4chan

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4chan
Logo von 4chan
4chan.org
4channel.org
Beschreibung Imageboard
Registrierung nein
Sprachen Englisch
Eigentümer 4chan community support LLC
Urheber Christopher Poole
Erschienen 1. Oktober 2003
Status online
Programmiersprache PHP

4chan (vor allem in Japan bekannt als Yotsuba Channel) ist ein englischsprachiges Imageboard. Die Seite ist dem japanischen Vorbild Futaba Channel nachempfunden und ist eine der meistbesuchten Seiten des Internets.[1] Ihre Nutzer machten unter anderem durch Netzaktionen auf sich aufmerksam und sie gilt als Wiege der Anonymous-Bewegung.[2]

Popularität erfährt 4chan vor allem als steter Quell neuer Web-Phänomene in Text, Bild und Audio. 4chan beherbergt eine große Zahl an unterschiedlichen Subkulturen, darunter auch solche, die durch Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Frauenhass und Antiglobalismus auffallen. Die Verbreitung derartiger extremistischer Ansichten über die Plattform und der dortige Konsum kann zur schnellen Rekrutierung und Radikalisierung von weiteren Personen führen, was 4chan in den Ruf brachte, diese Entwicklung zu fördern. Vor allem das Board politically incorrect, als /pol/ bekannt, tritt in dieser Hinsicht auf.[3][4]

Geschichte

Entstehung

moot (Christopher Poole) im Jahr 2010

4chan wurde im Oktober 2003 unter der Domain 4chan.net von Christopher Poole (* 1988) gegründet.[5][6] Poole war ein regelmäßiger Nutzer des Internetforums Something Awful, vor allem des Subforums für Anime, Anime Death Tentacle Rape Whorehouse, kurz ADTRW und des IRC‐Kanals Raspberry Heaven.[7][8] Er konzipierte die Seite ursprünglich als ein reines Anime‐Forum für diese beiden Communities, basierend auf dem japanischen Forum Futaba Channel, in dem es ebenfalls größtenteils um Anime, Manga und Otakukultur ging.[2] Bis heute machen Inhalte rund um Anime und Manga einen großen Teil der Seite und ihrer Kultur aus.

Pooles Identität war bis zur Aufdeckung durch das Wall Street Journal im Juli 2008 nicht bekannt. Die Seite gilt als englischsprachige Variante des japanischen Imageboards Futaba Channel, das seinerseits wiederum auf 2channel zurückgeht.[7] 4chan war die zweite englischsprachige channel‐Seite nach World2channel, einer Seite, die ebenfalls viel von der ADTRW‐Community genutzt wurde. Sie basierte jedoch anders als 4chan zum größten Teil auf 2channel, hatte also keine Möglichkeit Bilder zu teilen. Drei Monate vor der Gründung von 4chan führte World2channel allerdings auch Imageboards ein.

Das erste und ursprünglich einzige 4chan‐Board war /b/, welches damals den Namen Anime/Random trug. Schon in den ersten Tagen der Website wurden jedoch weitere Foren eingeführt, darunter /h/ (Hentai), /c/ (Anime/Cute) und /s/ (Sexy Beautiful Women), welches das erste Forum der Seite wurde, das nicht für Anime gedacht war.

Im Februar 2004 suspendierte GoDaddy, der Hosting‐Provider von 4chan die Seite, woraufhin sie zur Domain 4chan.org wechselte.

Ende Oktober 2004 wurden die Boards /l/ (Lolikon) und /sm/ (Shotakon) gelöscht, da sie aufgrund ihres kontroversen Inhaltes den Fortbestand der Seite gefährdeten. Anfang November 2004 gründete Poole eine neue, unabhängige Seite namens not4chan, auf der die Boards wiederbelebt wurden.

