Ahillones

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Gemeinde Ahillones
Ahillones – Iglesia de Santa María de los Remedios
Ahillones – Iglesia de Santa María de los Remedios
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Ahillones
Ahillones (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Extremadura
Provinz: Badajoz
Comarca: Campiña Sur
Koordinaten 38° 16′ N, 5° 52′ WKoordinaten: 38° 16′ N, 5° 52′ W
Höhe: 580 msnm
Fläche: 21,54 km²
Einwohner: 914 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 42,43 Einw./km²
Postleitzahl: 06940
Gemeindenummer (INE): 06003 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ahillones

Ahillones ist eine Kleinstadt und eine Gemeinde (municipio) mit 914 Einwohnern (Stand: 2017) im Südosten der spanischen Provinz Badajoz in der Autonomen Gemeinschaft Extremadura.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Ahillones liegt gut 130 km südöstlich der Provinzhauptstadt Badajoz bzw. knapp 112 km südöstlich von Mérida in einer Höhe von ungefähr 580 m ü. d. M.[2] Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die eher geringen Niederschlagsmengen (ca. 630 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2016
Einwohner 1.977 2.414 3.027 1.200 934

Der deutliche Bevölkerungsrückgang in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den daraus resultierenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Menschen früherer Zeiten lebten im Wesentlichen als Selbstversorger von der Landwirtschaft; im Ort ließen sich auch Händler, Handwerker und Dienstleister aller Art nieder.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keltische, römische und westgotische Spuren wurden auf dem Gemeindegebiet bislang nicht entdeckt. Im frühen 8. Jahrhundert wurde die Region von den Mauren überrannt, die sich jedoch unter dem leonesischen König Alfons IX. (reg. 1188–1230) mit der christlichen Rückeroberung (reconquista) auseinanderzusetzen hatten, die von den Almohaden bis zur Schlacht bei Las Navas de Tolosa (1212) aufgehalten werden konnte. Die endgültige Rückeroberung des Südwestens der Iberischen Halbinsel erfolgte unter dem leonesisch-kastilischen König Ferdinand III. (reg. 1230–1252). Dieser übergab den Ort im Jahr 1246 in die Hände des Santiago-Ritterordens. Im Jahr 1646 erhob Philipp IV. (reg. 1621–1665) den Ort in den Rang einer Stadt.[5][6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtete Iglesia de Santa María de los Remedios, deren Außenmauern in Mudéjar-Tradition aus einer Mischung von Bruch- und Ziegelsteinen bestehen und durch Strebepfeiler stabilisiert sind. Ungewöhnlich sind die vier runden Ecktürmchen auf dem Glockenturm. Zwei Renaissanceportale führen in das einschiffige Innere der Kirche.[7]
  • Die Ermita del Santo Cristo de la Sangre stammt aus dem 16. Jahrhundert, wurde jedoch im 18. Jahrhundert barockisiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ahillones – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Ahillones – Karte mit Höhenangaben
  3. Ahillones – Klimatabellen
  4. Ahillones – Bevölkerungsentwicklung
  5. http://www.dip-badajoz.es/municipios/municipio_dinamico/historia/index_historia.php?codigo=003
  6. Ahillones – Geschichte@1@2Vorlage:Toter Link/www.lacastellanadeahillones.es (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Ahillones – Kirche