Wesley Pentz

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Diplo während des Soundlab im Mai 2009
Diplo während des Soundlab im Mai 2009
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Singles[1]
C'mon (Catch 'Em By Surprise) (vs. Tiësto feat. Busta Rhymes)
  DE 68 25.02.2011 (3 Wo.)
  CH 68 20.02.2011 (2 Wo.)
  UK 13 19.02.2011 (13 Wo.)
Earthquake (DJ Fresh vs. Diplo feat. Dominique Young Unique)
  UK 4 31.08.2013 (… Wo.)
Boy Oh Boy (mit GTA)
  UK 72 02.11.2013 (… Wo.)
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Wesley Pentz (* 10. November 1978 in Tupelo, Mississippi) ist ein US-amerikanischer Musiker und DJ im Bereich der elektronischen Musik, des Hip-Hops sowie des Baile Funks, der unter dem Künstlernamen Diplo sein erstes Album bei Big Dada Recordings im Jahr 2004 veröffentlicht hat. Weitere Pseudonyme von ihm sind Diplodocus, Wes Gully und Wes Diplo, zudem ist er durch das Musikprojekt Major Lazer bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Er wuchs in Florida auf und lebt derzeit in Philadelphia, wo er 2003 ein Filmstudium an der Temple University absolvierte. Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er als Teil des DJ-Duos „Hollertronix“, welches „Southern“ und „Eastern“ Rap-Musik in Clubs auflegte, und für witzige, gekonnte Mixtapes bekannt war.

Sein erstes Album „Florida“ setzt sich zu einem großen Teil aus Samples von Platten zusammen, auf welche er bei seiner Arbeit als DJ gestoßen ist. In einem Interview mit BBC im September 2004 bezeichnet er seinen Stil als „durchwegs Hip-Hop, woran er jedoch „viele verschiedene Dinge ausprobiert“ („It’s really hip-hop music but I’m trying out lots of different things“). „Die Sachen auf dem Album sind diejenigen, die funktionierten. Jeder Song ist ein anderer Stil“, erzählt er weiter („The things on the record are the ones that worked. Every track is a different style.“). So wird zum Beispiel der „Diplo Rhythm“, welchen er auch als Single veröffentlichte, dem Grime zugeschrieben.

Ein weiterer Titel auf seinem Album „Florida“, der nach Eigenaussage auf Grund des psychedelischen Rocks, den rückwärts abgespielten Gitarrensounds, dem „süßen Gesang“ der Gastsängerin Martina Topley-Bird, der „boomenden 808 drum“ und der „dreckigen south stutter drum“ auch „ein bisschen von ihm selbst“ in sich trägt, ist „Into The Sun“, wie er ebenfalls im BBC-Interview von sich gibt („I’m really happy with that song. It has a bit of me in it: psychedelic rock, guitars turned all backwards, really lush music, a booming 808 drum and a dirty south stutter drum. And her vocals are so sweet on the top of it.“).

Weitere Stilrichtungen, denen Diplos Musik zugeschrieben wird, sind die Hip Hop-nahen Genres Crunk, Dirty South und Bass Music. Auch Einflüsse des Baile Funk sind in seinen Veröffentlichungen zu erkennen, von welchem er viel in seinen Brasilien-Reisen als DJ beeinflusst wurde.

Bei seinem Musiklabel Mad Decent sind verschiedene Künstler, wie Blaqstar, Bonde De Role, Boy 8-Bit, Crookers, Douster, Maluca, Paul Devro, Schlachthofbronx, South Rakkas Crew u. v. m. unter Vertrag.

2010 erschien weiterhin der 2007 in Brasilien gedrehte Dokumentarfilm „Favela On Blast“ von Wesley Pentz (Diplo) und Leandro HBL.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen Label
2002 Sound and Fury Erstveröffentlichung: 2002 Big Dada Recordings
2004 Florida (Ltd Edition Promo) Erstveröffentlichung: 16. August 2004
Florida Erstveröffentlichung: 23. August 2004
Aeiou Tw Erstveröffentlichung: 9. November 2004
Favela On Blast - Rio Baile Funk 04 Erstveröffentlichung: 3. Dezember 2004
2005 Florida Re-issue Erstveröffentlichung: 15. April 2005
(Nur in Nord America)
Favela Strikes Back Erstveröffentlichung: 6. September 2005
2009 Decent Work for Decent Pay Erstveröffentlichung: 6. Februar 2009