Poole führte im September 2012 die Möglichkeit an einen 4chan Pass zu kaufen, der es ermöglicht die übliche Captcha‐Verifikation vor dem Posten und Melden zu umgehen und die Zeit die zwischen zwei Posts vergehen muss verkürzt.[9] Außerdem ermöglicht er das 2016 eingeführten Board /vip/ (Very Important Posts) zu benutzen. Der 4chan Pass wurde eingeführt um Nutzern eine Möglichkeit zu geben die Seite finanziell zu unterstützen ohne auf Spenden zurückfallen zu müssen.[10]

Hiroyuki Nishimura (2005)

Im September 2015 verkaufte Poole 4chan an Hiroyuki Nishimura, den Gründer von 2channel und gab auch den Posten als Administrator an ihn ab.[11]

Die Seite kündigte im November 2019 an, alle „arbeitsplatzsicheren“ Boards auf die Domain 4channel.org zu verschieben. Diese Domain verlinkt nur auf andere arbeitsplatzsichere Boards, außer dies wurde in den Einstellungen deaktiviert. Auf solchen Boards ist es nicht erlaubt bestimmte Inhalte (vor allem Pornografie und extreme Gewaltdarstellungen) zu teilen. Schon seit längerem wurden diese Boards farblich von den restlichen abgegrenzt.

Funktionsweise

4chan ist nach mehreren thematischen Unterkategorien gegliedert. Gegenwärtig gibt es über fünfzig Kanäle, auf denen Bilder gepostet und kommentiert werden. Themen der einzelnen Imageboards gehen von Natur (/an/) über Waffen (/k/) und Autos (/o/) zu Anime, Manga (/a/ u. a.) und Erotik (/h/, /s/, /d/ u. a.). Am größten und stärksten frequentiert ist das Imageboard /b/, welches den Namen Random (engl. wahllos) trägt. Hier kann jeder Benutzer beliebige Bilder aller Thematiken posten und kommentieren. Oft werden Bilder gepostet, die schockieren sollen. Im Gegensatz zu konventionellen Foren sind Threads und Posts auf 4chan sehr kurzlebig. Der gesamte Inhalt wird, abhängig vom jeweiligen Imageboard, bereits nach Stunden oder einigen Tagen durch Neueres verdrängt. Da jeder Bereich nur eine gewisse Anzahl an Threads aufnimmt – und aktivere obenauf gelegt werden –, werden inaktive am Ende der Liste gelöscht. Ein wesentlicher Punkt, der 4chan auszeichnet, ist, dass auf der Seite eine von den Benutzern selbstgeschaffene Terminologie benutzt wird, die Außenstehende meist nicht ohne weiteres verstehen können.

Spiegel Online beschreibt 4chan als

„[…] eine Mem-Schleuder, eine Brutstätte für ansteckende Ideen, aber auch ein abgründiger Ort, an dem Scheußlichkeiten, rassistische und sexistische Tiraden und Bilder weit jenseits der Grenzen des guten Geschmacks veröffentlicht werden. […] Die Welt von 4Chan ist dunkel und seltsam, wie das Innenleben eines verwirrten Provinz-Teenagers um 3 Uhr morgens.“

Felix Knoke[12]

Technisches

4chan basiert auf der eigens für es entwickelten Software Yotsuba, einer modifizierten Variante von Futallaby, welche ihrerseits eine Abspaltung von Futaba ist, der Software auf der Futaba Channel basiert.[7] Ursprünglich lief die Seite auf einer veränderte Version von GazouBBS, der Software die auch 5channel benutzt und auf der Futaba basiert. Sowohl Futallaby als auch Yotsuba wurden nach 4chans Gründung von Mitarbeitern von 4chan für die Seite entwickelt.

Der Name Yotsuba ist Japanisch für „Vier Blätter“ und eine Anspielung auf den Namen der Seite sowie den Vorgänger Futaba, dessen Name „Zwei Blätter“ bedeutet.

Reichweite

Alexa listet 4chan global permanent unter den Top 1000 Websites (US: Top 300).[1] Tägliche Unique Visits liegen bei rund 220.000 (Monatlich: ≈6,8 Mio.), generiert werden so rund acht Millionen Page Impressions (Monatlich: ≈240 Mio.).[13] Die Community verzeichnete im April 2009 450.000 Postings pro Tag.[14] Die Nutzung ist kostenlos. Der durchschnittliche 4chan-Besucher ist zwischen 18 und 34 Jahre alt und männlich.[15]

