İskenderun

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İskenderun
Wappen von İskenderun
İskenderun (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Hatay
Koordinaten: 36° 35′ N, 36° 10′ OKoordinaten: 36° 35′ 0″ N, 36° 10′ 10″ O
Höhe: m
Einwohner: 244.970[1] (2014)
Telefonvorwahl: (+90) 326
Postleitzahl: 31 xxx
Kfz-Kennzeichen: 31
Struktur und Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Seyfi Dingil (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis İskenderun
Einwohner: 244.970[1] (2014)
Fläche: 637 km²
Bevölkerungsdichte: 385 Einwohner je km²
Kaymakam: H. Hasan Özyiğit
Webpräsenz (Kaymakam):
Atatürk Bulvarı in İskenderun

İskenderun (griechisch Αλεξανδρέττα; historisch Alexandrette oder Alexandretta; arabisch إسكندرون, DMG Iskandarūn; nach Alexander dem Großen) ist eine Stadt in der Südtürkei, in der Provinz Hatay am östlichsten Zipfel des Mittelmeeres, dem Golf von İskenderun. Seit einer Gebietsreform 2014 ist der Landkreis flächen- und einwohnermäßig identisch mit der Kreisstadt.

Früher war diese Stadt ein Hafen für Aleppo in Nordsyrien. Heute ist sie das Handelszentrum einer Region, in der Getreide, Tabak und Zitrusfrüchte angepflanzt werden. Sie ist aber auch ein wichtiges Industriezentrum und der Endpunkt einer langen Ölpipeline aus dem Nordirak. Außerdem ist İskenderun einer der wichtigsten Mittelmeerhäfen der Türkei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

İskenderun wurde von Alexander dem Großen (türkisch Büyük İskender) 333 v. Chr. als Alexandreia kat’Isson gegründet. Nach dem Sieg über Dareios III. und die Perser in der Schlacht bei Issos wollte Alexander damit Myriandros als Schlüssel zur kilikisch-syrischen Pforte ablösen. İskenderun liegt ungefähr 37 Kilometer südlich des damaligen Kampfplatzes.

Während des Ersten Kreuzzugs wurde İskenderun von den Kreuzfahrern erobert und dem Fürstentum Antiochia eingegliedert.

Um 1160 wurde die Stadt von den Armeniern eingenommen, Rainald von Chatillon, als zweiter Gatte der Konstanze von Antiochia Fürst von Antiochia, eroberte die Stadt im Auftrag Kaiser Manuels I. (1143–1180) zurück und übergab sie den Templern, welche die Burg Baghras erbauten, die die Kilikische Pforte bewachte. Nachdem Manuel Rainald das versprochene Geld verweigerte, schloss er mit Billigung der Templer ein Bündnis mit Thoros von Armenien.

Ab dem 16. Jahrhundert war İskenderun Teil des Osmanischen Reiches.

Von 1920 bis 1938 gehörte der Sandschak Alexandrette, die spätere türkische Provinz Hatay, einschließlich İskenderun zu Syrien, das französisches Mandatsgebiet war. Vom 2. September 1938 bis 23. August 1939 war İskenderun Hauptstadt des kurzlebigen Staates Hatay, der seither einen Bestandteil der Türkei bildet. Es wohnen ca. 200.000 Menschen in der Stadt. In der Stadt leben verschiedene Ethnien, darunter Kurden, Türken, Araber und Armenier.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Selçuk İnan (* 1985), Fußballspieler bei Galatasaray Istanbul und in der Nationalmannschaft
  • İsmail Köybaşı (* 1989), Fußballspieler bei Beşiktaş Istanbul und in der Nationalmannschaft
  • Özgür Özata (* 1977), Schauspieler
  • Ali Özgür Özdil (* 1969), Islamwissenschaftler und Religionspädagoge
  • Luigi Padovese OFMCap (* 31. März 1947 in Mailand, Italien; † 3. Juni 2010), römisch-katholischer Bischof und Apostolischer Vikar von Anatolien in der Türkei sowie Vorsitzender der türkischen Bischofskonferenz, hier auch ermordet
  • Uğur Şahin (* 1965), Immunologe und Onkologe
  • Athanasios Toutoungi (1899–1981), Erzbischof von Aleppo in Syrien
  • Fevzi Zemzem (* 1941), ehemaliger Fußballspieler und Trainer
  • Halil Gülbeyaz (* 1962), Schriftsteller

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: İskenderun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 13. Dezember 2015 auf WebCite), abgerufen 13. Dezember 2015