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen Label
2003 Newsflash Erstveröffentlichung: 26. August 2003
(als Diplodocus)
Big Dada Recordings
Thingamajawn Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2003
(als Diplodocus)
Epistemology Suite Erstveröffentlichung: 17. November 2003
(als Diplodocus)
2004 Diplo Rhythm Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2004
2005 Reload It Erstveröffentlichung: 17. Juni 2005
(als Kano feat. Demon & D Double E)
2008 Blow Your Head Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2008
2010 Make You Pop Erstveröffentlichung: 13.Dezember 2010
(vs. Don Diablo)
2011 C'Mon (Catch 'Em By Surprise) Erstveröffentlichung: 11. Februar 2011
(vs. Tiësto feat. Busta Rhymes)
El Tigeraso Erstveröffentlichung: 29. August 2011
(mit Maluca)
Pick Your Poison Erstveröffentlichung: 20. Dezember 2011
(mit Datsik & Kay)
2012 Express Yourself Erstveröffentlichung: 13. März 2012
(feat. Nicky Da B)
Rasclat Riddim Erstveröffentlichung: 13. März 2013
(feat. Rato Gonzalez)
About That Life Erstveröffentlichung: 21. September 2013
(feat. Jahan Lennon)
2013 Booty Drop Erstveröffentlichung: 8. April. 2013
(mit TAI)
Earthquake Erstveröffentlichung: 18. August 2013
(mit DJ Fresh feat. Dominique Young Unique)
Boy Oh Boy Erstveröffentlichung: 7. Oktober 2013
(mit GTA)

weitere Songs auf Soundtracks:

  • ATV Offroad Fury 4: Tambo, Newsflash (featuring Sandra Melody)
  • SSX on Tour: Big Lost, Indian Thick Jawns (featuring Mtulazaji Davis/P.E.A.C.E.)
  • NBA 08: Way More
  • NBA 09: The Inside: Do It Like That
  • Midnight Club Los Angeles: Wassup (featuring Rye Rye) (Crookers Remix)

Mixtapes[Bearbeiten]

  • 2003: AEIOU
  • 2004: AEIOU Pt. 2 Making Music Your Own (mit Tripledouble)
  • 2004: Piracy Funds Terrorism (with M.I.A.)
  • 2004: Favela on Blast
  • 2005: Favela Strikes Back
  • 2005: FabricLive.24 (Mix-CD, im Rahmen der Fabric Live Mix Series des Londoner Clubs Fabric erschienen)
  • 2006: Mad Decent Radio, Vol. 1
  • 2007: I Like Turtles
  • 2008: Top Ranking: A Diplo Dub (with Santogold)
  • 2008: Benzi & Diplo Present: Paper Route Gangstaz: Fear And Loathing In Hunts Vegas
  • 2009: 2009 Rewind (Mixmag Jan 2010 Cover CD)
  • 2010: Diplo Presents: Free Gucci (Best of The Cold War Mixtapes)
  • 2010: Major Lazer & La Roux present: Laserproof
  • 2010: Blow Your Head – Diplo Presents: Dubstep
  • 2010: Benzi & Diplo Present: Mansions on the Moon: Paradise Falls
  • 2011: Riddimentary: Diplo Selects Greensleeves
  • 2012: Trapgold (Iggy Azalea, produziert von Diplo)
  • 2012: #SwayInTheMorning Mix
  • 2012: Diplo – got stoned and mixed really old records for half an hour

Sonstige Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Er veröffentlichte die Podcasts Mad Decent und Diplo & Friends.
  • Auf dem Album Arular der britischen Musikerin M.I.A. produzierte er den Song Bucky Done Gun, worin kurze Trompetensamples von Bill Contis Gonna Fly Now und länger Abschnitte aus dem Song Injeção der brasilianischen Sängerin Deise Tigrona vorkommen.
  • Er remixte Gwen Stefanis Song Hollaback Girl, in welchem auch Samples des Baile Funk-Songs Feira de Acari zu hören sind.
  • Zusammen mit dem britischen DJ und Producer Switch (David Taylor) veröffentlichte er 2009 unter dem Namen Major Lazer das Album Guns Don't Kill People... Lazers Do.
  • Auf dem Album $0$ der südafrikanischen Hip-Hop Gruppe Die Antwoord produzierte er den Beat des Liedes Evil Boy (VÖ: 10. Oktober 2010). Er ist auch in dem Musikvideo zu diesem Titel zu sehen.
  • 2012 erscheint von Major Lazer der Song Get Free (Feat. Amber Coffman of Dirty Projectors) (DE #73), welcher auch in einem TV-Spot von Vodafone zu sehen ist.
  • Anfang 2014 veröffentlichte er seine EP "Revolution" mit dem gleichnamigen Track, den er zusammen mit Faustix, Imanos und Kai aufnahm. Auf der EP wird Diplo des Weiteren von Travis Porter, Mike Posner, Riff Raff, Nicky Da B ("Express Yourself" ft. Diplo) u.a. gefeaturet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE AT - CH

Weblinks[Bearbeiten]