Wahl Moots zur weltweit einflussreichsten Person

Der Gründer und Administrator Christopher Poole wurde Ende April 2009 von der Zeitschrift Time zur „World’s Most Influential Person 2008“, also zur weltweit einflussreichsten Person, ernannt.[16] Es stellte sich jedoch heraus, dass die auf einer öffentlichen Umfrage basierende Wahl durch der Community nahestehende Personen beeinflusst wurde. Innerhalb kürzester Zeit erhielt Christopher Poole knapp 17 Millionen Stimmen – mehr als alle anderen Kandidaten zusammen. Die Wahl wurde außerdem derart manipuliert, dass die Anfangsbuchstaben der folgenden 23 Kandidaten die Nachricht „Marble cake also the game“ bildeten – eine Anspielung auf den IRC-Kanal, in dem sich einst der Protest gegen Scientology formte.[17] Christopher Poole wird nunmehr offiziell auf Platz 35 der Liste geführt.[18]

Wichtige Boards

Boards auf 4chan (2019)

/b/

Das beliebteste Subboard stellt mit ca. 350.000 anonymen Postings am Tag das Board „Random“ oder „/b/“ dar, in dem es um kein konkretes Thema geht und bis auf extreme Gesetzesverstöße, persönliche Informationen, Aufrufe zur Verbreitung solcher oder zu Raids, Spam, Werbung und My‐Little‐Pony‐Inhalte ungeniert alles gepostet werden darf. Hier brechen die Stammleser, die sich als „/b/tards“ (Verballhornung von „retard“, engl. eigentlich „Behinderter“ oder „Zurückgebliebener“, gemeint eher wie „Vollidiot“) bezeichnen, mit jedem denkbaren Tabu, von Hardcore-Pornografie bis hin zu expliziter Gewaltdarstellung und Gore. Hier herrschen ein eigener Slang und Verhaltenskodex, den sich Neuzugänge, von den Stammlesern als „Newfags“ (engl. wörtlich „Neuschwuchtel“, wobei das Suffix „-fag“ stets als Charakteristikum verwendet wird – beispielsweise heißt es nicht „drawing artist“ (zeichnerischer Künstler) oder „German“ (Deutsche/r), sondern dann „drawfag“ oder „germanfag“) bezeichnet, auf externen Wikis wie der Encyclopedia Dramatica aneignen können. Die ersten zwei Regeln sind an den Film „Fight Club“, einen Thriller aus dem Jahr 1999, angelehnt:

  1. do not talk about /b/.
  2. do NOT talk about /b/.
  3. We are Anonymous,
  4. Anonymous is legion.
  5. Anonymous never forgives.
  6. Anonymous can be a horrible, senseless, uncaring monster.
  1. Sprich nicht über /b/.
  2. Sprich NICHT über /b/,
  3. Wir sind Anonymous,
  4. Anonymous ist Legion [vgl. Mk 5,9 EU].
  5. Anonymous vergibt nie.
  6. Anonymous kann ein schreckliches, vernunft- und gefühlsloses Monster sein.

Bei 4chan, besonders auf dem /b/, werden häufig provozierende Bilder gezeigt, wie etwa von toten Menschen oder Tieren (Gore) oder Pornographie. Dauer und die Häufigkeit der Nutzung durch Einzelne sind nicht sichtbar.

Der 500 Millionste Beitrag wurde am 15. August 2013 veröffentlicht, und vom Twitter-Account der Website kommentiert:[19]

“…and /b/’s 500 millionth post is a 4channer bragging about banging Polish prostitutes in London.”

„…und der 500-millionste Beitrag auf /b/ ist ein 4channer, der über das Bumsen polnischer Prostituierter in London prahlt.“

/pol/

/pol/, das den Namen politically incorrect (dt.: politisch inkorrekt) trägt ist ein Board über Politik auf 4chan. Ihm wird oft eine rechtsextreme Ausrichtung attestiert.[3]

Kultur

Eine freizügige Beitragspolitik, die schnelllebige Architektur und vermeintlich anonyme Teilnahme befördern die Entstehung ungewöhnlicher Web-Phänomene. Moderatoren überwachen die Inhalte auf teilweise boardspezifische, nicht unbedingt zivile Umgangsformen. Irrelevante oder illegale Beiträge sowie Spam werden sporadisch gelöscht, die verantwortlichen Nutzer können vom Board ausgeschlossen werden.[20] Zu diesem Zweck werden die Logfiles und IP-Adressen als einzige Nutzerdaten nach Eigenaussage für die Lebensdauer der Posts gespeichert.[21]

