU im Landtag. Diese Mehrheit wurde bei den Landtagswahlen 1994 und 1999 bestätigt. 2002 trat Kurt Biedenkopf nach einigen parteiinternen Auseinandersetzungen zurück und gab das Amt am 18. April an Georg Milbradt ab. Dieser blieb auch nach der Wahl 2004 Ministerpräsident, allerdings verlor die CDU bei dieser Wahl die absolute Mehrheit, so dass Milbradt auf einen Koalitionspartner angewiesen war. Die CDU ging eine Koalition mit der SPD ein. Stellvertretender Ministerpräsident wurde der SPD-Landesvorsitzende Thomas Jurk. Am 28. Mai 2008 wurde Stanislaw Tillich zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Nach den Landtagswahlen 2009 bildete Tillich eine Regierung mit der FDP mit Sven Morlok als seinem Stellvertreter.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Endgültiges amtliches Wahlergebnis der Landtagswahl 2009 im Freistaat Sachsen Die Landeswahlleiterin