Adem Ljajić

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Adem Ljajić
CSKA-Roma (1).jpg
Adem Ljajić im Trikot vom AS Rom
Personalia
Geburtstag 29. September 1991
Geburtsort Novi PazarSFR Jugoslawien
Größe 179 cm
Position Linksaußen
Junioren
Jahre Station
2005–2008 FK Partizan Belgrad
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2010 FK Partizan Belgrad 38 0(9)
2010–2013 AC Florenz 78 (15)
2013–2016 AS Rom 61 (14)
2015–2016 → Inter Mailand (Leihe) 25 0(3)
2016– FC Turin 61 (16)
2018– → Beşiktaş Istanbul (Leihe) 16 0(4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
Serbien U-17 9 0(1)
2008– Serbien U-19 10 0(4)
2008–2010 Serbien U-21 10 0(1)
2010– Serbien 35 0(8)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 16. Februar 2019

2 Stand: 16. Februar 2019

Adem Ljajić (* 29. September 1991 in Novi Pazar, SFR Jugoslawien) ist ein serbischer Fußballspieler. Er steht beim FC Turin unter Vertrag und spielt für die serbische Nationalmannschaft. Seine bevorzugte Position ist das linke Mittelfeld.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ljajić ist ethnischer Bosniake und praktizierender Muslim.[1] Er ist seit mehreren Jahren mit dem Belgrader Model Sofija Milošević liiert.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 14 Jahren wechselte Ljajić nach Partizan Belgrad. Dort durchlief er die Jugendmannschaften des Vereins. Mit 17 Jahren war er Stammspieler bei Partizan und absolvierte zwei Spiele in der Qualifikation zur UEFA Champions League sowie drei Spiele im UEFA-Pokal 2008/09. Sein erstes Tor erzielte er am 23. November 2008 während des Ligaspiels gegen OFK Belgrad. Bereits in seiner ersten Saison als Profi im Jahr 2008 gewann er das Double aus Meisterschaft und Pokal. Es folgten der Gewinn der Meisterschaft 2009 und des erneuten Doubles 2010.

Im Oktober 2008 absolvierte er ein Probetraining beim englischen Meister Manchester United. Am 2. Januar 2009 unterschrieb er einen Vertrag bei diesem Verein.[3][4] Der damals 17-jährige Ljajić wechselte nicht sofort, sondern spielte noch bis zum Jahresende für Partizan. Manchester verzichtete dann auf die Kaufoption für Ljajić im Winter 2010, da ihm keine Arbeitserlaubnis erteilt wurde.

Am 13. Januar 2010 unterschrieb Ljajić beim AC Florenz einen Vierjahresvertrag.[5] Die Ablösesumme betrug ca. acht Millionen Euro. Ljajić debütierte für seinen neuen Verein am 31. September 2010 im Spiel gegen Cagliari, bei dem er in der 82. Minute für Manuel Pasqual eingewechselt wurde. Unter Trainer Cesare Prandelli kam er in der Hinrunde kaum zum Einsatz. Dies änderte sich jedoch mit der Ankunft seines Landsmannes Siniša Mihajlović als neuem Trainer des Vereins. Unter Mihajlović entwickelte er sich schließlich zum Stammspieler. Sein erstes Tor für Florenz erzielte Ljajić am 18. September 2010 vom Elfmeterpunkt gegen Lazio Rom, das Spiel verlor Florenz jedoch mit 1:2.

Am 29. August 2013 gab der AS Rom Ljajićs Verpflichtung für 11 Millionen Euro bekannt.[6] Von der Roma wechselte Ljajić am 31. August 2015 auf Leihbasis zu Inter Mailand. Die Mailänder erhielten außerdem die Option, den Serben dauerhaft zu verpflichten.[7] Obwohl sich Adem Ljajić bei Inter zu einem Schlüsselspieler entwickelte, zog Inter Mailand die Kaufoption für ihn nicht. Ljajić wollte unbedingt den AS Rom verlassen, sodass es kurzzeitig Spekulationen gab, dass Ljajić zu Juventus Turin oder Betis Sevilla wechseln wird. Am 19. Juli 2016 gab der AS Rom bekannt, dass Ljajić für eine Ablösesumme von 8,5 Millionen Euro zum FC Turin wechseln wird.[8]

Am 31. August 2018 wurde Ljajić von dem türkischen Verein Beşiktaş Istanbul verpflichtet.[9]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Mai 2012 wurde Ljajić im Liga Spiel gegen Novara Calcio in der 32. Minute von Trainer Delio Rossi ausgewechselt. Ljajić provozierte Rossi nach seiner Auswechslung durch Applaus, woraufhin Rossi Ljajić einen Faustschlag versetzte. Rossi wurde noch am selben Abend als Trainer entlassen.[10]

Im Mai 2012 wurde Ljajić von Nationaltrainer Siniša Mihajlović aus der serbischen Nationalmannschaft entlassen, nachdem er beim Freundschaftsspiel gegen Spanien die serbische Nationalhymne Bože Pravde aus „persönlichen Gründen“ nicht mitsang, obwohl er zuvor wie alle anderen Spieler einen Verhaltenskodex unterschrieben hatte, der unter anderem das Singen der Nationalhymne beinhaltet.[11]

Unter dem neuen Nationaltrainer Ljubinko Drulović wurde er bereits im ersten Spiel unter seiner Leitung für den Kader wiedereinberufen.[12] Während eines darauffolgenden Interviews teilte Ljajić mit, dass er Mihajlović viel zu verdanken habe und sie zueinander in einem guten Verhältnis stehen und beendete somit Spekulationen.[12] Ebenso sei es eine Ehre, wieder Teil der Nationalmannschaft zu sein, und er werde beweisen, dass er das Trikot Serbiens verdiene.[12] Es fiel ihm schwer, nicht zum Kader zu gehören, er war ihr größter Fan während der WM-Qualifikation, so Ljajić.[12] Am 5. März 2014 wurde er schließlich während eines 2:1-Auswärtsieges gegen Irland in der 81. Minute für Dušan Tadić eingewechselt und absolvierte somit sein achtes Länderspiel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DRUGA STRANA Mali Ljajić (serbisch) Večernje Novosti.rs. Abgerufen am 19. Juli 2016
  2. Sofija Milošević otkazala sve planove zbog Ademovog lečenja (serbisch) Mondo.rs Abgerufen am 18. Juni 2018
  3. Focus Online: „ManU“ verpflichtet zwei serbische Jungstars, 2. Januar 2009.
  4. ManUtd.com: Serbians to join United, 2. Januar 2009.
  5. UEFA.com: Fiorentina holt Ljajić von Partizan, 13. Januar 2010.
  6. Transfermarkt.de: AS Rom: Tottenham kauft Lamela, Ljajic kommt als Ersatz, 29. August 2013.
  7. Inter.it: Adem Ljajic joins Inter, 31. August 2015.
  8. Fix: Ljajic wechselt aus Rom nach Turin Transfermarkt.de. Abgerufen am 19. Juli 2016.
  9. Wertvollster Spieler im Kader: Besiktas holt Torino-Spielmacher Ljajic. transfermarkt.de, 31. August 2018, abgerufen am 31. August 2018.
  10. Kicker online:Nach Florentiner Faustschlag: Rossi entlassen, 3. Mai 2012.
  11. Spiegel Online: Ljajić fliegt aus serbischer Nationalmannschaft, 28. Mai 2012.
  12. a b c d Blic online:Ljajić: Pokazaću da zaslužujem dres Srbije, bio sam najveći navijač dok nisam igrao (serbisch), 3. März 2014.