GamerGate

Von 4Chan gingen 2014 Postings über die angebliche sexuelle Freizügigkeit von Zoë Quinn aus, die ursprünglich von ihrem Exfreund unter dem Hashtag #gamergate gepostet wurde und von anderen Nutzern weiter verbreitet wurden.[22]

Memes

Einzelne Texte und Bilder entfalten durch den regen Austausch zuweilen ein „Eigenleben“, das sie auch über die Seite hinaus bekannt macht. In dieser Tradition entstanden verschiedene Internet-Phänomene, wie beispielsweise der „Caturday“, „Pedobear“ oder der „Epic Fail Guy“, einer von vielen Strichmännchen-Comicstrips, deren Handlung durch jede Antwort auf den Thread weitergestrickt wird.

Lolcats

Die Verbreitung von Katzenfotos mit absurden Sprüchen und offensichtlich falscher Grammatik geht auf eine Initiative der Community zurück, den „Caturday“.[23]

Abwandlung von Kumā zu Pedobear

Auch wird dem Board die Abwandlung von Kumā, eines Internet-Phänomens von 2channel, zum Pedobear nachgesagt. Dabei wurde der ursprünglich harmlose Bär Kumā insofern pervertiert, dass er nun in der Rolle eines Pädophilen in Bildern und Videos mit jungen Kindern erscheint und dort entsprechende Kommentare von sich gibt oder Gesten zeigt.

Rickrolling

2005 tauchte das Internet-Phänomen „duckroll“ auf, nachdem moot einen Wortfilter auf 4chan eingesetzt hatte, der „egg“ nach „duck“ änderte. In einer Diskussion postete jemand eine Ente auf Rädern.[24] Im März 2007 wurde der Trailer für das Spiel Grand Theft Auto IV veröffentlicht. Auf Grund der hohen Nachfrage konnte das Video nach einiger Zeit nicht mehr auf der Hersteller-Webseite aufgerufen werden. Ein anonymer 4chan-Nutzer adaptierte das Prinzip der „duckroll“ und lud auf YouTube ein Video hoch, welches den Trailer versprach – in Wirklichkeit zeigte es aber Rick Astleys „Never Gonna Give You Up“. Der „Rickroll“ war geboren.[24][25] In einem Interview mit der Los Angeles Times sagte Astley, er finde „rickrolling“ lustig und bizarr.[26]

Raids

Wenn „Anonymous“ außerhalb des /b/-Boards aktiv wird, so nennt sich das „Raid“, eine Art Überfall, der nicht nur andere Websites, sondern auch die anderen Unterforen von 4chan treffen kann. Auch hier geht es vorrangig um den Unterhaltungswert, den das Stiften von Ärger hervorbringt („…Anonymous must have no higher cause than its own cruel amusement…“,[27] „… Anonymous darf kein höheres Anliegen als sein eigenes grausames Vergnügen haben …“).

Ein Raid wird mit verschiedenen „Waffen“ ausgetragen, u. a. Spams, Flooding, DDoS-Attacken, Scherzanrufe, Ausnutzen von Sicherheitslücken in Webseiten (einfache Registrierung, identische Benutzerdaten auf verschiedenen Seiten) bis hin zum Löschen kompletter Datenbanken.

Google und das Hakenkreuz

Als im Juli 2008 ein Unbekannter in einem 4chan-Board den HTML-Code für ein Hakenkreuz schrieb, tippten oder kopierten anschließend Tausende von Lesern das Zeichen ins Google-Suchtextfeld. Daraufhin landete die Suche und das Symbol an der Spitze von Googles „Hot Trends“-Liste, die die momentan häufigsten Suchanfragen auflistet. Google entfernte das Hakenkreuz aus den Suchergebnissen und entschuldigte sich.[28]

