Air Glaciers

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Air Glaciers
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Alouette III der Air Glaciers
IATA-Code:
ICAO-Code: AGV
Rufzeichen: AIR GLACIERS
Gründung: 1965
Sitz: Sitten, SchweizSchweiz Schweiz
Heimatflughafen:

Flughafen Sion

Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Leitung: Bruno Bagnoud
Mitarbeiterzahl: 153 (2010)
Flottenstärke: 20 Helikopter
Flugzeuge
Ziele:
Website: www.air-glaciers.ch
SA-315 B Lama der Air Glaciers bei der Berghütte Becs de Bosson, 2983m, Kanton Wallis, Schweiz

Die Air-Glaciers SA ist das zweitgrösste Helikopterunternehmung in der Schweiz mit Hauptsitz in Sitten. Das Unternehmen verfügt über weitere Stützpunkte in Genf, La Chaux-de-Fonds, Lausanne, Collombey, Leysin, Saanen, Gampel und Lauterbrunnen. Die Air-Glaciers führt Rettungs-, Transport-, Rund-, Schulungs- sowie Taxiflüge durch.

Geschichte[Bearbeiten]

Air Glaciers wurde 1965 gegründet. Gründer und federführend bei der Air-Glaciers ist Bruno Bagnoud.

Im Mai 2014 musste das Unternehmen ihren Hangar am Flugplatz Sitten verkaufen um ausstehende Rechnungen und Zahlungsforderungen in der Höhe von 2,6 Millionen Schweizer Franken begleichen zu können. Im Juli 2015 schuldet Air Glacier der Stadt Sitten (Betreiberin des Flugplatzes) wegen ausstehender Zahlungen für Kerosin in der Höhe von einer Million Schweizer Franken. Ein Grund für die finanziellen Schwierigkeiten sind die von der Schweiz übernommenen, strengeren Auflagen für Rettungsflüge welche zweimotorige Helikopter vorschreibt, während Air Glaciers praktisch nur einmotorige besitzt.[1]

Flotte[Bearbeiten]

Mit Stand Juli 2015 besteht die Flotte der Air Glaciers[2] aus:

Helikopter

Flugzeuge

Basisdaten[Bearbeiten]

Nach eigenen Angaben war die Air-Glaciers seit 1965 über 40'000 Mal bei Bergunfällen, Pisten- und Strassenrettungen, Evakuierungen und weiteren medizinischen Notfällen im Einsatz.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 28. Februar 1999 kommen drei Personen ums Leben bei einem Helikopterabturtz zwischen Stalden und Sankt Niklaus im Wallis.
  • Am 26. September 2000 sterben 8 Personen bei der Kollision zweier Air Glaciers Helikopter über Beuson im Wallis.[3]
  • Am 14. Juli 2015 verunglückte eine Eurocopter AS 350 Ecureuil B3 auf dem Weg vom Sphinx-Observatorium (Jungfraujoch) zur Air Glaciers Basis in Lauterbrunnen auf 2700 Meter auf dem Guggigletscher. Der Helikopter war mit einer Unterlast unterwegs. Der Pilot kam beim Unfall ums Leben.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Air Glaciers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tages-Anzeiger: Air-Glaciers droht der Konkurs, abgerufen am 17. Juni 2015
  2. BAZL: Flotte der Air Glaciers 25. Juni 2013
  3. Neue Zürcher Zeitung http://www.nzz.ch/panorama/die-schwersten-helikopterungluecke-der-letzten-20-jahre-1.18395856
  4. Berner Zeitung: So sieht es an der Absturzstelle aus, abgerufen am 15. Juli 2015