Auch die Wahl zur „World’s Most Influential Person“ des Jahres 2012 wurde von 4chan-Benutzern beeinflusst. So wurde der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un, durch eigens für diese Wahl programmierte Voting-Programme, zur einflussreichsten Person des Jahres gewählt. Auch die Stimmen der anderen Teilnehmer wurden gezielt manipuliert. So ergaben die Anfangsbuchstaben der obersten 14 Plätze die Botschaft „K.J.U. GASCHAMBER“ – eine Anspielung auf die Schlagzeilen machenden Arbeitslager in Nordkorea.[29]

„Pornday“ auf YouTube

Am 6. Januar 2010 strapazierten 4chan-Teilnehmer durch massenhaftes Veröffentlichen von pornographischem Material, getarnt als Musik oder Kindervideos, die Filterinstanzen des zu Google gehörenden Videoportals YouTube. Anlass der Protestaktion war die Sperrung des dortigen Benutzerkontos „Lukeywes1234“. Ein dem Augenschein nach noch nicht 13 Jahre alter Junge aus Wichita (Kansas) hatte auf diesem Kanal Videos veröffentlicht, in denen er unter anderem improvisierte Rollenspiele mit Spielfiguren zeigte oder als Geisterjäger auftrat. Da die YouTube-Geschäftsbedingungen ein Mindestalter von 13 Jahren voraussetzen, wurde sein Benutzerkonto durch YouTube gesperrt. 4chan-Teilnehmer, die zuvor ihre Aufforderung zum Abonnieren dieses Kanals viral verbreitet und damit die Zahl seiner Abonnenten innerhalb eines Wochenendes von elf auf 15.000 getrieben hatten, riefen als Vergeltungsaktion zum „PornDay“ am 6. Januar 2010 auf.[30][31]

Projekt Chanology

Anlass war eine webweite Löschaktion eines unvorteilhaften Interviews mit Tom Cruise durch Scientology. 4chans Antwort ist die bisher größte Kampagne, die aus dem /b/-Board hervorgegangen ist, und hat das Ziel, Scientology „… aus dem Internet zu verstoßen … und systematisch zu zerstören …“ (Dibbell).[32] Sie hat nicht zuletzt zu dem hohen Bekanntheitsgrad von Anonymous geführt.

Imitatoren

Aufgrund der hohen Popularität und Bedeutung von 4chan inspirierte die Seite eine Vielzahl von Nachahmern, die oft mit anderen Regeln oder einem spezielleren Fokus für sich warben. 1chan, welches im November 2003 von einem Freund Christopher Pooles, der mit ihm an 4chan arbeitete, gegründet wurde, war die erste solcher Seite und fokussiert sich auf Schienenverkehr.

Die wohl bekannteste und erfolgreichste Nachahmung von 4chan ist 8chan, welches im Oktober 2013 von Fredrick Brennan gegründet wurde. Sein Alleinstellungsmerkmal sind zum einen weniger restriktive Regeln und zum anderen die Möglichkeit frei Subforen erstellen und moderieren zu können. Die Seite erfuhr im September 2014 einen großen Popularitätsschub, nachdem Diskussion über die Gamergate‐Affäre auf 4chan verboten wurde.[33]

Literatur

  • Kevin Kuhn: Hikikomori (Berlin Verlag, 2012). Der Roman greift Strukturen und Spracheigenheiten von 4chan auf.
  • Gerald Himmelein: Das Trollparadies – Eine Internet-Subkultur entwickelt sich vom Web-Störenfried zur globalen Bewegung. In: c‘t – Magazin für Computertechnik. Nr. 6, 2008, S. 98–103.
  • Julian Dibbell: The Assclown Offensive. In: Wired. Oktober 2009.
  • Cole Stryker: Epic Win for Anonymous: How 4chan's Army Conquered the Web. Overlook, 2011, ISBN 1-59020-710-6.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b 4chan: Siteinfo, Alexa. Abgerufen am 25. August 2013.
  2. a b https://www.spiegel.de/netzwelt/web/4chan-die-ursuppe-von-anonymous-a-823255.html Abgerufen am 23. September 2019
  3. a b Belltower.News: [1], abgerufen am 11. September 2019.
  4. Der Spiegel, 6. August 2019:„Für manche ist Hass ein Job“, abgerufen am 23. September 2019
  5. Christopher „Moot“ Poole Testimony in Palin Email Trial. In: The Business Insider. Abgerufen am 4. September 2010 (englisch): „Q.: Approximately when was it founded? A.: October 1st, 2003.“
  6. Jamin Brophy-Warren: Modest Web Site Is Behind a Bevy of Memes. In: WSJ.com. Dow Jones & Company, Inc., 9. Juli 2008, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  7. a b c 4chan FAQ. Abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  8. Jerry Langton: Funny how `stupid' site is addictive. In: The Star. Toronto Star, 22. September 2007, abgerufen am 29. September 2019 (englisch).
  9. 4chan Pass - 4chan. In: 4chan. 4chan Community Support LLC, abgerufen am 16. Dezember 2019 (englisch).
  10. Christopher Poole: IF ONLY IT GREW ON TREES. In: 4chan. 18. September 2012, abgerufen am 16. Dezember 2019 (englisch).
  11. Johannes Boie: Christopher Pool verkauft 4chan an Hiroyuki Nishimura. In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH, 23. September 2015, abgerufen am 13. August 2019.
  12. Felix Knoke: Web-Guerilla will YouTube mit Pornos überschwemmen. In: SPIEGEL ONLINE. 5. Januar 2010, abgerufen am 19. September 2012.
  13. 4chan.org Visitors Worth, visitorsworth.com. Abgerufen am 23. August 2013.
  14. Patrick Dax/Thomas Thaler: 4chan: Lolcats und Splatter. 21. April 2009, abgerufen am 19. September 2012.
  15. 4chan.org advertise. In: 4chan.org. Abgerufen am 11. Juli 2014 (englisch).
  16. The World’s Most Influential Person Is… In: TIME. 27. April 2009, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  17. Birgit Riegler: Hacker kapern Promi-Wahl des Time Magazines. In: derStandard.at. 18. April 2009, abgerufen am 19. September 2012.
  18. Rick Astley: The 2009 TIME 100. In: TIME. 30. April 2009, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  19. Tweet, twitter.com/4chan. Abgerufen am 25. August 2013
  20. 4chan Rules. Abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  21. 4chan – FAQ. Abgerufen am 23. Juli 2013.
  22. Gaming & Culture — Chat logs show how 4chan users created #GamerGate controversy, arstechnica.com, 9. Oktober 2014
  23. Konrad Lischka: Web-Guerilla manipuliert US-Promi-Wahl. In: SPIEGEL ONLINE. 17. April 2009, abgerufen am 19. September 2012.
  24. a b The Biggest Little Internet Hoax on Wheels Hits Mainstream. (Nicht mehr online verfügbar.) In: FOX News. FOX News Network, LLC., 22. April 2008, archiviert vom Original am 22. April 2008; abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  25. Sean Michaels: Taking the Rick. In: guardian.co.uk. Guardian News and Media Ltd., 19. März 2008, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  26. David Sarno: Web Scout exclusive! Rick Astley, king of the 'Rickroll,' talks about his song’s second coming. 25. März 2008, archiviert vom Original am 23. Mai 2011; abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  27. Julian Dibbell: The Assclown Offensive: How to Enrage the Church of Scientology. In: wired.com. Condé Nast, Oktober 2009, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  28. Christian Stöcker: Guerilla gegen Google. In: SPIEGEL ONLINE. 15. Juli 2008, abgerufen am 19. September 2012.
  29. Sarah Wagner: „4chan“ macht Kim Jong Un zum Mann des Jahres. In: Focus. 12. Dezember 2012, abgerufen am 5. Juni 2013.
  30. lukeywes1234. In: Know Your Meme. 2010, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  31. MG Siegler: 4chan Presents: YouTube Porn Day (NSFW). In: TechCrunch. AOL Inc., 4. Januar 2010, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  32. Anonymous: Message to Scientology. (Onlinevideo) In: YouTube. 21. Januar 2008, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  33. Adrian Chen: Gamergate Supporters Partied at a Strip Club This Weekend. In: New York Magazine. New York Media LLC, 27. Oktober 2014, abgerufen am 10. Oktober 2019 (englisch).